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07.10.2013

Jendricke nicht mehr für Finanzen zuständig

Der Nordhäuser Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) hatte heute - nach sechsmonatiger unfreiwilliger Urlaubszeit - seinen ersten Diensttag. Und er musste gleich eine "Kröte schlucken"...


Bei der Nordhäuser Stadtverwaltung hat Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh die Zuständigkeit der Geschäftsbereiche wie folgt geändert, lässt die Pressestelle am Nachmittag lapidar mitteilen. Die Zuständigkeit für die Finanz- und Vermögensverwaltung – einschließlich des Controllings sowie der Kosten- und Leistungsrechnung – wechselt aus der Verantwortung von Bürgermeister Matthias Jendricke in die Verantwortung des Oberbürgermeisters in dessen Dezernat Zentrale Steuerung und Stadtentwicklung. Wie bisher gehören zu diesem Dezernat das Haupt- und Personalamt, das Rechts- und Rechnungsprüfungsamt sowie das Amt für Zukunftsfragen und Stadtentwicklung.

Aus dem Verantwortungsbereich der 2. Hauptamtlichen Beigeordneten Hannelore Haase wechseln die Untere Denkmalschutzbehörde sowie die Wohngeldstelle in die Dezernatsverantwortung von Bürgermeister Matthias Jendricke. Im Bereich von Herrn Jendricke verbleibt die Zuständigkeit für das Ordnungsamt (nun einschließlich Wohngeldstelle), die Berufsfeuerwehr sowie das Bauordnungsamt.

Abgeben muss Jendricke auch das Bauamt in den Zuständigkeitsbereich der Beigeordneten Hannelore Haase. In deren Bereich verbleibt die Verantwortung für das Amt für Kultur und Tourismus sowie für das Amt für Bildung und Generationen. Intern wurde getuschelt, dass einige Amtsleiter kein Vertrauen mehr zum Bürgermeister hätten.
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Kommentare

07.10.2013, 16.35 Uhr
pauli08 | aber klar doch
gleich am ersten Tag werden die Geschäftsbereiche geändert..ich hau mich weg, diese Aktionen werden immer absurder.

Im Fernsehen nennt man das PolitThriller, Nordhausen goes Hollywood. Vielleicht sollte jemand kräftig mitschreiben, könnte mit der Zeit ein "gutes" Drehbuch abgeben, bei dem alle Beteiligten sich von ihrer Echten Seite zeigen.

Oder ist das Drehbuch gar schon geschrieben? ;-)
07.10.2013, 17.13 Uhr
Gerd S. | Kröte?
Warum Kröte Hr. Greiner? Sie haben ja hier geschrieben das der OB ein Disziplinarverfahren machen muss weil Hr. J. ohne genehmigten Haushalt und Beschluss vom Stadtrat Aufträge gegeben haben soll. Also ich würde meine Finanzen auch niemandem geben der es vielleicht nicht so genau nehmen könnte!
07.10.2013, 18.25 Uhr
micha_ndh | freie Kapazitäten
muss der OB ja noch haben, würde ich behaupten wenn die Stadtverwaltung eine Firma wäre.......

Frau Haase und das Bauamt.......gut das ich gerade nichts zu bauen habe......
Ich glaube für unsere Stadtverwaltung reicht bald kein Besen mehr, da sollte doch mal eine Kehrmaschine durch fahren.
Die Amtsleiter leiden an Vertrauensverlust....an dem leide ich auch, nur nicht allein zu den Amtsleitern.
@pauli08 trifft es, absurd ist untertrieben und ein Drehbuch, im leben nicht, da stünde ja das Ende schon fest.
Und meine persönliche Meinung zu den gegebenen Aufträgen für die Feuerwache, um die es glaube ich geht, das Geld ist sicher besser angelegt als in dem Neubau hinter dem Rathaus und sollte es mal bei uns brennen wäre ich mir dann auch sicher das die Fahrzeuge aus der Wache heraus kommen und nicht schon im Gebäude feststecken sondern erst im Verkehr...

@ Schröder, beim nicht so genau nehmen der Finanzen sage ich nur KUBI/ Bürgerhaus/ Forum oder wie es mal heißen wird......entweder der Stadtrat wurde da auch übergangen oder er sitzt mit im Boot, was ich nicht hoffen will.
07.10.2013, 18.56 Uhr
NDHler | Die Finanzen
in den Händen eines gescheiterten Finanzministers, oje! Aber clever gemacht von Zeh, die Feuerwehr bleibt in den Händen von Jendricke. Damit muss nicht Zeh sondern Jendricke die unzumutbaren Zustände in der Feuerwache verantworten.

Jetzt sollten sich alle am Riemen reißen und sich auf ihre Arbeit konzentrieren!
07.10.2013, 19.03 Uhr
Zukunft | Richtig so!
Das die Finanzen im Verantwortungsbereich des OB liegen ist richtig. Das Amt hätte der OB gleich nach seiner Wahl nehmen müssen. Mit den Finanzen steht und fällt alles, wie in der Wirtschaft und im privatem Bereich.
07.10.2013, 19.14 Uhr
Junggeselle | HOFFEN
da kann man wirklich nur hoffen, dass herrn Zeh ein paar sehr gute berater zur seite stehen?
wenn nicht, werden wir von den roten zahlen bald in die dunkelroten kommen. das gespann Haase, Zeh wird nordhausen den genickschlag einbringen, auf den seit jahren hingearbeitet wurde, oder?
07.10.2013, 19.41 Uhr
Suse | Plan A gescheitert nun folgt Plan B
genauso habe ich mir das vorgestellt.Mit dieser Aufteilung der Verantwortung für die Finanzen wird Nordhausen wohl nicht mehr bis zur nächsten OB -Wahl durchhalten und zwangsverwaltet werden müssen.Aber unser OB muss sich ja auch keine Gedanken mehr um Wiederwahl machen,er kann ja dann in die "wohlverdiente" Pension wechseln.
07.10.2013, 21.41 Uhr
kalu55 | Warum nicht?!
Ich denke, dass während der Beurlaubung des Bürgermeisters das Fehlen von Herrn Jendricke dem Bürger nicht aufgefallen ist. Vielleicht könnte sein Amt vollständig eingespart werden?
Eine Umstrukturierung begrüße ich und kann das Handeln des Oberbürgermeisters gut nachvollziehen.
Eine saubere Lösung wäre der Amtsverzicht seitens des Herrn Jendricke gewesen! Repräsentieren und verwalten sollte für mich nur ein moralisch integrer Bürgermeister.
07.10.2013, 21.56 Uhr
Brigitte Nyborg | Die Tage von Herrn Jendricke sind gezählt
Jeder Mensch ist ersetzbar.Das wird sicherlich auch Herr Jendricke zu spüren bekommen.Denn wie im Focus zu lesen war, ist die Aussage der Verwaltungsangestellten nicht anzuzweifeln. Das heißt nichts anderes, als dass sie glaubwürdig ist und das inkriminierte Geschehen sich mit der gleichen Wahrscheinlichkeit zugetragen haben kann wie auch nicht. Vermutlich verbigt sich dahinter also ein sog. "Freispruch zweiter Klasse", mithin eine Verfahrenseinstellung nicht wegen erwiesener Unschuld sonder aus Mangel an Beweisen.

Es muss doch deshalb für die Mitarbeiter, insbesondere die weiblichen, unerträglich sein, mit einem Dienstvorgestzten zusammen zu arbeiten, der mit 50 prozentiger Wahrscheinlichkeit an einer "Untergebenen" sexuell vergangen hat. Von diesem Makel wird sich Herr Jendricke nicht befreien können.

Eine sachgerechte und harmonische Leitung des Geschäfstbereichs des 1.Beigeordneten wird mit ihm an der Spitze nicht mehr möglich sein. Irgendwann wird man das sicherlich auch in der SPD-Fraktion begreifen...hoffentlich ist dann nicht schon zu spät.
07.10.2013, 22.01 Uhr
Thomas Hoffmann | Thüringens Schuldenlast ...
.... liegt vor allem in einer verfehlten Finanzpolitik des Freistaats in den Jahren 1990 bis 1994 begründet. Wenn der damals gescheiterte Finanzminister sich jetzt die Verantwortung für die Nordhäuser Finanzen überträgt, ist es schlecht um die Zukunft unserer Stadt bestellt. Schon das von Herrn Zeh nach der OB-Wahl 2012 veranlasste Personalkarussell war vermutlich nicht kostenneutral. Möchte er jetzt weitere Versorgungsfälle auf Kosten der Bürger regeln?
07.10.2013, 22.32 Uhr
Rainer H. | Nicht gleich Kröte schlucken
Ich bin der Meinung, wenn jemand Aufträge in Höhe von fast 200.000 Euro auslöst, ohne dafür eine Genehmigung des Stadtrates zu haben und ohne das der Haushalt überhaupt beschlossen war, der muß mit einem Entzug seines Fachbereiches rechnen.

Blicken wir doch mal 3 - 4 Jahre zurück. Damals hat die OB Frau Rinke der Baudezernentin Frau Klaan sämtliche Zuständigkeiten an Bauvorhaben entzogen und sie der "Fachkraft" Frau Dr. Klose als Amtsleiterin unterstellt, nur weil die OB darüber brüskiert war, das man sie als Vorsitzenden des Stadtrates absetzte und sich der Stadtrat einen Vorsitzenden aus den eigenen Reihen wählte.

Zuständige Baumaßnahmen wie Flohburg, Kulturbibliothek und Umbaumaßnahmen an Schulen lagen dann im Kulturamt.
Und –es sei noch erwähnt- der Stadtrat beschnitt die finanzielle Grenze zum Auslösen von Aufträgen für die Oberbürgermeisterin von 100.000 Euro auf 50.000 Euro. An diesen finanziellen Grenzen muss sich auch der jetzige Oberbürgermeister halten. Dann kann nicht Herr Jendricke über ein Ziel hinausschießen und Regeln übergehen die selbst für seinen Chef gelten.

Das hat nichts mit Politik zu tun, das sind disziplinarische Maßnahmen. Nur hatte Frau Klaan damals keine Fehler gemacht, da reagierte man rein politisch.
08.10.2013, 07.49 Uhr
Roland82 | logischer Schritt
Es ist doch nur ein logischer Schritt, Jendricke die Finanzen wegzunehmen! Er kann es einfach nicht!!! Und wenn er etwas macht, dann informiert er weder den Stadtrat und den OB! (siehe Feuerwehr) Nun kann er weiter Knöllchen verteilen und mit seinem Lieblingsspielzeug Feuerwehr spielen!! Vielleicht kann er das ja?!?!
08.10.2013, 08.29 Uhr
lumpi22 | Ich lach mich tod @ Roland82!
Sie meinen wirklich, dass der OB mit den Finanzen besser umgehen kann? Ich glaube es nicht, denn er ist für mich nur ein Politiker, der sich im Moment mit einer Partei nicht verstehen und austauschen will! Er setzt alles daran, der SPD und seinem Bürgermeister Jendricke weiter zu schaden und ihn vielleicht so noch schnell loszuwerden.

Ich stimme pauli08 voll und ganz zu: Hier wird ordentlich an einem Polit Thriller ala Nordhausen gedreht. Das Ende ist noch nicht geschrieben, denn der Film läuft LIVE ab und dauert noch an!

Es stinkt gen Himmel und wird immer gruseliger, oh je, ich glaub ich muss fort von hier...
08.10.2013, 08.53 Uhr
Retupmoc | Konsequenz
Am besten wäre, wenn beide Zeh und Jendricke zurücktreten. Dieser Kindergarten ist ja nicht mehr auszuhalten. OK - CDU und SPD sind halt so.
08.10.2013, 18.26 Uhr
Hero | Bitte Herr Zeh
schicken sie Jendricke nicht mehr in den Wasserverband ,,Alter Stolberg" , den Schaden ,den Jendricke mit seinen SPD- Konfifchen dort angerichtet hat müssen leider die Bürger von Bielen und der Goldenen Aue mit höheren Gebühren ausbaden.
08.10.2013, 19.23 Uhr
-Insider- | ganz
einfache frage:

konnte der bisher zuständige dezernent den städtischen haushalt in geordnete bahnen lenken - sprich wurden keine neuen schulden aufgenommen bzw der schuldenstand gesenkt?

ja oder nein?

daraus resultiert eigentlich auch die abschließende bewertung: wenn er einen ordentlichen haushalt gemacht hat, dann wurde er unrechtmäßig "degradiert" - hat sich die misere verschlimmert, dann muss er den bereich zu recht abgeben!

nnz - ihre aufgabe!
08.10.2013, 20.05 Uhr
Nero
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08.10.2013, 22.14 Uhr
Frankledig | beschämend....
Es ist doch einfach nur noch beschämend wie sich hier die Parteisoldaten beharken...!
09.10.2013, 09.45 Uhr
Harzer_Wolf | Und für die Stadt wird nichts getan
@ Frankledig - sie haben sowas von Reht. Anstatt etwas für die Bürger der Stadt zu tun ( und da gäbe es reichlich etwas zu tun ) polemisiert man von rechts und links. Der Staatsanwalt hat eine Entscheidung getroffen. Ob die einem gefällt oder nicht - das ist ein Rechtsstaat.
09.10.2013, 12.27 Uhr
WirfürNordhausen | Was machen wir?
Wenn ich all die Kommentare lese, ob zu diesem Thema oder auch zu anderen,habe ich den Eindruck, dass die Experten, die wissen, wie man unsere Stadt besser macht, unter uns sitzen.Doch dann suche ich vergebens nach konstruktiven Vorschlägen, nach praktischen Ideen, wie wir Nordhausen und seinen Ruf positiv gestalten können.
Und hier kommt mein Aufruf:Lasst uns Ideen sammeln, wie wir Nordhausen zu einer tollen Stadt machen können!! Wenn uns politische Entscheidungen nicht gefallen, gibt es demokratische Wege, dagegen vorzugehen.

Wo ist "Wir sind das Volk!" geblieben?
Welche praktischen Ideen haben wir, um in unserer Stadt/ unserem Umfeld etwas zu verändern? Es gibt so viele Möglichkeiten, etwas zu verändern, wenn auch manchmal nur mit ganz kleinen Schritten.Das kann NDH aufwerten und über die Landesgrenzen bekannt machen, dass es hier Leute gibt, die etwas bewegen und nicht nur meckern.
Meinen Kommentar setze ich unter einen Artikel,der häufig kommentiert wurde, in der Hoffnung, dass ihn viele lesen und mitmachen. Wir sind Nordhausen!!!
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