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Sa, 09:59 Uhr
19.10.2013

nnz-Forum: Märchenhaftes Harztor

Wie werden freie Stellen im öffentlichen Dienst besetzt? Nach Bekanntschaft, nach Qualifikation? Mitunter versteht man diese Verwaltungswelt nicht. Auch einem Leser der nnz ging es jetzt so. Er berichtet aus der sagenhaften Märchenwelt namens "Harztor"...


Zur Vorgeschichte eines Märchens aus der Verwaltungswelt: Als es zum Zusammenschluss der beiden Orte Ilfeld und Niedersachswerfen zur Gemeinde Harztor kommen sollte, wurden umfangreiche Sparmaßnahmen beschlossen. Eine davon war die Entlassung eines Mitarbeiters des Bauhofes Niedersachswerfen. Es wurde eine ordnungsgemäße betriebsbedingte Kündigung vorgenommen und als Begründung angegeben, dass der Mitarbeiter der jüngste ist und die meisten Chancen hat, eine neue Anstellung zu finden. Das ist jetzt etwas mehr als zwei Jahre her. Das Märchen beginnt damit jedoch erst:

Im September diesen Jahres kam es zu einer öffentlichen Ausschreibung über zwei neue Stellen im Bauhof Niedersachswerfen, der nun beide Orte der Gemeinde Harztor betreuen wird mit allem was dazu gehört bis hin zum Winterdienst. Mir ist nicht bekannt, wie viele Bewerbungen hierzu eingegangen sind, weiß aber, dass vorher schon sehr viele Bewerbungen vorlagen, auch die des zuvor entlassenen Mitarbeiters.

Eine Voraussetzung für die Anstellung war der LKW-Führerschein. Wünschenswert wäre die Mitgliedschaft in einer der beiden Freiwilligen Feuerwehren sowie ein Rettungsschwimmerschein, aber keine Bedingung.

Am 14. Oktober wurden nun vier Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch geladen, unter anderem auch der Sohn des Ortsteilbürgermeisters von Niedersachswerfen sowie der Ortsbrandmeister von Ilfeld, dem im Vorfeld der LKW Führerschein von der Gemeinde bezahlt worden sein soll.

Das Vorstellungsgespräch fand vor dem Hauptausschuss der Gemeinde Harztor statt, in dem natürlich auch der Bürgermeister und ehemalige Feuerwehr Chef von Niedersachswerfen anwesend war. Durch einen weiteren „dummen Zufall“ soll der Sohn des Bürgermeisters auch schon einen Rettungsschwimmerschein haben, obwohl dieser Bestandteil der Ausschreibung doch erst seit rund einem Monat bekannt ist. Das Vorstellungsgespräch dauerte etwa drei Minuten.

Wie es schon voraus zu sehen war, bekamen der Sohn des Bürgermeisters und der Brandmeister aus Ilfeld die Zusagen für die Stellen. Beide sollen vorher einen festen Job gehabt haben, einer sei sogar schon rund zwei Wochen vor dem Vorstellungsgespräch gekündigt worden, obwohl ja eigentlich noch nichts sicher war.

Die Gemeinde möchte sparen und hatte die Möglichkeit Mitarbeiter mit Fördermitteln einzustellen. Selbst die Option den damals entlassenen Mitarbeiter, der auch voll förderungsfähig gewesen wäre und wusste, was auf ihn zukommt, wurde ausgelassen. Mir als Märchenerzähler stellt sich nun die Frage, sieht das alles nach „Vetternwirtschaft“ aus, die es ja auch im realen Leben geben soll?
D. R., der vollständige Name ist der Redaktion bekannt
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Bommel39
19.10.2013, 11:26 Uhr
Harztor live
Sehr gut, dies an die Öffentlichkeit zu bringen, DR!

Schicken Sie das Schreiben an die Kommunalaufsicht Nordhausen und die Angelegenheit wird hoffentlich überprüft.
runkel-ete
19.10.2013, 11:45 Uhr
ganz normal im öffentlichen Dienst
Diese Schilderung stellt die ganz normale Routine bei Besetzungen von Traum-Arbeitsplätzen in Ämtern, Verwaltungen und Behörden dar. Aus eigener mehrfacher Erfahrung ist dies die Standard-Vorgehensweise bei der Vergabe dieser an Bezahlung, Arbeitszeit, Urlaub und sonstigen Vergünstigungen nicht zu übertreffenden Arbeitsplätzen.

Diese "Institutionen" sind dazu verpflichtet solche neuen Stellen in der Presse und im Internet ausgiebig auszuschreiben obwohl jede dieser Stellen bereits lange, lange im Voraus an Freunde, Bekannte und Familienmitglieder vergeben und versprochen sind. Ein gut gemeinter Rat an alle Arbeitssuchenden: bitte derartige Stellenausschreibungen ignorieren auch wenn die doppelte Bezahlung bei weniger Arbeitszeit und mehr Urlaub im Vergleich zu ähnlichen Stellen die nicht im öffentlichen Dienst sind sehr verlockend klingt aber ihr erspart euch damit die Enttäuschung und das Unverständnis wenn ihr dann seht was für eine "Fachkraft" (die auch noch Familienmitglied/Freund/guter Bekannter eines Vorsitzenden der "Institution" ist) dann die Stelle doch bekommen hat...
rapunzel
19.10.2013, 11:51 Uhr
Purer Trotz!
Sehr geehrter Herr R. Ihrem Märchen ist zu entnehmen, dass speziell SIE auf ein anderes Ergebnis aus waren! Aus welchen Gründen auch immer sie dieses Ziel nicht erreicht haben, ist relativ egal. Diese werden sich wahrscheinlich in der Vorgeschichte ihres Märchens wiederfinden! Und keiner wird sie besser kennen als sie!
Es tut mir leid, das ausgerechnet sie, als ehemaliger Mitarbeiter, nicht berücksichtigt wurden!
-Insider-
19.10.2013, 12:17 Uhr
im
öffentlichen dienst von einer traumhaften bezahlung zu sprechen ist schon recht skurill....passt aber zur neiddebatte in deutschland.

ps. jeder ist seines glückes schmied - viele sind dafür aber einfach zu bequem ;)
Mikusch
19.10.2013, 13:23 Uhr
"vetternwirtschaft"
Ich finde es gut, dass jemand den Mut hat, diese dubiosen Vorgehensweisen anzusprechen. Es ist eben unbequem, wenn die Wahrheit ans Licht kommt.Dieses Beispiel ist doch kein Einzelfall - es setzt sich fort bis in höhere Kreise.
Angesichts der klammen Kassen in der Gemeinde wäre es doch angebracht gewesen, Arbeitssuchende einzustellen, vor allem um diesem Personenkreis auch wieder einmal eine Chance zu geben. Das wäre doch gerechter gewesen als 2 Personen einzustellen, die beide einen festen Job hatten.

DR wünsche ich alles Gute bei der weiteren Arbeitssuche - es gibt vielleicht auch noch irgendwo Gerechtigkeiten in diesem Staat.
pumpnC
19.10.2013, 13:24 Uhr
Der..
ganz normale Wahnsinn. Menschen in Machpositionen nutzen immer wieder ihre zu Vetfügung stehenden Mittel um besagte macht auch eindrucksvoll zu demonstrieren. Gerade im öffentlichen Dienst ist diese Vetternwirtschaft etwas zutiefst wiederliches.

Aber anstatt Menschen, ohne Arbeit wieder eine Chance auf Beschäftigung zu geben, werden Verwandte und Bekannte die Bereits im Arbeitsleben stehen in Traumjobs gehievt. Hier sieht man am besten wie es um die Sozialkompetenz von Hobbybürgermeistern und Möchtegernpolitikern bestellt ist.

Wäre wirklich ein Fall für die Kommunalaufsicht, aber auch die besteht ja mehr oder weniger aus Personen die der Vetternwirtschaft nicht abgeneigt sind.
Zukunft
19.10.2013, 15:37 Uhr
Machtlos
Gegen über derartigen Machenschaften gibt es kein Mittel. Keine Beschwerdestelle. Die sitzen alle in einem Boot. Auf dieses Boot können nur solche Leute, die der Macht nahe stehen oder die vorher das selbststaendige Denken aufgegeben haben. Sonst haelt man das nicht aus. Nicht um sonst nehmen psychische Krankheiten zu. Tendenz weiter steigend......
lumpi22
19.10.2013, 18:29 Uhr
Vetternwirtschaft gibt es immer wieder!
Sehr gut, soetwas mal wieder zu hören und es scheint besonders im öffentlichen Dienst und bei den Parteien so übelich zu sein, dass man lieber einen Bekannten bzw. Verwandten einstellt, als einen Anderen. Hier ist es nur doppelt tragisch für den jungen Mann, der scheinbar noch immer keinen Job gefunden hatte, als er vor zwei Jahren aufgrund von Sparmaßnahmen entlassen wurde. So geht eben Vetternwirtschaft und leider wird gegen diese kaum Einhalt geboten.
Man denke nur an die Parteien, die Ihre engsten Angehörigen beschäftigten und es vor nicht so langer Zeit in Bayern bei der CSU endlich mal rauskam und gehamdelt wurde...
Hier im kleinen Harztor wird dieses Märchen aber leider sicher kein Nachspiel haben, schade für den jungen Mann, der leider nie eine Chance hatte, diese Stelle zu bekommen.
Rieke
19.10.2013, 22:35 Uhr
Vetternwirtschaft
Vielleicht ist eine Option: "Einheiraten".
Es ist traurig, dass solche Dinge geschehen.
Alle wissen es, aber keiner sagt einen Piep.
Warum eigentlich? Sind wir zu schwerfällig?
hasis
20.10.2013, 00:14 Uhr
Falscher Ansprechpartner
Diese Angelegenheit würde ich nicht an die Kommunalaufsicht schicken - auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde hat keinen Sinn (ist mir aus eigener Erfahrung bekannt) sondern gleich an den Petitionsausschuss der Landesregierung. Die Gründe sind von einigen Vorrednern hinreichend dargelegt worden.
Harztor ist bei einer "Politik" angelangt, die nichts mehr von den eigentlichen Vorhaben spüren lässt.
Gib einem Menschen Macht in die Hand und er míssbraucht sie.
montgomerie
21.10.2013, 07:29 Uhr
@ Rapunzel
Sehr geehrte "Frau Rapunzel"
...Ja speziell Ich hätte ein anderes Ergebnis erwartet. Nein die Gründe sind NICHT egal!! Zu meiner Vorgeschichte scheinen Sie ja nicht allzuviel zu wissen,
Denn ich habe 4,5 Jahre in der Gemeinde Niedersachswerfen gezeigt das ich gewillt bin den Ort etwas schöner zu gestalten,natürlich nicht allein.

Und ja ich bin jeden Winter in dieser Zeit um 3:30 Uhr aufgestanden um für die Bürger die Straßen vom Schnee zu beräumen
,und ja ich hatte auch fast jedes Jahr zu Weihnachten und Silvester Bereitschaft und ich zeige Ihnen auch gern noch ganz andere Dinge, Die Sie wahrscheinlich garnicht für voll genommen haben, an denen ich beteiligt war.

Mit Trotz hat das hier nichts zu tun das hab. Ich weiß was ich kann und unser ehemaliger Bürgermeister wußte es zu schätzen. Unter Ihrem Aufsatz hätte damals gestanden "Thema verfehlt".
clara1
21.10.2013, 12:12 Uhr
Vetternwirtschft
Verwandte oder Bekannte im öffentlichen Dienst einzustellen, gehört leider zum Alltag. Wenn allerdings der eigene Sohn des Ortsteilbürgermeisters die ausgeschriebene Stelle bekommt,ist das schon ein Hohn an die Bürger von Harztor,welche sich auf die Stelle beworben haben. Zumal die für den Bauhof eingestellten Männer in Arbeit standen und deshalb nicht vom Arbeitsamt gefördert werden. Hartor scheint ja doch nicht so Pleite zu sein, wenn auf geförderte Arbeit verzichtet wird. Das der Bürgermeister zu den Einstellung sein Ok gegeben hat, ist eigentlich kaum zu glauben.
Klante
21.10.2013, 16:24 Uhr
Harztor
Ich möchte hiermit die Gelegenheit nutzen, aus Gründen der Objektivität einige Aspekte zur Ausschreibung der im Bauhof zu besetzenden Stellen erklären:

Die Stellenausschreibung wurde ortsüblich an den Verkündungstafeln der Gemeinde Harztor in der Zeit vom 16.08. bis 30.09.2013 bekannt gemacht. Zusätzlich war die Ausschreibung auf der Internetseite der Gemeinde Harztor und der Bundesagentur für Arbeit einsehbar.

In dem Zeitraum gingen 21 Bewerbungen ein. Bis dahin lagen der Gemeinde schon 13 Bewerbungen vor, die ebenfalls mit berücksichtigt wurden.
Gemäß § 29 Abs. 3 der Thüringer Kommunalordnung kann der Bürgermeister in alleiniger Entscheidung Einstellungen sowie Entlassungen von Angestellten vornehmen. Aus Gründen der Transparenz und Objektivität wurden die geeigneten Bewerber nach einer Vorauswahl zum Vorstellungsgespräch in den Hauptausschuss der Gemeinde Harztor eingeladen. Nach ausführlicher Beratung über Eignung der Bewerber und die Erfüllung der vorgegebenen Kriterien entschied sich der Hauptausschuss einstimmig für die Einstellung von 2 Bewerbern.

Hierbei wurden sachlich die Kriterien, wie z. B. Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr, beurteilt. Weder die Bevorzugung von Bewerbern durch eine Förderfähigkeit noch der Verwandtschaftsgrad spielten dabei eine Rolle. Brandschutz ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Es wird immer schwieriger, tagsüber die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr abzudecken. Von den insgesamt 34 Bewerbern waren nur 4 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Harztor, die bereits seit Jahren ihre Freizeit für die Sicherheit der Bürger opfern. Dieses und die anderen Kriterien führten letztlich zu dem Abwägungsprozess.

In den kommenden Jahren wird es für Gemeinden immer komplizierter ihre Aufgaben zu erfüllen, so dass der Mitarbeiter eines Bauhofes zukünftig ein breites Spektrum an Aufgaben abdecken muss.
hasis
21.10.2013, 20:13 Uhr
Stellenausschreibung: Feuerwehr- oder Bauhofmitarbeiter?
Sehr geehrter Herr Klante, Sie und die UWL sind gewählt worden - auch von mir, weil genau Ihr Programm eine "Wende" in der Politik und einen Neuanfang für die junge Gemeinde bringen sollte. Eigentlich müssten Sie mit dem "kriminalistischen" Gespür merken, das die Bürger doch nicht nur "dumme" Wähler sind.

Wurde denn eigentlich eine Stelle für die "Feuerwehr" ausgeschrieben oder eine Stelle für den Bauhof?

Übrigens haben 2 der 4 Bewerber (von 34), denen die Möglichkeit eines Vorstellungsgspräches eingeräumt wurde, vorsichtshalber vor dem Bewerbungsgespäch ihre bisherigen Arbeitsstellen gekündigt.(!!!) Um die Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft im Brandfall mußte man sich keine Sorgen machen, denn beide künftigen Mitarbeiter des Bauhofes waren in Unternehmen in Harztor angestellt. Objektivität und Transparenz sind 2 Begriffe, die sich in Ihrer Rechtfertigung nicht widerspiegeln.
Schade und traurig
Harzerin23
22.10.2013, 01:46 Uhr
RICHTIG,
ich stimme Herrn Klante zu.
hasis
22.10.2013, 09:32 Uhr
Beleidigung der Bauhofmitarbeiter
Harzerin23, was finden Sie richtig und wofür geben Sie Herrn Klante Ihre Zustimmung?
Bei den angeführten Prinzipien wird die Zugehörigkeit zur Feuerwehr als einzigstes Prinziep erwähnt. Eine fachliche Kompetenz (Hebebühnenschein, Giftschein, berufliche Vorkenntnisse)für die Einstellung werden nicht verlangt. Für mich ist das eine Beleidigung der bereits tätigen Mitarbeiter des Bauhofes. Du brauchst nichts zu können, Hauptsache Du bis in der Feuerwehr. Hallo, so geht es doch wohl nicht.
Mikusch
22.10.2013, 09:37 Uhr
Sehr geehrter Herr Klante
Aus Ihrer Sicht mögen Sie vielleicht alles richtig gemacht haben. Trotzdem ergeben sich aus IhrenDarlegungen einige Ungereimtheiten. Wenn das Hauptaugenmerk auf die Mitgliedschaft in der FF gelegt wurde, frage ich mich, warum nicht die anderen noch verbleibendenBewerber diese Stelle bekommen haben. (Sie schreiben es wären 4).Vielleicht wäre der eine oder andere auch bereit gewesen, Mitglied in der FF zu werden.

Die Vorladung vor dem Hauptausschuss war doch nur noch eine Formsache.Da standen doch die Beiden schon fest. In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage nach der einstimmigen Wahl des Gremiums. Einstimmig b edeutet doch in diesem Fall, dass der Ortsbürgermeister seinen eigenen Sohn gewählt hat! Äußerst merkwürdiges Abstimmverhalten!Sie führen doch selbst aus, dass sie allein über Personalfragen entscheiden. Warum habenSie dann so entschieden, wie sie entschieden haben?
Noch ein Hinweis zu Ihrer Ausschreibung auf der homepage vielleicht bin ich zu blöd, aber erst nach mehreren clicks bin ich auf diese Anzeige gestoßen. Die Aktualität dieser Seite läßt übrigens sehr zu wünschen übrig.

Dem jungen Mann empfehle ich auch weiter zu gehen, wie es die Vorkommentatoren bereits empfohlen haben. Viel Glück dabei!
Oh schönes Harztor, wo sind wir nur hingeraten, Ärger, Unzufriedenheit, saftige Steuererhöhungen - was steht uns noch alles bevor???
DoctorS
22.10.2013, 11:26 Uhr
und immer wieder...
... bellen die betroffenen Hunde.
Es ist schon interessant wie sich Herr Klante hier rechtfertigt. Dennoch ist es ein trauriges Armutszeugnis, wenn fachliche Kompetenz, Fähigkeiten und Berufserfahrung weichen müssen und ledigich die Mitgliedschaft in einer FF erforderlich ist.

Okay, den Rettungsschwimmer wollen wir mal nicht unterschlagen. Aber haben wir nicht etwas vergessen? Was ist mit Angelschein, Haarfarbe und Konfektionsgröße? Damit hätten Sie sich durchaus die 4 weiteren Bewerber und somit einiges an bürokratischem Aufwand ersparen können. Einfach mal für die nächste Stellenausschreibung merken.

Haben Sie nicht noch eine ältere Tante, welche an einem Klöppelkurs teilgenommen hat und einen neuen Job sucht?
montgomerie
22.10.2013, 19:43 Uhr
Harztor
Meinen Größten Dank an alle die hier kommentiert haben und das noch tun. Habe ja hier nur mein "denken" geschrieben und bin froh das ich nicht allein so denke.

@hasis :Sie sprechen mir aus der Seele...

@Harzerin23 :was ist RICHTIG und bei was stimmen Sie zu...

@DoctorS : Schöner kann man es nicht schreiben..

Nochmals Vielen Dank
B.A. aus N.
22.10.2013, 20:48 Uhr
@hasis
Ihre Aussage “man muss nichts können, nur bei der FF sein” ist ja wohl unter aller Kanone. Dann sollten sie mal hoffen, dass nicht irgendwann ihr Haus/Wohnunng in Flammen steht und dann nur Männer und Frauen im Einsatz sind, die nichts können. Wenn denn überhaupt gerade Kameraden verfügbar sind.

Ich find es schon wichtig, diesen Aspekt in die Bewerbungskriterien für die Stelle eines (Gemeinde)bauhofmitarbeiters einbezogen zu haben.
Suse
23.10.2013, 07:52 Uhr
Vetternwirtschaft gibt es wohl überall
auch in der Gemeinde Werther,da war auch die Stelle eines Gemeindearbeiters ausgeschrieben.Viele Befähigungen wurden in der Ausschreibung verlangt. Es gab auch sicher zahlreiche Bewerbungen von Bürgern,die diese Kriterien gut erfüllten. Wer wurde aber eingestellt?

Traurig,dass es noch nicht einmal eine Absage an alle anderen Bewerber gab,die auch nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurden. Chancengleichheit? Wohl eher nicht. Qualifikationen zählen nicht viel,man braucht Beziehungen ,mehr denn je!
Mermaid
23.10.2013, 08:26 Uhr
Stellenbesetzungsposse
Mich wundert nichts mehr in und um Nordhausen. Ein Jahr lang habe ich (Berufsausbildung und abgeschlossenes Studium + Führungserfahrung) versucht in meiner alten Heimat beruflich Fuß zu fassen. Nun arbeite ich (wieder)in einem anderen Bundesland.
Woanders scheint man auf Qualifikation wert zu legen. Schade für meine alte Heimat. Auch wenn ich mich hier sehr wohl fühle - ich wäre gern zu Hause geblieben. Viel Erfolg all denen, die es weiterhin versuchen und darauf vertrauen, dass der Sumpf versiegt ist...meine kühnsten Träume wurden leider übertroffen. Den Klüngel hatte ich unterschätzt.
runkel-ete
23.10.2013, 10:17 Uhr
@Mermaid - genau auf den Punkt gebracht
@Mermaid, Vielen Dank für Ihren Kommentar welchem ich mich 110%-ig anschließen möchte. Meine Vita ist mit Ihren Angaben vergleichbar zuzüglich 20 Jahre Berufserfahrung. Was ich hier in und um Nordhausen bei einer früheren Jobsuche erlebt habe spottet jeglicher Beschreibung. Nach unzähligen professionellen Bewerbungen auf so ziemlich fast jeden x-beliebigen Job auf welchen ich mir eine Chance ausgemalt hätte (auch zahlreiche Bewerbungen wie hier geschildert in Ämtern, Verwaltungen, Behörden, Genossenschaften usw.) ist das Resultat erschütternd und frustrierend.

Bei max. 1/3 der Arbeitgeber bekommt man erst auf Nachfrage eine Auskunft zum Stand der Bewerbung bzw. eine Absage zurückgesandt. Und auf ein interessenhalberes Nachforschen welcher Bewerber den Job in einem der Ämter, Verwaltungen, Behörden, Genossenschaften usw. bekommen hat (wobei ich bezweifle das diese Person überhaupt eine Bewerbung/Vorstellungsgespräch dort machen musste) war das Resultat (nichts gegen die jeweilige Person!) für mich mit meinen Kenntnissen, Fähigkeiten und meiner Arbeits- und Leistungswilligkeit einfach nur ein Schlag ins Gesicht.
T.Gruber
23.10.2013, 12:30 Uhr
Konkurrentenklage
Wie alle öffentlichen Vergaben unterliegen auch Stellenausschreibungen des öffentlichen Dienstes gewissen Vergaberegeln, die es einzuhalten gilt.

Sofern sich jemand im Rahmen des Auswahlverfahrens also ungerecht behandelt fühlt, weil er fälschlicherweise vom Vergabeverfahren ausgeschlossen wurde, kann man eine Konkurrentenklage beim zuständigen Verwaltungsgericht einlegen, welches das Verfahren überprüft. Sollte das Gericht feststellen, dass im Verfahren Fehler gemacht wurden, so kann das Gericht anordnen, dass ein neues Vergabeverfahren durchgeführt werden muss.
Suse
23.10.2013, 12:31 Uhr
@Bommel 39-vergebliche Mühe
wird ein Schreiben an die Kommunalaufsicht sein. Ich kann mich an keinen einzigen Fall erinnern,dass die Kommunalaufsicht gegen einen Wahlbeamten entschieden hat. Wie heißt es so schön: "eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!" Es ist so, leider...
Suse
23.10.2013, 12:39 Uhr
@ T. Gruber-theoretisch kann man das schon
aber es wird einem außer Aufregung und Ärger nichts bringen. Mühlen des Gesetzes mahlen langsam und die Verklagten können ganz bestimmt beweisen,dass sie richtig entschieden haben.
roni
23.10.2013, 14:04 Uhr
leider
muß ich Suse aus eigener Erfahrung recht geben. Aber es ist wichtig, dass wir uns nicht alles gefallen lassen und es zumindest an die Öffentlichkeit bringen und uns dagegen wehren.
philipp
24.10.2013, 14:01 Uhr
Ja Märchen passt zu diesem Artikel
Ich verstehe die Aufregung nicht.Zum ersten sollte der Märchenerzähler nochmal zurück denken, wie er damals in den Bauhof gekommen ist und warum er deshalb als erstes gehen musste.Desweiteren sollte man bedenken,dass diese Kündigung mehr als 2 Jahre zurück liegt.Ich meine darf der Bauhof jetzt nie wieder jemanden einstellen nur weil du gekündigt wurdest?Und wenn deine Bewerbung vorlag werden Sie schon ihre Gründe gehabt haben,dich nicht wieder einzustellen.Es war eine saubere Ausschreibung mit allem drum und dran.Zumindest für den Ortsbrandmeister.Was den Junior angeht,bitte ich an deine Vernunft zu appellieren.Wenn du eine gute Stelle in einem gutem Unternehmen hättest,würdest du dann nicht auch versuchen dein Kind mit in das Unternehmen zu bekommen?Ich jedenfalls schon und wer ehrlich zu sich ist auch.Also trage es wie ein Mann und hacke nicht auf die Leute rum,denn du würdest diese Chance genauso nutzen.
Grüße
p.z.
clara1
24.10.2013, 17:35 Uhr
Zukunft Harztor
Was hatten denn die anderen 4 Bewerber beruflich vorzuweise? Nach meinen informationen ist der eine von beiden gelernter Koch.Sollte das stimmen, dann ist Vetternwirtschaft, mehr al eindeutig. Ich dachte immer man muss auch gewisse Bau Kentnisse vorzeigen können, wie Pflasterarbeiten und bauliche Ausbesserungsarbeiten.
rapunzel
24.10.2013, 20:16 Uhr
Koch???
Ein Koch??? Jetzt wird's langsam wirklich lächerlich... Vielleicht sollte man an dieser Stelle wirklich das Märchenbuch schließen und sich auf einer anderen Ebene begegnen!!!
Friedrich
24.10.2013, 20:51 Uhr
Markt-Vetternwirtschaft Harztor
....nun wäre der Verwaltungskopf sowie der Bauhof ein der Marktwirtschaft oder des Wettbewerbs ausgesetztes Unternehmen würde warscheinlich die Insolvenz unausweichlich sein. Welcher Unternehmer kann schon Personalfragen entscheiden ohne darauf zu achten für das ohne hin schon knappe Geld so viel wie möglich Leistung als Gegenwert zu erhalten. Das setzt natürlich voraus das ich für anstehende Arbeiten auch gut Qualifizierte Leute bekomme. Was liegt näher als für einen Bauhof Handwerker oder Erfahrene Leute einzustellen .Ob Feuerwehr oder Rettungsschwimmer ,zur Ausführung von Baureparaturen oder mit einem Schneepflug durch die Gassen zu fahren gehört mehr als ............?

Natürlich riecht das nach Vetternwirtschaft ,leider ist es so das diese Leute die dafür die Entscheidungsgewalt haben in keiner Weise nach wirtschaftlichen Grundlagen arbeiten müssen.

Was jede Hausfrau machen muss .
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die Diskussion ist beendet - die Redaktion
Lotte30
24.10.2013, 21:19 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Die Diskussion ist beendet
montgomerie
24.10.2013, 21:54 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Die Diskussion ist beendet
hasis
24.10.2013, 22:30 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Die Diskussion ist beendet
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