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Mi, 09:05 Uhr
21.05.2014

Zoff in Hohenstein

Der Gemeinderat der Einheitsgemeinde Hohenstein soll in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen haben, das jetzige Tanklöschfahrzeug in Lieberode abzuschaffen. Jetzt gibt es einen offenen Brief an die Gemeinderäte...


Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Enttäuschung habe ich durch unseren Ortsbrandmeister erfahren, welchen Beschluss der Gemeinderat in der Sitzung vom 15.05.14, in einem nicht öffentlichen Teil, gefasst hat. Es ist die Abschaffung des Tanklöschfahrzeuges der Feuerwehr Liebenrode, sobald ein Tanklöschfahrzeug in Klettenberg stationiert ist.

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Hier möchten wir Ihnen als verantwortliche Gemeinderäte einige Fragen stellen:
  • Warum wusste niemand aus der Ortsfeuerwehr Liebenrode von diesem Beschluss?
  • Warum wussten der Kreisbrandinspektor Herr Ittershagen und die Feuerwehr Ellrich als Stützpunktfeuerwehr nichts über die Pläne des Ortsbrandmeisters und des Bürgermeisters?
  • Warum gab es im Vorfeld kein Gespräch mit der Ortsfeuerwehr um nach sinnvollenAlternativen zu suchen?
  • Wann hätten die Kameraden von diesem Beschluss erfahren?
  • Warum wurden nicht alle Fakten (Förderung, Kostenbeteiligung, Hydrantennetz) bei dieser Entscheidung innerhalb des Gemeinderats erläutert?
Dieses Tanklöschfahrzeug ist eine Dauerleihgabe eines Fahrzeugsammlers aus Benneckenstein. das Fahrzeug wurde beschafft, um dem katastrophalen Zustand der Ortswehr Liebenrode entgegen zu wirken, was mit großem Zuspruch gelang.

Mit einem Kreistagsbeschluss im Jahr 2010 wurde dieses Fahrzeug in den Bereich der überörtlichen Gefahrenabwehr (Stützpunktfeuerwehr des Landkreises) übernommen. In Folge dessen, wurde das Tanklöschfahrzeug und dessen Stellplatz in Liebenrode jährlich mit 1100 Euro gefördert. Alle anfallenden Reparaturkosten werden zu 50% vom Landkreis getragen. Die anfallenden Kosten belaufen sich im Jahr auf nicht einmal 500 Euro.

Hilfreich für diesen Beschluss des Kreistages waren nicht zuletzt ein Gerätehaus, welches einen Stellplatz nach DIN vorweisen kann und die strategische Lage des Ortes Liebenrode. Das Tanklöschfahrzeug und alle Kameraden der Gemeinde Hohenstein bilden zusammen mit der Feuerwehr Ellrich die Stützpunktfeuerwehr Nord. Mit der ersatzlosen Streichung des Fahrzeuges, noch vor dem Eintreffen des durch den Landkreis zu 100% finanzierten Katastrophenschutzfahrzeugs (HLF 20/16), sehen wir den Brandschutz in Liebenrode, Obersachswerfen und Steinsee als gefährdet und führen das Stützpunktfeuerwehrkonzept des Landkreises ad absurdum.

Zudem ist nicht sichergestellt, dass die Gemeinde dieses Fahrzeug 2017 bekommt, die Indienststellung war zunächst für 2015 geplant und wurde schon mehrfach verschoben. Der Gesetzgeber sieht vor, dass die Gemeinde zwingend ein gemeindeeigenes Feuerwehrfahrzeug zusätzlich in den Ort stellen muss, welches auch effektiv Hilfe leisten kann. Somit kommt die Ortsfeuerwehr Liebenrode wieder auf zwei Fahrzeuge, da das Katastrophenschutzfahrzeug teils über mehrere Wochen überörtlich im Einsatz sein kann. (z.B. bei Hochwasser)

Die Wichtigkeit dieses Tanklöschfahrzeuges in Liebenrode spiegelt sich in der Alarm- und Ausrückordnung (AAO) der umliegenden Orte wieder. In der Gemeinde Werther fährt das TLF im ersten Abmarsch nach Günzerode und Pützlingen. Die Stadt Ellrich, die eine moderne Feuerwehr besitzt, sieht unser Fahrzeug im zweiten Abmarsch vor. Aber nicht nur außerhalb der Gemeinde haben wir einen hohen Stellenwert. Seit Jahren ist das Tanklöschfahrzeug aus Liebenrode in unserer Gemeinde für das Wohl der Bürger tätig, so fahren wir doch fast 90% unserer Einsätze in anderen Ortsteilen Hohensteins. Gut in Erinnerung bleibt uns da zum Beispiel ein Unwettereinsatz in der Ortslage Obersachswerfen, zu
dem wir in einer Nacht gleich zwei Mal den Ortskern von Schlamm der umliegenden Felder befreien mussten!

Für die Ortslage Liebenrode spricht auch eine unzureichende Wasserversorgung durch die mangelhaften Hydranten im Ort. Während einer Ausbildung am 05.05.14 wurde dem Bürgermeister der Gemeinde Hohenstein, Andreas Gerbothe, diese Situation vorgestellt. Die aus dem Hydrant austretende Wassermenge reichte nicht aus, um einen Schlauch zum Tanklöschfahrzeug zu füllen. Der anliegende Druck konnte durch die Armaturen der Pumpe nicht erfasst werden, da er gegen Null ging.

Eine Feuerlöschkreiselpumpe benötigt einen Eingangsdruck von mind. 1,5 bar um einen löschfähigen Wasserstrahl zu erzeugen somit hat auch eine Tragkraftspritze allein keinen Nutzen, wenn sie kein Wasser zum Fördern bekommt. Zudem können ohne Wasserreserve keine Atemschutzgeräteträger in ein Objekt vordringen. Dieser Hydrant mitten in der Ortslage ist einer von vielen im Ort mit unzureichender Wassermenge. Die Gemeinde hat nach §3 Abs. 1 Pkt.4 des Thüringer Brand- und Kat.-schutzgesetz zwingend die Löschwasserversorgung sicher zu stellen.

Sie haftet im Umkehrschluss auch für Schäden durch eine Unterversorgung, welche bei fehlenden Leitungsquerschnitten nur durch Fahrzeuge mit entsprechendem Wasservorrat rechtssicher und vor allem lebensrettend zu kompensieren sind! In der Ortslage Steinsee steht lediglich ein Hydrant, seine Funktion ist weder geprüft noch bestätigt. Der für die Löschwasserversorgung vorgesehene Teich hinter dem Rittergut gleicht einer Klärgrube mit übermäßigem Bewuchs. Somit ist er zur Brandbekämpfung ungeeignet.

Obersachswerfen besitzt zwar eine Feuerwehr und ein gutes Hydrantennetz, nur können diese Kameraden gegen einen Entstehungsbrand in einem Strohlager nichts tun. Bis Schlauchlängen verlegt sind und das Tanklöschfahrzeug aus Klettenberg eingetroffen ist, kann sich ein „Kleinbrand“ zu einem Inferno entwickeln. Wie wichtig ein schnelles Eingreifen eines Atemschutztrupps ist, zeigt zum Beispiel ein Einsatz der Feuerwehr Brehme im Eichsfeld. Die Kameraden haben einen Mann nach nur 14 Minuten nach der Alarmierung aus seinem brennenden Wohnhaus geholt. In unserer Gemeinde
unvorstellbar.

Die Feuerwehr Klettenberg, welche ein Tanklöschfahrzeug (zukünftig das einzige der Gemeinde) bekommen soll, hat in der Vergangenheit oft gezeigt das sie gar nicht oder nur mit einem Kameraden ausrückt. Als das alte Tanklöschfahrzeug von Klettenberg wegen sicherheitstechnischen Gründen aus dem Dienst genommen wurde, haben wir den Kameraden der Feuerwehr Klettenberg angeboten, bei einer Alarmierung mit nach Liebenrode zu kommen. Somit wäre die Feuerwehr Liebenrode gestärkt, eine Zusammenarbeit gefestigt und die Tageseinsatzbereitschaft noch sicherer.

Dieses Angebot wurde durch den Ortsbrandmeister verneint mit den Worten: „Wenn das klappt, sieht die Gemeinde, dass es ohne uns Klettenberger geht. Somit bleiben wir zu Hause und warten auf die Dinge die da kommen.“ Ein aus unserer Sicht strafbares Verhalten, seinen eigenen Ort betreffend! Auch das Angebot nach Liebenrode zur Ausbildung zu kommen wurde verneint und den eigenen Kameraden die Fahrt nach Liebenrode untersagt!

Während der Ratssitzung wurde immer nur vom Ort Liebenrode gesprochen. Natürlich sind wir für diesen kleinen Ort, wäre er selbstständig, überbestückt. Wir gehören aber zur Feuerwehr und Gemeinde Hohenstein. Man darf uns nicht als den kleinen Ort mit der großen Feuerwehr betrachten. Wir kompensieren die fehlende Technik und verstärken mit unserer Technik die anderen Ortswehren im Einsatz. Da nicht ein Ort allein alle gesetzlich vorgesehenen Fahrzeuge beherbergen und besetzen kann, muss die Technik auf die Orte verteilt werden denn nur gemeinsam können wir gegen drohende Gefahren angehen und die 10 Minuten Hilfsfrist annährend einhalten.

Jede Feuerwehr in der Gemeinde Hohenstein hat ihre „Spezialaufgabe“, Holbach z.B. ist für die Beleuchtung an der Einsatzstelle zuständig, Mackenrode übernimmt den technischen Part im Bereich Verkehrsunfälle. Ich kann mit Stolz sagen, dass ich als Wehrführer auf momentan 9 Atemschutzgeräteträger, 4 Kameraden mit einer technischen Ausbildung und insgesamt 28 Kameraden in der aktiven Wehr zurückgreifen kann. Weitere 3 Kameraden werden noch in diesem Jahr für den Einsatz unter Atemschutz ausgebildet und 4 weitere werden die technische Hilfe als Ausbildungsziel absolvieren.

Uns wurde bestätigt, dass wir ein hohes Ausbildungsniveau in Liebenrode haben und
pflegen. Warum muss dann der Wille zu helfen, durch einen in meinen Augen unüberlegten und übereiligen Beschluss so gedankt werden? Wir haben seit Jahren in der Gemeinde auf Sparflamme gelebt, seit 2011 ist es uns nicht möglich gewesen unsere Kameraden mit dem Nötigsten auszustatten. Einige von uns teilen
sich die Einsatzbekleidung und Stiefel, aus hygienischer Sicht unvorstellbar.

Die Feuerwehrsicherheitsgurte haben keine Zulassung mehr und die meisten Helme sind für einen Innenangriff nicht einmal zugelassen. Wir haben mit eigenem Werkzeug und oft auch mit eigenem Geld das Gerätehaus und den altersschwachen Fuhrpark „am Leben erhalten“.

Uns wird mit der Bereitstellung der Fahrzeuge und Geräte nicht das Hobby finanziert, sondern eine Pflichtaufgabe der Gemeinde erfüllt! Warum gehen Sie so leichtsinnig mit der Sicherheit ihrer Bürger um?
Trotz allem rücken wir Kameraden aus um Gutes zu tun! Nun sind Sie dran, Gutes zu tun und diesen Beschluss rückgängig zu machen!

Mit kameradschaftlichen Grüßen
Jens Rothensee, Wehrführer
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Pressestelle Landratsamt
21.05.2014, 11:43 Uhr
Offiziell nicht bekannt
Der Landkreis Nordhausen ist über einen solchen Beschluss vom Bürgermeister der Gemeinde Hohenstein noch nicht informiert worden.

Nach der geltenden Stützpunktfeuerwehrkonzeption ist jedoch das Einvernehmen mit der Gemeinde hergestellt, dass in Liebenrode ein TLF 16 W 50 für den überörtlichen Brandschutz eingesetzt wird, wofür der Landkreis auch eine Einstellgebühr zahlt. Der Kreisbrandinspektor wird sich dazu mit der Gemeinde in Verbindung setzen.
florian112
21.05.2014, 15:48 Uhr
Die Bauern und die CDU in Hohenstein
Habe eben mal auf der HP von Hohenstein gestöbert diese Gemeinde wird mehrheitlich von der CDU und ihren Getreuen aus dem Bauernverband regiert. Wenn dort nicht mal 500€ für die Unterhaltung eines Feuerwehrautos da sind und die Freiwilligen sich die Sachen teilen müssen, sollte sich der Staatsanwalt mal intensiv mit dem Bürgermeister Gerbote und Feuerwehrchef Becker beschäftigen, der nur seinen eigenes Dorf sieht.

Das spottet doch jeder Beschreibung, was dort eine Woche vor der Wahl von der CDU getrieben wird. Aber vielleicht greift ja auch endlich mal die Kommunalaufsicht des Landratsamtes durch, oder können die nur Public-Viewing auf dem Petersberg der Kreisstadt verhindern?
emmerssen
21.05.2014, 17:46 Uhr
Daumen hoch
für Deinen guten und mutigen Artikel Käferli.
Eine Schande ist das diesem Treiben der Gemeinde auf Kosten der Sicherheit der Bürger und der Feuerwehrkameraden die Ortsteilbürgermeister und selbst Feuerwehrkameraden im Gemeinderat anstandslos und teilweise sogar mit großer Zustimmung ihre Zusage erteilt haben!Die Feuerwehren werden ständig nur als Kostenfaktor hin gestellt.Engagemet und der Willen in den Ortsteilen etwas zu bewegen werden am Jahresende in Euro und Cent gemessen und wie im Falle der FFW Branderode sogar an den Pranger gestellt.Diese Gemeinderäte haben sogar noch die Unverschämtheit in ihrem CDU Werbeprospekt unter Punkt zwo "Wir stehen für die Stärkung der Feuerwehren" dem Bürger das Kreuzchen an der"richtigen" Stelle am Sonntag schmackhaft zu machen!
Da ist jedes Schamgefühl abhanden gekommen.
Fw Trebra
21.05.2014, 18:24 Uhr
Trebra auch
Auch die Ortsfeuerwehr Trebra ist von den Beschluss betroffen. Hier soll für den Mannschaftsbus künftig nur noch die Versicherungen bezahlt werden. Für anfallende Reparaturen und Benzin sollen die Kameraden selber auf kommen.Wobei sie 25 Mann in der Einsatzabteilung und 12 Kinder in der Jugendfeuerwehr haben und somit auf den Bus bei Einsätzen\Ausbildungen und der Jugendarbeit angewiesen sind.
hohensteiner99755
21.05.2014, 22:54 Uhr
?!?!?!?!
Ich bin erstmal für ein andern Ortsbrandmeißter
76er
21.05.2014, 23:47 Uhr
Feuerwehr ist kein Hobby sonder Pflichtaufgabe der Gemeinde
Der Beschluss des Gemeinderats in Liebenrode muss sofort rückgängig gemacht werden. Eigentlich ist er so auch gar nicht rechtskräftig.
Das Fahrzeug das Lf 16 gehört der Gemeinde gar nicht sonder ist vom Landkreis zur Verfügung gestellt worden und ist zu 100 % in das Brandschutzkonzept des Landkreises eingebunden. Desweiteren bezahlt der Landkreis der Gemeinde ja sogar Geld dafür. Die Gemeinde kann dem Landkreis höchstens den Stellplatz kündigen.
In sehr vielen Feuerwehr in Nordhausen wird von den Kameraden viel verlangt aber nur unzureichend investiert. Viele sind unzureichend ausgestattet, sei es in Einsatzkleidung oder Technik. Einige Kameraden kaufen auf eigene Rechnung Einsatzkleidung um vernünftig vor den Gefahren des Einsatzes geschützt zu sein.
In Liebenrode wird am falschen Ende gespart und mit Blick auf die bevorstehende Wahl hat sich hoffentlich der jetzige Gemeinderat ins AUS geschossen. Frech nur das die CDU in ihren Wahlprogramm die Feuerwehren stützen und fördern will und die kleinen CDU Gemeinderäte dieses ignorieren. Ich wünsche keinen ein Feuer im eigenen Haus oder das er die Feuerwehr wegen anderen Notfällen brauch aber wenn es zu einem größeren Schaden wegen der Verringerung der Einsatztechnik und Fähigkeiten kommt, dann hoffe ich nur das die Geschädigten den entscheidenden Gemeinderäten die Rechnung präsentieren.
Hohensteiner FFW
22.05.2014, 22:17 Uhr
Daumen hoch an Käfer und alle anderen Komentatoren
Ich kann da allen schreibenden nur Recht geben. Es ist hoffentlich gut, dass alles noch vor der Wahl bekannt wurde. Wie kann man sich als Ortsbrandmeister nur so beeinflussen lassen? Es sind alle Mittel Recht, um an ein Feuerwehrauto für seine eigenen Ortswehr zu kommen. Auf deutsch gesagt, die anderen Kameraden der Gemeinde Hohenstein werden dafür in den A... getreten. Es ist schon erstaunlich, wie man seine Seele für ein Feuerwehrauto an die CDU verkauft.
sehalles
23.05.2014, 15:06 Uhr
ein großes Dankeschön
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken die meiner Wehr, den Bürgern von Hohenstein und mir mit Kommentaren, Ideen oder einfach in Gedanken zur Seite stehen.
Jeanne dArc1
23.05.2014, 17:04 Uhr
Kameradschaft???
Wäre es nicht gerecht, mal beide Seiten zu betrachten und sich anzuhören und die Gründe des OBM sachlich zu hinterfragen bevor man urteilt und andere öffentlich in den Schmutz zieht?!

Hier in dem Text wird nur die Seite von Herrn Rothensee und der FFW Liebenrode dargestellt und das auf eine Art und Weise, die nichts mehr mit Kameradschaft zu tun hat.

Beispielsweise wird behauptet, dass den Kameraden der FFW Klettenberg untersagt wurde, an einer Ausbildung durch die FFW Liebenrode teilzunehmen. WARUM, Herr Rothensee, wird das behauptet, wenn die Kameraden der FFW Klettenberg incl. des OBM S. Becker regelmässig an IHRER Ausbildung teilgenommen haben?!?
Was die Ausrüstung angeht, sieht es in den anderen Wehren der Gemeinde Hohenstein mit Garantie nicht besser aus!

Ich finde es echt eine Schande, dass Sie Herr Rothensee es nicht schaffen, diese Angelegenheit im angemessen Rahmen (Sprich von Angesicht zu Angesicht) zu klären, und stattdessen diese öffentliche Hetzkampagne zu starten!!!!!

Ein Mitbewohner der Gemeinde Hohenstein
1187
23.05.2014, 21:46 Uhr
wenn kameraden über kameraden schreiben
Schade so etwas zu lesen...Sicher ist es für jede Wehr schlecht ein Fahrzeug zu verlieren. Gerade in der Liebenröder Wehr, welche zur Zeit einen hohen Ausbildungsstand sowie eine gute Personalsituation hat. Damit kann man sich sehen lassen!

Die Entscheidung des Gemeinderates und auch die finanzielle Situation der Gemeinde Hohenstein kann ich bewerten. Was ich jedoch sehr bedauernswert finde, ist die Art und Weise wie hier über die Kameraden der Klettenberger Wehr geurteilt wird.

Die wussten von den Beschlüssen oder Kürzungsplänen genauso wenig wie der Rest. Auch ihnen unterstelle ich mal, auch nur anderen in der Not helfen zu wollen. Das ist nicht nur in Liebenrode so!
Ob die geplanten Einsparungen und die Beschaffung des Klettenberger TLF in einem direkten Zusammenhang stehen, muss auch erst geklärt werden.

Die kleinen Summen, die die Gemeinde (pro Jahr) einspart, kann sicher kein vernünftiges TLF stemmen. Aber dazu müssten erstmal Zahlen auf den Tisch. Abschließend möchte ich dazu aufrufen, die ganze Sitution Objektiv zu betrachten und nicht auf Kosten anderer Kameraden Stimmung gegen diese zu machen. Als wären sie Schuld daran. Die sind genauso unbeteiligt wie der Rest. Gespräche brächten sicher mehr als so etwas hier. Immer dran daran denken, Ihr seid die Feuerwehr! Ihr seid Kameraden!

MFG
Hans Dittmar
23.05.2014, 22:31 Uhr
Feuerwehr Liebenrode
Ich teile hier voll und ganz die Ansicht des Wehrleiters. Doch würde ich hier nicht gleich die ganze CDU in den Dreck schieben, nur weil hier einige Personalien den Verstand verloren haben. Das geht so nicht! Feuerwehr ist kein Hobby sondern Pflichtaufgabe. Das vergessen einge "schlauen" Köpfe immer wenn sie sparen wollen. wer weiß welche Berater hier dahinter stehen.
Wolfi65
24.05.2014, 13:12 Uhr
Eine Kette ist nur so stark...
Wie ihr schwächstes Glied. Und deshalb sollten die starken Kameraden in diesem Lande, den Schwachen Kameraden helfen. Bedauerlicherweise wird von den Oberen etwas anderes propagiert und deshalb werden die Kameradschaften aufgeweicht und gegeneinander ausgespielt. Es wird aber der Tag kommen, an dem eine gewisse Klientel selbst ausgespielt hat. Ich hoffe inständig, dass ich diesen Tag noch erleben werde.
sehalles
24.05.2014, 15:27 Uhr
Richtigstellung
Werte Leser/innen und Kommentatoren/ innen,
scheinbar beinhaltet mein Brief an den Gemeinderat viel Potential für Interpretationen. Ich möchte hiermit noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich mit diesem Brief keine politische oder kameradschaftliche Hetzkampagne in Gang bringen wollte und nie über die Klettenberger Kameraden urteile!

Mir ist es ebenso wichtig wie dem Ortsbrandmeister, dass die Feuerwehr Klettenberg ein Tanklöschfahrzeug bekommt. Lag genug hatten sie keine Möglichkeit auszurücken. Wie im Brief erwähnt, sind wir eine gemeinsame Feuerwehr wo jeder jeden braucht. Viele Jahre sind wir gemeinsam im Löschzug Hohenstein ausgerückt, mit einer geballten Kraft von 4500 Litern Wasser.
Das hat funktioniert!

Die gemeinsame Ausbildung hat uns Hohensteiner Kameraden zusammengeschweißt und das wird auch immer so sein.
Dieses Schreiben wäre nicht mit allen Konsequenzen in die Öffentlichkeit gelangt, wenn ich nicht schon mehrfach, schriftlich auf die Missstände in der Liebenröder Wehr und der Feuerwehr Hohenstein im Ganzen hingewiesen hätte. Es ist nie etwas passiert!

Die Sparmaßnahmen der Gemeinde sind löblich, jedoch leidet die gesamte Gemeinde darunter und die Feuerwehr (eine Pflichtaufgabe) muss nun dafür „bluten“. Es wäre doch einfacher gewesen, die eigenen Bezüge 2011 nicht zu erhöhen.

Der Beschluss fand hinter verschlossenen Türen statt wo es doch ein Beschluss mit öffentlichem Interesse ist. Beschämend kommt hinzu, dass die Kürzung an der Sicherheit der Bürger mit Applaus begleitet wurde und nur die Situation aus Sicht der Gemeinde betrachtet wurde.

Ich habe in dem Brief nur Informationen verarbeitet, die ich auch beweisen / darlegen kann oder sie durch Zeugen bestätigt werden können.
Ein Gespräch von „Angesicht zu Angesicht“ hat bereits stattgefunden und wird wieder stattfinden!
Wolfi65
24.05.2014, 19:19 Uhr
Das ist der Beweis
Selbst im ungünstigsten Falle halten die Kameraden der verschiedenen Wehren zusammen um mit geballten 4500 Liter Wasser gegen das Feuer anzukämpfen.
Es ist nur zu begrüßen, wie hier Mann für Mann sich aufopferungsvoll seiner Aufgabe hingibt.
Feuerwehrmann kann man nicht erlernen, sondern man wird als solcher geboren.
Unser aller Dank gilt diesen Männern.
MFG
firefighter57
28.05.2014, 09:53 Uhr
nur Spitze des Eisberges
diese Kürzungspläne sind nur die Spitze des Eisberges der hier vor allen Kameraden in Hohenstein aufgebaut wird. Es wurde ja ein ganzes Paket von Kürzungsvorschlägen vorgelegt um den Gemeinderat die Bewilligung zur Beschaffung des TLF abzuringen.
Betroffen von den Kürzungen sind alle Wehren mit Zweitfahrzeugen (MTW). Diese sollen jetzt von den Vereinen betrieben werden. Die Gemeinde übernimmt nur noch die Versicherung und man darf einmal im Jahr für 50,-€ auf Gemeindekosten tanken fahren. Da es sich bei den Wehren mit Zweitfahrzeug aber um Wehren mit entsprechender Personaldecke handelt, ist diese Entscheidung mehr als fragwürdig.
Wen soll der Einsatzleiter im Einsatzfall nicht mitnehmen und wird der Kamerad/in bei der nächsten Alarmierung wieder zur Verfügung stehen?
Es wird endlich Zeit, dass die Verantwortlichen wieder begreifen, dass eine Feuerwehr zu unterhalten eine Pflichtaufgabe für die Gemeinde ist und die Kameradinnen und Kameraden die darin freiwillig ihren Dienst am Nächsten leisten, sich nicht ständig über eine ungenügende Ausrüstung und andere Unwegbarkeiten ärgern müssen und nur als Kostenfaktor gesehen werden.
Es ist nicht deren Hobby, sondern das Bedürfnis und der Wille anderen zu helfen was die Kameradinnen und Kameraden antreibt und eine verantwortungsvolle Kameradschaft zu pflegen und zu leben. Es muss aufhören diese ständig zerstören zu wollen und man bedenke die langfristigen Folgen, wenn sich das keiner mehr freiwillig antuen möchte.
Erst wenn kein Kamerad mehr seinen Dienst versieht und das letzte Feuerwehrfahrzeug eingespart wurde, wird man merken, das Geld kein Feuer löschen, oder anderweitig helfen kann.
In diesem Sinne an alle Beteiligten, rauft euch zusammen und hört auf alles zu zerstören.
kameradschaftliche Grüße
sehalles
31.05.2014, 19:00 Uhr
sparen, sparen, sparen
...und wenn wir nicht in den Flammen umkommen, weil wir sie nicht löschen konnten. Dann ersticken wir an dem ersparten.
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