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Di, 16:02 Uhr
11.11.2014

Wohin mit den Flüchtlingen?

Die nnz berichtete gestern über erste Informationen im Nordhäuser Kreisausschuss, denen zufolge noch bis Ende dieses Jahres zusätzlich 100 Flüchtlinge aus Syrien im Landkreis Nordhausen untergebracht werden sollen. So richtig stimmig sind diese Angaben aber nicht...


Landrätin Birgit Keller (LINKE) warf die Zahl "100" in den politische Ring im kleinen Plenarsaal des Landratsamtes. Auf Nachfrage der nnz in der Kreisverwaltung hieß es heute, dass etwas 60 bis 70 Personen zusätzlich erwartet werden. Und das seien nicht nur Syrer, sondern auch aus afrikanischen Ländern sowie dem Kosovo.

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Das ist zwar bedeutend weniger als 100, lässt die Zahl der derzeit im Landkreis Nordhausen untergebrachten Asylbewerber auf knapp 320 Personen ansteigen. Zum Vergleich: Ende vergangenen Jahres suchten 175 Flüchtlinge im Landkreis Nordhausen eine Bleibe und Betreuung. Zum 30. September registrierte die Ausländerbehörde in Nordhausen 174 Flüchtlinge.

Den Zahlen der Verwaltung zufolge, sind insgesamt Ende September 2014 223 Asylbewerber im Landkreis Nordhausen registriert. Davon sind 150 dezentral untergebracht, 73 leben in einer Gemeinschaftsunterkunft.

Laut den gestrigen Aussagen im Kreisausschuss soll weiterhin die dezentrale Unterbringungen favorisiert werden. Das schafft einerseits zusätzliche Einnahmen für die Vermieter, denn der Landkreis tritt als Mieter auf, andererseits aber auch Probleme. Probleme, über die offiziell nicht gern gesprochen wird. Letztlich harmonisieren die unterschiedlichen Kulturen in punkto Lebensführung nicht immer den Wohn- und Lebensgewohnheiten der "Einheimischen".

Probleme hin oder her. Für die Menschen, die in den Landkreis Nordhausen kommen, müssen menschenwürdige Bedingungen geschaffen werden. Das ist nicht nur Wohnraum und soziale Betreuung, das sind auch Möbel, wie bereits gestern berichtet.

Nach dem Bericht der nnz stehen im Landratsamt die Telefone nicht mehr still, die Menschen im Landkreis Nordhausen wollen helfen. Wer Möbel spenden will, der wendet sich bitte an das Kaufhaus Stöbereck von LIFT

Taschenberg 38a
99734 Nordhausen
Telefon 0 3631 975 460 oder 466 367
Telefax 0 3631 466 368
E-Mail stoebereck@lift-nordhausen.de

Kleiderspenden sind ebenfalls möglich über LIFT und zusätzliche an den DRK Kreisverband Nordhausen:
Hallesche Str. 42
99734 Nordhausen
Telefon: 03631 4753 0
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Ickarus
12.11.2014, 18:04 Uhr
Wohin mit Asylanten??
Wenn ich dies hier lese, dann frage ich mich immer mehr "wohin soll das noch führen?". Mal ganz ehrlich, die Menschen hier können doch nicht alle blind sein!

Hier eine Meldung über immer mehr Einbrüche, da eine Meldung über immer häufigere Tätlichkeiten sowie Respektlosigkeit gegen unsere Staatsdiener, wie Polizei und Justiz! Ich sage hier nicht das dies nur Asylanten oder Ausländer sind, keineswegs!! Nur merkt denn niemand das Integration von Migranten in diesem Ausmaß nicht funktioniert?? Wenn ich lese, das Geld für Asyslanten angehoben wird und dann hier und da Gelder für Unterkunft, Nahrung etc. durch die Regierung gebillgt und ausgegeben werden, aber wir Deutschen werden immer mehr zur Kasse gebeten, weil es vorn und hinten nicht reicht, das ist doch nicht normal!
360grad
12.11.2014, 19:51 Uhr
Ich verstehe Ihre Sorgen,Ickarus,
es sind vorerst nur Asyl"bewerber".
Und was man so sieht, denen geht es wirklich nicht gut.

Hier ein Link zur Bevölkerungsstatistik der Schweiz:

http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/07/blank/key/04.html

Nur als Hinweis, dass sowas auch besser laufen kann, als hier. Warum das so ist weiß ich auch nicht, aber die Schweiz läuft wirtschaftlich wie "Hexe".
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