Di, 06:39 Uhr
04.03.2014
Büttenrede
Der Höhepunkt des diesjährigen närrischen Treibens war mit dem gestrigen Rosenmontag zwar erreicht. Trotzdem wollen wir Sie mit einer Büttenrede der etwas anderen Art an diesem Faschingsdienstag erfreuen...
Dem Karneval in Nordhausen fehlt ein wenig die Tradition. Manches Gerede kann aber nur aus der Bütt kommen. Deswegen hier unsere Mitschrift von Hilfsnarr Jürgen Wiethoff.
An erster Stelle müssen hier die Nordhäuser Grünen mal wieder mit einer Meldung bedacht werden. Von denen hat man so lange so gar nichts gehört. Deswegen fragt man sich: Haben denen die Vegetarier und Veganer das letzte bisschen Grün weggefressen? Diese sagen sich doch sowieso: Lieber ein Haus im Grünen, als einen Grünen im Haus.
An die zweite Stelle gehört unser Oberbürgermeister. Der kommt vor lauter Schmerzen nicht zum Regieren. Die Schuhe werden ihm immer enger. Wie sagte er doch selbst: Der Zeh merkt zuerst, wo der Schuh drückt. Vielleicht hätte er doch das Erbe seiner Vorgängerin ausschlagen sollen. Die ist nämlich eindeutig – nein, nicht in der falschen Partei – in der falschen Kirche. Wäre sie katholisch, hätte sie für das Bürgerhaus (Man hätte es natürlich Nikolai-Kirche nennen müssen. Die stand ja mal dort.) mehr als das Doppelte verpulvern können, würde jetzt beide Päpste persönlich kennen und hätte ansonsten nichts zu befürchten, denn im Ruhestand ist sie ja schon.
Die Stadt-SPD bemüht sich inzwischen um die Dienste eines Klaus Wowereit. Der soll seine Erfahrungen mit dem BER-Flughafen beim Bürgerhaus einbringen. Ewig bauen, immer fehlt noch was, fertig wird nichts und immer mal Auszeichnung der Verantwortlichen mit Vorruhestand und einer soliden Abfindung. Wenn der noch den Mehdorn mitbringt, hat Nordhausen bald nur noch den Bahnhof Nord und die Straßenbahn fährt im 8-Stunden-Takt – werktags und nur vor Einbruch der Dunkelheit.
Kämmerin Karin Spieß bekommt jetzt einen neuen Arbeitsvertrag: Kurzarbeit 10. Nicht 10 Stunden, 10 Minuten. Im Monat. Länger braucht sie nicht, um die Kaffeekasse zu zählen. Wie sagte sie doch so ehrlich: Wir haben keinen finanziellen Spielraum. Der muss natürlich sofort geschaffen werden, denn im Spielraum tut´s doch auch Spielgeld, oder?
Bürgermeister Jendricke hat ein neues Disziplinarverfahren zu befürchten. Wegen seines Nebenjobs: Tester der Wasserversorgung in Hotels. Dabei ist das doch nur ein Nebenprodukt seines 1. Nebenjobs: Testen, ob alle dicht halten, wenn´s nötig ist. Hier interessiert noch der Abschlussbericht und dabei konkret die Frage: Wie viel gelungene Versuche kommen auf den einen missglückten? Die NSA hat nämlich nicht nur sein Handy abgehört, sondern auch wichtige Gespräche.
Ein Tipp für alle Nordhäuser Fremdgänger: Es gibt jetzt ein Pflaster, das macht mehr Lust auf Sex. Man klebt es der Frau auf den Mund.
Im Mai sind wieder Kommunalwahlen. Die Nordhäuser FDP kommt dabei standesgemäß auf Fast Drei Prozent. Ihre hochaktuelle Homepage ist voll auf Angriff ausgerichtet. Letzte Eintragung vom 14.10.13 und demzufolge gab es viermal Blumen bei den Liberalen. Ich denke mal, die wurden geworfen und da waren die Töpfe noch dran. Getroffen wurde unter anderem der Verantwortliche für die HP.
Da gibt’s dann auch wieder den Ärger über die vielen Wahlplakate an jeder vertikalen Stange. Ich mag Politiker auf Wahlplakaten. Da sind sie tragbar, sprachlos und leicht zu entfernen.
Im Landratsamt soll ja alles umstrukturiert werden. Also demografisch. Wer in Rente geht, darf dableiben. Wiederbelebungsversuche bei Beamten werden verboten. Ein Teil der Angestellten soll nach dem Willen der Landrätin nach Leistung bezahlt werden. Warum will sie auch noch eigene Kollegen in die Armut treiben?
Zum Schluss Neues vom Spocht:
Nordhausen gewinnt in Jena, also gegen Carl Zeiss, ein Fußballpunktspiel 2:1. Vor 25 Jahren hätten die Leser hier schon bei dem Wort Fußballpunktspiel laut gelacht. Heute gibt es auch mal erfreuliche Meldungen, die wahr sind.
Die MIFA AG wollte Kreistag und Stadtrat neue Fahrräder sponsern. Einmal zur körperlicher Ertüchtigung der Abgeordneten und zum anderen damit sie schneller durch die Innenstadt, vorbei an Marktpassage, umgeben vom zarten Grün eines preiswerten Rasenteppichs, und Bürgerhaus, kommen. Leider konnte das Angebot nicht angenommen werden. Alle Räder waren mit modernen Scheiben- und Felgenbremsen ausgerüstet. Wie sollen die Abgeordneten da den Rücktritt üben?
Hast du am Ende der Rede noch Ärger,
hilft dir ein Kasten Radeberger.
(Zur Vermeidung von Schleichwerbung lesen Sie Aschermittwoch, wenn Sie noch oder doch schon wieder können, die anderen Biermarken von den Preisschildern eines Getränkemarktes ab.)
Jürgen Wiethoff
PS: Kommentare ohne Sinn und Verstand bitte nur mit Spitz- oder Klarnamen. Kommentare mit Sinn und Verstand direkt in den eigenen Papierkorb speichern.
Autor: redDem Karneval in Nordhausen fehlt ein wenig die Tradition. Manches Gerede kann aber nur aus der Bütt kommen. Deswegen hier unsere Mitschrift von Hilfsnarr Jürgen Wiethoff.
An erster Stelle müssen hier die Nordhäuser Grünen mal wieder mit einer Meldung bedacht werden. Von denen hat man so lange so gar nichts gehört. Deswegen fragt man sich: Haben denen die Vegetarier und Veganer das letzte bisschen Grün weggefressen? Diese sagen sich doch sowieso: Lieber ein Haus im Grünen, als einen Grünen im Haus.
An die zweite Stelle gehört unser Oberbürgermeister. Der kommt vor lauter Schmerzen nicht zum Regieren. Die Schuhe werden ihm immer enger. Wie sagte er doch selbst: Der Zeh merkt zuerst, wo der Schuh drückt. Vielleicht hätte er doch das Erbe seiner Vorgängerin ausschlagen sollen. Die ist nämlich eindeutig – nein, nicht in der falschen Partei – in der falschen Kirche. Wäre sie katholisch, hätte sie für das Bürgerhaus (Man hätte es natürlich Nikolai-Kirche nennen müssen. Die stand ja mal dort.) mehr als das Doppelte verpulvern können, würde jetzt beide Päpste persönlich kennen und hätte ansonsten nichts zu befürchten, denn im Ruhestand ist sie ja schon.
Die Stadt-SPD bemüht sich inzwischen um die Dienste eines Klaus Wowereit. Der soll seine Erfahrungen mit dem BER-Flughafen beim Bürgerhaus einbringen. Ewig bauen, immer fehlt noch was, fertig wird nichts und immer mal Auszeichnung der Verantwortlichen mit Vorruhestand und einer soliden Abfindung. Wenn der noch den Mehdorn mitbringt, hat Nordhausen bald nur noch den Bahnhof Nord und die Straßenbahn fährt im 8-Stunden-Takt – werktags und nur vor Einbruch der Dunkelheit.
Kämmerin Karin Spieß bekommt jetzt einen neuen Arbeitsvertrag: Kurzarbeit 10. Nicht 10 Stunden, 10 Minuten. Im Monat. Länger braucht sie nicht, um die Kaffeekasse zu zählen. Wie sagte sie doch so ehrlich: Wir haben keinen finanziellen Spielraum. Der muss natürlich sofort geschaffen werden, denn im Spielraum tut´s doch auch Spielgeld, oder?
Bürgermeister Jendricke hat ein neues Disziplinarverfahren zu befürchten. Wegen seines Nebenjobs: Tester der Wasserversorgung in Hotels. Dabei ist das doch nur ein Nebenprodukt seines 1. Nebenjobs: Testen, ob alle dicht halten, wenn´s nötig ist. Hier interessiert noch der Abschlussbericht und dabei konkret die Frage: Wie viel gelungene Versuche kommen auf den einen missglückten? Die NSA hat nämlich nicht nur sein Handy abgehört, sondern auch wichtige Gespräche.
Ein Tipp für alle Nordhäuser Fremdgänger: Es gibt jetzt ein Pflaster, das macht mehr Lust auf Sex. Man klebt es der Frau auf den Mund.
Im Mai sind wieder Kommunalwahlen. Die Nordhäuser FDP kommt dabei standesgemäß auf Fast Drei Prozent. Ihre hochaktuelle Homepage ist voll auf Angriff ausgerichtet. Letzte Eintragung vom 14.10.13 und demzufolge gab es viermal Blumen bei den Liberalen. Ich denke mal, die wurden geworfen und da waren die Töpfe noch dran. Getroffen wurde unter anderem der Verantwortliche für die HP.
Da gibt’s dann auch wieder den Ärger über die vielen Wahlplakate an jeder vertikalen Stange. Ich mag Politiker auf Wahlplakaten. Da sind sie tragbar, sprachlos und leicht zu entfernen.
Im Landratsamt soll ja alles umstrukturiert werden. Also demografisch. Wer in Rente geht, darf dableiben. Wiederbelebungsversuche bei Beamten werden verboten. Ein Teil der Angestellten soll nach dem Willen der Landrätin nach Leistung bezahlt werden. Warum will sie auch noch eigene Kollegen in die Armut treiben?
Zum Schluss Neues vom Spocht:
Nordhausen gewinnt in Jena, also gegen Carl Zeiss, ein Fußballpunktspiel 2:1. Vor 25 Jahren hätten die Leser hier schon bei dem Wort Fußballpunktspiel laut gelacht. Heute gibt es auch mal erfreuliche Meldungen, die wahr sind.
Die MIFA AG wollte Kreistag und Stadtrat neue Fahrräder sponsern. Einmal zur körperlicher Ertüchtigung der Abgeordneten und zum anderen damit sie schneller durch die Innenstadt, vorbei an Marktpassage, umgeben vom zarten Grün eines preiswerten Rasenteppichs, und Bürgerhaus, kommen. Leider konnte das Angebot nicht angenommen werden. Alle Räder waren mit modernen Scheiben- und Felgenbremsen ausgerüstet. Wie sollen die Abgeordneten da den Rücktritt üben?
Hast du am Ende der Rede noch Ärger,
hilft dir ein Kasten Radeberger.
(Zur Vermeidung von Schleichwerbung lesen Sie Aschermittwoch, wenn Sie noch oder doch schon wieder können, die anderen Biermarken von den Preisschildern eines Getränkemarktes ab.)
Jürgen Wiethoff
PS: Kommentare ohne Sinn und Verstand bitte nur mit Spitz- oder Klarnamen. Kommentare mit Sinn und Verstand direkt in den eigenen Papierkorb speichern.
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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