Fr, 15:12 Uhr
07.03.2014
Frauenpower in der Wirtschaft
Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich gewandelt: Während in den letzten Jahrzehnten Strukturwandel und hohe Arbeitslosigkeit eine Rolle spielten, konzentriert sich heute alles auf die Nachfrage von qualifizierten Arbeitskräften. Frauen sind dabei als Fachkräfte nicht mehr wegzudenken. Auch in Nordthüringen...
Knapp 37.800 Frauen waren Mitte letzten Jahres im Agenturbezirk, der sich vom Eichsfeld über Nordhausen bis in den Kyffhäuserkreis erstreckt, sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Um rund fünf Prozent nahm die Zahl in den letzten vier Jahren zu.
Für die Unternehmen sind qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Warum sollte der nächste Fachmann, den ein Betrieb sucht, nicht eine Frau sein, meint Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur. Im Rahmen der klassischen Rollenverteilung sei häufig durch die Frauen Kinderbetreuung und Beruf unter einen Hut zu bringen. Deshalb sei daher wichtig, das Thema Familienfreundlichkeit stärker in den Focus zu nehmen.
Knapp die Hälfte aller Beschäftigten sind Frauen
Mitte vergangenen Jahres waren rund 46 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Nordthüringen Frauen. Der Blick auf den Bevölkerungsanteil zeige, dass 53 Prozent der Frauen einer Beschäftigung nachgingen. Dieser Anteil ließe sich künftig noch weiter um die rund 160, Ende Januar bei der Arbeitsagentur, gemeldeten Berufsrückkehrer erhöhen. Größtenteils handele es sich um Frauen, die sich nach der Elternzeit oder der Pflege von Angehörigen meldeten.
Frauen sind Fachkräfte für den Arbeitsmarkt
Frauen haben überwiegend aktuelle fachliche Kenntnisse und stehen hoch motiviert einer neuen beruflichen Herausforderung gegenüber, bestätigt Andrea Springer, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt von der Nordhäuser Arbeitsagentur. Dass junge Mütter oder Väter nicht sofort den Einstieg in das Berufsleben schaffen, liege häufig an den Rahmenbedingungen. In der Wirtschaft seien heute kluge Modelle und Ideen gefragt, um Beruf und Familie zu vereinbaren.
Für langfristig denkende Personalverantwortliche sei Familienfreundlichkeit längst kein Fremdwort mehr. Wir haben viele gute Beispiele in Nordthüringen. Man investiere durchaus in familienbewusste Arbeitsbedingungen und beschäftige sich mit Arbeitszeitmodellen. Leider sei dies aber noch nicht überall der Fall. Der Internationale Frauentag biete eine gute Gelegenheit über Familienfreundlichkeit nachzudenken, meint Springer. Der Arbeitgeber-Service und die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt stehen Unternehmen beratend zur Seite, wenn es um die richtigen Arbeitszeitmodelle, Kinderbetreuungsmöglichkeiten oder um Berufsrückkehrerinnen geht.
Beschäftigungsquote LK NDH: 51,9%
Beschäftigungsquote LK EIC: 56,6%
Beschäftigungsquote KYF: 49,8%
Autor: redKnapp 37.800 Frauen waren Mitte letzten Jahres im Agenturbezirk, der sich vom Eichsfeld über Nordhausen bis in den Kyffhäuserkreis erstreckt, sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Um rund fünf Prozent nahm die Zahl in den letzten vier Jahren zu.
Für die Unternehmen sind qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Warum sollte der nächste Fachmann, den ein Betrieb sucht, nicht eine Frau sein, meint Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur. Im Rahmen der klassischen Rollenverteilung sei häufig durch die Frauen Kinderbetreuung und Beruf unter einen Hut zu bringen. Deshalb sei daher wichtig, das Thema Familienfreundlichkeit stärker in den Focus zu nehmen.
Knapp die Hälfte aller Beschäftigten sind Frauen
Mitte vergangenen Jahres waren rund 46 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Nordthüringen Frauen. Der Blick auf den Bevölkerungsanteil zeige, dass 53 Prozent der Frauen einer Beschäftigung nachgingen. Dieser Anteil ließe sich künftig noch weiter um die rund 160, Ende Januar bei der Arbeitsagentur, gemeldeten Berufsrückkehrer erhöhen. Größtenteils handele es sich um Frauen, die sich nach der Elternzeit oder der Pflege von Angehörigen meldeten.
Frauen sind Fachkräfte für den Arbeitsmarkt
Frauen haben überwiegend aktuelle fachliche Kenntnisse und stehen hoch motiviert einer neuen beruflichen Herausforderung gegenüber, bestätigt Andrea Springer, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt von der Nordhäuser Arbeitsagentur. Dass junge Mütter oder Väter nicht sofort den Einstieg in das Berufsleben schaffen, liege häufig an den Rahmenbedingungen. In der Wirtschaft seien heute kluge Modelle und Ideen gefragt, um Beruf und Familie zu vereinbaren.
Für langfristig denkende Personalverantwortliche sei Familienfreundlichkeit längst kein Fremdwort mehr. Wir haben viele gute Beispiele in Nordthüringen. Man investiere durchaus in familienbewusste Arbeitsbedingungen und beschäftige sich mit Arbeitszeitmodellen. Leider sei dies aber noch nicht überall der Fall. Der Internationale Frauentag biete eine gute Gelegenheit über Familienfreundlichkeit nachzudenken, meint Springer. Der Arbeitgeber-Service und die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt stehen Unternehmen beratend zur Seite, wenn es um die richtigen Arbeitszeitmodelle, Kinderbetreuungsmöglichkeiten oder um Berufsrückkehrerinnen geht.
Zahlen, Daten, Fakten:
In Nordthüringen lag die Beschäftigungsquote der 2012 mit 53,1 Prozent leicht unter dem Durchschnitt von Thüringen (55,5%). Im Jahr 2005 lag die Beschäftigungsquote noch bei 44,9%. Der Anstieg betrug damit 8,2 Prozentpunkte in Nordthüringen. In Thüringen stieg die Beschäftigungsquote der Frauen um 8,8 Prozentpunkte, in Deutschland hingegen nur um 6 Prozentpunkte.Beschäftigungsquote LK NDH: 51,9%
Beschäftigungsquote LK EIC: 56,6%
Beschäftigungsquote KYF: 49,8%


