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Do, 06:29 Uhr
31.07.2014

KidsCamp 2014 auf Straußberg gestartet

Auch in diesem Jahr verleben Nordhäuser Kinder im KidsCamp der Adventjugend auf dem Straußberg seit Sonntagnachmittag spannende Ferientage. Pünktlich um 14.00 startete am Montag die Kinderstadt...


Die Kinderstadt ist seit 2011 als Nachmittagsprogramm des KidsCamps verankert und ermöglicht über den freizeitpädagogischen Ansatz hinaus die Integration von Bildungsinhalten.

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Die Kinderstadt lebt von christlich-sozialen Werten wie Nächstenliebe, Frieden und Gerechtigkeit, vom verantwortungsbewussten Verhalten gegenüber der Schöpfung und von dem im Dekade-Projekt bezeichneten Wert der "Teilhabe". Hier geht es darum, dass allen gleiche Chancen und Rahmenbedingungen für die Verwirklichung ihrer Kreativität und Ideen geboten werden.

Deshalb wählt die Bürgerversammlung (täglich 17:00-17:30) einen ehrenamtlich arbeitenden Stadtrat (jeweils ein Vertreter aus jeder Familiengruppe) und einen hauptberuflichen Bürgermeister. Beide werden für einen Tag Amtszeit gewählt. Bürgermeister kann nur werden, wer zuvor mindestens einen Tag im Stadtrat gearbeitet hat. Hier lernen Kinder demokratisches Verhalten und die Möglichkeit durch Anträge und Abstimmung mitzuentscheiden.

Am Montag wurde Fridolin zum ersten diesjährigen Bürgermeister der Kinderstadt gewählt. Zu seinen Aufgaben gehört die Leitung des Stadtrates. Darüber hinaus entscheidet er nun über die Verwendung der Steuergelder. Gemeinsam mit dem Stadtrat kann er Preise festlegen und Gesetze erlassen. Die Bürgerversammlung ist die tägliche Vollversammlung aller Bürger der Kinderstadt.

KidsCamp (Foto: privat) KidsCamp (Foto: privat) Vor der Bank machte sich am Montag ein großer Andrang bemerkbar: jeder wollte sein Startkapital erhalten. Glücklicherweise wurde die Wartezeit auf Arbeit verkürzt, da man sich die Arbeitskarten für die jeweiligen Berufe an den verschiedenen Arbeitsstellen abholen konnte.

Mit den limitierten Arbeitskarten können die Kinder aus über 25 Berufen (Holzwerkstatt, Kulissenbau, Beautyfarm, Radio-, Zeitungsredaktion, Bürgermeister, Recyclingwerkstatt, Uni, usw.) auswählen. Die Freizeitkarten bieten ihnen Erholungsmöglichkeiten durch Sport und Spiel (z.B. Fußball, Besuch des Bades, Fahrzeugausleihe). Sie verdienen pro Stunde 6 Wühlis (Kinderstadtgeld) von denen 1 Wühli Steuer einbehalten wird. Die Steuereinnahmen stehen dem Stadtrat und Bürgermeister zur Verfügung.

Außerdem können die Kinder für "wertvolles" Handeln folgende Bonuspunkte erhalten: „Hatschis“ (Gesundheitspunkte), „Schlauis“ (Bildungspunkte) und „Wertis“ (Nachhaltigkeitspunkte). Das spannende dabei ist, dass man diese Punkte durch entsprechend unsoziales (Verwarnungen durch Sicherheitsbeauftragte) oder umweltbelastendes Verhalten (z.B. bei einer faszinierenden aber auch spritfressenden Trikefahrt ...) wieder verlieren kann. Nachhaltiges Handeln kommt allen zu Gute! Deshalb sammeln die Kinder die Punkte nicht für sich, sondern für ihre Familiengruppe. Die Gruppe, die am Ende der Woche die meisten Punkte gesammelt hat wird prämiert.

Das Motto der diesjährigen Kinderstadt lautet „Brücken in die Zukunft“. Deshalb wird in der Holzwerkstatteine Brücke von verschiedenen Kindern gestaltet, die sich darauf verewigen.

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das KidsCamp der Adventjugend Berlin-Mitteldeutschland im April bereits das 2. Mal als offizielles Projekt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Das Votum der Jury würdigt das KidsCamp, „weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln und eindrucksvoll zeigt, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann“, so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland.

Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury davon, in welcher Weise den Kindern spielerisch vermittelt wird, dass nachhaltige Entwicklung nur funktioniert, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt.

Die Eltern können über aktuelle Infos in der Kids-Zeitung unter www.kidscamp.de verfolgen, was ihre Kinder bis Sonntag in der Kinderstadt erleben.
Autor: red

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