Di, 07:18 Uhr
01.10.2013
Alles klar für Wunschkandidatin?
Heute tagt im Nordhäuser Rathaus der Hauptausschuss. Da werden, zwei Wochen vor der nächsten Sitzung des Stadtrates, dessen Tagesordnung sowie die Vorlagen abgestimmt. Und es wird wohl eine Personalie entschieden...
Da soll mal einer sagen, in der Nordhäuser Stadtverwaltung herrscht keine Ordnung. Die herrscht - und zwar dann, wenn es darum geht, leitende Funktionen mit den Frauen und Männern zu besetzen, die man schon vor der Stellenausschreibung für geeignet hält. Nicht etwa, weil sie befähigter sind als andere, sondern weil sie schon Teil eines machtausübenden Netzwerkes sind und mit der Dankesgabe noch enger verwoben werden sollen.
Wie aber soll in den innersten Zirkeln dieses Rathauses ein solcher Deal eingefädelt werden, der letztlich zum Ziel führt? Es muss ein fein augeklügeltes Netzwerk sein. Hier wird vorbereitet, ausgewertet, ausgeschrieben und beurteilt. Und so gab es dann eine erste Ausschreibung, die tatsächlich einen Kandidaten zutage förderte. Es war nur nicht der Wunschkandidat der Netzwerker.
Und so wurde vermutlich gesucht und gesucht und man fand einen Makel in dessen Bewerbungsunterlagen, die man vorher ja bereits überprüft hatte. Nun wird geraschelt im Rathaus, dass bei der ersten Runde die Favoritin nicht dabei gewesen sei? Was also tun?
Geht nicht, das gibt es nicht im Nordhäuser Rathaus. So wurde die erste Ausschreibung verworfen, eine zweite Runde im August initiiert. Und wieder gingen Bewerbungen ein, nun endlich (oder geplant) auch die der Favoritin. Ob man die anderen Bewerbungen überhaupt gesichtet hatte, ist zweitrangig, von allererstem Rang kann nur sein - die Dame, die seit vielen Monaten für die Leitung der KuBibo vorgesehen war, deren Name steht vermutlich auf der Vorlage für den Hauptausschuss und wird - nach dem vermutlich selbstverständlichen Votum des Personalrates - vermutlich die Stelle erhalten.
Es ist ein Wundernetzwerk, was in Personalfragen im Nordhäuser Rathaus installiert wurde und seit Jahrzehnten bestens funktioniert. Denn schließlich steht in diesem Haus nicht die Effektivität der Arbeit an prioritärer Stelle, sondern die Erhaltung von Macht, nicht mehr aber auch nicht weniger.
Und wer jetzt glaubt, der Autor dieses Beitrages habe sich das alles heute mal so schnell ausgedacht, der liegt daneben. Denn schon im Juli hatten wir darüber berichtet. Und in Abstimmung mit einem Blogger, hat dieser nun auch seinen damaligen einstigen Beitrag vom Mai dieses Jahres freigeschaltet. Übrigens: die neuen Medien für die KuBiBo, die man irgendwann einmal einkaufen wird, die gibt es vermutlich mit einem Rabatt, denn die Wunschkandidatin soll mit dem Inhaber eines großen Nordhäuser Buchhauses verwandt sein.
Peter-Stefan Greiner
Autor: enDa soll mal einer sagen, in der Nordhäuser Stadtverwaltung herrscht keine Ordnung. Die herrscht - und zwar dann, wenn es darum geht, leitende Funktionen mit den Frauen und Männern zu besetzen, die man schon vor der Stellenausschreibung für geeignet hält. Nicht etwa, weil sie befähigter sind als andere, sondern weil sie schon Teil eines machtausübenden Netzwerkes sind und mit der Dankesgabe noch enger verwoben werden sollen.
Wie aber soll in den innersten Zirkeln dieses Rathauses ein solcher Deal eingefädelt werden, der letztlich zum Ziel führt? Es muss ein fein augeklügeltes Netzwerk sein. Hier wird vorbereitet, ausgewertet, ausgeschrieben und beurteilt. Und so gab es dann eine erste Ausschreibung, die tatsächlich einen Kandidaten zutage förderte. Es war nur nicht der Wunschkandidat der Netzwerker.
Und so wurde vermutlich gesucht und gesucht und man fand einen Makel in dessen Bewerbungsunterlagen, die man vorher ja bereits überprüft hatte. Nun wird geraschelt im Rathaus, dass bei der ersten Runde die Favoritin nicht dabei gewesen sei? Was also tun?
Geht nicht, das gibt es nicht im Nordhäuser Rathaus. So wurde die erste Ausschreibung verworfen, eine zweite Runde im August initiiert. Und wieder gingen Bewerbungen ein, nun endlich (oder geplant) auch die der Favoritin. Ob man die anderen Bewerbungen überhaupt gesichtet hatte, ist zweitrangig, von allererstem Rang kann nur sein - die Dame, die seit vielen Monaten für die Leitung der KuBibo vorgesehen war, deren Name steht vermutlich auf der Vorlage für den Hauptausschuss und wird - nach dem vermutlich selbstverständlichen Votum des Personalrates - vermutlich die Stelle erhalten.
Es ist ein Wundernetzwerk, was in Personalfragen im Nordhäuser Rathaus installiert wurde und seit Jahrzehnten bestens funktioniert. Denn schließlich steht in diesem Haus nicht die Effektivität der Arbeit an prioritärer Stelle, sondern die Erhaltung von Macht, nicht mehr aber auch nicht weniger.
Und wer jetzt glaubt, der Autor dieses Beitrages habe sich das alles heute mal so schnell ausgedacht, der liegt daneben. Denn schon im Juli hatten wir darüber berichtet. Und in Abstimmung mit einem Blogger, hat dieser nun auch seinen damaligen einstigen Beitrag vom Mai dieses Jahres freigeschaltet. Übrigens: die neuen Medien für die KuBiBo, die man irgendwann einmal einkaufen wird, die gibt es vermutlich mit einem Rabatt, denn die Wunschkandidatin soll mit dem Inhaber eines großen Nordhäuser Buchhauses verwandt sein.
Peter-Stefan Greiner


