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Mo, 10:52 Uhr
19.05.2014

Auch der Forst hat Geschichte

Am vergangenen Donnerstag hielt der Chef des Thüringer Forstamtes Bleicherode-Südharz, Forstdirektor Klaus-Wilhelm Brüggemann im Schützenhaus Ilfeld einen Vortrag über die Forstgeschichte im Landkreis Nordhausen nach 1945...

Das Interesse war außerordentlich groß. Das Angebot wurde von vielen Bürgern angenommen. Der Gastraum war bis zum letzten Platz gefüllt. Eine zusätzliche Bestuhlung war notwendig. Neben Waldbesitzern, Jägern, ehemaligen Mitarbeitern des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes Ilfeld und Förstern waren auch viele Geschichtsinteressierte aus dem Südharz der Einladung gefolgt. Sogar ein Ehepaar aus Vorpommern, das in Neustadt den Urlaub verbringt, nahm die Gelegenheit zur Bildung wahr.

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Brüggemann referierte über zwei Zeitabschnitte, zuerst von 1945 bis zur Wende und dann von 1990 bis zur Gegenwart. Im ersten Teil waren die Schwerpunkte die Auswirkungen der Bodenreform für die heimischen Wälder, die Borkenkäferkatastrophe 1948/1949, die Bildung des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes in Ilfeld 1952, die Revierstruktur bis 1990.

In Zehnjahresabschnitten wurden die Bemühungen zum Erhalt der Rotbuche im Harz dokumentiert.
Rückschläge und Erfolge kamen nicht zu kurz. Besonders die unmittelbare Nachkriegszeit mit den großen Herausforderungen wie Wiederaufforstung, Abbau von Pflegerückständen, Gewährleistung Forstschutz und die schwierige personelle Situation wurde beleuchtet.
Die Jagd wurde im Abriss mit Jagdkommandos, Sektion Jagdwesen bei der Gesellschaft für Sport und Technik und dann der Gründung der Jagdgesellschaften der DDR erläutert.

Chef des Thüringer Forstamtes Bleicherode-Südharz, Forstdirektor Klaus-Wilhelm Brüggemann im Ilfelder Schützenhaus (Foto: Klaus-Wilhelm Brüggemann) Chef des Thüringer Forstamtes Bleicherode-Südharz, Forstdirektor Klaus-Wilhelm Brüggemann im Ilfelder Schützenhaus (Foto: Klaus-Wilhelm Brüggemann)

Im zweiten Teil der Ausführungen gab es Informationen zur Gründung der ehemaligen drei Forstämter Ellrich, Ilfeld und Bleicherode im Kreis Nordhausen 1991.
Brüggemann zeigte den Neuanfang mit Thüringer Wald- und Jagdgesetz auf. Zahlreiche Strukturreformen folgten. Hinweise zum Waldverkauf durch die Treuhand in den neunziger Jahren wurden gegeben.

Die Bedeutung der Forstwirtschaft als Wirtschaftsfaktor konnte deutlich nachgewiesen werden. So sind unmittelbar 300 Arbeitsplätze im Südharz durch die effiziente und nachhaltige Forstwirtschaft gesichert, 1.600 Arbeitsplätze sind es mittelbar.

Die Bewältigung der Folgen des Orkanes Kyrill 2007, wie Bruch- und Wurfholzaufarbeitung und Wiederaufforstung, rundeten den sehr gelungenen Vortrag ab.

Jessika Schweineberg
Autor: red

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