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Mo, 13:49 Uhr
14.07.2014

23 Studienblätter

Morgen wird in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora eine neue Ausstellung eröffnet. Hintergrund ist der 90. Geburtstag eine Künstlers, der nicht nur in der Nordthüringer Region, sondern eben auch in der Gedenkstätte seine Spuren hinterlassen hat...

Kupferrelief steht heute unter Denkmalschutz (Foto: nnz) Kupferrelief steht heute unter Denkmalschutz (Foto: nnz)

Vom 15. Juli bis 30. September 2014 zeigt die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora die neue Sonderausstellung „Der Zug der Gefangenen. Mittelbau-Dora in den Augen des Künstlers Heinz Scharr“.

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Anlass für diese Ausstellung ist der 90. Geburtstag des Künstlers: Der am 1. Juli 1924 in Sondershausen geborene Heinz Scharr erhielt im März 1974 den Auftrag, ein bogenförmiges Kupferrelief für die damalige „Mahn- und Gedenkstätte Dora“ zu gestalten. Grundlage hierfür war ein Entwurf des Instituts für Denkmalpflege in Berlin, der Anfang der 1970er Jahre eine Umgestaltung des ehemaligen Appellplatzes auf dem Gelände der „Mahn- und Gedenkstätte Dora“ vorsah.

In den folgenden Jahren setzte sich der Künstler intensiv mit der Geschichte des KZ Mittelbau-Dora auseinander. Er fertigte mehrere Grafitzeichnungen auf Papier zum „Leidenszug der Gefangenen“ an, die den mörderischen Alltag der Häftlinge im Lager und während der Todesmärsche in Bildszenen festhielten. Im Mittelpunkt standen nicht die antifaschistischen Helden wie beim Cremer-Denkmal in Buchenwald, sondern das Leid, Erniedrigung und der massenhaften Tod.
Neue Ausstellung in Gedenkstätte (Foto: nnz)
Neue Ausstellung in Gedenkstätte (Foto: nnz)
Neue Ausstellung in Gedenkstätte (Foto: nnz)
Das fertige Kupferrelief wurde 1979 eingeweiht und blieb bis heute erhalten. Zusammen mit dem baulichen Gesamtensemble um den ehemaligen Appellplatz steht es heute unter Denkmalschutz.

Die neue Sonderausstellung in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora präsentiert 23 originale Studienblätter mit Zeichnungen, die der Künstler Heinz Scharr im Jahr 2008 der Gedenkstätte schenkte.

Eröffnet wird sie am Dienstag, 15. Juli 2014 um 18 Uhr in der ehemaligen Feuerwache. Bei der Eröffnung werden der Künstler Heinz Scharr, Gedenkstättenleiter Dr. Jens-Christian Wagner und die Nordhäuser Kunsthistorikerin Heidelore Kneffel anwesend sein. Letztere fungierte und fungiert als Scharnier zwischen dem Schaffen von Scharr und der Gedenkstätte.
Autor: red

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