Mi, 20:50 Uhr
04.02.2015
Es gibt drei Wege
Wer die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Kreistages genau studiert, der wird bemerkt haben, dass es zu einem Tagesordnungspunkt noch keine Vorlage gibt. Die ist aber auch heikel...
Hier geht es um die Schulnetzplanung für den Landkreis Nordhausen bis zum Schuljahr 2019/20. Und da muss sich aus Sicht mehrerer Beobachter der Schullandschaft einiges tun.
Nein, es sind diesmal nicht etwa zurückgehende Schülerzahlen, die bleiben vor allem im Grundschulbereich nahezu konstant, wenn auch niedrig. Es sind vor allem die Kosten, die die zahlreichen Grundschulstandorte für den Landkreis mit sich bringen.
Und so haben die Verwalter genau hingeschaut, welche Sanierungskosten in den nächsten fünf Jahren anstehen. Denn neben einigen Grundschulen, die bislang auf Vordermann gebracht wurden oder derzeit werden, gibt es für zahlreiche Gebäude enormen Nachholebedarf.
Wie also planen? Eigentlich gibt es drei Wege bis zum Jahr 2020. Der erste: alle Standorte von Grundschulen erhalten. Der zweite: Möglichst viele Schulen schnellstens schließen. Der dritte: Eine Übergangsfrist von fünf Jahren beschließen, denn soviel wird auf den Fluren des Landratsamtes gemunkelt, in den kommenden fünf Jahren bleibt alles beim Alten.
Aber, schon möglichst bald sollen die Bürgermeister der Kommunen mit in das Spiel eingebunden werden. Sie müssen Farbe bekennen, wie es weitergehen soll. Alles erhalten kommt einer weiter steigenden Schulumlage gleich. Eine Grundschule schließen bedeutet eine Einsparung für den Kreishaushalt von rund 100.000 Euro pro Standort und Jahr.
Alles wahrlich keine leichten Entscheidungen, was am Standort Klettenberg erläutert werden soll. Die dortige Grundschule, die nur mit Gastschülern aus Niedersachsen überleben kann, muss dringend saniert werden. Das kostet Geld. Schließt man diese Schule und die Kinder fahren nach Großwechsungen, dann ist damit die letzte Schule in der Einheitsgemeinde Hohenstein verschwunden. Für immer. Sozial betrachtet ein Super-Gau für die ländliche Region.
Beispiel Wipperdorf oder Nohra: Auch hier muss eine Entscheidung her. Fakt ist, dass beide Schulen nicht erhalten werden können.
Beispiel Niedergebra: Auch hier besteht zumindest Überlegungsbedarf. Schließlich gibt es mit Sollstedt, Bleicherode zwei sanierte Grundschulen in der Nähe.
Fakt ist: In der Grundschullandschaft des Landkreises Nordhausen wird und muss sich in den kommenden Jahren etwas ändern. Nur der Grund der Änderung hat sich geändert. Waren es bislang die zurückgehenden Schülerzahlen, die eine immer wieder modifizierte Schulnetzplanung notwendig machten, so ist es nun das fehlende Geld in der Kreiskasse. Kurzer Blick zum Nachbarn ins Eichsfeld. Dort werden neue Schulen gebaut.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redHier geht es um die Schulnetzplanung für den Landkreis Nordhausen bis zum Schuljahr 2019/20. Und da muss sich aus Sicht mehrerer Beobachter der Schullandschaft einiges tun.
Nein, es sind diesmal nicht etwa zurückgehende Schülerzahlen, die bleiben vor allem im Grundschulbereich nahezu konstant, wenn auch niedrig. Es sind vor allem die Kosten, die die zahlreichen Grundschulstandorte für den Landkreis mit sich bringen.
Und so haben die Verwalter genau hingeschaut, welche Sanierungskosten in den nächsten fünf Jahren anstehen. Denn neben einigen Grundschulen, die bislang auf Vordermann gebracht wurden oder derzeit werden, gibt es für zahlreiche Gebäude enormen Nachholebedarf.
Wie also planen? Eigentlich gibt es drei Wege bis zum Jahr 2020. Der erste: alle Standorte von Grundschulen erhalten. Der zweite: Möglichst viele Schulen schnellstens schließen. Der dritte: Eine Übergangsfrist von fünf Jahren beschließen, denn soviel wird auf den Fluren des Landratsamtes gemunkelt, in den kommenden fünf Jahren bleibt alles beim Alten.
Aber, schon möglichst bald sollen die Bürgermeister der Kommunen mit in das Spiel eingebunden werden. Sie müssen Farbe bekennen, wie es weitergehen soll. Alles erhalten kommt einer weiter steigenden Schulumlage gleich. Eine Grundschule schließen bedeutet eine Einsparung für den Kreishaushalt von rund 100.000 Euro pro Standort und Jahr.
Alles wahrlich keine leichten Entscheidungen, was am Standort Klettenberg erläutert werden soll. Die dortige Grundschule, die nur mit Gastschülern aus Niedersachsen überleben kann, muss dringend saniert werden. Das kostet Geld. Schließt man diese Schule und die Kinder fahren nach Großwechsungen, dann ist damit die letzte Schule in der Einheitsgemeinde Hohenstein verschwunden. Für immer. Sozial betrachtet ein Super-Gau für die ländliche Region.
Beispiel Wipperdorf oder Nohra: Auch hier muss eine Entscheidung her. Fakt ist, dass beide Schulen nicht erhalten werden können.
Beispiel Niedergebra: Auch hier besteht zumindest Überlegungsbedarf. Schließlich gibt es mit Sollstedt, Bleicherode zwei sanierte Grundschulen in der Nähe.
Fakt ist: In der Grundschullandschaft des Landkreises Nordhausen wird und muss sich in den kommenden Jahren etwas ändern. Nur der Grund der Änderung hat sich geändert. Waren es bislang die zurückgehenden Schülerzahlen, die eine immer wieder modifizierte Schulnetzplanung notwendig machten, so ist es nun das fehlende Geld in der Kreiskasse. Kurzer Blick zum Nachbarn ins Eichsfeld. Dort werden neue Schulen gebaut.
Peter-Stefan Greiner


