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Fr, 07:14 Uhr
29.08.2014

nnz-Betrachtung: Was für eine Woche!

Hinter uns liegt nun fast eine Woche, die es in sich hatte. Und wenn Sie jetzt denken, der Autor meint damit die vielen Wahlkampftermine, dann irren Sie sich...

Gänsehaut-Feeling (Foto: nnz) Gänsehaut-Feeling (Foto: nnz)

Die sportliche Facette dieser Woche ist es, die noch ein wenig beleuchtet werden soll. Und es bedarf immer wieder eines Anstoßes von außen, der aufmerksam macht. Mitunter sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ein solcher Anstoß war ein staunender Kollege aus Niedersachsen.

Will heißen, in Nordhausen wird seit Jahren Spitzensport geboten. Ein Verein, der das möglich macht, ist zum Beispiel der Südharzer Volleyball-Club. Der hat in seinen Reihe einige "positiv Bekloppte" (Zitat Calmund), denen es immer wieder gelingt, Freundschaftsspiele von Nationalmannschaften an den Südharzrand zu holen. Nach den Damen gaben sich die Herren um Georg Grozer die Ehre und bezwangen in einem packenden Spiel vor ausverkaufter Wiedigsburghalle am Mittwoch die USA in 3:2 Sätzen. Wer bei dieser Atmosphäre keine Gänsehaut bekam, ist vermutlich selbst daran schuld. Was bleibt dem Beobachter übrig: Danke sagen den "positiv Bekloppten" um SVC-Präsident Uwe Törpe.

Bleiben wir für einen Moment noch in der Nordhäuser Halle, springen aber kurz rüber nach Bad Langensalza. Dort verkündete der Thüringer HC, dass die Handball-Damen ihre internationalen Spiele auch weiterhin in Nordhausen austragen werden, obwohl die Salzahalle ausgebaut werden soll. Warum wohl? 1. weil es "positiv Bekloppte" unter den Sponsoren und beim Nordhäuser Kreissportbund gibt, die sich für diesen Spitzensport in Nordhausen einsetzen. 2. Weil unter dem Dach dieser Halle ein Kessel kocht, der internationale Vergleiche nicht zu scheuen braucht.

Gestern nun der Auftritt von Reiner Calmund im Nordhäuser Theater. Rund 300 Frauen und Männer lauschten dem Motivationsseminar des Schwergewichts. Es waren nicht so sehr die Sätze, die da per Beamer an die Leinwand geworfen wurden, es waren die Nebensätze, die Episoden, die dieser Mann so "nebenbei" erzählte. Und es war die Botschaft, die er und Rolf Töpperwien rüberbachten: Dieser Nordhäuser Fußball ist gut für die gesamte Region und er ist gut für jene, die sich als Sponsoren engagieren.

Was gestern im Nordhäuser Theater über die Bühne ging, war die "neue Seite" des Fußballsportvereins Wacker 90 Nordhausen. Sie war ein Anfang, hat das Potential für mehr und bedarf mehr "positiv Bekloppter". Sie war ein wichtiger Schritt auf dem Weg des Vereins hinein in den Gesellschaft, hinein in die Region. Eine Symbiose soll daraus erwachsen. Das Pflänzchen, das in Nordhausen vor einigen Jahren in die Erde kam, wurde gestern ordentlich gegossen. Nun kommt es darauf an, es nicht vertrocknen zu lassen. Ein paar "positiv Bekloppte" reichen dazu nicht aus, sind allerdings ein Anfang.

Und so verabschiedete sich gestern der Kollege, der in einer ähnlich großen (oder kleinen) Stadt wie Nordhausen als Sportjournalist arbeitet mit so vielen Eindrücken, dass er sich in Niedersachsen wohl auf die Suche nach ähnlich "positiv Bekloppten" begeben wird. Ich wünsche ihm viel Spaß dabei und habe ihn für den Herbst in die Nordhäuser Ballspielhalle eingeladen, wenn in deren Mitte ein Boxring steht...
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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