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Fr, 07:10 Uhr
11.10.2013

Das gab es im Harz noch nie

Die Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz" schaut sich die neuen Fahrpläne der Region immer ganz genau an. Beim Fahrplan der HSB gibt einen Kommentar der Eisenbahnfreunde: Das gab es im Harz noch nie...


Der Winterfahrplan der HSB tritt am 4. November in Kraft. Kunden der Brocken-, vor allem aber der Harzquer- und der Selketalbahn sollten sich jedoch auf mehrere unterschiedliche Betriebsphasen einstellen, denn die HSB beginnen den Winter mit einem deutlich reduzierten Angebot zum Brocken und mit einer völligen Betriebsruhe auf der Selketalbahn sowie auf dem Abschnitt Ilfeld – Drei Annen Hohne der Harzquerbahn. Das gab es im Harz noch nie.

Auf der Brockenbahn gilt vom 4.11. bis zum 29.11. ein eingeschränkter Fahrplan mit 4 Zugpaaren zwischen Wernigerode und dem Brocken und 2 Zugpaaren zwischen Drei Annen Hohne und dem Brocken. Ab 30.11. gilt dann der Regelfahrplan, in den ab dem 21.12. wie in jedem Jahr zusätzliche Züge in den Weihnachts- und Winterferien eingebaut werden. Ab Anfang April fahren dann grundsätzlich wieder mehr Züge auf den Brocken und zurück.

Auf der Selketalbahn und ihren Ablegern nach Hasselfelde und Harzgerode fährt vom 4.11. bis 29.11. gar kein Zug. 25 Tage völlige Betriebsruhe hat man diesem Netzteil verordnet. Danach gibt es bis zum 20.12. ein bis auf die Adventswochenenden stark eingeschränktes Angebot ohne Dampfbetrieb. Am 21.12. tritt dann der Regelfahrplan in Kraft, der allerdings mit nur einer Dampflokomotive und entsprechend vermehrtem Triebwageneinsatz operiert.

Auf der eigentlichen Harzquerbahn bewegt sich zwischen Ilfeld Neanderklinik und Drei Annen Hohne vom 4.11. bis zum 30.11. ebenfalls nicht ein einziges Rad. Lediglich der mit der Straßenbahn gemischte Vorortverkehr zwischen Nordhausen und Ilfeld wird aufrechterhalten, aber auch hier fallen einige Triebwagenfahrten aus.

„Die Einschnitte sind erheblich. Dass außerhalb der Brockenbahn und des als ÖPNV geltenden Vorortverkehrs von Nordhausen fast einen Monat lang überhaupt nichts fährt, sagt einiges über den finanziellen Status eines Herzstücks des Harzer Tourismus aus. Es muss wohl massiv gespart werden. Der Südharz bleibt etliche Wochen lang völlig vom Brocken abgehängt – das wird die Nordhäuser Landrätin sicher wenig erfreuen. Stabile Transportmöglichkeiten quer über den Harz bieten in diesem Zeitraum die Linienbusse, welche ihr Angebot harzüberquerender Linien wie Walkenried – Bad Harzburg, Walkenried – Braunlage - Wernigerode, Nordhausen – Benneckenstein – Wernigerode oder Stolberg – Hasselfelde – Wernigerode auch in dieser Zeit aufrecht erhalten.

Natürlich ist der November aus touristischer Sicht ein eher schwacher Monat, aber dann nicht einen einzigen Zug über den Harz fahren zu lassen, ist aus unserer Sicht schon heftig“ kommentiert Michael Reinboth die jetzt veröffentlichten Entwürfe.

Wenn das neue „Harz-Kursbuch“ erscheint, ist es Mitte Dezember und es gelten auf allen HSB-Linien wieder die vollen Fahrpläne. Die auch danach nur eingeschränkt verkehrenden Züge werden wie gewohnt besonders gekennzeichnet.
Michael Reinboth
Autor: red

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Kommentare
meifahaus
11.10.2013, 09:31 Uhr
wie weiter?
Der Anfang ist gemacht. Vielleicht werden jetzt jedes Jahr mehr Fahrten gestrichen. Besorgniserregend das es auch Fahrten zwischen Ilfeld und Nordhausen betrifft. Kann man nur hoffen, dass es nicht die Schüler des Gymnasiums trifft.
Volkline
11.10.2013, 09:36 Uhr
Streckenwartung
Nun für diesen Winterfahrplan bei der HSB muß es ja Gründe geben.Vielleicht kann man diese in Erfahrung bringen.Ist vielleicht eine intensive Streckenwartung im November der Grund?
Retupmoc
11.10.2013, 11:26 Uhr
Sofortiger Ausstieg
Das schreit nach sofortigem Ausstieg des LK Nordhausen. Soll doch Wernigerode seinen Pott allein machen. Um auf den Brocken zu gelangen gibt es auch noch Füße. Und auf anderen Strecken? Schiene still legen und Busse einsetzen.
Wolfi65
11.10.2013, 12:41 Uhr
Alle Zuschussobjekte weg
Und dann?
Wenn alles in dieser schönen Republik wegkommt, was kein Profit abwirft, dann wird die Wahl ziemlich eng mit dem, was noch übrig bleibt.
Ja, Ja der frische Wind der Marktwirtschaft.
Immer weiter so!
lumpi22
11.10.2013, 15:51 Uhr
Ist da eigentlich die Schrankenanlage noch notwendig????
Ich fühle mich in meiner Meinung und Äußerung mehr als bestärkt, dass die Schrankenanlage in der Ricarda-Huch-Str. Steuerverschwendung ist! Was soll diese Anlage dann noch, wenn bald gar keine Bahn mehr vorbeifährt? Mit dem Winterfahrplan ist die Kürzung von Zügen eingeleitet worden und es wird so weiter gehen! Aber scheinbar hat die Landrätin bei den erst kürzlich geführten Gesprächen mit den Verantwortlichen in Wernigerode nicht über den Fahrplan gesprochen und nun sieht man, was die vom Landkreis Nordhausen halten...
Noch kann man sicher die Schrankenanlage stoppen oder ein blinkendes Andreaskreuz einbauen, deshalb mein Appell an die Verantwortlichen: Stoppt den Bau dieser Schrankenanlage, das Geld wird für wichtigere Dinge gebraucht!
Tor-zum-Harz
11.10.2013, 19:51 Uhr
...angeblich Bauarbeiten
Auf der Homepage der HSB heißt es dazu:

"Bitte beachten Sie unseren, aufgrund von umfangreichen Bauarbeiten, eingeschränkten Zugverkehr auf der Harzquer- und Selketalbahn im Zeitraum vom 04.11. bis 29.11.2013"

Wenn das mal hoffentlich nicht nur eine Ausrede ist.

Dafür gibt es dann ab nächsten Sommerfahrplan 2 Dampfzugpaare von NDH nach WR bzw. umgekehrt, als Entschädigung sozusagen. Zumindest wäre das mal was. So könnten auch ein paar Tagestouristen mehr mit dem Zug nach Nordhausen kommen und am selben Tag wieder zurückfahren. Denn was soll man bitte zur Zeit um 17:39 Uhr (einzige Ankunft eines Dampfzuges derzeit) noch in Nordhausen machen und wie vor allem wieder zurück kommen... Man kann ja mal träumen! ;)
Loko42
12.10.2013, 14:30 Uhr
Novemberfahrplan der HSB
Der November ist erfahrungsgemäß der Monat mit der geringsten Anzahl an Fahrgästen der HSB-Züge. Dies hat eine witterungsbedingte Ursache. Daher ist es völlig realistisch, das die HSB die Zeit nutzt um die notwendigen Sanierungsarbeiten durchzuführen, Schienenstränge komplett zu wechseln, denn auch solche hinterlassen Verbrauchsspuren nach Jahren, gilt auch für manche Brücken und Unterführungen.
Da ists nunmal notwendig verschiedene Streckenabschnitte voll zu sperren, sprich Ilfeld-Drei Annen Hohne, oder Verschiedene im Selketal.
Wer ein bischen Einblick hat in den Eisenbahnbetrieb im Harz, versteht auch, dass es die Logistik einfach nicht hergibt,neben den erforderlichen Baumaßnahmen auch noch den Dampfzugbetrieb zu gewährleisten.
Da sollte man entsprechend Verständnis aufbringen und es hat nix mit Einsparmaßnahmen zu tun, wie manche denken.Sicherheit auf der Schiene ist das A und O und Sanierungsarbeiten gehören dazu und sind unverzichtbar.
Noch ein kleiner Tipp von mir, im Internet unter www.hsb.de ist der Winterfahrplan ersehbar und da steht auch die Begründung für den Entfall für viele Züge im November.
Ich wünsche der HSB weiterhin viel Erfolg, im Sinne der vielen dampflokbegeisterten Touristen und Fans.
Sie ist nicht umsonst die Grösste unter den Kleinen und darauf bin ich sehr stolz.
ente aus ndh
14.10.2013, 19:02 Uhr
falsche richtung
Warum wird von seiten der hsb der dampfbetrieb,vor allen in richtung ndh ,mehr und mehr eingeschränkt?klar ist deren unterhaltung extrem teuer aber die dampfrösser sind nun mal die atracktion der hsb.
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