Mo, 09:49 Uhr
28.04.2014
Final-Four erreicht
Alfons Jarmuszewski musste schon zweimal auf die Anzeigetafel schauen. Ungläubig schüttelte er den Kopf. So recht konnte er nämlich nicht glauben, dass sich seine Schützlinge, die C-Jugend-Handballerinnen des Nordhäuser SV (NSV), für die Enrunde der Mitteldeutschen Meisterschaft qualifiziert hatten...
In der zweiten Vorrunde, die am Sonntag in der Nordhäuser Ballspielhalle ausgetragen wurde, belegte sein Team nämlich den zweiten Platz, der zur Endrundenteilnahme am 17./18. Mai berechtigt.
Dafür reichte ein 30:26-Sieg gegen die zweite Vertretung der JspG Halle/Magdeburg/Barleben. Im ersten von drei Vorrundenspielen musste sich der NSV gegen einen überragenden HC Leipzig (HCL) deutlich mit 13:31 geschlagen geben. In der zweiten Partie standen sich der HCL und die JspG gegenüber. Und auch in dieser behielten die jungen Sächsinnen klar die Oberhand, sie gewannen mit 33:13. Jeweils der Gruppenerste und -zweite qualifizierte sich für die Endrunde. In der anderen Gruppe erreichten der BSV Zwickau und die erste Vertretung der JspG kampflos das Final Four, das voraussichtlich in Magdeburg oder Halle ausgetragen werden soll.
Nordhäuser SV – HC Leipzig 13:31 (9:15)
Die Mädchen haben den Kopf nicht in den Sand gesteckt. Sie haben weiter gekämpft. Und auch die Wechselspielerinnen haben versucht, das umzusetzen, was sie können, resümierte Jarmuszewski nach der Partie gegen den HCL. In der Anfangsphase hat sein Team viel zu hektisch in beiden Elementen, im Angriff und in der Abwehr, agiert. Mädels, bleibt doch mal ruhig, war immer wieder von der Nordhäuer Trainerbank zu hören.
Doch Ruhe wollte nicht einkehren. Selbst auch dann nicht, als Sophia Götze in der vierten Minute das 1:0 erzielte. Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Der Ausgleich und die Führung folgten prompt.
Den HCL zeichnete eine starke Abwehrarbeit aus. Sie verschoben schnell, gingen früh auf den ballführenden Spieler und packten auch richtig zu. Für den NSV war kaum ein Durchkommen, er wurde regelrecht gezwungen aus der zweiten Reihe zu werfen. Mit Erfolg wie in der 8. Minute durch Julia Weise zum 2:3-Anschlusstreffer. Nur zwei Minuten später dann mit weniger Erfolg. Bis zur 10. Minute, Clara Fiedler markierte über Rechtsaußen das 3:4, hielt der NSV die Partie offen.
Das Manko war dann offensichtlich: die Abwehr. Es fehlte die nötige Agressivität, die Schnelligkeit und die Cleverness, um dem gegnerischen Angriff Einhalt zu gebieten. Das Team von Manuela Just sorgte insbesondere mit seinen wurf- und sprunggewaltigen Spielerinnen wie Anna Ansorge, Pauline Uhlmann und Sarina Morenz aus dem Rückraum immer wieder für Gefahr und zahlreichen Treffern. Im Angriff leistete sich der NSV zu viele technische Fehler, um die Partie offen zu gestaten.
Bis zur Halbzeit hielt der NSV das Ergebnis aber noch in Grenzen, er lag lediglich sechs Treffer zurück – 9:15. Nach dem Seitenwechsel war es vor allem HCL-Torfrau Helen Keller, die den NSV-Angriff mit ihren starken Paraden immer wieder zur Verzweiflung trieb. Sie hat schon ein gutes Stellungsspiel und wusste das Spiel gut zu lesen, merkte Jarmuszewski anerkennend an. Da die Partie frühzeitig entschieden war, bekamen nun auch die Spielerinnen aus der zweiten Reihe Einsatzzeiten. Erst in der Schlussphase, es wurde jeweils 2x25 Minuten gespielt, konnte Sonja Zeaiter im Gehäuse des NSV ebenso auftrumpfen, in dem sie einige Chancen vereitelte. Der NSV verpasste es daraus Kapital zu schlagen. Er vergab gute Möglichkeiten im Minutentakt, die für ein besseres Endergebnis hätten sorgen können.
Anny-Katharina Samel/Sonja Zeaiter – Vanessa Michel (3), Sophia Goetze (1), Ella Krieß (1), Clara Fiedler (3), Nelly Frank, Julia Weise (4), Sophie Schröder, Vanessa Böttcher, Larissa Förster (1), Lea-Ziska Hoche, Laura Krüger
Nordhäuser SV – JspG Halle/Magdeburg/Barleben II 30:26 (16:15)
Die Belastung war enorm. Nach dem kräftezehrenden Spiel gegen den HCL und einer knapp dreistündigen Regenerationsphase rief die JspG Halle/Magdeburg/Barleben II. Diese enorme Belastung mit zwei Partien über die volle Spielzeit kennen meine Mädchen nicht. Bei den Turnieren unter anderem in Wismar war die Zeit immer kürzer, sagte Jarmuszewski, der daher mit keinen großen Erwartungen in die Partie ging. Seine Schützlinge wussten zu überraschen – im positiven Sinne.
In der ersten Hälfte entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Keine Mannschaft gelang es sich mehr als drei Treffer von der anderen abzusetzen. Hatte sich der NSV wie beim 7:4 mal einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeitet, kämpften sich die Gäste vor allem über ihre starke linke Angriffsseite mit Lena Schega und Isabell Janze zurück in die Partie. Sowie zum 10:10 in der 14. Minute. In der Abwehr war der NSV etwas präsenter als auch im Angriff. Julia Weise und Ella Krieß holten nicht nur einige Strafwürfe heraus oder setzten ihre Mitspielerinnen gut in Szene, sondern sie trafen auch sicher aus dem Spiel heraus oder wie Julia von der Siebenmeter-Linie. Mit einem knappen Vorsprung für den NSV ging es in die Pause – 16:15.
Die zweite Hälfte gehörte Sonja Zeaiter im NSV-Tor, die gleich nach Wiederanpfiff einen Strafwurf parierte und im weiteren Geschehen ebenfalls ihr Team mit glänzenden Paraden auf Kurs hielt. Zudem gelang es dem NSV aus einer nun sicheren Abwehr heraus, Jarmuszewski hatte auf eine 4-2 umgestellt, sich Bälle zu erkämpfen und erfolgreich zu kontern. Nach und nach erarbeitete sich das NSV-Team eine Fünf-Tore-Führung – 25:20 (38.). In dieser Phase hätte es den Sack eigentlich zubinden müssen. Eigentlich, denn im Angriff ließ es doch einiges liegen. Wie durch Julia, die zweimal an Gäste-Keeperin Laura Wolf scheiterte (39.) oder Larissa, die einige Male durch Ella am Kreis gut in Szene gesetzt wurde, die Möglichkeiten aber vergab. Dennoch sollte es am Ende für den Sieg reichen, den sich das Team mehr als verdient hatte.
Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, sagte Jarmuszewski während seine Schützlinge den Jubelkreis bildeten und auf und ab hüpften. Für den NSV-Trainer war wichtig, dass seine Schützlinge noch einmal gezeigt haben, dass sie es können. Wir haben mehr erreicht, als wir uns erträumt haben. Wir sind Vierter in Mitteldeutschland, sagte ein überglücklicher NSV-Trainer.
Anny-Katharina Samel/Sonja Zeaiter – Vanessa Michel (2), Sophia Goetze (3), Ella Krieß (8), Clara Fiedler (2), Nelly Frank, Julia Weise (14), Sophie Schröder, Vanessa Böttcher, Larissa Förster (1), Lea-Ziska Hoche, Laura Krüger
Sandra Arm
Autor: redIn der zweiten Vorrunde, die am Sonntag in der Nordhäuser Ballspielhalle ausgetragen wurde, belegte sein Team nämlich den zweiten Platz, der zur Endrundenteilnahme am 17./18. Mai berechtigt.
Dafür reichte ein 30:26-Sieg gegen die zweite Vertretung der JspG Halle/Magdeburg/Barleben. Im ersten von drei Vorrundenspielen musste sich der NSV gegen einen überragenden HC Leipzig (HCL) deutlich mit 13:31 geschlagen geben. In der zweiten Partie standen sich der HCL und die JspG gegenüber. Und auch in dieser behielten die jungen Sächsinnen klar die Oberhand, sie gewannen mit 33:13. Jeweils der Gruppenerste und -zweite qualifizierte sich für die Endrunde. In der anderen Gruppe erreichten der BSV Zwickau und die erste Vertretung der JspG kampflos das Final Four, das voraussichtlich in Magdeburg oder Halle ausgetragen werden soll.
Nordhäuser SV – HC Leipzig 13:31 (9:15)
Die Mädchen haben den Kopf nicht in den Sand gesteckt. Sie haben weiter gekämpft. Und auch die Wechselspielerinnen haben versucht, das umzusetzen, was sie können, resümierte Jarmuszewski nach der Partie gegen den HCL. In der Anfangsphase hat sein Team viel zu hektisch in beiden Elementen, im Angriff und in der Abwehr, agiert. Mädels, bleibt doch mal ruhig, war immer wieder von der Nordhäuer Trainerbank zu hören.
Doch Ruhe wollte nicht einkehren. Selbst auch dann nicht, als Sophia Götze in der vierten Minute das 1:0 erzielte. Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Der Ausgleich und die Führung folgten prompt.
Den HCL zeichnete eine starke Abwehrarbeit aus. Sie verschoben schnell, gingen früh auf den ballführenden Spieler und packten auch richtig zu. Für den NSV war kaum ein Durchkommen, er wurde regelrecht gezwungen aus der zweiten Reihe zu werfen. Mit Erfolg wie in der 8. Minute durch Julia Weise zum 2:3-Anschlusstreffer. Nur zwei Minuten später dann mit weniger Erfolg. Bis zur 10. Minute, Clara Fiedler markierte über Rechtsaußen das 3:4, hielt der NSV die Partie offen.
Das Manko war dann offensichtlich: die Abwehr. Es fehlte die nötige Agressivität, die Schnelligkeit und die Cleverness, um dem gegnerischen Angriff Einhalt zu gebieten. Das Team von Manuela Just sorgte insbesondere mit seinen wurf- und sprunggewaltigen Spielerinnen wie Anna Ansorge, Pauline Uhlmann und Sarina Morenz aus dem Rückraum immer wieder für Gefahr und zahlreichen Treffern. Im Angriff leistete sich der NSV zu viele technische Fehler, um die Partie offen zu gestaten.
Bis zur Halbzeit hielt der NSV das Ergebnis aber noch in Grenzen, er lag lediglich sechs Treffer zurück – 9:15. Nach dem Seitenwechsel war es vor allem HCL-Torfrau Helen Keller, die den NSV-Angriff mit ihren starken Paraden immer wieder zur Verzweiflung trieb. Sie hat schon ein gutes Stellungsspiel und wusste das Spiel gut zu lesen, merkte Jarmuszewski anerkennend an. Da die Partie frühzeitig entschieden war, bekamen nun auch die Spielerinnen aus der zweiten Reihe Einsatzzeiten. Erst in der Schlussphase, es wurde jeweils 2x25 Minuten gespielt, konnte Sonja Zeaiter im Gehäuse des NSV ebenso auftrumpfen, in dem sie einige Chancen vereitelte. Der NSV verpasste es daraus Kapital zu schlagen. Er vergab gute Möglichkeiten im Minutentakt, die für ein besseres Endergebnis hätten sorgen können.
Anny-Katharina Samel/Sonja Zeaiter – Vanessa Michel (3), Sophia Goetze (1), Ella Krieß (1), Clara Fiedler (3), Nelly Frank, Julia Weise (4), Sophie Schröder, Vanessa Böttcher, Larissa Förster (1), Lea-Ziska Hoche, Laura Krüger
Nordhäuser SV – JspG Halle/Magdeburg/Barleben II 30:26 (16:15)
Die Belastung war enorm. Nach dem kräftezehrenden Spiel gegen den HCL und einer knapp dreistündigen Regenerationsphase rief die JspG Halle/Magdeburg/Barleben II. Diese enorme Belastung mit zwei Partien über die volle Spielzeit kennen meine Mädchen nicht. Bei den Turnieren unter anderem in Wismar war die Zeit immer kürzer, sagte Jarmuszewski, der daher mit keinen großen Erwartungen in die Partie ging. Seine Schützlinge wussten zu überraschen – im positiven Sinne.
In der ersten Hälfte entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Keine Mannschaft gelang es sich mehr als drei Treffer von der anderen abzusetzen. Hatte sich der NSV wie beim 7:4 mal einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeitet, kämpften sich die Gäste vor allem über ihre starke linke Angriffsseite mit Lena Schega und Isabell Janze zurück in die Partie. Sowie zum 10:10 in der 14. Minute. In der Abwehr war der NSV etwas präsenter als auch im Angriff. Julia Weise und Ella Krieß holten nicht nur einige Strafwürfe heraus oder setzten ihre Mitspielerinnen gut in Szene, sondern sie trafen auch sicher aus dem Spiel heraus oder wie Julia von der Siebenmeter-Linie. Mit einem knappen Vorsprung für den NSV ging es in die Pause – 16:15.
Die zweite Hälfte gehörte Sonja Zeaiter im NSV-Tor, die gleich nach Wiederanpfiff einen Strafwurf parierte und im weiteren Geschehen ebenfalls ihr Team mit glänzenden Paraden auf Kurs hielt. Zudem gelang es dem NSV aus einer nun sicheren Abwehr heraus, Jarmuszewski hatte auf eine 4-2 umgestellt, sich Bälle zu erkämpfen und erfolgreich zu kontern. Nach und nach erarbeitete sich das NSV-Team eine Fünf-Tore-Führung – 25:20 (38.). In dieser Phase hätte es den Sack eigentlich zubinden müssen. Eigentlich, denn im Angriff ließ es doch einiges liegen. Wie durch Julia, die zweimal an Gäste-Keeperin Laura Wolf scheiterte (39.) oder Larissa, die einige Male durch Ella am Kreis gut in Szene gesetzt wurde, die Möglichkeiten aber vergab. Dennoch sollte es am Ende für den Sieg reichen, den sich das Team mehr als verdient hatte.
Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, sagte Jarmuszewski während seine Schützlinge den Jubelkreis bildeten und auf und ab hüpften. Für den NSV-Trainer war wichtig, dass seine Schützlinge noch einmal gezeigt haben, dass sie es können. Wir haben mehr erreicht, als wir uns erträumt haben. Wir sind Vierter in Mitteldeutschland, sagte ein überglücklicher NSV-Trainer.
Anny-Katharina Samel/Sonja Zeaiter – Vanessa Michel (2), Sophia Goetze (3), Ella Krieß (8), Clara Fiedler (2), Nelly Frank, Julia Weise (14), Sophie Schröder, Vanessa Böttcher, Larissa Förster (1), Lea-Ziska Hoche, Laura Krüger
Sandra Arm


