Do, 16:53 Uhr
10.10.2013
Schüler arbeiten auf Streuobstwiese
Um leckere Früchte zu ernten muss man nicht weit in den Süden Europas reisen. Auch wir in Deutschland haben eine Vielzahl an unterschiedlichen Obstbäumen, die unter Pflege und relativ guten Wetterbedingungen auf Streuobstwiesen wachsen und köstliche Früchte tragen. Ein Beispiel aus Nordhausen...
Als wir, Schüler der Klasse 10a der Lessing-Regelschule uns letztes Schuljahr im Biologieunterricht mit dem Thema Umwelt und Umweltschutz auseinandersetzten, bemerkten wir, dass es viele kleine und große Möglichkeiten gibt zum Erhalt und Schutz der Natur beizutragen. Dazu gehört z.B. auch die Pflege von Streuobstwiesen. Streuobstwiesen sind natürliche Standorte, auf denen Obstbäume unbehandelt und biologisch wachsen können.
Es ist sehr erstrebenswert, diese zu erhalten, da sie eine zweitausendjährige Kulturgeschichte hinter sich haben und Rückzugsort für bedrohte Tierarten, die durch immer modernere Städte und wenig Naturraum, aus ihrem eigentlichen Lebensraum verdrängt wurden. Wir mussten nicht lange überlegen, denn wir alle meinten, dass es uns gefallen würde, etwas Gutes für die Natur zu tun.
Weil es bei uns in der Region Streuobstwiesen gibt und dort einige junge, motivierte Kräfte gefragt waren, informierte sich unsere Klassenlehrerin, welche Möglichkeiten wir haben, um dort zu helfen. Wir erfuhren, dass es in Neustadt eine Streuobstwiese gibt, die sich über unsere Unterstützung freuen würde.
Wir entschlossen, einen Arbeitseinsatz im Sommer 2013 auf der Wiese zu starten: Büsche wie Hagebutte, Weißdorn, Schlehen und Brombeeren erobern die Wiesen schnell zurück, wenn wir Menschen nicht eingreifen. So verwandeln sich die Streuobstwiesen allmählich in undurchdringbare Hecken und die Obstbäume haben kaum noch Platz und tragen auch keine Früchte mehr. Die Artenvielfalt der Wiese geht verloren.
Der Besitzer der Streuobstwiese, Gerd Ulm, erzählte uns viel Interessantes über die Bedeutung von Streuobstwiesen, die Geschichte alter Obstsorten und die Unterschiede zwischen Supermarktäpfeln und Äpfeln der Streuobstwiesen. Er versprach uns als kleines Dankeschön, dass wir im Herbst noch einmal kommen dürfen. Am Dienstag dieser Woche fuhren wir wieder mit unseren Fahrrädern nach Neustadt und ernteten Äpfel und Birnen, um diese am nächsten Tag zu Kuchen, Apfeltaschen und Muffins weiterzuverarbeiten.
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Koschorreck von der Fischzucht in Auleben, der uns kostenlos 200 kg Äpfel mostete. Die selbst hergestellten Leckereien boten wir einen Tag später unseren Mitschülern in unserem Schülercafé der Lessingschule zum Probieren und Verkosten an. Mit diesem Arbeitseinsatz hatte unsere Klasse die Möglichkeit zu sehen, dass es nicht schwer ist etwas Gutes zu tun, dass man es sogar mit Spaß verbinden kann und nicht einmal weit fahren muss, um die Umwelt zu schützen. Einen großen Dank auch an den Bund für Umwelt und Naturschutz, der uns tatkräftig und finanziell unterstütze.
Mareike Scharf im Namen der Klasse 10a der RS G.E.Lessing Nordhausen
Autor: redAls wir, Schüler der Klasse 10a der Lessing-Regelschule uns letztes Schuljahr im Biologieunterricht mit dem Thema Umwelt und Umweltschutz auseinandersetzten, bemerkten wir, dass es viele kleine und große Möglichkeiten gibt zum Erhalt und Schutz der Natur beizutragen. Dazu gehört z.B. auch die Pflege von Streuobstwiesen. Streuobstwiesen sind natürliche Standorte, auf denen Obstbäume unbehandelt und biologisch wachsen können.
Es ist sehr erstrebenswert, diese zu erhalten, da sie eine zweitausendjährige Kulturgeschichte hinter sich haben und Rückzugsort für bedrohte Tierarten, die durch immer modernere Städte und wenig Naturraum, aus ihrem eigentlichen Lebensraum verdrängt wurden. Wir mussten nicht lange überlegen, denn wir alle meinten, dass es uns gefallen würde, etwas Gutes für die Natur zu tun.
Weil es bei uns in der Region Streuobstwiesen gibt und dort einige junge, motivierte Kräfte gefragt waren, informierte sich unsere Klassenlehrerin, welche Möglichkeiten wir haben, um dort zu helfen. Wir erfuhren, dass es in Neustadt eine Streuobstwiese gibt, die sich über unsere Unterstützung freuen würde.
Wir entschlossen, einen Arbeitseinsatz im Sommer 2013 auf der Wiese zu starten: Büsche wie Hagebutte, Weißdorn, Schlehen und Brombeeren erobern die Wiesen schnell zurück, wenn wir Menschen nicht eingreifen. So verwandeln sich die Streuobstwiesen allmählich in undurchdringbare Hecken und die Obstbäume haben kaum noch Platz und tragen auch keine Früchte mehr. Die Artenvielfalt der Wiese geht verloren.
Der Besitzer der Streuobstwiese, Gerd Ulm, erzählte uns viel Interessantes über die Bedeutung von Streuobstwiesen, die Geschichte alter Obstsorten und die Unterschiede zwischen Supermarktäpfeln und Äpfeln der Streuobstwiesen. Er versprach uns als kleines Dankeschön, dass wir im Herbst noch einmal kommen dürfen. Am Dienstag dieser Woche fuhren wir wieder mit unseren Fahrrädern nach Neustadt und ernteten Äpfel und Birnen, um diese am nächsten Tag zu Kuchen, Apfeltaschen und Muffins weiterzuverarbeiten.
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Koschorreck von der Fischzucht in Auleben, der uns kostenlos 200 kg Äpfel mostete. Die selbst hergestellten Leckereien boten wir einen Tag später unseren Mitschülern in unserem Schülercafé der Lessingschule zum Probieren und Verkosten an. Mit diesem Arbeitseinsatz hatte unsere Klasse die Möglichkeit zu sehen, dass es nicht schwer ist etwas Gutes zu tun, dass man es sogar mit Spaß verbinden kann und nicht einmal weit fahren muss, um die Umwelt zu schützen. Einen großen Dank auch an den Bund für Umwelt und Naturschutz, der uns tatkräftig und finanziell unterstütze.
Mareike Scharf im Namen der Klasse 10a der RS G.E.Lessing Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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