Di, 14:03 Uhr
22.05.2001
Wer steht auf der Nordhäuser Einkaufsliste?
Nordhausen (nnz). Die Stadt Nordhausen hegt Expansionsbestrebungen. Nach nnz vorliegenden Informationen soll in den kommenden Jahren der Zusammenschluß mit anderen Kommunen gesucht werden. Wer auf der Einkaufsliste steht, das verrät Ihre nnz.
Noch gehören sie einer Verwaltungsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen an: Die Gemeinden Buchholz und Petersdorf. Doch das könnte sich bald ändern. Mit den zuständigen Gremien der beiden Orte soll es nach nnz-Informationen bereits erste Gespräche gegeben haben, bei denen sich vielleicht sogar eine Mehrheit für den Gang nach Nordhausen abzeichnen könnte. Hintergrund dessen sind auch Bestrebungen in der Thüringer Landesregierung, die Verwaltungsstrukturen im Freistaat kostengünstiger zu gestalten. Und da ist die Form der Verwaltungsgemeinschaft nicht die günstigste. Einheitsgemeinden werden favorisiert. Noch gehören Buchholz und Petersdorf zur VG Hohnstein-Südharz, doch ob diese Gemeinschaft in den kommenden Jahren noch ihren Bestand haben wird, das steht in den kommunalpolitischen Sternen. Die Stadt Nordhausen will bei einem Ausscheiden der Orte aus der VG den Status einer erfüllenden Gemeinde für die Kommunen übernehmen.
Jetzt erst einmal werden Petersdorf und Buchholz energietechnisch stärker an die Kreisstadt gebunden. Im Zuge der Straßensanierung von Nordhausen nach Petersdorf und weiter nach Buchholz sollen gleich dicke Rohre in die Erde gelegt werden. Durch die soll anschließend Erdgas gedrückt und damit die Haushalte der zwei Dörfer versorgt werden. Die Straßenbaumaßnahmen sollen in den kommenden Wochen mit dem Straßenbauamt in Leinefelde abgestimmt werden. Der Expansionshunger der Rolandstadt scheint damit aber noch nicht gestillt und soll auch nicht vor der Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt zum Stillstand kommen.
Im Gespräch sind Kommunen wie Uftrungen oder Rottleberode. Deren Einwohner fühlen sich der Südharzmetropole schon seit Jahren enger verbunden als der (Noch)-Kreisstadt Sangerhausen. Ob nun zur Arbeit oder zum Einkaufen - das Ziel der Menschen in Rottleberode oder Uftrungen heißt mehr denn je Nordhausen. Bereits 1992 gab es in den Gemeinden eine Bürgerinitiative, die sich für einen Anschluß an den Landkreis Nordhausen stark machte. Und da im Nachbarland Sachsen-Anhalt intensiv über neue kommunale Strukturen nachgedacht wird und dabei der Landkreis Sangerhausen als Solitär-Erscheinung bislang noch einen Sonderstatus hatte, könnten nun die Karten neu gemischt werden. Große Hürden wird nach Erkenntnissen der nnz die Magdeburger Landesregierung den abwanderungswilligen Gemeinden nicht in den Weg legen, denn da soll es bereits halboffizielle Gespräche zwischen den Regierungen in Sachsen-Anhalt und Nordhausen gegeben haben.
Autor: nnzNoch gehören sie einer Verwaltungsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen an: Die Gemeinden Buchholz und Petersdorf. Doch das könnte sich bald ändern. Mit den zuständigen Gremien der beiden Orte soll es nach nnz-Informationen bereits erste Gespräche gegeben haben, bei denen sich vielleicht sogar eine Mehrheit für den Gang nach Nordhausen abzeichnen könnte. Hintergrund dessen sind auch Bestrebungen in der Thüringer Landesregierung, die Verwaltungsstrukturen im Freistaat kostengünstiger zu gestalten. Und da ist die Form der Verwaltungsgemeinschaft nicht die günstigste. Einheitsgemeinden werden favorisiert. Noch gehören Buchholz und Petersdorf zur VG Hohnstein-Südharz, doch ob diese Gemeinschaft in den kommenden Jahren noch ihren Bestand haben wird, das steht in den kommunalpolitischen Sternen. Die Stadt Nordhausen will bei einem Ausscheiden der Orte aus der VG den Status einer erfüllenden Gemeinde für die Kommunen übernehmen.
Jetzt erst einmal werden Petersdorf und Buchholz energietechnisch stärker an die Kreisstadt gebunden. Im Zuge der Straßensanierung von Nordhausen nach Petersdorf und weiter nach Buchholz sollen gleich dicke Rohre in die Erde gelegt werden. Durch die soll anschließend Erdgas gedrückt und damit die Haushalte der zwei Dörfer versorgt werden. Die Straßenbaumaßnahmen sollen in den kommenden Wochen mit dem Straßenbauamt in Leinefelde abgestimmt werden. Der Expansionshunger der Rolandstadt scheint damit aber noch nicht gestillt und soll auch nicht vor der Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt zum Stillstand kommen.
Im Gespräch sind Kommunen wie Uftrungen oder Rottleberode. Deren Einwohner fühlen sich der Südharzmetropole schon seit Jahren enger verbunden als der (Noch)-Kreisstadt Sangerhausen. Ob nun zur Arbeit oder zum Einkaufen - das Ziel der Menschen in Rottleberode oder Uftrungen heißt mehr denn je Nordhausen. Bereits 1992 gab es in den Gemeinden eine Bürgerinitiative, die sich für einen Anschluß an den Landkreis Nordhausen stark machte. Und da im Nachbarland Sachsen-Anhalt intensiv über neue kommunale Strukturen nachgedacht wird und dabei der Landkreis Sangerhausen als Solitär-Erscheinung bislang noch einen Sonderstatus hatte, könnten nun die Karten neu gemischt werden. Große Hürden wird nach Erkenntnissen der nnz die Magdeburger Landesregierung den abwanderungswilligen Gemeinden nicht in den Weg legen, denn da soll es bereits halboffizielle Gespräche zwischen den Regierungen in Sachsen-Anhalt und Nordhausen gegeben haben.


