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So, 12:23 Uhr
03.08.2014

Ein Übel weniger, bleibt ein anderes?

„Die Spaten werden schon geschärft“ titelten wir am 24. Juli und kündigten den ersten Spatenstich für ein Senioren Wohn-und Pflegezentrum auf dem ehemaligen Gelände des VEB Kraftverkehr an. Der Termin steht fest, wie Kurt Frank in Erfahrung brachte...

Das war einmal (Foto: Kurt Frank) Das war einmal (Foto: Kurt Frank)
Dieses Bild lässt erahnen, welcher enormer Anstrengungen es bedurfte, um das Gelände des ehemaligen Kraftverkehrs an der Geseniusstraße zu beräumen. Auch mächtige Stahlträger waren zu beseitigen. Bis Ende 2015 soll hier ein Senioren Wohn-und Pflegezentrum für über 70 Bewohner seine Pforten öffnen.

Nordhausen.Es ist 13. August, 13 Uhr teilt die Geschäftsführung des Internationalen Bildungs-und Sozialwerkes aus Iserlohn mit. Das Grundstück des ehemaligen Kraftverkehrs an der Geseniusstraße ist umfangreich und aufwendig für den Neubau des Senioren Wohn- und Pflegezentrums vorbereitet worden. Die Arbeiten nahmen Monate in Anspruch.

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Zunächst war der Wildwuchs, der jahrzehntelang unter Naturschutz stand, zu entfernen. Dann rückte schweres Gerät an, um die alte Tankstelle, den Garagenkomplex und andere Gebäude, die einst den Betrieb prägten, abzureißen. Stahlverstrebungen waren mit Schweißbrennern auf Maß zu bringen, um sie abtransportieren zu können.

Schließlich erschienen mächtige stählerne Kolosse auf dem Plan. Gewaltige Gesteinsbrocken landeten in den Schlund des Brechers. Zerkleinert finden sie Verwendung für den Straßenbau. Eine Zeit lang ruhte das Geschehen auf dem Terrain, was Leser zu Anfragen veranlasst hatte.

Feierlich wird der erste Spatenstich am 13. August gegen 13 Uhr vor Ort auf dem Gelände vollzogen. Zahlreiche Honoratioren sind eingeladen, lässt die Geschäftsführung wissen. Anschließend können sich die Gäste auf kleine Gaumenfreuden im Restaurant des Berufsförderungszentrums, Geseniusstraße 19, freuen.

Wie wir bereits berichteten, erwarb das Bildungs-und Sozialwerk das rund 10 000 Quadratmeter große Grundstück. Bis dahin war es ein Schandfleck in der Rolandstadt. Voraussichtlich im Spätsommer 2015 soll das Senioren Wohn- und Pflegezentrum seine Pforten öffnen. Für 73 Bewohner.

Die modernen Gestaltungselemente im Innen- und Außenbereich der bisher errichteten Wohn- und Pflegezentren in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen-Anhalt sind vom Architekturbüro Matern und Wäschle aus Paderborn auch für das Haus in Nordhausen übernommen worden.

Altes Gaswerk (Foto: Kurt Frank) Altes Gaswerk (Foto: Kurt Frank)
In unmittelbarer Nähe des künftigen Senioren Wohn- und Pflegezentrum befinden sich die üblen Hinterlassenschaften des ehemaligen Gaswerkes. Seit Jahren prüft der Landkreis, welche sanierungswürdigen Gebäude wieder hergerichtet werden können. Die Prüfungsphase hält noch immer an.

Bleibt zu hoffen, dass der Schandfleck des ehemaligen Gaswerkes in unmittelbarer Nähe kein Dauerzustand bleibt. Aus dem Landratsamt verlautet nichts Neues. Die Antworten gleichen sich. Seit Jahren. Die letzte aktuelle Information, datiert vom 13. Februar des Jahres, war fast identisch mit der vom 24. Januar 2013. Oder mit der zwei Jahre davor.

Auf Anfrage teilte die Pressestelle am 24. Januar 2013 unter anderem mit: „Der Landkreis Nordhausen prüft derzeit, welche sanierungsbedürftigen Gebäude wieder hergerichtet werden können, wie sich die Finanzierung einer Sanierung gestalten lässt und ob Fördermittel beantragt werden können.“ Ein Teil des Geländes sei für eine Wohnbebauung und Gewerbeansiedlung vorgesehen.

Am 13.Februar 2014 diese Antwort: Nach wie vor hält der Landkreis das Gelände für eine attraktive Fläche. Der Boden sei noch belastet. Die Sanierungskosten lassen sich nicht konkret beziffern. Trotz dieser Altlastenproblematik haben die denkmalgeschützten Gebäude auf dem Gaswerkgelände Potenzial zur Weiterverwertung.
Autor: red

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