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Fr, 14:44 Uhr
07.03.2014

Händler klagen über Baustelle

„Trotz der Baustellen in der Innenstadt muss die Altstadt besser erreichbar sein!.- Das sagte heute Ruth Hagene, Händlerin in der Nordhäuser Altstadt und Mitglied der „Kreativen Altstadtgruppe“ bei einem Treffen mit Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh...

Gespräch beim OB (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen) Gespräch beim OB (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen)

Sie spreche im Namen mehrerer Anlieger und Geschäftsleute in der Altstadt. Da sich Teile der Baustelleneinrichtung auf der Kranichstraße befänden, sei die Altstadt nur schwer zu erreichen und müsse deshalb besser ins Bewusstsein der Stadtbesucher gerückt werden. Das brauche die Unterstützung der Stadtverwaltung, so Frau Hagene.

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Dr. Zeh bestätigte, dass die Baustelle wie eine Hemmschwelle für die Besucher der Altstadt wirke, verwies darauf, dass jede innerstädtische Baustelle logistisch schwierig zu handhaben sei. „Mit unserem Bauamtsleiter Jens Kohlhause haben Sie einen offenen und pragmatischen Ansprechpartner, der Ihnen bei ihrem berechtigten Anliegen helfen wird.“, so Zeh. Kohlhause vereinbarte mit Frau Hagene einen Vor-Ort-Termin. Dort soll unter anderem ein Standort für ein Schild festgelegt werden, das an prominenter Stelle auf die Altstadt und die „Kurze Meile“ hinweist.

Darüber hinaus sagte der Oberbürgermeister, dass er mit dem Kulturamt sprechen werde, um zu prüfen, ob die stadteigenen Veranstaltung-Werbebanner nicht als zusätzliche Wegweiser für die Einkaufspassagen-Besucher in die Altstadt hinein verwendet werden könnten. „Ich denke, dass wir eine handhabbare und vor allem schnelle Lösung finden können. Ich verstehe, dass die Händler in der Altstadt ungeduldig sind.“

Eine Entspannung könne Anfang Mai eintreten – wenn kein schlechtes Wetter den Bauablauf am Pferdemarkt störe: „Dann kann die Kranichstraße in Richtung Altstadt frei gegeben werden. Und zur selben Zeit kann auch die `Kurze Meile´ wieder für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Dann steht dieser Teil der Barfüßer Straße für die ansässigen Händler und Gastronomen wieder ungestört zur Verfügung“, kündigte Zeh an.
Autor: red

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Kommentare
Zukunft
07.03.2014, 14:52 Uhr
Immer dieses Jammern
Man kann es kaum noch ertragen - dieses Jammern der Altstadt-Händler. Sanieren ja, aber ohne Auswirkungen auf meinen Laden. Baustelle ja, aber ohne Auswirkungen.

Selbst, wenn die Baustelle irgendwann mal fertig ist, glaubt Frau Hagene dann wirklich, dass sich jemand aus der Passage noch in die kurze Meile verliert? Was soll er dort? Über das tolle Altstadtpflaster stöckeln?

Die Marktpassade ist nicht das Tor zur Altstadt, sondern wird wie eine Mauer wirken. Rein ins Parkhaus mit dem Auto, schnell zu H&M oder Mediamarkt, Rewe oder Rossmann und dann wieder raus und nach Hause.

Aber vielleicht sollten die Altstadthändler ja auch weiterhin mit Steuergeldern unterstützt werden. Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei. Von unternehmerischem Risiko haben diese Gewerbetreibenden noch nicht viel gehört, geschweige denn verstanden. Die Handelsmacht haben die Giganten übernommen. Für die kleinen Geschäfte bleiben die Nischen, die sind aber in Nordhausen nicht zu finden.
Freidenker 1304
08.03.2014, 08:43 Uhr
Meine Sicht...Altstadt
Ein Fremder kommt nach Nordhausen. Ein Tourist. Ein in dieser Region viel zu wenig gesehener Gast. Er geht die Bahnhofstrasse entlang, besucht die Südharzgalerie, flaniert die Rautenstrasse und steht nach dem Rathaus vor der neuen Passage. Von der Nordhäuser Stadtgeschichte weiss er nur, das die Stadt sehr alt ist. Das sie im letzten Krieg stark zerstört wurde und das immer noch Schnaps hergestellt wird. Er sieht die Blasikirche und sieht den Dom.

Das es dahinter weitergeht, wird ihm gesagt. "Altstadt. Wie Rothenburg, Quedlinburg, Goslar ? Nein, nicht so schön. Ein paar alte hübsche Häuser. Viele Baulücken. Noch manche Ruinen. Stadtgeschichte interessiert ihn nicht. Jaja, historisch. Wie überall auch. Kleine Geschäfte ? Altstadthändler ? Jaja. Puhh. Heiss heute. Was ich bis jetzt gesehen habe, reicht. In diese dunklen Gassen da hinein ? Nein danke."

Der Besucher weiss nicht, was ihm entgeht. Woher auch ? Der wundervolle Blick von der Terasse des Felix. Das deftige Mahl im Socken. Die Architektur der alten Häuser. Aber das alles gibts woanders auch. Und schöner zurechtgemacht. Altstädte zum verlieben. Aber nicht hier.

Ich bin Nordhäuser. Ich liebe meine Stadt. Ich mag die Altstadt. Ein Touristenmagnet ist sie nicht.
ente aus ndh
09.03.2014, 00:09 Uhr
selber schuld
wurum wurde zb die obere durchfahrt bis zur flohburg dichtgemach?warum gibt es das selbe paar schuhe in einen der großen einkaufstempel um fast die hälfte billiger als bei einem altstadthändler und dann überall halte und parkverbot
Wolfi65
09.03.2014, 08:54 Uhr
So was nennt man Marktwirtschaft!
Erst wird der Mitbewerber durch billigere Preise kaputt gemacht und dann kann man ja in Ruhe die Ware langsam aber sicher an ein "normales" Niveau anpassen.

Und zum Thema Straßensperrungen: Katastrophe!
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