Mo, 17:25 Uhr
28.04.2014
Wandern und zählen
Am Wochenende war der Arbeitsgemeinschaft des Karstwanderwegs der Naturparkpreis 2014 verliehen worden. Die Preisträger aus dem Landkreis Nordhausen wurden heute im Landratsamt empfangen...
Vor einer von mehreren neuen Informationstafeln - von links: André Richter, Dr. Sabine Mehne, Birgit Keller und Andreas Heise
Landrätin Birgit Keller (LINKE) wollte dabei das ehrenamtliche Engagement des Fördervereins für den Karstwanderweg im Landkreis Nordhausen würdigen. Sie persönlich sei überrascht gewesen, dass es die Arbeitsgemeinschaft gewesen sei, die von der Jury aus mehreren Vorschlägen zu Wanderwegen mit dem Preis bedacht worden sei. Der Thüringer Abschnitt von 53 Kilometer sei zwar der kleinste von insgesamt 233 Kilometer, doch er sei das Bindeglied zwischen den Abschnitten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Der Dank von Keller galt in erster Linie Andreas Heise, dem Vorsitzenden des Fördervereins im Landkreis Nordhausen und seinen beiden Mitstreiterinnen, und deren Engagement für den Karstwanderweg. Noch immer gebe es Defizite bei der Pflege und Erhaltung der Wanderwege, nicht nur des Karstwanderweges.
Heise schilderte beim Treffen mit der Landrätin die Entstehung des Karstwanderweges, der vorwiegend auf öffentlichen Wanderwegen verlaufe. Mit einigen privaten Grundstücksbesitzern, vorwiegend aus der Bauernschaft, gebe es jetzt diverse Probleme. Auch nach den Holzeinschläge der zurückliegenden Wochen seien selbst zertifizierte Wanderwege nicht wieder hergerichtet worden. In diesem Jahr sollen weitere Gestattungsverträge mit Grundstücksbesitzern abgeschlossen werden. Zwischen 10 und 15 sollen es sein.
Aber es gibt auch Partner des Wanderweges. Einer davon ist der Naturpark Südharz, der in den vergangenen Wochen und Monaten viel Arbeit und Zeit investiert hat, um die erneute Zertifizierung in diesem Jahr zu ermöglichen. Laut Heise sei der Wanderweg sehr gut angenommen, konkrete Zahlen liegen jedoch nicht vor. Besonders attraktiv seien die Sonntagswanderungen. Im vergangenen Jahr nahmen daran 850 Wanderer teil, im Jahr davor waren es jedoch 400 mehr.
Seit einigen Monaten wird genauer gezählt. Monitoring sagen die Fachleute dazu. Deshalb seien zwei Zählgeräte – im Alten Stolberg und bei den Sattelköpfen – seit einigen Monaten installiert worden. Das sind dann belastbare Zahlen, erklärt André Richter von der Naturparkverwaltung.
Mit den dann vorliegenden Zahlen soll in den nächsten Jahren touristisch geworben werden. Der Naturpreis, den der Karstwanderweg erhalten hatte, der kann dabei nicht schädlich sein.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redVor einer von mehreren neuen Informationstafeln - von links: André Richter, Dr. Sabine Mehne, Birgit Keller und Andreas Heise
Landrätin Birgit Keller (LINKE) wollte dabei das ehrenamtliche Engagement des Fördervereins für den Karstwanderweg im Landkreis Nordhausen würdigen. Sie persönlich sei überrascht gewesen, dass es die Arbeitsgemeinschaft gewesen sei, die von der Jury aus mehreren Vorschlägen zu Wanderwegen mit dem Preis bedacht worden sei. Der Thüringer Abschnitt von 53 Kilometer sei zwar der kleinste von insgesamt 233 Kilometer, doch er sei das Bindeglied zwischen den Abschnitten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Der Dank von Keller galt in erster Linie Andreas Heise, dem Vorsitzenden des Fördervereins im Landkreis Nordhausen und seinen beiden Mitstreiterinnen, und deren Engagement für den Karstwanderweg. Noch immer gebe es Defizite bei der Pflege und Erhaltung der Wanderwege, nicht nur des Karstwanderweges.
Heise schilderte beim Treffen mit der Landrätin die Entstehung des Karstwanderweges, der vorwiegend auf öffentlichen Wanderwegen verlaufe. Mit einigen privaten Grundstücksbesitzern, vorwiegend aus der Bauernschaft, gebe es jetzt diverse Probleme. Auch nach den Holzeinschläge der zurückliegenden Wochen seien selbst zertifizierte Wanderwege nicht wieder hergerichtet worden. In diesem Jahr sollen weitere Gestattungsverträge mit Grundstücksbesitzern abgeschlossen werden. Zwischen 10 und 15 sollen es sein.
Aber es gibt auch Partner des Wanderweges. Einer davon ist der Naturpark Südharz, der in den vergangenen Wochen und Monaten viel Arbeit und Zeit investiert hat, um die erneute Zertifizierung in diesem Jahr zu ermöglichen. Laut Heise sei der Wanderweg sehr gut angenommen, konkrete Zahlen liegen jedoch nicht vor. Besonders attraktiv seien die Sonntagswanderungen. Im vergangenen Jahr nahmen daran 850 Wanderer teil, im Jahr davor waren es jedoch 400 mehr.
Seit einigen Monaten wird genauer gezählt. Monitoring sagen die Fachleute dazu. Deshalb seien zwei Zählgeräte – im Alten Stolberg und bei den Sattelköpfen – seit einigen Monaten installiert worden. Das sind dann belastbare Zahlen, erklärt André Richter von der Naturparkverwaltung.
Mit den dann vorliegenden Zahlen soll in den nächsten Jahren touristisch geworben werden. Der Naturpreis, den der Karstwanderweg erhalten hatte, der kann dabei nicht schädlich sein.
Peter-Stefan Greiner


