eic kyf msh nnz uhz tv nt
Fr, 07:00 Uhr
29.08.2014

Lichtblick: Tunnelerfahrungen

Neulich hatte ich kurz hintereinander mehrere besondere Lichtblicke. Ich habe das sprichwörtliche „Licht am Ende des Tunnels“ mehrmals hintereinander erblicken dürfen. Und zwar während der Fahrt auf einer Draisine...


Von Lengenfeld unterm Stein ging es 13 Kilometer bergauf bis zum Bahnhof Küllstedt und dann zurück. Unterwegs passierten wir mehrere Tunnel. Der längste hatte beachtliche 1350 Meter Länge.

Anzeige symplr (1)
Die Länge der Tunnel war immer angezeigt, bevor es da reinging. Wir durften also damit rechnen, dass es irgendwann kommt, das „Licht am Ende des Tunnels“. Die Draisine hatte zwar Licht, aber es war trotzdem ganz schön dunkel um uns rum. Wenn wir nicht gewusst hätten, es geht immer auf den Schienen entlang zu einem Ausgang hin, das „Licht am Ende des Tunnels“ wird kommen – es wäre nicht so lustig gewesen.

In unserem Leben machen wir immer wieder solche Tunnelerfahrungen. Mit dem Unterschied: Wir wissen nicht immer, wann und wo wir rauskommen. Krankheiten, Schicksalsschläge, Zweifel, vielleicht Depressionen, Fragen nach der eigenen Zukunft können solche Tunnelerfahrungen sein. Keiner kann uns sagen, wann und wie es mal besser wird, wann das „Licht am Ende des Tunnels“ kommt.

In der Bibel finden sich Geschichten darüber, wie Menschen solche Situationen der Dunkelheit ertragen haben. Der Apostel Paulus erzählt in seinem zweiten Brief an die Korinther von so einer Tunnelerfahrung. Was genau passiert war, erfahren wir nicht. Aber die Lage war so schlimm, dass er und seine Gefährten dachten: „Jetzt ist alles aus und vorbei. Wir werden das nicht überleben.“

Im Rückblick auf diese schwere Erfahrung kann Paulus aber einen Sinn hinter all dem erkennen, was er und seine Mitarbeiter durchgemacht haben. Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.

Paulus hat also einerseits entdeckt, dass er in der Lage ist, andere zu trösten, die ähnlich schwere Erfahrungen gemacht haben. Er schreibt: „…damit auch wir trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“

Es ist noch gar nicht lange her, da habe ich mit einem Freund telefoniert und ihm erzählt, durch welchen Tunnel ich gerade unterwegs bin. Er macht z.Zt. eine ähnliche Erfahrung durch. Darum konnte er mir in unserem Gespräch sehr helfen. Ich vermute, dass Sie das auch schon erlebt haben: Menschen, die in ähnlich schweren Situationen waren wie wir, können uns besser verstehen als andere. Verstehen kommt von „Stehen“ – sie standen auch in solchen Dunkelheiten. Und wir werden mit unseren Erfahrungen andere verstehen und ihnen helfen können.

Wie gesagt: Die Bibel ist voll von solchen Geschichten, in denen Menschen davon berichten, wie sie getrösten wurden. Auch Paulus schreibt seine Erfahrung nieder, damit wir sie lesen und von diesem Trost angesteckt werden können. Wodurch wurden er und seine Mitarbeiter getröstet?

Ihr Vertrauen in Gott wurde gestärkt weil ihre Herzen die Wurzeln sich tiefer in die Kraft und Liebe Gottes hinein gegraben hatten. Denn der Gott, dem Paulus vertraute, hat das größte und letzte „Licht am Ende des Tunnels“ angezündet, als er Jesus von den Toten auferweckt hat. Paulus schreibt:

Denn wir wollen euch, liebe Brüder, nicht verschweigen die Bedrängnis, die uns in der Provinz Asien widerfahren ist, wo wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, sodass wir auch am Leben verzagten 9 und es bei uns selbst für beschlossen hielten, wir müssten sterben. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, 10 der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten.

Gott hat Jesus von den Toten auferweckt. IHN, der aus Liebe zu uns am Kreuz starb. Damit uns nichts mehr von der Liebe Gottes trennt. Kein Versagen, keine Schuld, keine Selbstanklagen. Jesus hat unsere Schuld am Kreuz weggetragen. Und hat sie in seinem Grab gelassen. Das ist ein wichtiges „Licht am Ende des Tunnels“. Denn wie oft wird uns das Weitergehen schwer, weil unsere Fehler uns anklagen. Durch Jesus vergibt uns Gott. Und ER hat das größte und letzte „Licht am Ende des Tunnels“ angezündet, als er Jesus von den Toten auferweckt hat. Darum lohnt es sich, durchzuhalten in allem Schweren im Leben. Durchhalten in der Kraft des Vertrauens auf Jesus, den Auferstandenen. Weil der Tod nicht das letzte Wort hat.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie dieses Vertrauen in Jesus Christus finden und festhalten.
Reinhard Süpke

Dazu noch die Zeilen eines Liedes:

Der letzte Gruß ist nicht das letzte Wort.
Seit Gott sein Machtwort sprach
ziehen wir hier fort / aus dieser Welt
in das gelobte Land
mit neuem Mut / weil Jesus auferstand.

Das Licht ist noch verborgen,
die Frauen gehn zum Grab,
sie wollen den betrauern,
der Mut und Hoffnung gab.
Der schwere Stein besiegelt:
„Ende, aus, vorbei!“
da wühlt sie diese Nachricht auf:
„ER lebt und ihr seid frei!“

Die Hoffnung liegt in Trümmern,
ist an dem Tod zerschellt.
Was wird aus all den Träumen
von einer neuen Welt?
„Vertrauen ist vergeblich!
Ende, aus, vorbei“
Das Kreuz ist Gottes Wendepunkt
„ER lebt und ihr seid frei!“

Wie oft noch wirst du trauern
Wie oft noch kommt die Angst,
raubt dir die Kraft für Morgen,
weil Du um etwas bangst?`
Wie oft noch wirst Du denken:
Ende, aus, vorbei“
Die eine Nachricht gibt uns Kraft:
„ER lebt und ihr seid frei!“
© Text und Melodie: Reinhard Süpke
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)