Forum nach dem Stadtrat
Morgen werden die Nordhäuser Piraten wieder die Stadtratssitzung im Bürgersaal um 16:00 Uhr besuchen. Danach soll die Sitzung in entspannter Atmosphäre in der Pizzeria Ristorante Italia ausgewertet werden...
Insbesondere die Vorgänge um die Namensgebung der Kulturbibliothek sollen näher beleuchtet und darüber diskutiert werden, ob diese Art der selbstherrlichen Vorgehensweise noch in unsere heutige Zeit passt. Als Befürworter von Volksentscheiden sind die PIRATEN Nordhausen überzeugt, dass es mittlerweile bessere Wege gibt, die Bevölkerung an den Entscheidungsfindungen teilhaben zu lassen.
Zu diesem kommunalpolitischen Stammtisch sind alle interessierten Bürger herzlich eingeladen, mitzudiskutieren und die PIRATEN näher kennen zu lernen.
Autor: red
Kommentare
Alex Gösel
14.10.2013, 20:16 Uhr
Nicht der Name Bürgerhaus stört, sondern die Kosten
Sicher, so ganz zufrieden bin ich mit dem Namen "Bürgerhaus" auch nicht, aber: Wenn ich Heiraten möchte, gehe ich doch nicht ins Rathaus, sondern aufs Standesamt,
Wenn ich über die Heimat forschen möchte, gehe ich auch nicht ins Rathaus, sondern ins Stadtarchiv, Wenn ich einen neuen BPA benötige, gehe ich auch nicht ins Rathaus, sondern zum Bürgeramt / Bürgerservice.
Merken unsere PIRATEN etwas? Nur die "Hülle" heißt Bürgerhaus, alles andere heißt dort anders! (z.B. Stadtbibliothek "R.-Hagelstange", Lese-Cafe,...)
Was jedoch stört, werte PIRATEN, ist, dass das Bürgerhaus über 80 Jahre hinweg abgeschrieben werden muss, ein Kredit, den KEIN Privatmensch dieser Welt bekommen würde. (siehe dazu: http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=134912) Ich frage mich, wie kann der Stadtrat sowas gegenüber unseren Nachkommen verantworten? Aber wie heißt es doch so schön: "Nach uns die Sintflut!"
PIRATEN, denkt bitte mal über sinnvolle, langfristige Themen nach, dann werdens bestimmt auch mehr als 2%!
H.A.
15.10.2013, 11:30 Uhr
Es geht "nicht nur" um den Namen..
Anscheinend hast du immer noch nicht verstanden worum es uns geht.
Natürlich hast du Recht mit den Kosten und wir sind die letzten die das gut finden. Allerdings ist Steuerverschwendung leider immer noch nicht strafbar in Deutschland und so kann man die Verantwortlichen im Nachhinein nicht belangen, sondern wir müssen das Beste daraus machen.
Es geht uns um die Art wie solche Projekte beschlossen werden, die Methode der von oben herab Entscheidungen müssen endlich aufhören. Insbesondere der Vorfall der Namensgebung wo wissentlich nicht auf die Wünsche der Bevölkerung eingegangen wurde zeigt das manche Damen und Herren sehr abgehoben und selbstherrlich agieren.
So etwas muss sich in Zukunft verändern denn so kann man keine Politik mehr machen, und ja dazu gehört dann auch ein transparentes informieren über etwaige (Folge)Kosten. Allerdings bringt es keinen weiter wenn wir jetzt monatelang auf dem Finanziellen rumhacken das kein Mensch mehr ändern kann. Sicherlich sollte man solche Vorfälle nicht einfach vergessen und sich bei dem nächsten Projekt (und der nächsten Wahl) in Erinnerung rufen.
Leider hat die Bevölkerung bei so etwas immer ein kurzes Gedächtnis und manchmal glaube ich das so etwas von den Oberen mit einkalkuliert wird.
Es geht uns generell um Mitbestimmung und Transparenz, damit in Zukunft solche Projekte auf eine breite Demokratische Basis gestellt werden können. Auch wenn manche Projekte aufgrund der Kosten nicht mehr realisiert werden können weil es eventuell zu viele gibt das als nicht Sinnvoll erachten.
Allerdings würde dadurch auch die Gefahr das einige sich Denkmäler ohne Rücksicht auf die Kosten realisieren können nur weil sie ihrem Ego schmeicheln wollen minimiert werden.
Was auch aufhören muss ist das Denken in Legislaturperioden und Haushaltsjahren. Hauptsache in der jetzigen Periode sind die Finanzen ausgeglichen alles andere Interessiert nicht, selbst wenn man dadurch die Kosten auf Jahrzehnte hin auf seine Nachfolger und Kinder abwälzt. Anscheinend denken immer noch zu viele Politiker Was interessiert es mich? Ich muss mich ja dann nicht mehr damit rumärgern.
Demzufolge ist auch dein Zitat Nach uns die Sintflut an dieser Stelle vollkommen korrekt.
Natürlich müsste man damit auch leben das Volkes Wille nicht immer den persönlichen Ansichten und Vorlieben entspricht. Das wäre aber ein Risiko das ich gerne eingehen würde.
Alex Gösel
15.10.2013, 13:03 Uhr
Antwort auf H.A.
Ersteinmal möchte ich aus der Pressemitteilung der PIRATEN zitieren: "die Vorgänge um die Namensgebung der Kulturbibliothek sollen näher beleuchtet und darüber diskutiert werden"
Normalerweise bräuchte ich doch jetzt nichts weiter zu schreiben, oder?
Lies mal richtig: ich bin auch nicht zufrieden, wie das ganze gelaufen ist, aber sollte man es lieber, wie der "Rinke-Clan" es möchte "Nicolai-Forum" oder gar "Nicolai in Foro" nennen? DANN wäre es wieder einmal ganz klar ein Denkmal für eine bestimmte Person/Personengruppe. Auch wenn jetzt mit dem Namen "Bürgerhaus" sich wieder eine andere Gruppe ein Denkmal setzen möchte, habe ich doch eher mit der 80jährigen Abschreibung ein Problem. Der Name für ein Gebäude ist doch total zweitrangig! Meinetwegen könnten unsere Stadtoberen das ganze auch "Dixie-Klo" nennen, dieses aber nur als ironischer Einwurf!
Leider durchblicken dies die PIRATEN nicht!
Zudem muss ich dir auch mitteilen, dass der Name der Nicolaikirche ja auf die ein oder andere Art doch verankert werden soll bzw. ist, nämlich als postalische Adresse "Nicolaiplatz".
Dennoch gebe ich dir in einem Punkt Recht, lieber Christian Hasselbach: Mehr Bürgerbeteiligung kann nicht schaden!
Aber wie du schon selber geschrieben hast, hat die Bevölkerung bei soetwas ein kurzes Gedächtnis. Allerdings möchte ich mal einen unfehlbaren PIRATEN sehen!
Wer ist jetzt also Arroganter?
H.A.
15.10.2013, 14:27 Uhr
Namensgebung
Also Nochmal für dich: "Es geht um die Art der Festlegung" insofern sind wir uns da einig das der Name selber da zweitrangig ist. Welchen ich zb. persönlich präferiere habe ich noch nicht einmal erwähnt.
Es geht um die grundsätzliche Methode wie Politik gemacht wird mit der wir nicht einverstanden sind. Die Namensgebung ist nur ein kleiner (aber aktueller) Teil davon.
Und wer hat in welchem Umfang was von "unfehlbaren" Leuten gesagt? Niemand ist unfehlbar, und das ist ein Fakt den keiner abstreitet.
Übrigens ist Kritik zwar immer gut, allerdings ist sie ohne Taten meist wirkungslos. Wir sind eine Mitmach Partei, also kannst du dich gerne in deinem Sinne einbringen. Sinnlose Hass-getriebene Kritik die darauf schließen lässt das nur irgendwas nicht in deinem Sinne gelaufen ist bist bringt dich und uns nicht weiter.
P.S
Achja und nur weil ich nicht überall meine Persönlichen Daten in dicken Lettern hinterlasse heißt das weder das ich Anonym unterwegs bin (alle die es interessiert kennen meinen Nick) noch das ich Angst habe meine Meinung öffentlich zu sagen.
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