Zoff in Hohenstein
Mittwoch, 21. Mai 2014, 09:05 Uhr
Der Gemeinderat der Einheitsgemeinde Hohenstein soll in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen haben, das jetzige Tanklöschfahrzeug in Lieberode abzuschaffen. Jetzt gibt es einen offenen Brief an die Gemeinderäte...
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit großer Enttäuschung habe ich durch unseren Ortsbrandmeister erfahren, welchen Beschluss der Gemeinderat in der Sitzung vom 15.05.14, in einem nicht öffentlichen Teil, gefasst hat. Es ist die Abschaffung des Tanklöschfahrzeuges der Feuerwehr Liebenrode, sobald ein Tanklöschfahrzeug in Klettenberg stationiert ist.
Hier möchten wir Ihnen als verantwortliche Gemeinderäte einige Fragen stellen:
Mit einem Kreistagsbeschluss im Jahr 2010 wurde dieses Fahrzeug in den Bereich der überörtlichen Gefahrenabwehr (Stützpunktfeuerwehr des Landkreises) übernommen. In Folge dessen, wurde das Tanklöschfahrzeug und dessen Stellplatz in Liebenrode jährlich mit 1100 Euro gefördert. Alle anfallenden Reparaturkosten werden zu 50% vom Landkreis getragen. Die anfallenden Kosten belaufen sich im Jahr auf nicht einmal 500 Euro.
Hilfreich für diesen Beschluss des Kreistages waren nicht zuletzt ein Gerätehaus, welches einen Stellplatz nach DIN vorweisen kann und die strategische Lage des Ortes Liebenrode. Das Tanklöschfahrzeug und alle Kameraden der Gemeinde Hohenstein bilden zusammen mit der Feuerwehr Ellrich die Stützpunktfeuerwehr Nord. Mit der ersatzlosen Streichung des Fahrzeuges, noch vor dem Eintreffen des durch den Landkreis zu 100% finanzierten Katastrophenschutzfahrzeugs (HLF 20/16), sehen wir den Brandschutz in Liebenrode, Obersachswerfen und Steinsee als gefährdet und führen das Stützpunktfeuerwehrkonzept des Landkreises ad absurdum.
Zudem ist nicht sichergestellt, dass die Gemeinde dieses Fahrzeug 2017 bekommt, die Indienststellung war zunächst für 2015 geplant und wurde schon mehrfach verschoben. Der Gesetzgeber sieht vor, dass die Gemeinde zwingend ein gemeindeeigenes Feuerwehrfahrzeug zusätzlich in den Ort stellen muss, welches auch effektiv Hilfe leisten kann. Somit kommt die Ortsfeuerwehr Liebenrode wieder auf zwei Fahrzeuge, da das Katastrophenschutzfahrzeug teils über mehrere Wochen überörtlich im Einsatz sein kann. (z.B. bei Hochwasser)
Die Wichtigkeit dieses Tanklöschfahrzeuges in Liebenrode spiegelt sich in der Alarm- und Ausrückordnung (AAO) der umliegenden Orte wieder. In der Gemeinde Werther fährt das TLF im ersten Abmarsch nach Günzerode und Pützlingen. Die Stadt Ellrich, die eine moderne Feuerwehr besitzt, sieht unser Fahrzeug im zweiten Abmarsch vor. Aber nicht nur außerhalb der Gemeinde haben wir einen hohen Stellenwert. Seit Jahren ist das Tanklöschfahrzeug aus Liebenrode in unserer Gemeinde für das Wohl der Bürger tätig, so fahren wir doch fast 90% unserer Einsätze in anderen Ortsteilen Hohensteins. Gut in Erinnerung bleibt uns da zum Beispiel ein Unwettereinsatz in der Ortslage Obersachswerfen, zu
dem wir in einer Nacht gleich zwei Mal den Ortskern von Schlamm der umliegenden Felder befreien mussten!
Für die Ortslage Liebenrode spricht auch eine unzureichende Wasserversorgung durch die mangelhaften Hydranten im Ort. Während einer Ausbildung am 05.05.14 wurde dem Bürgermeister der Gemeinde Hohenstein, Andreas Gerbothe, diese Situation vorgestellt. Die aus dem Hydrant austretende Wassermenge reichte nicht aus, um einen Schlauch zum Tanklöschfahrzeug zu füllen. Der anliegende Druck konnte durch die Armaturen der Pumpe nicht erfasst werden, da er gegen Null ging.
Eine Feuerlöschkreiselpumpe benötigt einen Eingangsdruck von mind. 1,5 bar um einen löschfähigen Wasserstrahl zu erzeugen somit hat auch eine Tragkraftspritze allein keinen Nutzen, wenn sie kein Wasser zum Fördern bekommt. Zudem können ohne Wasserreserve keine Atemschutzgeräteträger in ein Objekt vordringen. Dieser Hydrant mitten in der Ortslage ist einer von vielen im Ort mit unzureichender Wassermenge. Die Gemeinde hat nach §3 Abs. 1 Pkt.4 des Thüringer Brand- und Kat.-schutzgesetz zwingend die Löschwasserversorgung sicher zu stellen.
Sie haftet im Umkehrschluss auch für Schäden durch eine Unterversorgung, welche bei fehlenden Leitungsquerschnitten nur durch Fahrzeuge mit entsprechendem Wasservorrat rechtssicher und vor allem lebensrettend zu kompensieren sind! In der Ortslage Steinsee steht lediglich ein Hydrant, seine Funktion ist weder geprüft noch bestätigt. Der für die Löschwasserversorgung vorgesehene Teich hinter dem Rittergut gleicht einer Klärgrube mit übermäßigem Bewuchs. Somit ist er zur Brandbekämpfung ungeeignet.
Obersachswerfen besitzt zwar eine Feuerwehr und ein gutes Hydrantennetz, nur können diese Kameraden gegen einen Entstehungsbrand in einem Strohlager nichts tun. Bis Schlauchlängen verlegt sind und das Tanklöschfahrzeug aus Klettenberg eingetroffen ist, kann sich ein Kleinbrand zu einem Inferno entwickeln. Wie wichtig ein schnelles Eingreifen eines Atemschutztrupps ist, zeigt zum Beispiel ein Einsatz der Feuerwehr Brehme im Eichsfeld. Die Kameraden haben einen Mann nach nur 14 Minuten nach der Alarmierung aus seinem brennenden Wohnhaus geholt. In unserer Gemeinde
unvorstellbar.
Die Feuerwehr Klettenberg, welche ein Tanklöschfahrzeug (zukünftig das einzige der Gemeinde) bekommen soll, hat in der Vergangenheit oft gezeigt das sie gar nicht oder nur mit einem Kameraden ausrückt. Als das alte Tanklöschfahrzeug von Klettenberg wegen sicherheitstechnischen Gründen aus dem Dienst genommen wurde, haben wir den Kameraden der Feuerwehr Klettenberg angeboten, bei einer Alarmierung mit nach Liebenrode zu kommen. Somit wäre die Feuerwehr Liebenrode gestärkt, eine Zusammenarbeit gefestigt und die Tageseinsatzbereitschaft noch sicherer.
Dieses Angebot wurde durch den Ortsbrandmeister verneint mit den Worten: Wenn das klappt, sieht die Gemeinde, dass es ohne uns Klettenberger geht. Somit bleiben wir zu Hause und warten auf die Dinge die da kommen. Ein aus unserer Sicht strafbares Verhalten, seinen eigenen Ort betreffend! Auch das Angebot nach Liebenrode zur Ausbildung zu kommen wurde verneint und den eigenen Kameraden die Fahrt nach Liebenrode untersagt!
Während der Ratssitzung wurde immer nur vom Ort Liebenrode gesprochen. Natürlich sind wir für diesen kleinen Ort, wäre er selbstständig, überbestückt. Wir gehören aber zur Feuerwehr und Gemeinde Hohenstein. Man darf uns nicht als den kleinen Ort mit der großen Feuerwehr betrachten. Wir kompensieren die fehlende Technik und verstärken mit unserer Technik die anderen Ortswehren im Einsatz. Da nicht ein Ort allein alle gesetzlich vorgesehenen Fahrzeuge beherbergen und besetzen kann, muss die Technik auf die Orte verteilt werden denn nur gemeinsam können wir gegen drohende Gefahren angehen und die 10 Minuten Hilfsfrist annährend einhalten.
Jede Feuerwehr in der Gemeinde Hohenstein hat ihre Spezialaufgabe, Holbach z.B. ist für die Beleuchtung an der Einsatzstelle zuständig, Mackenrode übernimmt den technischen Part im Bereich Verkehrsunfälle. Ich kann mit Stolz sagen, dass ich als Wehrführer auf momentan 9 Atemschutzgeräteträger, 4 Kameraden mit einer technischen Ausbildung und insgesamt 28 Kameraden in der aktiven Wehr zurückgreifen kann. Weitere 3 Kameraden werden noch in diesem Jahr für den Einsatz unter Atemschutz ausgebildet und 4 weitere werden die technische Hilfe als Ausbildungsziel absolvieren.
Uns wurde bestätigt, dass wir ein hohes Ausbildungsniveau in Liebenrode haben und
pflegen. Warum muss dann der Wille zu helfen, durch einen in meinen Augen unüberlegten und übereiligen Beschluss so gedankt werden? Wir haben seit Jahren in der Gemeinde auf Sparflamme gelebt, seit 2011 ist es uns nicht möglich gewesen unsere Kameraden mit dem Nötigsten auszustatten. Einige von uns teilen
sich die Einsatzbekleidung und Stiefel, aus hygienischer Sicht unvorstellbar.
Die Feuerwehrsicherheitsgurte haben keine Zulassung mehr und die meisten Helme sind für einen Innenangriff nicht einmal zugelassen. Wir haben mit eigenem Werkzeug und oft auch mit eigenem Geld das Gerätehaus und den altersschwachen Fuhrpark am Leben erhalten.
Uns wird mit der Bereitstellung der Fahrzeuge und Geräte nicht das Hobby finanziert, sondern eine Pflichtaufgabe der Gemeinde erfüllt! Warum gehen Sie so leichtsinnig mit der Sicherheit ihrer Bürger um?
Trotz allem rücken wir Kameraden aus um Gutes zu tun! Nun sind Sie dran, Gutes zu tun und diesen Beschluss rückgängig zu machen!
Mit kameradschaftlichen Grüßen
Jens Rothensee, Wehrführer
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit großer Enttäuschung habe ich durch unseren Ortsbrandmeister erfahren, welchen Beschluss der Gemeinderat in der Sitzung vom 15.05.14, in einem nicht öffentlichen Teil, gefasst hat. Es ist die Abschaffung des Tanklöschfahrzeuges der Feuerwehr Liebenrode, sobald ein Tanklöschfahrzeug in Klettenberg stationiert ist.
Hier möchten wir Ihnen als verantwortliche Gemeinderäte einige Fragen stellen:
- Warum wusste niemand aus der Ortsfeuerwehr Liebenrode von diesem Beschluss?
- Warum wussten der Kreisbrandinspektor Herr Ittershagen und die Feuerwehr Ellrich als Stützpunktfeuerwehr nichts über die Pläne des Ortsbrandmeisters und des Bürgermeisters?
- Warum gab es im Vorfeld kein Gespräch mit der Ortsfeuerwehr um nach sinnvollenAlternativen zu suchen?
- Wann hätten die Kameraden von diesem Beschluss erfahren?
- Warum wurden nicht alle Fakten (Förderung, Kostenbeteiligung, Hydrantennetz) bei dieser Entscheidung innerhalb des Gemeinderats erläutert?
Mit einem Kreistagsbeschluss im Jahr 2010 wurde dieses Fahrzeug in den Bereich der überörtlichen Gefahrenabwehr (Stützpunktfeuerwehr des Landkreises) übernommen. In Folge dessen, wurde das Tanklöschfahrzeug und dessen Stellplatz in Liebenrode jährlich mit 1100 Euro gefördert. Alle anfallenden Reparaturkosten werden zu 50% vom Landkreis getragen. Die anfallenden Kosten belaufen sich im Jahr auf nicht einmal 500 Euro.
Hilfreich für diesen Beschluss des Kreistages waren nicht zuletzt ein Gerätehaus, welches einen Stellplatz nach DIN vorweisen kann und die strategische Lage des Ortes Liebenrode. Das Tanklöschfahrzeug und alle Kameraden der Gemeinde Hohenstein bilden zusammen mit der Feuerwehr Ellrich die Stützpunktfeuerwehr Nord. Mit der ersatzlosen Streichung des Fahrzeuges, noch vor dem Eintreffen des durch den Landkreis zu 100% finanzierten Katastrophenschutzfahrzeugs (HLF 20/16), sehen wir den Brandschutz in Liebenrode, Obersachswerfen und Steinsee als gefährdet und führen das Stützpunktfeuerwehrkonzept des Landkreises ad absurdum.
Zudem ist nicht sichergestellt, dass die Gemeinde dieses Fahrzeug 2017 bekommt, die Indienststellung war zunächst für 2015 geplant und wurde schon mehrfach verschoben. Der Gesetzgeber sieht vor, dass die Gemeinde zwingend ein gemeindeeigenes Feuerwehrfahrzeug zusätzlich in den Ort stellen muss, welches auch effektiv Hilfe leisten kann. Somit kommt die Ortsfeuerwehr Liebenrode wieder auf zwei Fahrzeuge, da das Katastrophenschutzfahrzeug teils über mehrere Wochen überörtlich im Einsatz sein kann. (z.B. bei Hochwasser)
Die Wichtigkeit dieses Tanklöschfahrzeuges in Liebenrode spiegelt sich in der Alarm- und Ausrückordnung (AAO) der umliegenden Orte wieder. In der Gemeinde Werther fährt das TLF im ersten Abmarsch nach Günzerode und Pützlingen. Die Stadt Ellrich, die eine moderne Feuerwehr besitzt, sieht unser Fahrzeug im zweiten Abmarsch vor. Aber nicht nur außerhalb der Gemeinde haben wir einen hohen Stellenwert. Seit Jahren ist das Tanklöschfahrzeug aus Liebenrode in unserer Gemeinde für das Wohl der Bürger tätig, so fahren wir doch fast 90% unserer Einsätze in anderen Ortsteilen Hohensteins. Gut in Erinnerung bleibt uns da zum Beispiel ein Unwettereinsatz in der Ortslage Obersachswerfen, zu
dem wir in einer Nacht gleich zwei Mal den Ortskern von Schlamm der umliegenden Felder befreien mussten!
Für die Ortslage Liebenrode spricht auch eine unzureichende Wasserversorgung durch die mangelhaften Hydranten im Ort. Während einer Ausbildung am 05.05.14 wurde dem Bürgermeister der Gemeinde Hohenstein, Andreas Gerbothe, diese Situation vorgestellt. Die aus dem Hydrant austretende Wassermenge reichte nicht aus, um einen Schlauch zum Tanklöschfahrzeug zu füllen. Der anliegende Druck konnte durch die Armaturen der Pumpe nicht erfasst werden, da er gegen Null ging.
Eine Feuerlöschkreiselpumpe benötigt einen Eingangsdruck von mind. 1,5 bar um einen löschfähigen Wasserstrahl zu erzeugen somit hat auch eine Tragkraftspritze allein keinen Nutzen, wenn sie kein Wasser zum Fördern bekommt. Zudem können ohne Wasserreserve keine Atemschutzgeräteträger in ein Objekt vordringen. Dieser Hydrant mitten in der Ortslage ist einer von vielen im Ort mit unzureichender Wassermenge. Die Gemeinde hat nach §3 Abs. 1 Pkt.4 des Thüringer Brand- und Kat.-schutzgesetz zwingend die Löschwasserversorgung sicher zu stellen.
Sie haftet im Umkehrschluss auch für Schäden durch eine Unterversorgung, welche bei fehlenden Leitungsquerschnitten nur durch Fahrzeuge mit entsprechendem Wasservorrat rechtssicher und vor allem lebensrettend zu kompensieren sind! In der Ortslage Steinsee steht lediglich ein Hydrant, seine Funktion ist weder geprüft noch bestätigt. Der für die Löschwasserversorgung vorgesehene Teich hinter dem Rittergut gleicht einer Klärgrube mit übermäßigem Bewuchs. Somit ist er zur Brandbekämpfung ungeeignet.
Obersachswerfen besitzt zwar eine Feuerwehr und ein gutes Hydrantennetz, nur können diese Kameraden gegen einen Entstehungsbrand in einem Strohlager nichts tun. Bis Schlauchlängen verlegt sind und das Tanklöschfahrzeug aus Klettenberg eingetroffen ist, kann sich ein Kleinbrand zu einem Inferno entwickeln. Wie wichtig ein schnelles Eingreifen eines Atemschutztrupps ist, zeigt zum Beispiel ein Einsatz der Feuerwehr Brehme im Eichsfeld. Die Kameraden haben einen Mann nach nur 14 Minuten nach der Alarmierung aus seinem brennenden Wohnhaus geholt. In unserer Gemeinde
unvorstellbar.
Die Feuerwehr Klettenberg, welche ein Tanklöschfahrzeug (zukünftig das einzige der Gemeinde) bekommen soll, hat in der Vergangenheit oft gezeigt das sie gar nicht oder nur mit einem Kameraden ausrückt. Als das alte Tanklöschfahrzeug von Klettenberg wegen sicherheitstechnischen Gründen aus dem Dienst genommen wurde, haben wir den Kameraden der Feuerwehr Klettenberg angeboten, bei einer Alarmierung mit nach Liebenrode zu kommen. Somit wäre die Feuerwehr Liebenrode gestärkt, eine Zusammenarbeit gefestigt und die Tageseinsatzbereitschaft noch sicherer.
Dieses Angebot wurde durch den Ortsbrandmeister verneint mit den Worten: Wenn das klappt, sieht die Gemeinde, dass es ohne uns Klettenberger geht. Somit bleiben wir zu Hause und warten auf die Dinge die da kommen. Ein aus unserer Sicht strafbares Verhalten, seinen eigenen Ort betreffend! Auch das Angebot nach Liebenrode zur Ausbildung zu kommen wurde verneint und den eigenen Kameraden die Fahrt nach Liebenrode untersagt!
Während der Ratssitzung wurde immer nur vom Ort Liebenrode gesprochen. Natürlich sind wir für diesen kleinen Ort, wäre er selbstständig, überbestückt. Wir gehören aber zur Feuerwehr und Gemeinde Hohenstein. Man darf uns nicht als den kleinen Ort mit der großen Feuerwehr betrachten. Wir kompensieren die fehlende Technik und verstärken mit unserer Technik die anderen Ortswehren im Einsatz. Da nicht ein Ort allein alle gesetzlich vorgesehenen Fahrzeuge beherbergen und besetzen kann, muss die Technik auf die Orte verteilt werden denn nur gemeinsam können wir gegen drohende Gefahren angehen und die 10 Minuten Hilfsfrist annährend einhalten.
Jede Feuerwehr in der Gemeinde Hohenstein hat ihre Spezialaufgabe, Holbach z.B. ist für die Beleuchtung an der Einsatzstelle zuständig, Mackenrode übernimmt den technischen Part im Bereich Verkehrsunfälle. Ich kann mit Stolz sagen, dass ich als Wehrführer auf momentan 9 Atemschutzgeräteträger, 4 Kameraden mit einer technischen Ausbildung und insgesamt 28 Kameraden in der aktiven Wehr zurückgreifen kann. Weitere 3 Kameraden werden noch in diesem Jahr für den Einsatz unter Atemschutz ausgebildet und 4 weitere werden die technische Hilfe als Ausbildungsziel absolvieren.
Uns wurde bestätigt, dass wir ein hohes Ausbildungsniveau in Liebenrode haben und
pflegen. Warum muss dann der Wille zu helfen, durch einen in meinen Augen unüberlegten und übereiligen Beschluss so gedankt werden? Wir haben seit Jahren in der Gemeinde auf Sparflamme gelebt, seit 2011 ist es uns nicht möglich gewesen unsere Kameraden mit dem Nötigsten auszustatten. Einige von uns teilen
sich die Einsatzbekleidung und Stiefel, aus hygienischer Sicht unvorstellbar.
Die Feuerwehrsicherheitsgurte haben keine Zulassung mehr und die meisten Helme sind für einen Innenangriff nicht einmal zugelassen. Wir haben mit eigenem Werkzeug und oft auch mit eigenem Geld das Gerätehaus und den altersschwachen Fuhrpark am Leben erhalten.
Uns wird mit der Bereitstellung der Fahrzeuge und Geräte nicht das Hobby finanziert, sondern eine Pflichtaufgabe der Gemeinde erfüllt! Warum gehen Sie so leichtsinnig mit der Sicherheit ihrer Bürger um?
Trotz allem rücken wir Kameraden aus um Gutes zu tun! Nun sind Sie dran, Gutes zu tun und diesen Beschluss rückgängig zu machen!
Mit kameradschaftlichen Grüßen
Jens Rothensee, Wehrführer
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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