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Do, 15:04 Uhr
08.01.2015

Schnellere Abschiebung nicht möglich

Schnellere Asylverfahren als derzeit sind in Deutschland nach Meinung des für Migrationsfragen zuständigen Thüringer Justizministers Dieter Lauinger (Grüne) nicht möglich. Lauinger erteilte damit entsprechenden Forderungen, die bei der CSU-Klausurtagung in Wildbad Kreuth erhoben worden sind, eine klare Absage...


Der Jurist Lauinger sagte in einem Gespräch mit der Verbandszeitschrift „Der Paritätische‘“ des gleichnamigen Sozialverbandes: „Es gibt nun mal rechtsstaatliche Grundsätze für diese Verfahren. Und diese sind einzuhalten.“

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Skeptisch äußerte sich der Grünen-Politiker auch zu den CSU-Forderungen nach schnelleren Abschiebungen. Er plädierte für eine erneute Überprüfung der individuellen Situation eines abgelehnten Asylbewerbers vor einer Abschiebung. „Die Umstände können sich in der Zeit zwischen Urteil und Abschiebung verändert haben.“ Das gelte sowohl für die persönliche Situation der Betroffenen wie auch für die politische Situation in dem Land, in das abgeschoben werden solle.

„Bei jeder einzelnen Abschiebung muss geprüft werden, ob sie tatsächlich gerechtfertigt ist“, so Lauinger. „Ein abgelehnter Asylantrag ist ja nur die Grundlage dafür, dass abgeschoben werden kann. Aber es muss nicht abgeschoben werden“, machte Lauinger auf Handlungsspielräume der Verwaltung aufmerksam. Dabei müsse auch berücksichtigt werden, ob und wie sich Asylbewerber nach einem oft jahrelang andauernden Asylverfahren in Deutschland integriert hätten. Lauinger verwies außerdem auf die Härtefallkommission des Landes, an die sich abgelehnte Asylbewerber wenden könnten.

Entschieden wandte sich Lauinger in dem Gespräch gegen Versuche seitens der AfD oder „Pegida“, den Terroranschlag von Paris in die innenpolitische Auseinandersetzung einzuführen. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD, Alexander Gauland, interpretierte laut „Süddeutscher Zeitung“ den Anschlag als Rechtfertigung für die Anti-Islam-Bewegung Pegida.

Gauland sagte: „All diejenigen, die bisher die Sorgen der Menschen vor einer drohenden Gefahr durch den Islamismis ignoriert oder verlacht haben, werden durch diese Bluttat Lügen gestraft.“ Lauinger sprach von einer „schockierenden Argumentation“. Er verwies darauf, dass es gerade die Flüchtlinge aus Syrien oder dem Irak seien, die vor diesem islamistischen Terror geflohen seien und in Deutschland Schutz suchten.

Die Äußerung Gaulands sei vor diesem Hintergrund geradezu „widersinnig.“ Er verwies darauf, dass sich die Muslime sowohl in Deutschland wie auch in Frankreich nahezu einhellig von dieser „barbarischen Tat“ distanziert hätten. Die Täter müssten entschlossen verfolgt und bestraft werden.

Lauinger kündigte in dem Gespräch außerdem an, am kommenden Montag nach Suhl zu fahren und dort an der Gegendemonstration gegen den ersten geplanten „Pegida“-Aufmarsch in Thüringen teilzunehmen.
Autor: red

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Kommentare
Von um die Ecke
08.01.2015, 18:02 Uhr
Grünes Gutmenschen Geschwaffel
Klar gibt es Gesetzliche Regelungen die eingehaltenen werden müssen.
Die Gesetze sind aber nicht in Stein gemeisselt.
Wenn ein Asylantrag abgelehnt wurde, basiert das ja schon auf einer gesetzlichen Grundlage. Dann kann es nicht sein, das es sann noch Jahre dauert, bis endlivh eine Entscheidung getroffen wird.

Das kostet alles nur unsinnig Geld, das besser den wirklichen Asylanten zu Verfügung stehen sollte. Wie schon erwähnte, Menschen die vor dem islamischen Terror fliehen und natürlich in Deutschland schutz bekommen sollen ( was von pegida so gefordert wird auvh wenn das einigen besonders linken und grünen Politikern nivht passt ), hausen in menschenunwürdigen Sammelheimen, weil der Bürokratiemolloch Asyl kein Geld zur Verfügung hat.
Ein schnelleres Verfahren würde viel Geld sparen.
Zum Ausflug nach Suhl. Ich hoffe doch, der Herr Minister, fährt da auf eigene Kosten hin.
Natürlich steht es ihm zu, eine eigene Meinung zu pegida zu haben und sie auch zu vertreten. Aber es steht ihm nicht zu, mit öffentlichen Mitteln, Bürger dieses Landes daran zu hindern, friedlich, ihre Verfassungsmässigen Rechte auf freie Meinungsäußerung und auf das Demonstrationsrecht wahr zu nehmen.
Heiner Lampe
09.01.2015, 07:23 Uhr
Kann man nicht verstehen
Warum bitte löscht ein öffentlich rechtlicher TV-Sender seine Umfragen vor Ablauf der Abstimmzeit ? Weil das Ergebnis einfach nicht passt. Wie lange muss man noch warten und zusehen was alles passiert das diese Politiker hier endlich mal kapieren was in diesem Land abgeht. Warum können Sie nicht einfach mal die Augen öffnen und auf die Straße schauen. Es gehen in Dresden und anderen Städten vll tausende auf die Straße , aber Millionen denken das gleiche die noch nicht auf der Straße sind ....müssen all diese sich auch erst mit auf die Blockkaden stellen ähnlich Griechenland etc. damit hier mal einer von euch aufwacht ? Sehr sehr traurig ....und am Ende wundert man sich über Erscheinungen wie PEGIDA oder mangelnde Wahlbeteiligung ! Warum nur ? Denkt mal drüber nach.
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