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Sa, 19:57 Uhr
09.11.2013

nnz-Forum: Bitte wieder abgeben

Es ist schon eigentümlich, wie schnell das geht: Noch kein Jahr ist Birgit Keller Landrätin, und trotzdem ist sie schon so weit oben und von ihren Wählern entfernt, dass sie sich einen 250 PS-starken BMW traut. Anmerkungen eines nnz-Lesers...


Ein Tritt in den Hintern aller gut gläubigen linken Wähler ist das, die doch wohl glaubten, die Linke und ihre lokalen und bundesdeutschen Köpfe würden dem ressorcenverschleudernden und außerhalb Deutschlands Armut und Elend bringenden Großkapital und wenigstens deren Premiumprodukten zumindest skeptisch gegenüber stehen.

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Wenn diese Landrätin auch nur ein ganz klein wenig Ehrgefühl und Respekt gegenüber ihrer eigenen Partei, ihren Grundwerten und Zielen behalten hat, dann sollte sie sich dieser Karosse schnellstmöglich wieder entledigen.

Andererseits: Erinnern Sie sich, wie die Deutschen einst den Status versessenenen Karl-Theodor zu Guttenberg anhimmelten? Fassaden ziehen in einem Land immer mehr, seitdem die Politik das ihr und der Wirtschaft willfährige Privatfernsehen auf unsere Gehirne losgelassen hat und in dem Autoren mit Groschenliteratur Millionär werden können.

So könnte es also gut und gerne sein, dass so mancher Bürger nun erst recht zu Birgit Keller aufschaut und an jeder weiteren ihrer aktuellen und künftigen Äußerlichkeiten mehr Anteil nimmt, als je zuvor. Sie haben richtig gelesen: Äußerlichkeiten und nicht Äußerungen.

Letztere verblassen nämlich vor dem Hintergrund von so viel Charme und Glamour. Und das ist politisch durchaus gewollt in einem Land, in dem es keine politische Diktatur gibt. - Ja, so manches Medium wollte in der Liebe der Deutschen zu Guttenberg sogar die Sehnsucht nach einem neuen König oder Kaiser erkennen können. Erinnern Sie sich? Warum also nicht auch eine kleine Königin?

Im Schatten der durch äußerliche Beliebigkeit erzeugten scheinbaren Beliebtheit werden dann wirklich wichtige Entscheidungen getroffen, solche von denen der Bürger ob Glanz und Gloria vielleicht nichts mitbekommt oder mitbekommen soll.

Schließlich ist ja weniger Platz in den Zeitungen für die wirklich wichtigen Fragen, wenn der den Klimawandel anheizender BMW einer schicken Frau die Gemüter erregt. - Und ich habe mich auch noch daran beteiligt.
Bodo Schwarzberg

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Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Harzer_jung
09.11.2013, 22:37 Uhr
Ein paar Informationen fehlen
Sicherlich in Zeiten von schmerzhaften Einsparungen an allen stellen ist ein 5er BMW als Dienstwagen ganz eindeutig ein sehr schlechtes Zeichen.

Aber in der Debatte fehlt meiner Meinung nach einige Punkte.
Der Vorgänger im Landratsamt hatte auch einen Dienstwagen, eine Mercedes E-Klasse.
(Übrigens hat Frau Keller den ja auch genutzt.)

Zum beurteilen der Debatte fehlt also was hat die E-Klasse an Kosten verursacht? Diese war ja sicherlich auch ein Leasingfahrzeug)
Wie hoch war die Leasingrate da?
Angenommen es war auch ein Leasingfahrzeug: ist der Vertrag ausgelaufen? oder wurde er vorzeitig aufgelöst? Musste bei der E-Klasse nachgezahlt werden?

Eine Vorverurteilung ist nicht Zielführend.
Wenn alle Fakten auf den Tisch kommen, dann kann man diese beurteilen.
Einen Dienstwagen für die Landrätin finde ich nicht abwegig. ob es ein 5er sein muss ist eine andere Frage. Auch ob ein Chauffeur sein muss ist durchaus ein Punkt zum Diskutieren.

Nur all das sind Punkte die mit einer offenen und Transparenten Verwaltung vermieden werden können!

Jan Richter
Artur der Engel
09.11.2013, 22:56 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Bitte nur mit Klarnamen
VGF
09.11.2013, 23:25 Uhr
Anstrengend.
Lustiger Herr Schwarzberg, bei Ihrem letzten Trip nach Asien, zum Besteigen eines wie auch immer gearteten Berges, haben Sie alleine beim Fliegen dorthin, mitgeholfen, mehr Dreck in die Luft zu blasen, als der BWM in seinem ganzen Autoleben.

Wenn Sie auch nur ein »klein wenig Ehrgefühl und Respekt gegenüber« den von Ihnen gepredigten Werten haben, dürfen Sie nie wieder in Asien auf einen Berg steigen.

Dieses scheinheilige, auf andere mit dem Finger zeigen, ist schwer zu ertragen.

Außerdem, wie viel PS wären denn legitim und wer legt das fest?. Sie? Lustig.
Chefkoch
09.11.2013, 23:59 Uhr
Bitte mehr Sachlichkeit!
Die nnz hat einen neuen Volkssport kreiert: Keller-Klatschen. Man muss Frau Keller nicht mögen. Und es ist sicherlich auch so, dass die Landrätin nicht immer ein glückliches Händchen in ihrer öffentlichen Präsentation bewiesen hat.

Aber sie als Projektionfläche für allen Politikerhass zu missbrauchen, das ist doch wohl unangebracht. So etwas sagt mehr über die Schreiber als über die Landrätin aus. Sowohl Herr Greiner als auch die Kommentatoren dürften getrost mehr Sachlichkeit in Beurteilung der Leistungen Frau Kellers bringen. So sollte man die Landrätin nicht an einer lächerlichen Dienstwagendiskussion messen, sondern z.B. am Vergleich von Anspruch in der Wahlkampfzeit und realen Ergebnissen ihrer Politik, von Aussagen im Kreistag und für die Bürger erlebbarer Verwaltungswirklichkeit.

Klaus-Uwe Koch
ein Liberaler aus Nordhausen
andreas66
10.11.2013, 09:51 Uhr
Ich ...
kann nur dem Landratsamt empfehlen, eine Gegendarstellung mit exakten und wahren Zahlen zu veröffentlichen. Es tauchte ja ein Gerücht auf, das der besagte BMW das günstigste Angebot gewesen sei. Damit nimmt man den anonymen Schreiberlingen den Wind aus den Segeln.

Einen schönen Sonntag wünscht A. Knoblauch
Pe_rle
10.11.2013, 11:18 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Bitte nur mit Klarnamen
emmerssen
10.11.2013, 14:24 Uhr
Die Sache mal von einer anderen Seite sehen!
BMW oder Mercedes günsig geleast oder nicht ist bei dieser Geschichte nicht der Stein des Anstoßes! Viel mehr stört mich hier als Otto Normalo der jeden Morgen früh um 6 am Arbeitsplatz steht, warum steht einem Landrat eines so kleinen Kreises wie NDH (bzw. dem Bürgermeister einer so kleinen Stadt wie NDH) ein Dienstwagen mit Fahrer zu??? Und das in Zeiten wo die Kassen total leer sind!Man rechne diese Ausgaben nur mal auf alle Kreise(Städte) der Bundesrepublik um!

Und gerade eine linke Landrätin,welche laut den Wahlprogrammen Ihrer Partei alles besser machen möchte als die vorher regierenden, sollte von solchen Privilegen Abstand nehmen und sich seinen Wagen selbst bezahlen so wie jeder andere Bürger!!!Ihr Gehalt, Frau Keller, sollte dafür doch locker genügen. Der artige Privilegien gehören endlich abgeschafft.

R.Meyer Hohenstein
Waldemar Ceckorr
10.11.2013, 15:15 Uhr
Um es mal mit Konrad Adenauer zu sagen,
" Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern"
passt übrigens auch zu Angie bzgl. der PKW Maut.
ente aus ndh
10.11.2013, 21:44 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Bitte nur mit Klarnamen
Harzer_jung
11.11.2013, 03:19 Uhr
der Irsinn steckt tief
Man soll also seine dienstlichen Fahrten mit dem Privatpkw erledigen? Eine tolle Idee. Da sieht man mal wie weit es die INSM gebracht hat. Alles für den Chef, immer schön dankbar sein, nicht aufmucken.
Das heißt Dienstwagen, nicht Privatwagen!

Okay den Weg von zuhause zur arbeit den fahre ich mit dem Privatpkw. Aber dienstliches unter Garantie nicht.

oder zahlt Ihnen Ihr Chef die reelen kosten pro gefahrenem Kilometer? Wenn ja okay dann kann man das machen dienst und Privatwagen in einem.

Es ist nicht die Aufgabe und nicht die Verantwortung von Personal (eine Landrätin ist auch nur Personal) für Arbeitsmittel zu Sorgen!

Jan Richter
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