Mo, 12:35 Uhr
14.04.2014
Radballer erreichen Halbfinale
Der Ilfelder Radballnachwuchs hat das Halbfinale der deutschen Schülermeisterschaft erreicht. Der Triumph in Nürnberg kam für viele überraschend, auch für Uwe Tittel...
Vielleicht war es ja die sprichwörtlich verpatzte Generalprobe, der eine gelungene Premiere folgt, hieß es am Ende des Berichts zum Radball-Landespokal der U15 vom 8. April. Da waren Paul Fiebig und Max Teichmann vom SV Ilfeld nach ihrem sensationellen Gewinn des Vizelandesmeistertitels nach schwacher Leistung leer ausgegangen.
Doch nun ließen sie im Viertelfinale zur Deutschen Schülermeisterschaft im fränkischen Stein bei Nürnberg einen richtigen Kracher los, holten sich ungeschlagen den Turniersieg und damit zugleich das Heimrecht für das nun folgende Halbfinalturnier am 3.Mai. Das ist mehr als eine Sensation. Wenn alles optimal laufen sollte, dann könnte man vielleicht um Platz Drei kämpfen, so der vorsichtige Optimismus bei den Ilfelder Verantwortlichen um Uwe Fiebig, Vater von Paul.
Der hatte ja schon die Erfahrung von zwei Viertelfinalturnieren, war mit seinem Partner Julian Etzrodt trotz guter Leistungen aber jeweils knapp gescheitert. Da Julian aber ein Jahr älter und in dieser Saison in die U17 aufgerückt ist, rückte Max Teichmann an die Seite von Paul Fiebig. Es wurde wie erwartet eine sehr holprige Saison und es war sogar zu befürchten, dass Ilfeld nach vielen erfolgreichen Jahren erstmals bei Nachwuchslandesmeisterschaften ohne Medaille bleiben würde.
Mit einer sensationell starken Leistung sind Max Teichmann (links) und Paul Fiebig vom SV Ilfeld ins Halbfinale zur Deutschen Schülermeisterschaft gestürmt. (Foto: Uwe Tittel)
Doch dann zeigten die Beiden mit dem völlig unerwarteten Silber beim Titelkampf in Langenleuba, was sie zusammen leisten können. Vor allem die tolle Steigerung von Max imponierte. War es aber nur eine Eintagsfliege? Das Landespokalturnier gab zumindest den Skeptikern recht. Und in Stein wurden die beiden Ilfelder zumindest von der klar favorisierten Konkurrenz aus Bayern auch nicht wirklich ernst genommen. Doch dann verblüfften Paul und Max von Spiel zu Spiel mehr sowohl die Gegnerschaft als auch die eigenen Anhänger.
In ihrem ersten Spiel rangen sie den Bayerndritten Kissing mit 3:2 nieder. Das war schon eine echte Sensation. Es folgte ein nicht minder überraschender weil ungefährdeter 4:1-Erfolf über den Sieger der Württemberg-Qualifikation Ailingen. Da schien plötzlich doch Platz Drei möglich zu sein. Aber würden Paul und Max dazu auch die Nerven behalten?
Nächster Gegner war der klar favorisierte Gastgeber RMC Stein. Der amtierende Landesmeister Bayerns hatte zuvor etwas überraschend gegen Kissing mit 1:2 verloren und wollte sich natürlich vor heimischen Publikum rehabilitieren. Und es stand oh nur die Höhe des Sieges in Frage. Der Ilfelder Erfolg gegen Kissing wurde eher als Kissinger Fehltritt gewertet. Doch das erwies sich als fatale Fehleinschätzung, denn Paul und Max zeigten, dass ihre beiden bisherigen Siege kein Zufall waren. Selbstbewusst, teilweise sogar richtig kaltschnäuzig hingen sie zu Werke, riefen bei den einheimischen Anhängern ungläubiges Staunen hervor. Und der 4:2-Sieg am Ende war dank einer überragenden Leistung hoch verdient.
Max störte immer wieder erfolgreich den Steiner Spielaufbau, bewies viel Übersicht und Spielverständnis. Und Paul glänzte im Tor und mit blitzschnellen Angriffen an den Banden entlang.
Das waren auch die Trümpfe im Spiel gegen Gärtringen. Mit 7:2 gelang da der höchste Sieg des Tages. Damit war man schon mindestens Turnierzweiter, das Halbfinale bereits erreicht. Im letzten Spiel gegen die bis dahin noch sieglosen Niederstotzinger lief es zwar nicht mehr ganz so rund, dennoch erkämpfte man sich mit 3:2 auch noch den fünften Sieg im fünften Spiel. Unglaublich!
Damit haben sich übrigens alle drei Thüringer U15-Mannschaften für das Halbfinale qualifiziert, denn auch Landesmeister Langenwolschendorf und der Dritte der Landestitelkämpfe Ehrenberg haben in ihrer Viertelfinalgruppe 7 in Zscherben hinter dem Gastgeber als Dritter und Zweiter die nächste Runde erreicht.
Uwe Tittel
Endstand Viertelfinale Gruppe 6
1. SV Ilfeld 21: 9 15
2. RSV Kissing 16: 5 12
3. RMC Lohengrin Stein 14: 8 9
4. RV Immergrün Ailingen 5:12 6
5. RV 06 Gärtringen III 7:17 3
6. RV Niederstotzingen II 5:17 0
Autor: redVielleicht war es ja die sprichwörtlich verpatzte Generalprobe, der eine gelungene Premiere folgt, hieß es am Ende des Berichts zum Radball-Landespokal der U15 vom 8. April. Da waren Paul Fiebig und Max Teichmann vom SV Ilfeld nach ihrem sensationellen Gewinn des Vizelandesmeistertitels nach schwacher Leistung leer ausgegangen.
Doch nun ließen sie im Viertelfinale zur Deutschen Schülermeisterschaft im fränkischen Stein bei Nürnberg einen richtigen Kracher los, holten sich ungeschlagen den Turniersieg und damit zugleich das Heimrecht für das nun folgende Halbfinalturnier am 3.Mai. Das ist mehr als eine Sensation. Wenn alles optimal laufen sollte, dann könnte man vielleicht um Platz Drei kämpfen, so der vorsichtige Optimismus bei den Ilfelder Verantwortlichen um Uwe Fiebig, Vater von Paul.
Der hatte ja schon die Erfahrung von zwei Viertelfinalturnieren, war mit seinem Partner Julian Etzrodt trotz guter Leistungen aber jeweils knapp gescheitert. Da Julian aber ein Jahr älter und in dieser Saison in die U17 aufgerückt ist, rückte Max Teichmann an die Seite von Paul Fiebig. Es wurde wie erwartet eine sehr holprige Saison und es war sogar zu befürchten, dass Ilfeld nach vielen erfolgreichen Jahren erstmals bei Nachwuchslandesmeisterschaften ohne Medaille bleiben würde.
Mit einer sensationell starken Leistung sind Max Teichmann (links) und Paul Fiebig vom SV Ilfeld ins Halbfinale zur Deutschen Schülermeisterschaft gestürmt. (Foto: Uwe Tittel)
Doch dann zeigten die Beiden mit dem völlig unerwarteten Silber beim Titelkampf in Langenleuba, was sie zusammen leisten können. Vor allem die tolle Steigerung von Max imponierte. War es aber nur eine Eintagsfliege? Das Landespokalturnier gab zumindest den Skeptikern recht. Und in Stein wurden die beiden Ilfelder zumindest von der klar favorisierten Konkurrenz aus Bayern auch nicht wirklich ernst genommen. Doch dann verblüfften Paul und Max von Spiel zu Spiel mehr sowohl die Gegnerschaft als auch die eigenen Anhänger.
In ihrem ersten Spiel rangen sie den Bayerndritten Kissing mit 3:2 nieder. Das war schon eine echte Sensation. Es folgte ein nicht minder überraschender weil ungefährdeter 4:1-Erfolf über den Sieger der Württemberg-Qualifikation Ailingen. Da schien plötzlich doch Platz Drei möglich zu sein. Aber würden Paul und Max dazu auch die Nerven behalten?
Nächster Gegner war der klar favorisierte Gastgeber RMC Stein. Der amtierende Landesmeister Bayerns hatte zuvor etwas überraschend gegen Kissing mit 1:2 verloren und wollte sich natürlich vor heimischen Publikum rehabilitieren. Und es stand oh nur die Höhe des Sieges in Frage. Der Ilfelder Erfolg gegen Kissing wurde eher als Kissinger Fehltritt gewertet. Doch das erwies sich als fatale Fehleinschätzung, denn Paul und Max zeigten, dass ihre beiden bisherigen Siege kein Zufall waren. Selbstbewusst, teilweise sogar richtig kaltschnäuzig hingen sie zu Werke, riefen bei den einheimischen Anhängern ungläubiges Staunen hervor. Und der 4:2-Sieg am Ende war dank einer überragenden Leistung hoch verdient.
Max störte immer wieder erfolgreich den Steiner Spielaufbau, bewies viel Übersicht und Spielverständnis. Und Paul glänzte im Tor und mit blitzschnellen Angriffen an den Banden entlang.
Das waren auch die Trümpfe im Spiel gegen Gärtringen. Mit 7:2 gelang da der höchste Sieg des Tages. Damit war man schon mindestens Turnierzweiter, das Halbfinale bereits erreicht. Im letzten Spiel gegen die bis dahin noch sieglosen Niederstotzinger lief es zwar nicht mehr ganz so rund, dennoch erkämpfte man sich mit 3:2 auch noch den fünften Sieg im fünften Spiel. Unglaublich!
Damit haben sich übrigens alle drei Thüringer U15-Mannschaften für das Halbfinale qualifiziert, denn auch Landesmeister Langenwolschendorf und der Dritte der Landestitelkämpfe Ehrenberg haben in ihrer Viertelfinalgruppe 7 in Zscherben hinter dem Gastgeber als Dritter und Zweiter die nächste Runde erreicht.
Uwe Tittel
Endstand Viertelfinale Gruppe 6
1. SV Ilfeld 21: 9 15
2. RSV Kissing 16: 5 12
3. RMC Lohengrin Stein 14: 8 9
4. RV Immergrün Ailingen 5:12 6
5. RV 06 Gärtringen III 7:17 3
6. RV Niederstotzingen II 5:17 0

