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Di, 14:38 Uhr
28.10.2014

Mitgliedertreff im Goldenen Oktober

Eigentlich wollten sich die Mitglieder des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) während des jüngsten Mitgliedertreffs in dieser Woche über die Situation des angedachten Pumpspeicherwerkes im Südharz informieren lassen. Eigentlich...

Auditorium (Foto: NUV) Auditorium (Foto: NUV)

Dazu kam es aber nicht, denn noch würden entscheidende Gutachten auf sich warten lassen, hieß es vom potentiellen Investor entschuldigend.

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Stattdessen standen die Finanzstrukturen der Nordhäuser Stadtwerke im Mittelpunkt der Veranstaltung. Der Geschäftsführer der Holding für Versorgung und Verkehr, Mathias Hartung, stellte zuerst die Struktur der Holding mit ihren acht Unternehmen vor und ging anschließend auf die Finanzströme innerhalb der Holding ein.

Diese sind derart gestaltet, dass die Gewinne in Höhe von rund sieben Millionen Euro aus der 60prozentiigen Beteiligung an der Energieversorgung Nordhausen GmbH in die Betreibung der Bäder und des Badehauses (1,1 Millionen Euro) sowie zum Betrieb des Öffentlichen Personennahverkehrs (drei Millionen Euro) verwendet werden. Letztlich bleibt der Holding als Gewinn rund eine halbe Million Euro.

Allerdings gibt es da auch ein Problem. Die Gewinne der Energieversorger gehen bundesweit seit rund einem Jahr zurück. Auch in Nordhausen zeigt dieser Effekt seine Wirkung. Dem kann unter anderem durch eine Senkung der Kosten oder durch höhere Einnahmen bei den defizitären Geschäftsfeldern begegnet werden. Hierzu seien dann neben den wirtschaftlichen Entscheidungen auch kommunalpolitische Weichen zu stellen, sagte Hartung und appellierte an die Mitgliedsunternehmen des NUV, getreu dem Motto „Gemeinsam für die Region“ beim Einkaufen von Leistungen des kommunalen Konzerns an die regionalen Kreisläufe zu denken.

Gabriele Schuchardt bei Ihrem Vortrag (Foto: NUV) Gabriele Schuchardt bei Ihrem Vortrag (Foto: NUV)

Nach Mathias Hartung stellte Gabriele Schuchardt die Verkehrsbetriebe Nordhausen vor. Die Geschäftsführerin berichtete den Mitgliedern des Unternehmerverbandes über das „Job-Ticket“ als neues Produkt des Verkehrsunternehmens. Man habe damit auf das sich veränderte Nutzungsverhalten der Menschen in der Region reagiert. Das Jobticket fußt auf eine Beteiligung der Arbeitgeber. Der bekommt die Tickets zu einem Rabattpreis und verkauft sie anschließend zu einem Preis an seine Mitarbeiter weiter, den er festlegen kann. Profitieren können davon auch Mitarbeiter in öffentlichen Verwaltungen.

Welche Studienfächer werden an der Fachhochschule Nordhausen angeboten, die eine enge Verbindung zur regionalen Wirtschaft haben? Diese Frage beantworteten Prof. Dr. Dagmar Everding von der Fachhochschule Nordhausen und deren Präsident Prof. Dr. Jörg Wagner. Wagner verkündete, dass die Bildungseinrichtung ab dem kommenden Jahr den Namen „Hochschule Nordhausen“ tragen wird. Sie bietet jetzt schon 13 Bachelor- und acht Masterstudiengänge. Ein neuer Masterstudiengang ist der des energetisch-ökologischen Stadtumbaus, den Prof. Dr. Dagmar Everding genauer präsentierte. Das Besondere an diesem Studiengang seien die Querschnittsfächern, die von Energie- und Stoffströmen, über den Klimawandel, Recht und Politik bis hin zum nachhaltigen Bauen reichen würden.

Im letzten Tagesordnungspunkt des Mitgliedertreffs wurde seitens einer Mitarbeiterin des Bildungswerkes der Thüringer Wirtschaft ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Horizont-Verein vorgestellt. Im Mittelpunkt steht dabei die Verbesserung der sozial-ökonomischen Situation von Langzeitarbeitslosen. Bislang wurden hier über 400 Frauen und Männer betreut, einige davon konnten in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.

In seinem Schlusswort des offiziellen Teils bedankte sich NUV-Chef Hans-Jochaim Junker bei dem gastgebenden Unternehmen und betonte, dass es im elften Jahr des NUV möglich wurde, dass alle Referenten des Mitgliedertreffs aus den Reihen des Verbandes kamen. Auch das sei ein Zeichen der gewachsenen Kraft des NUV.
Autor: red

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Kommentare
Eckenblitz
28.10.2014, 15:06 Uhr
Rabatte
wer hat denn die idee gehabt? Das Jobticket fußt auf eine Beteiligung der Arbeitgeber. Der bekommt die Tickets zu einem Rabattpreis und verkauft sie anschließend zu einem Preis an seine Mitarbeiter weiter, den er festlegen kann.
jetzt verkauf man die tickes an die arbeitgeber und der verkauft sie dann an seine arbeitnehmer weiter, zu einem preis, den er bestimmt.

so macht man der arbeitgeber auch noch ein geschäft mit der anfahrt zur arbeit. hier glaubt doch niemand im ernst, das der arbeitnehmer die rabatte weitergibt. So ein geschäft, bei dem er das geld umsonst haben kann, lässt sich der arbeitgeber nicht entgehen, oder?

den konkreten sinn hinter dieser aktion sollen mir die damen und herren mal genau erläutern, aber ich glaube, damit haben sie große probleme, nicht wahr? warum gibt man die rabatte nicht gleich an den kunden weiter, warum muss man da die geldgierigen arbeitnehmer noch dazwischen schalten? wird hier schon wieder ein unseriöses ding gedreht?
Zukunft
28.10.2014, 15:10 Uhr
Ratsknecht
Solch einen Unsinn hat vor Wochen noch der umgedrehte Computer verzapft. Und da dachte ich, der hat sich in NUllen und Einsen aufgelöst.

Der Arbeitgeber (AG) profitiert von einem Mengenrabatt, den kann er an den Arbeitgeber (AN) weiterreichen. Oder AG kann seinen AN durchaus was Positives zukommen lassen. Ich kenne solche AG. Bis zu einer gewissen Grenze ist das nicht einmal ein geldwerter Vorteil.

Aber das ist vermutlich für einen der nur nölt, sowieso unverständlich.

Nur: kostenlosen Berufsverkehr hatten wir mal - der wurde vor 25 Jahren abgewählt. Vermutlich auch von Ihnen, für eine Banane und Westgeld.
Eckenblitz
28.10.2014, 16:59 Uhr
Antwort
ich glaube nur nicht alles, was so kapitalistische wendehälse von sich geben, mehr ist dazu wohl nicht zu sagen?
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