Sa, 12:39 Uhr
20.12.2014
Alles schläft, eine(r) wacht
Krankheit kennt keine Feiertage. Doch zum Glück gibt es den Nacht- und Notdienst der Apotheken: Sie versorgen alle Patienten, die außerhalb der regulären Öffnungszeiten dringend Medikamente brauchen. Eine Zusatzleistung, die international als beispielhaft gilt, für die Apotheker aber schlicht Ausdruck ihrer Verantwortung gegenüber den Patienten ist...
Thüringens Apothekerinnen und Apotheker informieren, wo und wie man über Weihnachten und den Jahres-wechsel Hilfe findet.
Kopfschmerzen, Fieber, Verdauungsprobleme: Gesundheitliche Beschwerden können aus erholsamen Feiertagen schnell eine unangenehme Leidenszeit machen. Weist die Hausapotheke Lücken auf oder hat der ärztliche Bereitschaftsdienst Medikamente verordnet, ist der Apotheken-Notdienst gefragt. Er stellt rund um die Uhr und vor Ort die umfassende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln sicher – auch an Weihnachten und Silvester.
Thüringenweit sind deshalb pro Nacht sowie an den Sonn- und Feiertagen jeweils rund 55 Apotheken dienstbereit, denn schnelle Erreichbarkeit ist oberstes Gebot. Häufig sind es Kinder, denen im Notdienst rasch geholfen werden kann: Der Rezeptanteil von Kinderärzten ist überdurchschnittlich hoch, mehr als ein Drittel aller Notdienstkunden verlangt Medikamente für die Kleinsten.
Wie man die nächstgelegene Notdienst-Apotheke schnell findet, erklärt Danny Neidel, Geschäftsführer der Landesapothekerkammer Thüringen: "Die Internetseite der Landesapothekerkammer www.lakt.de bietet einen stets aktuellen Notdienstkalender für Thüringen: Einfach im Bereich Service/Notdienstkalender den PLZ-Bereich oder den gewünschten Ort und das Datum in die Suchmaske eintragen und dann auf ‚Suchen‘ klicken." Ähnlich unkompliziert funktioniert der bundesweite Notdienstfinder des Patienteninformationsportals www.aponet.de.
Wer kein Internet hat oder lieber telefoniert, wählt rund um die Uhr die kostenfreie Festnetznummer 0800 00 22 8 33. Beim Handy genügt die Kurzwahl 22 8 33 (69 Cent/Minute). Oder man schickt eine SMS (69 Cent/Minute oder SMS) mit dem Inhalt "apo" oder der aktuellen Postleitzahl an dieselbe Nummer. Mittlerweile gibt es auch eine Apotheken-App, für die einmalig Downloadkosten zwischen 79 Cent und 1,49 Euro anfallen.
Zudem ist der aktuelle Notdienstkalender in vielen regionalen Tageszeitungen abgedruckt. Und nicht zuletzt muss jede Apotheke an gut sichtbarer Stelle (meist an der Tür oder im Schaufenster) einen Aushang anbringen, dem man entnehmen kann, welche Apotheke in der Nähe gerade Dienst hat.
Die turnusgemäße Einteilung in den Dienstplan obliegt der Landesapothekerkammer: "Für Apotheken in ländlichen Gebieten bedeutet das regelmäßig ein bis zwei Dienste pro Woche, während die Kollegen in der Stadt etwa alle zwei bis drei Wochen dran sind", weiß der Apotheker und ergänzt: "Weil der Notdienst pharmazeutisch qualifiziertes Personal erfordert, kann er nicht von Hilfskräften geleistet werden. Das macht ihn für die jeweils dienstbereiten Apotheken personell und finanziell aufwändig."
Eine "Einsparung" der personalintensiven Zusatzdienste kommt aber nicht in Frage, wie Neidel klarstellt: "Auch wenn nur ein einziger Patient pro Nacht kommt – schon damit diesem geholfen werden kann, ist der Dienst unverzichtbar."
Autor: redThüringens Apothekerinnen und Apotheker informieren, wo und wie man über Weihnachten und den Jahres-wechsel Hilfe findet.
Kopfschmerzen, Fieber, Verdauungsprobleme: Gesundheitliche Beschwerden können aus erholsamen Feiertagen schnell eine unangenehme Leidenszeit machen. Weist die Hausapotheke Lücken auf oder hat der ärztliche Bereitschaftsdienst Medikamente verordnet, ist der Apotheken-Notdienst gefragt. Er stellt rund um die Uhr und vor Ort die umfassende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln sicher – auch an Weihnachten und Silvester.
Thüringenweit sind deshalb pro Nacht sowie an den Sonn- und Feiertagen jeweils rund 55 Apotheken dienstbereit, denn schnelle Erreichbarkeit ist oberstes Gebot. Häufig sind es Kinder, denen im Notdienst rasch geholfen werden kann: Der Rezeptanteil von Kinderärzten ist überdurchschnittlich hoch, mehr als ein Drittel aller Notdienstkunden verlangt Medikamente für die Kleinsten.
Wie man die nächstgelegene Notdienst-Apotheke schnell findet, erklärt Danny Neidel, Geschäftsführer der Landesapothekerkammer Thüringen: "Die Internetseite der Landesapothekerkammer www.lakt.de bietet einen stets aktuellen Notdienstkalender für Thüringen: Einfach im Bereich Service/Notdienstkalender den PLZ-Bereich oder den gewünschten Ort und das Datum in die Suchmaske eintragen und dann auf ‚Suchen‘ klicken." Ähnlich unkompliziert funktioniert der bundesweite Notdienstfinder des Patienteninformationsportals www.aponet.de.
Wer kein Internet hat oder lieber telefoniert, wählt rund um die Uhr die kostenfreie Festnetznummer 0800 00 22 8 33. Beim Handy genügt die Kurzwahl 22 8 33 (69 Cent/Minute). Oder man schickt eine SMS (69 Cent/Minute oder SMS) mit dem Inhalt "apo" oder der aktuellen Postleitzahl an dieselbe Nummer. Mittlerweile gibt es auch eine Apotheken-App, für die einmalig Downloadkosten zwischen 79 Cent und 1,49 Euro anfallen.
Zudem ist der aktuelle Notdienstkalender in vielen regionalen Tageszeitungen abgedruckt. Und nicht zuletzt muss jede Apotheke an gut sichtbarer Stelle (meist an der Tür oder im Schaufenster) einen Aushang anbringen, dem man entnehmen kann, welche Apotheke in der Nähe gerade Dienst hat.
Die turnusgemäße Einteilung in den Dienstplan obliegt der Landesapothekerkammer: "Für Apotheken in ländlichen Gebieten bedeutet das regelmäßig ein bis zwei Dienste pro Woche, während die Kollegen in der Stadt etwa alle zwei bis drei Wochen dran sind", weiß der Apotheker und ergänzt: "Weil der Notdienst pharmazeutisch qualifiziertes Personal erfordert, kann er nicht von Hilfskräften geleistet werden. Das macht ihn für die jeweils dienstbereiten Apotheken personell und finanziell aufwändig."
Eine "Einsparung" der personalintensiven Zusatzdienste kommt aber nicht in Frage, wie Neidel klarstellt: "Auch wenn nur ein einziger Patient pro Nacht kommt – schon damit diesem geholfen werden kann, ist der Dienst unverzichtbar."

