Do, 08:39 Uhr
08.01.2015
Meister mit gedämpften Erwartungen
Deutsche Meister sind die Boxer des Nordhäuser SV zum Glück schon. Denn vor dem letzten Kampf der Saison haben sich die Probleme mit verletzten und angeschlagenen Sportlern noch verstärkt. Dennoch will man sich am Samstag gegen den BSK Hannover-Seelze mit einer ansprechenden Leistung verabschieden...
Dias Kuzembaev, Robert Harutyunyan, Clarence Goyeram, Cihan Calik, Ibrahima Diallo, Raymund Meilinger, Vladimir Ivanov: Die Mannschaft des Nordhäuser SV für den letzten Saisonkampf am Samstag, 10. Januar, um 19 Uhr, in Hannover steht.
Wie schon die gesamte Saison musste Mannschaftsleiter Michael Döring im Vorfeld zahlreiche Gespräche führen: Unser Kader ist zwar groß, aber die Probleme mit verletzten und angeschlagenen Sportlern sind über den Jahreswechsel noch größer geworden. Dennoch will sich das Team um Cheftrainer Andreas Dietrich-Scherfling, es sicherte sich wenige Tage vor Weihnachten vorzeitig den deutschen Meistertitel, mit einer ansprechenden Leistung aus der Saison verabschieden.
Ich bin froh, dass wir in Hannover nicht vor dem entscheidenden Kampf stehen, sondern unser Plan, die Meisterschaft vorzeitig zu erringen, aufgegangen ist, zeigt sich Döring vor der schweren Auswärtsaufgabe erleichtert. Schließlich geht es für den BSK Hannover-Seelze noch um die Vize-Meisterschaft. Der Titel ist nämlich ebenfalls hart umkämpft – mit dem SV Motor Babelsberg lauert ein weiterer heißer Anwärter auf Rang drei. Die Babelsberger treffen am Samstag (18 Uhr) in heimischer Halle auf den BC Straubing und sind in dieser Saison daheim noch ungeschlagen.
Auch der BSK Hannover-Seelze hat vor heimischen Publikum noch keine Punkte hergeschenkt.Wir erwarten einen sehr starken Gegner, der gerade auch Zuhause vor seinem zahlreichen Publikum alles geben wird, um sich den Titel Vizemeister noch zu sichern, blickt Döring voraus. Etwas gedämpfter klingen die Erwartungen der Nordhäuser, die sicherlich auch der angespannten Personalsituation geschuldet sind: Wir wollen mit dem Team ordentliche Kämpfe und eine ansprechende Leistung abliefern. Ob es für einen Gesamtsieg reicht, das ist schwer zu sagen.
Die Mannschaft steht – und das ist die Hauptsache. Schon in diesem Punkt spürt man eine gewisse Erleichterung bei Döring. Auch wenn dafür gleich in zwei Gewichtsklassen mächtig rotiert werden musste. Das betrifft das Mittel- (bis 76 Kilogramm) und Halbschwergewicht (bis 82 Kilogramm). Auf die beiden polnischen Einflieger Tomasz Jablonski und Mateusz Tryc kann Döring diesmal nicht zurückgreifen. Beide erhalten vom polnischen Verband keine Freigabe, weil sie für einen Einsatz in der Weltliga vorgesehen sind. Angeschlagen oder verletzt sind hingegen der ungarischen Publikumsliebling Balázs Bacskai, Denis Radovan, Igor Teziev und Leon Bunn.
In Straubing gab Ibrahima Diallo (rotes Dress) sein Debüt für die Nordhäuser im Ring. Nun fiebert er seinem zweiten Einsatz im NSV-Dress entgegen. (Foto: Sandra Arm)
In Straubing gab Ibrahima Diallo (rotes Dress) sein Debüt für die Nordhäuser im Ring. Nun fiebert er seinem zweiten Einsatz im NSV-Dress entgegen.
Im Mittelgewicht fiebert Ibrahima Diallo seinem zweiten Einsatz im NSV-Dress entgegen. Erstmals stieg der ambitionierte junge Sportler beim Auswärtskampf in Straubing für die Nordhäuser in den Ring und lieferte eine überzeugende Leistung ab. Da allerdings noch im Weltergewicht (bis 70 Kilogramm). Nun ist der erneut, aber in der für ihn höheren Gewichtsklasse, gefordert. Sein Gegner könnte Jakob Deines heißen. Ebenso vor seinem zweiten Einsatz steht Raymund Meilinger, der sich ebenfalls bereiterklärte, in einer höheren Gewichtsklasse an den Start zu gehen. Der gestandene Mittelgewichtler steigt ins Halbschwergewicht (bis 82 Kilogramm) auf und trifft dort wohl auf Elvis Hetemi.
Mit Spannung erwartet wird das Duell im Superschwergewicht (+91 Kilogramm). Ich freue mich richtig auf das Duell und es wird für mich sehr interessant werden, schaut Döring voraus. Im Ring werden sich wohl der Russe Vladimir Ivanov für den NSV und der amtierende deutsche Meister Ali Kiydin gegenüberstehen. Ich traue Vladimir zu, dass er Kiydin besiegen kann. Sein Boxstil ist zwar etwas eigenartig, aber sehr effektiv. Bisher hat er alle entscheidenden Gegner geschlagen.
Der Hamburger Robert Harutyunyan (blaues Dress) erklärte sich erneut bereit für den NSV in den Ring zu steigen. Es ist nach dem letzten Heimkampf gegen den SV Motor Babelsberg sein zweiter Einsatz. (Foto: Sandra Arm)
Der Hamburger Robert Harutyunyan (blaues Dress) erklärte sich erneut bereit für den NSV in den Ring zu steigen. Es ist nach dem letzten Heimkampf gegen den SV Motor Babelsberg sein zweiter Einsatz.
Nicht weniger spannend wird es in den unteren Gewichtsklassen zugehen. Im Bantamgewicht (bis 57 Kilogramm) erhält erneut Dias Kuzembaev das Vertrauen der NSV-Verantwortlichen. Er wird sich voraussichtlich mit Raman Sharafa auseinandersetzten müssen. Im Leichtgewicht erklärten mit Tobias Tatai und Robert Harutyunyan gleich zwei Sportler ihre Bereitschaft, für den NSV in den Ring zu steigen. Döring entschied sich für den Hamburger Harutyunyan. Tobias laboriert noch an seinem Auge. Wir halten es für vernünftiger, wenn er seine Verletzung erst einmal auskuriert. Dennoch wird er uns nach Hannover begleiten und der Mannschaft beistehen. Ebenso wie Leon Bunn, der an der Schulter verletzt ist.
Im Halbweltergewicht greift der NSV auf seinen schwedischen Überflieger Clarence Goyeram zurück. Er bereitete in den vergangenen Wochen unheimlich viel Freude und gehörte mit zu den Punktgaranten im Südharzer Team. Mit einem Einzelsieg möchte sich der schwedische Meister nun auch am Samstag aus einer erfolgreichen Saison verabschieden. Für Hannover stand zuletzt Thulasi Tharumalingam in dieser Gewichtsklasse im Ring. Alles andere als eine leichte Aufgabe erwartet Cihan Calik im Weltergewicht (bis 70 Kilogramm). Es ist nämlich mit Abbas Barou der amtierende deutsche Meister in der Gewichtsklasse und Sieggarant für den BSK. Bisher verlor er in dieser Saison noch keinen seiner Kämpfe.
Auch wenn es für die Nordhäuser am Ende nicht für einen Gesamtsieg reichen sollte, sie werden dennoch nicht mit leeren Händen nach Nordhausen zurückkehren. Schließlich findet im Anschluss des Kampfes die Meisterehrung – vorgenommen durch den Deutschen Boxsport-Verband - statt. Den Titel hatte sich der NSV ja bereits vorzeitig gesichert.
Autor: redDias Kuzembaev, Robert Harutyunyan, Clarence Goyeram, Cihan Calik, Ibrahima Diallo, Raymund Meilinger, Vladimir Ivanov: Die Mannschaft des Nordhäuser SV für den letzten Saisonkampf am Samstag, 10. Januar, um 19 Uhr, in Hannover steht.
Wie schon die gesamte Saison musste Mannschaftsleiter Michael Döring im Vorfeld zahlreiche Gespräche führen: Unser Kader ist zwar groß, aber die Probleme mit verletzten und angeschlagenen Sportlern sind über den Jahreswechsel noch größer geworden. Dennoch will sich das Team um Cheftrainer Andreas Dietrich-Scherfling, es sicherte sich wenige Tage vor Weihnachten vorzeitig den deutschen Meistertitel, mit einer ansprechenden Leistung aus der Saison verabschieden.
Ich bin froh, dass wir in Hannover nicht vor dem entscheidenden Kampf stehen, sondern unser Plan, die Meisterschaft vorzeitig zu erringen, aufgegangen ist, zeigt sich Döring vor der schweren Auswärtsaufgabe erleichtert. Schließlich geht es für den BSK Hannover-Seelze noch um die Vize-Meisterschaft. Der Titel ist nämlich ebenfalls hart umkämpft – mit dem SV Motor Babelsberg lauert ein weiterer heißer Anwärter auf Rang drei. Die Babelsberger treffen am Samstag (18 Uhr) in heimischer Halle auf den BC Straubing und sind in dieser Saison daheim noch ungeschlagen.
Auch der BSK Hannover-Seelze hat vor heimischen Publikum noch keine Punkte hergeschenkt.Wir erwarten einen sehr starken Gegner, der gerade auch Zuhause vor seinem zahlreichen Publikum alles geben wird, um sich den Titel Vizemeister noch zu sichern, blickt Döring voraus. Etwas gedämpfter klingen die Erwartungen der Nordhäuser, die sicherlich auch der angespannten Personalsituation geschuldet sind: Wir wollen mit dem Team ordentliche Kämpfe und eine ansprechende Leistung abliefern. Ob es für einen Gesamtsieg reicht, das ist schwer zu sagen.
Die Mannschaft steht – und das ist die Hauptsache. Schon in diesem Punkt spürt man eine gewisse Erleichterung bei Döring. Auch wenn dafür gleich in zwei Gewichtsklassen mächtig rotiert werden musste. Das betrifft das Mittel- (bis 76 Kilogramm) und Halbschwergewicht (bis 82 Kilogramm). Auf die beiden polnischen Einflieger Tomasz Jablonski und Mateusz Tryc kann Döring diesmal nicht zurückgreifen. Beide erhalten vom polnischen Verband keine Freigabe, weil sie für einen Einsatz in der Weltliga vorgesehen sind. Angeschlagen oder verletzt sind hingegen der ungarischen Publikumsliebling Balázs Bacskai, Denis Radovan, Igor Teziev und Leon Bunn.
In Straubing gab Ibrahima Diallo (rotes Dress) sein Debüt für die Nordhäuser im Ring. Nun fiebert er seinem zweiten Einsatz im NSV-Dress entgegen. (Foto: Sandra Arm)
In Straubing gab Ibrahima Diallo (rotes Dress) sein Debüt für die Nordhäuser im Ring. Nun fiebert er seinem zweiten Einsatz im NSV-Dress entgegen.
Im Mittelgewicht fiebert Ibrahima Diallo seinem zweiten Einsatz im NSV-Dress entgegen. Erstmals stieg der ambitionierte junge Sportler beim Auswärtskampf in Straubing für die Nordhäuser in den Ring und lieferte eine überzeugende Leistung ab. Da allerdings noch im Weltergewicht (bis 70 Kilogramm). Nun ist der erneut, aber in der für ihn höheren Gewichtsklasse, gefordert. Sein Gegner könnte Jakob Deines heißen. Ebenso vor seinem zweiten Einsatz steht Raymund Meilinger, der sich ebenfalls bereiterklärte, in einer höheren Gewichtsklasse an den Start zu gehen. Der gestandene Mittelgewichtler steigt ins Halbschwergewicht (bis 82 Kilogramm) auf und trifft dort wohl auf Elvis Hetemi.
Mit Spannung erwartet wird das Duell im Superschwergewicht (+91 Kilogramm). Ich freue mich richtig auf das Duell und es wird für mich sehr interessant werden, schaut Döring voraus. Im Ring werden sich wohl der Russe Vladimir Ivanov für den NSV und der amtierende deutsche Meister Ali Kiydin gegenüberstehen. Ich traue Vladimir zu, dass er Kiydin besiegen kann. Sein Boxstil ist zwar etwas eigenartig, aber sehr effektiv. Bisher hat er alle entscheidenden Gegner geschlagen.
Der Hamburger Robert Harutyunyan (blaues Dress) erklärte sich erneut bereit für den NSV in den Ring zu steigen. Es ist nach dem letzten Heimkampf gegen den SV Motor Babelsberg sein zweiter Einsatz. (Foto: Sandra Arm)
Der Hamburger Robert Harutyunyan (blaues Dress) erklärte sich erneut bereit für den NSV in den Ring zu steigen. Es ist nach dem letzten Heimkampf gegen den SV Motor Babelsberg sein zweiter Einsatz.
Nicht weniger spannend wird es in den unteren Gewichtsklassen zugehen. Im Bantamgewicht (bis 57 Kilogramm) erhält erneut Dias Kuzembaev das Vertrauen der NSV-Verantwortlichen. Er wird sich voraussichtlich mit Raman Sharafa auseinandersetzten müssen. Im Leichtgewicht erklärten mit Tobias Tatai und Robert Harutyunyan gleich zwei Sportler ihre Bereitschaft, für den NSV in den Ring zu steigen. Döring entschied sich für den Hamburger Harutyunyan. Tobias laboriert noch an seinem Auge. Wir halten es für vernünftiger, wenn er seine Verletzung erst einmal auskuriert. Dennoch wird er uns nach Hannover begleiten und der Mannschaft beistehen. Ebenso wie Leon Bunn, der an der Schulter verletzt ist.
Im Halbweltergewicht greift der NSV auf seinen schwedischen Überflieger Clarence Goyeram zurück. Er bereitete in den vergangenen Wochen unheimlich viel Freude und gehörte mit zu den Punktgaranten im Südharzer Team. Mit einem Einzelsieg möchte sich der schwedische Meister nun auch am Samstag aus einer erfolgreichen Saison verabschieden. Für Hannover stand zuletzt Thulasi Tharumalingam in dieser Gewichtsklasse im Ring. Alles andere als eine leichte Aufgabe erwartet Cihan Calik im Weltergewicht (bis 70 Kilogramm). Es ist nämlich mit Abbas Barou der amtierende deutsche Meister in der Gewichtsklasse und Sieggarant für den BSK. Bisher verlor er in dieser Saison noch keinen seiner Kämpfe.
Auch wenn es für die Nordhäuser am Ende nicht für einen Gesamtsieg reichen sollte, sie werden dennoch nicht mit leeren Händen nach Nordhausen zurückkehren. Schließlich findet im Anschluss des Kampfes die Meisterehrung – vorgenommen durch den Deutschen Boxsport-Verband - statt. Den Titel hatte sich der NSV ja bereits vorzeitig gesichert.

