eic kyf msh nnz uhz tv nt
Di, 15:23 Uhr
11.11.2014

Paulinchen fragt: Nobelpreis- oder Wasserträger?

Hatte der ehemalige Staatspräsident der UdSSR einen Auftrag oder erneut den festen Willen für politische Veränderungen in Europa. Er traf sich mit den Eliten unserer Regierung und mit Dr. Helmut Kohl, dem „Einheitskanzler“...


Sehr zum Erstaunen unserer Politprominenz, stand er mit seinen Äußerungen auf der Seite des viel gescholtenen W. Puitn, der ihm gegenüber auch nicht immer gut gesonnen war. Doch was hat Gorbi nun tatsächlich in Berlin gewollt?

Anzeige symplr (1)
Man spricht von einem Gespräch mit der Bundeskanzlerin unter vier Augen. Doch von dessen Inhalt kam eher nichts an die Öffentlichkeit. Wertet sie es als ein Gespräch mit einem alten Mann und somit als bedeutungslos?

Bei meiner heutigen „Presseschau“ stieß ich auf zwei nicht unbedeutende Meldungen. Da verweist die eine, auf ein Treffen der Botschafter von den 28 EU- Mitgliedsstaaten, welche sich anlässlich des 25. Jahrestages der Maueröffnung im „Axel Springer Haus“ mit Anwesenheit es damaligen Kanzlers Dr. H. Kohl getroffen haben. Hier wurde, so möchte ich es mal bezeichnen, gefachsimpelt, wie es damals so alles gelaufen ist.

Der Botschafter Großbritanniens verwies dabei auf seine damalige Chefin M. Thatcher, welche unter keinen Umständen ein zweites, Großdeutsches Reich haben wollte. Aus den Reden von Dr. Kohl war zu hören, dass der damalige Präsident von Frankreich, F. Mitterrand, seine Zustimmung von der Einführung des Ecu, dem heutigen Euro abhängig gemacht hat. Gorbi stellte sich ein neutrales, wiedervereinigtes Deutschland vor und die USA ein Paktgebundenes Deutschland.

Gorbatschow ist für viele Russen heute ein Verräter. Da seine eigentlichen Vorstellungen nicht eintrafen. Dabei ist nicht zweifelsfrei überliefert, ob es nicht doch sogar Versprechen von Deutschland und den USA zur NATO-Osterweiterung gegeben hat. Was er aber von seinem gemeinsamen Haus in Europa gesagt und wie er es sich vorgestellt hat, das haben die Westeuropäer nicht eingehalten.

Dazu brachte es Prof. Hans-Werner Sinn auf den Punkt: Es muss im Haus EUROPA möglich sein, dass „Mieter“, denen es nicht gefällt oder denen der Mietpreis zu hoch erscheint, auch problemlos wieder ausziehen können. Das wäre für die Betroffenen eine Chance, sich wirtschaftlich zu erholen um später, nach den dann geltenden Kriterien auf Wunsch wieder einzuziehen. Das Haus Europa, muss für die Staaten in Europa ein angenehmes Klima haben. Nur so kann Europa funktionieren.

Eine andere Gazette schreibt heute, dass Henry Kissinger am 9.11.2014 ein neues Buch heraus gebracht hat. Es trägt nur ein Wort als Titel: „WELTORDNUNG“. Es geht darin um die USA, diese „ambivalente Supermacht“, wie er das nennt, um die asiatische Ordnung. Auch immer wieder um Deutschland. Um Europa. Und die Rolle des Alten Kontinents in der Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Und darin verzahnt: Russland. (!) Hat der Friedensnobelpreisträger Gorbi sich in Berlin doch nicht zum Wasserträger von Putin hergegeben, sondern vielmehr als ein Mensch, dem der Friede auf unserem Kontinent / unserer Erde tatsächlich etwas bedeutet?

Meiner Meinung nach kam er als Friedensbotschafter und genau zu einem Zeitpunkt, an dem eine ganze Nation ihre Freiheit durch eine friedliche Revolution zum 25. Mal gefeiert hat. Ob ihn die teilgenommenen Politiker wohl in ihrem Jubel alle richtig verstanden haben und unsere Bundeskanzlerin, als Russlandversteherin, dies auch so erkannt hat?

Nach meiner Meinung und wenn ich die Auszüge des Buches von H. Kissinger richtig deute, geht ohne Dialog zwischen Berlin und Moskau nichts in Europa. Der Schlüssel zum Weltfrieden liegt eventuell doch im Kreml. Dann sollten wir alles tun, damit wir davon einen Zweitschlüssel bekommen. (Durch Dialog und nicht durch Druck.) Er und auch Gorbi sehen Deutschland im Zugzwang. Gorbi machte auch keinen Hehl daraus zu sagen, dass die Schenkung der Krim an die Ukraine nur eine Schnapslaune seines Nachfolgers Jelzin gewesen ist.

Die Krim gehört zu Russland und das solle auch so bleiben. Kissinger schreibt in seinem Buch weiter: „Die Zukunft Europas aber, lässt sich auf dieser Basis im 21. Jahrhundert nicht weiterschreiben. Drei Möglichkeiten, stehen zur Auswahl: Europa baut die transnationale Partnerschaft aus, nimmt verstärkt eine neutrale Position ein oder strebt eine stillschweigende Übereinkunft mit einer außereuropäischen Macht oder Gruppierung an.“

Wer aber diese Macht sein soll, konnte ich nicht lesen. Doch wohl nicht etwa die USA? Dann sind wir meiner Meinung nach (!) alsbald im Kriegszustand. In meinem bisherigen Leben musste ich immer zur Kenntnis nehmen, dass die USA, überall wo sie ihre Soldaten hingeschickt haben, mehr oder weniger verbrannte Erde hinterließen. (mit Korea angefangen)

Was uns die Sanktionen kosten, hörte ich gestern im Radio. Danach soll die EU den Obst- u. Gemüsebauern in der EU 500.000 Euro Ausfallentschädigung zahlen, weil die Importe ihrer Waren von Russland gestoppt wurden. Na, ja – wir haben es doch!

Gestern im TV war zu sehen, welchen Stellenwert Obama in China hatte. Zumindest auf dem Gruppenfoto stand er mehr oder weniger fast im Abseits. Wir sollten vielleicht gut aufpassen, dass der asiatische Markt nicht ohne uns bedient wird. Das könnte für uns fatale Folgen haben. Es wäre schön und wünschenswert, dass wir in Zukunft nicht nur Waffen in alle Welt exportieren.

Liebe Politiker in Deutschland und der Welt, beschäftigt Euch nicht so viel mit Euch selbst, packt die wahren Probleme beim Schopf, bevor es zu spät ist! Unsere Einheit in Deutschland ist durch Vernunft und Dialog zustande gekommen. Das sollte Beispiel sein, für alle, die derzeitig unterschiedlicher Meinung sind. Mit Waffen kann man keinen Frieden schaffen und Druck erzeugt bekanntlich Gegendruck. Siehe unsere Sanktionen.
Das Paulinchen
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
360grad
11.11.2014, 16:06 Uhr
Pauliunchen hat recht,
es wird Zeit , dass die Konfrontation zurückgeschraubt wird und die Diplomatie wieder einsetzt.
Es ist schon zu viel kaputt gemacht worden, von allen Beteiligten.
Ich sehe Gorbis Reise als ein ernstes Gesprächsangebot, egal, ob er geschickt wurde, oder aus eigenem Antrieb kam. Ich glaube auch nicht, dass er gewaltsame Lösungen vertritt, denn er hatte mal die Möglichkeit Blut fließen zu lassen, hat es aber nicht getan.
Deshalb können wir das schöne Fest feiern, sonst hätte es nichts zu feiern gegeben.
Ich finde auch, dass mal jemand unserer geliebten und allseits bewunderten Bundeskanzlerin die Geschichte ins Bewusstsein zurückholen muss, sinnvollerweise jemand, der handelnder Teil in dieser Geschichte war.
I.H.
11.11.2014, 19:01 Uhr
Die Fragestellung passt nicht.
Aufgrund eindeutig falsch dargestellter geschichtlicher Abläufe sollte die Fragestellung in der Überschrift dieses Artikels geändert werden. Wenn "Gorbi" wirklich gesagt hat, wie vom Schreiber behauptet, dass der ihm folgende schnapsseelige Boris Jelzin die Krim der Ukraine geschenkt hat, war er entweder selbst besoffen, oder er leidet an einer das Bewusstsein störenden Erkrankung. Deshalb: "War Gorbi besoffen- oder weiß er es nicht besser?"

Denn die Krim gehörte schon während seiner eigenen Amtszeit schon viele Jahrzehnte zur Ukraine. Aber okay, in einem Kolonialreich wie dem russischen Völkergefängnis kann man selbst als Zar schon mal den Überblick verlieren.

Wenn so etwas ein nach WKII vom großen Führer Stalin deportierter indigener Krimtatare liest, fällt der ein zweites mal vom Glauben ab. Ansonsten leider wieder nur das übliche Amerikaner gebashe. Böser Ami - guter Russki. Na klar, was denn sonst- das gehört im nnz Forum schon zur Folklore.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)