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Mi, 11:04 Uhr
30.07.2014

Vertrauen sie ihrem Arzt?

Die überwältigende Mehrheit der Thüringer beantwortet diese Frage laut der Kassenärztlichen Vereinung mit "Ja". Problematisch sind hingegen lange Wartezeiten bei Arzt-Terminen. Den geplanten "Terminservicestellen" betrachtet man hierzulande skeptisch...

Die Patienten in Thüringen haben großes Vertrauen in die niedergelassenen Ärzte. Das hat eine bundesweite Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ergeben. 93 Prozent der Thüringer Patienten beschreiben darin ihr Vertrauensverhältnis zum zuletzt besuchten Arzt als gut oder sehr gut. Ebenso viele bescheinigen ihrem Arzt gute oder sehr gute fachliche Fähigkeiten. Diese Werte entsprechen fast exakt den bundesweiten Angaben.

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Die Forschungsgruppe Wahlen hatte im Auftrag der KBV im Frühjahr 6.087 Versicherte in ganz Deutschland befragt, 251 von ihnen in Thüringen. Dabei ging es auch um das Thema Arzttermine. Etwa jeder fünfte Befragte in Thüringen (21 Prozent) gab hier an, er habe länger als drei Wochen auf einen Termin warten müssen. Fast ebenso viele (19 Prozent) erklärten, sie hätten ihren vereinbarten Termin selbst nicht eingehalten. Deutlich über dem Durchschnitt liegt Thüringen bei der Zahl der Patienten, die in den letzten zwölf Monaten mehr als zehnmal beim Arzt waren. Dies steht für eine hohe Zahl älterer, chronisch kranker bzw. multimorbider Patienten und damit für deutlich höhere Fallzahlen als im Bundesduchschnitt.

Skeptisch äußerten sich die Befragten in Thüringen zu den von der Bundesregierung geplanten Terminservicestellen. Zwar finden 69 Prozent die Idee grundsätzlich gut, 58 Prozent glauben jedoch nicht, dass sie dadurch schneller einen Termin bekommen.

Der Hauptgeschäftsführer der KV Thüringen, Sven Auerswald, zeigte sich erfreut über das große Vertrauen, dass die Patienten ihren Ärzten entgegenbringen. Zur Terminproblematik erklärte Auerswald: „Längere Wartezeiten auf Termine in Thüringen sind durch die vergleichsweise geringe Arztdichte bedingt. Eine zentrale Terminservicestelle kann daran wenig ändern. Auch am Patienten-telefon, dass die KV Thüringen seit mehr als einem Jahr betreibt, machen Terminwünsche nur einen Bruchteil der Anfragen aus.“

Auerswald verwies auch auf die gemessen an rund 16 Millionen Behandlungs-fällen im Jahr geringe Zahl der Befragten. „Die Befragung liefert allenfalls eine Stichprobe“, sagte er. „Die Ergebnisse nehmen wir gleichwohl ernst.“

Die Ergebnisse der Thüringer Befragung finden sie hier.
Autor: red

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