nnz-Forum: Betrug durch JobCenter?
Es ist schon schlimm genug, Arbeitslosengeld 2 beziehen zu müssen, aber was sich das JobCenter in den letzten Tagen und Wochen bei einer jungen vierköpfigen Familie geleistet hat, das berichtet ein nnzLeser im Forum...
Doch der Reihe nach:
Am 15.07.2013 wurde der Folgeantrag zum Arbeitslosengeld 2, Berechnungszeitraum ab 01.09.2013, im JobCenter Nordhausen persönlich abgegeben; natürlich nicht, ohne eine Kopie mit Eingangsstempel quasi als Quittung zu erhalten. Infolge schlechter Erfahrungen mit dem JobCenter machen wir dies seit geraumer Zeit so. Sonst heißt es nämlich, dass ein Antrag nie abgegeben wurde (alles schon passiert).
Da wir zur Beantragung einiger Zuschüsse (Hort für unsere große, schulpflichtige, Tochter, sowie Leistungen des Landratsamtes) den aktuellen Arbeitslosenged-2-Bescheid benötigten, wiesen wir auf die Dringlichkeit der Bearbeitung hin. Die Mitarbeiterin meinte lediglich, uns mit den Worten Das schaffen wir schon rechtzeitig. zu beruhigen. Als Mitte August (genauer: am 13. August) immer noch kein Bescheid vorlag, rief ich beim JobCenter an. Dort wurde äußerst unfreundlich mitgeteilt, dass die Bearbeitung bis zum 26. August dauern kann, was gesetzlich auch im Rahmen wäre, damit wir das uns zustehende Geld noch rechtzeitig zum 01.09., in diesem Falle also am 30.08., dem letzten Werktag im August, aufs Konto überweisen bekommen würden.
Der Bescheid ließ weiterhin auf sich warten und so setzte ich mich am 26. August abermals mit der Hotline in Verbindung. Dort wurde mir lapidar mitgeteilt, dass die Systeme deutschlandweit nicht laufen würden und wir uns halt gedulden sollten. Dies taten wir bis zum 28. August. Dann rief ich abermals bei der Hotline an, hinterließ auf dem Anrufbeantworter wie gewünscht Name, Nummer der Bedarfsgemeinschaft, mein Anliegen (Bearbeitungsstand des Folge-Antrages), sowie meine Rückrufnummer und geduldete mich gezwungenermaßen abermals. Der Rückruf durch Frau Romrod erfolgte am 29. August gegen 14:05 Uhr.
Während des Telefonates verstrickte sich die Mitarbeiterin jedoch in Widersprüche und wurde dreist, indem sie mitteilte, dass uns das Arbeitslosengeld 2 am ersten Werktag des Monats zur Verfügung stehen müsse. Dem ist aber nicht so. Es muss am Ersten des Monats (in diesem Falle also am 01.09., einem Sonntag) zur Verfügung stehen. Erfahrungsgemäß erfolgt die Buchung seitens der Bank am letzten Werktag des Monats.
Da ich über die Bearbeitungszeit von mittlerweile 6 Wochen und das Gebaren der Frau Romrod mehr als ungehalten war und sie dies auch spüren ließ, drohte sie damit, das Gespräch ihrerseits zu beenden. Daraufhin forderte ich sie auf, mich zu einem Vorgesetzten durchzustellen. Nach einigen Minuten in der Warteschleife wurde ich zu einem Herrn Mehlhorn verbunden, welcher sich augenscheinlich unseres Falles annahm, soweit er konnte.
Als Mitarbeiter des Service-Centers hat er wohl nur begrenzte Möglichkeiten, sich ins Fallmanagement einzuschalten. Da die Recherche unter Umständen länger dauern könnte, erbat er sich nochmals meine Rufnummer und etwas Geduld. Dies wurde ihm gewährt und gegen 14:25 Uhr rief er zurück und teilte mir mit, dass der Antrag bereits am Montag, dem 26. August bearbeitet und die Zahlung auch schon angewiesen wäre. Zur Erinnerung: Meiner Frau gegenüber wurde am 27. August kommuniziert, dass die abschließende Bearbeitung und Überweisung der Geldleistungen am 23. August erfolgt wäre. Die Beträge konnte er mir auch nennen (kann er sich aber auch aus den vergangenen Monaten gezogen haben, da es bei uns derzeit keine Variablen gibt).
Das wiederum verstärkte den seriösen Eindruck, den er anfangs machte. Außerdem hat er laut eigener Aussage mit dem JobCenter Nordhausen telefoniert und der aktuelle Bescheid könne durch mich bzw. meine Frau am 30.08.2013 im Empfangsbereich abgeholt werden. Im Glauben an die Korrektheit der Aussage vertraute ich ihm und wurde am 30. August abermals bitter enttäuscht. Auf dem Konto war kein Zahlungseingang ersichtlich, und auch im JobCenter wusste niemand so recht bescheid. Ganz zu schweigen vom Bewilligungsbescheid, welcher – oh, Wunder – auch nicht auffindbar war.
Da es nach Aussage der Mitarbeiterin immer noch Systemprobleme gäbe, war auch eine Barauszahlung, selbst eines vergleichbar geringen Teilbetrages, um erst einmal übers Wochenende zu kommen, unmöglich. Je nach dem, mit wem man sprach, wurden Aussagen wie eine Bearbeitung erfolgte am 23. August, nun hängt er im System über Sie haben was nachgereicht, daher wurde die Bearbeitung gestoppt, bis hin zu Es liegt gar kein Antrag vor. getätigt. Fakt ist und bleibt aber, dass wir, mittlerweile ist der 02.09.2013, ohne finanzielle Mittel für den Monat September dastehen. Die anstehenden monatlichen Abgaben (Miete, Energieversorgung, Versicherungen, etc. pp.) können daher eben so wenig bestritten werden wie die Ausgaben für das alltägliche Leben.
Als Lösungsvorschlag für eventuelle Nahrungsmittelengpässe wurde meiner Frau der Gang zum Nordhäuser Tafel vorgeschlagen. Nur: Ohne Bescheid und ohne den obligatorischen Euro ist auch dort nichts zu bekommen...
Wer kommt für eventuelle Schadensersatzforderungen auf, die das JobCenter in diesem Fall mehr als eindeutig verursacht hat? Wer trägt die Kosten, um jedes Mal beim JobCenter vorstellig zu werden? Sollten wir, als Bezieher des Arbeitslosengeldes 2, mit der Beibringung von Unterlagen auch nur geringfügigst in Verzug geraten, wird uns angedroht die gesamte Härte des Gesetzes zu spüren, inklusive Sanktionen jeglicher Art. Das Arbeitslosengeld 2 reicht in keinem Falle, um die monatlichen Ausgaben zwei Mal zu stemmen, und zurücklegen ist bekanntermaßen auch nicht drin...
Daniel Walther, Wolkramshausen
Autor: red
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Kommentare
nedrip
04.09.2013, 07:40 Uhr
Ich hatte auch schon Ärger
Hallo, das Jobcenter Nordhausen macht seine eigenen Gesetze. Ich hatte damals auch solche Problem mit dem Jobcenter- ich habe mich dann nach Nürnberg an den Herr Alt, zuständig für die Jobcenter, zuständig. Ich habe ihm alles schriftlich geschildert und habe nach gut 1 Woche eine Antwort erhalten. Und schau da! Das Jobcenter kam endlich in die Gänge und haben kein Theater mehr gemacht. Und Barauszahlung geht immer sonst in die 4 Etage, da sitzt eine Dame - die hilft ein. Viel Erfolg
Franz Tabak
04.09.2013, 08:39 Uhr
Jobcenter
Zuerst einmal muss ich sagen, dass es Courage und auch in diesem Falle Mut erfordert, mit so etwas an die Öffentlichkeit zu gehen! Dennoch möchte ich in selben Atemzug daraufhinweisen, dass Sie mit derartigen Unterstellungen nicht vor weiteren Ärger gefeit sind.
In Ihrem Fall würde ich mich doch an die Hartz-IV-Beratung der IG BAU in Nordhausen wenden, diese findet immer Dienstags statt. Machen Sie doch einfach einen Termin dort oder besser noch, wegen dem Rechtschutz (wirksam, nach dem man 3 Mitlgiedsbeiträge gezahlt hat und auch Mitglied bleibt) werden Sie Mitglied in einer Gewerkschaft! (z. B. IG BAU)
Zu Ihren Fragen im letzten Absatz möchte ich nur eines Sagen: Stellen Sie doch bei jedem (berechtigten!) Besuch des Jobcenters eine Rechnung aus! Alles weitere würde ich über die IG BAU regeln lassen.
Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich viel Kraft und Durchhaltevermögen und hoffe, dass Sie weiterhin über den Fall berichten werden!
Mister X
04.09.2013, 09:12 Uhr
@Hanni
was sie da schreiben ist grundsätzlich richtig, es gibt diese beratungsstelle in der neustadtstraße 6 in den räumen der IG BAU. sie müssen nicht unbedingt mitglied einer gewerkschaft sein, beraten wird jeder der es wünscht.
auch stellt die beratungsstelle eine begleidperson zum jobcenter. sie müssen sich nicht allein mit der behörde auseinander setzen. ich selber habe sie schon des öffteren in anspruch genommenund war sehr zufrieden.
zum artikel mir ist es ähnlich ergangen, bei mir hieß es wir sind zur ZEIT unterbesetzt und bearbeiten daher die anträge nach dringlichkeit. eine behörde und unterbesetzt, es gibt MILLIONEN von arbeitslose, mehr muss man dazu nicht sagen.
Retupmoc
04.09.2013, 09:26 Uhr
Ursachen
Ursache für das ganze Schlamassel ist die Einführung von Hartz4 durch SPD/Grüne und die Perfektionierung der Perversion durch die Regierung Merkel. Ohne die handelnden Personen im Jobcenter in Schutz nehmen zu wollen - aber die sind auch nur das letzte Glied der Kette. Wir haben es in der Hand - wählen wir Hartz4 in 3 Wochen ab. Wehrt Euch endlich gegen den betrügerischen Kapitalismus.
Ihnen , Herr Walther wünsche ich alles Gute, das Sie Ihre Forderung durchsetzen und vor allem, das Sie bald wieder eine Arbeit finden.
Albert
04.09.2013, 09:53 Uhr
Warum gehen Sie nicht arbeiten?
Jeder ist seines Glückes Schmied und selbst für sein Leben verantwortlich. Auf Kosten der Gemeinschaft zu leben und dann noch zu schimpfen, wenn das nicht wie erhofft funktioniert, ist sehr unverschämt.
Harzer_Wolf
04.09.2013, 10:36 Uhr
Mein Gott, Albert!
Ein ganz schlimmer Beitrag. Aber wenn es nicht Leute wie Sie geben würde, hätten wir dieses Dilemma auch nicht!
Wolfi65
04.09.2013, 10:42 Uhr
Ein super Beitrag @Albert
So könnte man auch der betreffenden Familie anraten, Lotto zu spielen oder an der Börse zu spekulieren. Also bitte nicht solche Kommentare abgeben, denn die Familie hat schon Probleme und überflüssige Äußerungen zum Thema Arbeitslosigkeit genug gehört.
Ich würde übrigens auch lieber Arbeiten, als auf der Couch zu sitzen, aber wenn ich dann noch Geld mitbringen soll, damit der Profit der betreffenden Firma stimmt, dann wird das nichts. Und die Zeiten der Zwangsarbeit sind ja bekanntlich vorbei.
Also für die Zukunft: Dem der am Boden liegt, nicht noch in das Gesicht treten - @Albert
Sie haben bestimmt einen einigermaßen gut bezahlten Posten bis zur Rente und selbstverständlich liegt Ihnen die oben aufgeführte "Hartz 4 Familie", auf der Tasche und macht sich ein schönes Leben.
Ist schon klar!
Dora75
04.09.2013, 10:58 Uhr
Arge Nordhausen nichts neues
Leider wird diese seite der Kommentare nicht reichen um alle zustände in der Arge hier zu erfassen.Ich bin nun Rentner und bin Froh nicht mehr zu dieser Behörde gehen zu müssen.Gut das es die nnz gibt wo sowas aufgedeckt wird. Anträge nicht eingegangen obwohl ich eine Bestätigung des Amtes hatte.Alles nichts neues.Es ist schon ein zustand wie hier mit Menschen umgegangen wird. Aber nun wird keiner schuld sein. Aber wir wissen ja alle wem wir SGB zwei harz vier zu verdanken haben. Mir wird schon schlecht wen ich den Nahmen JopCenter hörre.
Glasklar
04.09.2013, 11:07 Uhr
Herr Albert
Mich würde mal interessieren was Herr Albert so arbeitet. Wahrscheinlich ist er in der Werbeabteilung für "Hole Sprüche".
Glasklar
04.09.2013, 11:37 Uhr
Dora75, das.....
..würde ich Unterschreiben. Der Name Jobcenter sagt doch schon, das es da keine Arbeit gib. Job kommt doch aus dem eng. und wird doch auch mit vorübergehende Beschäftigung übersetzt. Also richtige Arbeit kann man da nicht bekommen. Gerade deswegen könnte man sich doch ein bissel mehr auf Augenhöhe bewegen und nicht immer von oben herab so sind meine Eindrücke.
Dora75
04.09.2013, 12:03 Uhr
Albert
Also bei dem Kommentar Fehlen mir alle Worte. Ich hoffe sie kommen auch mal in diese Lage und werden sehen wie das ist.
Retupmoc
04.09.2013, 12:27 Uhr
Arbeitssuchend
Ein Bekannter hatte vor ein paar Wochen ein Paket vom Jobcenter bekommen - mit allerlei unnützen Papierchen. Natürlich zum ausfüllen. Was die so alles wissen wollten ... es fehlte nur noch die Frage wie oft er mit seiner Frau intim ist. NSA lässt grüßen! Aber am Wichtigsten sind die fettgedruckten Sätze: Wenn Sie nicht bis ... dann startet folgende Sanktion!
Bitte wählt die Partei, die die Jobcenter wieder schließt und diese hochnäsigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Straße setzt! WIR SIND DAS VOLK! Und nicht die Herrscher da oben. Jede einzelne Stimme zählt. Jede einzelne Stimme gegen CDU/SPD/FDP und Co.
mualie
04.09.2013, 13:14 Uhr
Albert,...
Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen plötzliche Arbeitslosigkeit und dass Sie einmal an der Schlange der Arge stehen müssen. Nicht jeder kann was für seine Lage - und wenn Sie ja ach so schlau sind, dann wissen Sie ja, wie die Arbeitsmarktlage hier ist. Und nein, ich gehöre nicht zu denen, die Hartz4 bekommen und sie deshalb verteidigen! Tzzz...
h3631
04.09.2013, 14:46 Uhr
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othello
04.09.2013, 15:43 Uhr
Monster
Albert! Leg dich nicht mit diesen Kommentatoren an. Ihr Spruch war wirklich deplatziert und die Reaktionen zur Recht, so wie sie kamen. Dieses bürokratische Monster H4 gehört reformiert zu Gunsten der Betroffenen !
Zorro
04.09.2013, 15:53 Uhr
Recht hat er, der Albert
Sicher etwas überspitzt ausgedrückt, aber wie hoch ist der Anteil derer, die sich vor jeglicher Arbeit drücken, die sich in jungen Jahren einrichten.
Allein in meinem "Viertel", in der Hardenbergstraße und Co. hängen fünf bis sechs junge Familien ab, die mit ihren Kindern, ne Kippe im Mund, Smartphone in der Hand (jeder eins) unterwegs sind und ihre Kids und Hunde ausführen. Und mit denen haben einige noch Mitleid. Das verstehe ich nicht.
Glasklar
04.09.2013, 16:11 Uhr
Zorro
Sie sind ein Opfer von Bild oder RTL und Co.
Sicher gibt es auch Leute, wie du sie sie beschreiben,von 100% auf Deutschland übertragen sind das vielleicht 2% und damit wird Hetze betrieben.Glauben sie auch an den Osterhasen ?
Paulinchen
04.09.2013, 16:21 Uhr
Wunder gibt es immer wieder!
Hier mein erstes Wunder: Leider kann ich für die Veröffentlichung des Beitrages vom Users Albert, keinerlei Verständnis bei der Redaktion der nnz aufbringen. In den Geschäftbedingungen steht doch wohl sicher drin, dass Beleidigungen, gleich in welcher Form, nicht veröffentlicht werden. Wie konnte es aber trotzdem dazu kommen? Hier hat sich Albert total unter der Gürtellinie bewegt! Vielleicht findet er ja nun mal noch ein paar nettere Worte und etwas Trost für die betroffene Familie.
Hier mein zweites Wunder, nur jetzt in umgekehrter Form:
In meiner Verwandtschaft ist vor ca. 3 Jahren etwas Ähnliches passiert. Der Verlängerungsantrag wurde in den Briefkasten am Parkplatz des Jobcenters eingeworfen. Dort stand aber nicht dran, dass dieser eventuell außer Betrieb ist, oder dahinter ein Reißwolf steht. Denn wen wundert’s? Der Antrag kam nicht an! Eine Vielzahl von Telefonaten folgte dann mit der Dienststelle. Als sich der Betroffene letztlich von der Mitarbeiterin am Telefon verschaukelt fühlte, bat er um eine Verbindung mit ihrem Vorgesetzten. Sie antwortete darauf: Wir haben keinen Vorgesetzten und wünschte einen schönen Tag. Ende des Telefonats. Nun hat er dann den damaligen Landrat um Unterstützung bei der Suche nach den Unterlagen gebeten und sich gleichzeitig um die vakante Stelle des Leiters des Jobcenters beworben. Wenige Tage später kam ein Brief vom Landrat, in dem er mitteilte, dass sich das Jobcenter umgehend melden würde. Dies geschah ein Tag später. Eine Dame fragte sehr höflich (!) am Telefon nach, wann er es denn einrichten könnte, im Jobcenter vorzusprechen. Wenige Minuten später war er dann auf der Chefetage. Hier stellte sich ihm ein Herr vor, der sich als Leiter des Centers betitelte. Er konnte sich aber nicht verkneifen meinem Verwandten zu sagen, dass es nicht üblich sei, dass Arbeitslose hier, auf dieser Etage empfangen werden. Also machte der Arbeitslose eine Kehrtwendung mit den Worten: Dann treffen wir uns eben in 30 Minuten beim Landrat am Schreibtisch. Sofort wurde ihm ein Platz im Büro angeboten und siehe - Wunder Nr. 3 - war plötzlich da, da waren sie - alle im Kasten eingeworfenen Unterlagen. Man entschuldigte sich für das schlechte Benehmen der Kollegin am Telefon und das kommt nicht wieder vor. Das wird selbstverständlich ausgewertet. Und was lese ich nun in dem Artikel der betroffenen Familie? Solche Gespräche halten offensichtlich nicht lange an.
Geben Sie nicht auf! Manchmal hilft in solchen Fällen eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim zuständigen Landrat/rätin. Die kostet Sie kein Geld, nur etwas Zeit. Denn sind es nicht die Linken, die Hartz IV abschaffen wollen? Da müsste doch die Landrätin mit mindest beiden Ohren zuhören und ROT (!)sehen.
Auf diesem Wege wünsche ich Ihnen viel Kraft und Erfolg bei der Durchsetzung Ihrer sozialen Rechte.
Ehe ich es vergesse: Albert - Benehmen ist halt Glücksache, nur hat leider nicht jeder Glück.
wissender
04.09.2013, 18:14 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Verstoß gegen AGB
H.Buntfuß
04.09.2013, 19:17 Uhr
Escher beim JC
Wenn ich richtig informiert bin, hatte das Jobcenter in jüngster Zeit, BESUCH von Herrn Peter Escher (mdr). Sollte das den Ganzen Betrieb durcheinander gebracht haben?
Schokikekse
04.09.2013, 20:32 Uhr
vdk
ich empfehle ihnen den vdk. der hilft sofort und hat sogar eine Geschäftsstelle in ndh. mit etwas wartezeit kommen sie am selben tag dran. kostet 5 euro im monat. der kleine haken an der sache.drohen sie auf dem amt damit. hilft wunder.
Lululi
05.09.2013, 08:35 Uhr
Keine Angst vorm Jobcenter
Richtig immer schön an die Öffentlichkeit gehen.
Auch ich habe es getan hatte den Mut nach einem Jahr kampf ohne Erfolg und mittlerweile mit zwei Kindern Obdachlos.
Mein Fall heute Abend 20:15Uhr bei MDR *Escher*.
Eine Zusammenkunft noch anderer Betroffenen Austausch etc. ist vielleicht mal angebracht.
rate mal
05.09.2013, 13:23 Uhr
Ich begreife nicht
so ganz warum denn auf einmal gegen die geschossen wird die das ganze Hartz 4 Debakel bezahlen müssen.
Albert und Zorro nennen doch nur beim Namen was allen, die täglich losgehen um Geld fürs marode System zu beschaffen, im Kopf rumgeht.
Sicherlich gibt es auch arme Schweine unter den Hartzern, die Mehrzahl jedoch lebt ganz gut auf fremde Taschen!!!
Wolfi65
05.09.2013, 13:46 Uhr
Das Kind beim Namen genannt...
und trotzdem nix verstanden. Wer einen durchschnittlichen Ostjob hat, der zahlt so gut wie keine Lohnsteuer. Von was auch?
Aber sich dann trotzdem noch einzubilden, dass man für Andere etwas bezahlt, ist schon ein wenig merkwürdig. Aber mal ein bisschen was schreiben, ist doch schon mal was. Die faulen Harzer und die Armen Arbeiter, welche für die Hartzer alles bezahlen müssen.
Und fürs nix tun, wollen die auch noch Essen und Trinken und vielleicht noch die Frechheit besitzen, in dieser Situation noch Kinder in die Welt zu setzen um noch mehr abzuziehen, geht gar nicht. Diese faulen Harzer, was die sich einbilden.
H.Buntfuß
05.09.2013, 14:00 Uhr
@ rate mal
Sie haben schon recht, das Geld, welches hier für die Hartz-IV-Empfänger rausgeschmissen wird, gehört eigentlich solchen Leuten, wie Herrn Hoeneß, oder den vielen koruppten Politikern und Wirtschaftsbossen. Die wissen etwas damit anzufangen. Der Hrtz-IV-Empfänger verfrisst doch sein. Geld nur. Herr Hoeneß bringt es auf eine Schweizer Bank und garantiert damit den Aufschwung. Die Frage ist nur WESSEN?
rate mal
05.09.2013, 14:47 Uhr
Nicht jeder, Herr Wölfi65,
geht für 5 Euro los.
Und Ihre Herleitung über den Lohn oder das Gehalt ist jämmerlich.
Es gibt noch eine andere Seite jenseits des lächerlichen Hartz 4 gejammeres, auf dieser Seite gibt es Leute die für das was sie jetzt bekommen oder haben, etwas getan haben, nämlich den Arsch bewegt.
Leichter ist natürlich das tägliche gejaule um eine schlechte Welt und Kapitalismus.
Rechnen sie mal mit dem ab was Sie im Spiegel sehen, nicht mit der ganzen Welt.
Wolfi65
05.09.2013, 17:26 Uhr
Nur ein Opfer von Rationalisierung
Sie müssen hier nicht den dritten Weltkrieg gegen die Hartz 4 Empfänger ausrufen.
Und abgerechnet wird immer zum Schluss.
Ich selbst habe mir nichts vorzuwerfen.
Auch habe ich immer in Schichten und auf Montage gearbeitet, damit noch Geld herein kam.
Weihnachten und andere Feiertage waren Fremdwörter.
Es gibt viele Langzeitarbeitslose, die nicht aufgeben, um einen Job zu bekommen.
Was ich damit schreiben möchte ist, dass es viele Arbeitslose gibt, die nichts vorweisen können und diese bekommen nicht mal einen Job als Strassenfeger.
Deswegen muss man nicht solche Leute ständig in die Kritik nehmen.
Ich hoffe, @rate mal, dass Sie auch wenigstens 26 Jahre durchweg in die Rentenkasse eingezahlt haben, sonst würde ich mal schreiben, dass Ihre Argumente wohl ebenfalls mehr als lächerlich erscheinen.
Ansonsten wünsche ich Ihnen noch für die Zukunft, lückenlose Betragsjahre, damit Sie dann beim Renteneintritt so richtig gegen die Arbeitslosen vom Leder ziehen können.
Voraussetzung ist natuerlich, dass man das 67. Lebensjahr noch erlebt.
Das wird wohl in vielen Berufen nichts werden.
D. Walther
05.09.2013, 20:14 Uhr
Nicht alle...
.. ALGII-Empfänger sitzen faul daheim rum, legen die Füße hoch, die Hände in den Schoss u warten ab, was passiert.
Ich hatte immer wieder Arbeit, aber da die Arbeitsverhältnisse nie länger als 2...3 Monate dauerten, habe ich keinen neuen Anspruch auf ALGI erworben, zumal die Entlohnung mit 7...7,50€ (gelernte Fachkraft mit Berufserfahrung in diesem Feld, Leiharbeiter erhalten für diese Berufsfeldbeschreibung 9,75€/h) auch unter aller Würde war. Ich verfüge über erfolgreichen Schul- und Berufsausbildungsabschluss, sowie Berufserfahrung. Nur leider halt bisher in der falschen Branche, wie es scheint...
Mittlerweile hab ich nach langem und zähem Kampf im Frühjahr eine Weiterbildungsmaßnahme beginnen und dato fast abschließen können. Die abschließenden Tests sind bereits Geschichte und ich habe sie durch konsequente Teilnahme und Mitarbeit recht gut bestanden. Im Anschluss an diese Weiterbildung winkt nun ein Arbeitsvertrag. Soviel zum Thema "Such dir Arbeit".
Auch kann ich es mir schlichtweg nicht leisten, für 5 oder 6 €/h arbeiten zu gehen. Mein Limit war mehr als erreicht, als ich für 7,29€/h (die zuständige Gewerkschaft hatte sich in einem Aushang damit gebrüstet, den AG von 7,05 auf 7,29 € hochgehandelt zu haben...) von NDH nach Erfurt gependelt bin. Das waren knapp 70 km und gut 1:15 h einfache Fahrt (!!!)
Aber: Sei´s drum. mit dem Brief wollte ich der Öffentlichkeit zeigen, wie im JobCenter mit Menschen umgegangen wird. Sicher, es gibt auch fähige Menschen dort. Wenige, aber es gibt sie. Meine aktuelle Vermittlerin zum Beispiel. Diese hat sich trotz Branchenfremdheit für meine Weiterbildung eingesetzt und durchgesetzt, daß ich sie machen kann. Daumen hoch dafür!
Daniel Walther
Franz Tabak
05.09.2013, 21:04 Uhr
@Lululi
Habe gerade "Escher" mit Spannung verfolgt, nur konnte ich keinen Beitrag von Nordhausen dort entdecken. Wo war denn nun Ihr Fall?
Gisela
05.09.2013, 23:41 Uhr
"Ausbeutung der Arbeiterklassse"
Ich bin jetzt 62 Jahre jung und habe mich noch nie in den Medien geäußert, aber was ich hier gelesen habe, hat mich sehr wütend gemacht. Ich habe einen Hochschuldiplom, einen Fachschulabschluss und zwei IHK-Berufsabschlüsse. Dennoch arbeite ich jetzt als Angelernte in einem Beruf, der mir Spaß macht. Es ist etwa meine 10. Tätigkeit, mal freiberuflich, mal gewerblich, mal angestellt.
Abwechslung macht das Leben spannend!
Nach 1990 habe ich lange als Dozentin gearbeitet. Ich stand vor Arbeitslosen, die hoch motiviert waren und regelrecht gestrebt haben, um das Lehrgangsziel zu erreichen. Wir hatten Kurse, nach denen alle Teilnehmer eine Anstellung gefunden haben. Doch dann änderte sich dies allmählich. Es kamen immer weniger, die lernen und arbeiten wollten.
Stattdessen kamen Menschen, die es schon angekotzt hat, dass ich sie ermahnt habe, wenn sie morgens eine halbe Stunde zu spät kamen und sich beim Amt beschwerten, dass ich sie drangsalieren würde. Solche Menschen werden nur aktiv, wenn kein Geld auf dem Konto eingeht – siehe oben – oder wenn sie erfahren, wo sie welchen Antrag für weitere Leistungen stellen können. Das hat mich krank gemacht und ich habe mir eine andere Arbeit gesucht. Alles wollte ich machen, nur nicht mit Daueranstragstellern.
In der DDR war nicht alles falsch: Einheit von Wirtschaft- und Sozialpolitik (heute: Jeder Euro, der verteilte werden soll, muss vorher erwirtschaftet werden), jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung, wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.
Dass es Menschen geben sollte, die von der Arbeit anderer lebten, nannten wir damals Ausbeutung der Arbeiterklasse. Wenn ich heute meine Gehaltsabrechnung mit den vielen Abzügen sehe und mir überlege, wo das Geld bleibt, dann weiß ich: Nie war die Ausbeutung größer als jetzt und die Ausbeuter beschimpfen die, die ihnen das Geld besorgen sollen, dann auch noch als Betrüger.
Ich hoffe sehr, dass wir ganz viele junge Facharbeiter aus dem Ausland für Deutschland gewinnen können, sie hier freundlich aufnehmen und sie ermuntern, hier Familien zu gründen und zu bleiben. Nur so können wir es schaffen, die vielen deutschen Leistungsempfänger auch in Zukunft zu ernähren.
Friderike
06.09.2013, 07:32 Uhr
Na,@ lululi, das war wohl nix?
Scheinbar scheint Herr Escher doch kein so großes Interesse an Ihrem Fall zu haben...???
Wie kann man eigentlich obdachlos werden? Ich muß mir meine Miete erarbeiten und von meinem Lohn berappen und bekomme keine Unterstützung und kein Wohngeld. Aber seit die Ämter das Wohngeld nicht mehr direkt an die Vermieter überweisen, sondern aufgrund des Hintergedankens der "Entmündigung" von Bedürftigen erstmal an Diese ausgezahlt wird, verschlingen dann sicher rasch andere Dinge die Miete und der Dumme ist dann der Vermieter!
Ich kann es nicht verstehen, wie selbstbewußt mancher Anspruchsteller von Sozialleistungen argumentieren und oft schäme ich mich für meine Mitbürger!
Sicher es gibt auch Viele die nicht in dieses raster fallen, die Arbeit suchen, wie @D.Walther und wie es @Gisela beschrieb!
Aber man kann nicht nur fodern, man muß auch eine Gegenleistung erbringen!
rate mal
06.09.2013, 10:41 Uhr
Nun Herr Wolfi65
wie gefällt Ihnen das Feedback der "anderen Seite" ?
Retupmoc
06.09.2013, 11:12 Uhr
@ rate mal
Mein Feedback kommt in 3 Wochen, wenn ich eine Partei wähle, die gegen diesen Staat ist. Und nun raten Sie mal @ rate mal, wer das sein wird.
Georg
06.09.2013, 11:39 Uhr
@ Friederike...
sind sie immer noch so schadenfroh wenn Herr Escher den Beitrag erst später sendet weil noch Recherchen nötig sind? Die Frage wie man so einfach obdachlos werden kann ist schnell beantwortet: In diesem Fall hat das Jobcenter die Miete direkt an den Vermieter überwiesen und da sind Fehler passiert. Ehe die Familie das bemerkt hat sind schon Mietschulden entstanden und es gibt eine Räumungsklage. Im Amt ist natürlich niemand bereit den Fehler zu korrigieren und die Verantwortung zu übernehmen.
Viele Wohnungsunternehmen verlangen von Hartz IV Empfängern vor Abschluss eines Mietvertrags eine Abtretungserklärung, unabhängig davon ob jemand in der Lage ist seine finanzielln Angelegenheiten selbst zu regeln oder nicht. Das ist auch eine von den vielen Diskriminirungen welche ALG II Bezieher ausgesetzt sind.
Also immer schön vorsichtig mit solchen Unterstellungen, es geht sehr schnell bis man selbst ganz im Hartz IV System gelandet ist.
Solche Vorfälle an die Öffentlichkeit zu bringen ist das beste Mittel um die Fehlleistungen einiger JC- Mitarbeiter anzuprangern.
rate mal
06.09.2013, 12:24 Uhr
Und damit nichts
zu ändern.
In irgendeiner Diskusion in den letzten Wochen hier in der NNZ schrieb jemand, das es Zeit wird,mal anzufangen sich um sich selbst zu kümmern und nicht wie im Osten darauf zu bauen das sich andere um die eigenen Belange kümmern.
Nach mehr als 20 Jahren Eingewöhnungsphase sicher auch nicht zu viel verlangt...
othello
06.09.2013, 14:02 Uhr
wahre Profiteure
Der Kommentatoren Wahnsinn geht weiter. Angeblich arbeitsscheue gegen Leute die angeblich dafür aufkommen. Hilfesuchende gegen die Angestellten der Ämter usw. Nach meiner Meinung sind alle die hier aufgeführten Personengruppen Geschädigte, des Monsters H4 mit seinem ganzen bürokratischen, undurchschaubaren Vorschriften, die dann vor Gericht geklärt werden müssen und Rechtsanwälten ein schönes Einkommen bescheren. Dabei ist niemanden in der Eschersendung aufgefallen, wer tatsächlich auch profitiert. Da sollen 11000 Euro für die Umschulung eines Lokführers durch das Arbeitsamt oder die Rentenkasse gezahlt werden, da ein großer Bedarf an Lokführer besteht. Ist es nicht Aufgabe der Industrie ( hier Bahnunternehmen), Lokführer selbst auszubilden, auf eigene Kosten. Wenn ich mich erinnere, sind durch die Bahn tausende entlassen worden und eine Ausdünnung wurde vorgenommen, welche zu Auswirkungen wie auf dem Mainzer Stellwerk führte.Umschulungen zu Lokführern waren wohl nicht geplant ? Jetzt fehlen Lokführer die auf Kosten der Allgemeinheit ausgebildet werden soll. Welch ein Wahnsinn. Es gibt noch mehr Profiteure aus der Sozialgesetzgebung in der Industrie, es ist auch schon eine regelrechte Sozialindustrie mit Profitinteressen entstanden. Diese sind die wahren Sozialschmarotzer in unserer Gesellschaft.
Wolfi65
06.09.2013, 15:13 Uhr
Also mir gefällt das Feedback gut
Ich gehe auch Wählen und wenn ich auf allen Vieren dort hin muss.
Irgendwie muss man doch ein Feedback abgeben.
Und wenn es nur für die sehr gute Behandlung auf der Agentur für Hilfslosigkeit ist.
Ach und an die Adresse von @rate mal.
Was soll ein Langzeitarbeitsloser machen, wenn keine Perspektiven da sind?
Nach dem Westen fahren, damit man aus dem "Betreuungsbereich Ost" heraus ist?
Super Sache.
Aber hier wird verharrt bis zum Ende der Zeit!
@ othello
Ich gönne dem Arbeitslosen Kraftfahrer die Umschulung als Lokführer.
Lange gekämpft hat er ja dafür.
Ich bin nicht neidisch und er wird wohl manchen Tag und manche Nacht auf der Maschine verfluchen, weil er nicht Daheim bei der Familie ist.
Lokführer fahren bekanntlich auch wie in anderen Bereichen zu den Feiertagen.
Das Sonntagsfahrverbot gilt dabei nicht für die Züge.
Aber man sollte Niemals Nie sagen!
Und zu der Frage der 11.000,- Eurotaler aus Steuermitteln.
Das Geld kommt durch die Lohnsteuer des Junglokführers in kürzester Zeit wieder herein.
Also Tränen aus dem Gesicht wischen und Blutdruck senken.
Alles Andere ist nicht gut fürs Herz.
Der Steuerzahler hat und wird wohl auf unbestimmte Zeit die Bahn finanziell an der Backe haben und deswegen sollte man sich nicht über Ausbildungskosten bei der Bahn, egal in welchen Bereich auch immer, aufregen.
Die Bahn zu privatisieren ist genau so gut, als würde Jemand vorschlagen, die Bundeswehr in eine Aktiengesellschaft zu überführen.
Das waere doch mal was.
Aus Kostengründen würde dann kaum noch geschossen, weil jeder Schuss Munition würde den Profit der Gesellschaft schmälern..
Georg
06.09.2013, 15:38 Uhr
@ Othello...
ihr Kommentar findet meine volle Zustimmung. Besonders der Hinweis auf die seit Jahren, auch in Nordhausen etablierte, "Sozialindustrie". Die dort tätigen Akteure profitieren doch am meisten von den Geldern vom Bund und der EU zur Förderung von Langzeitarbeitslosen. Zum Glück haben sich in letzter Zeit einige der "Bildungsträger" und "Beschäftigungsgesellschaften" vom Markt verabschiedet, nicht ohne vorher jahrelang Millionenbeträge für fragwürdige Maßnahmen von der Arge oder vom JC- Center kassiert zu haben.
Auch ihre Meinung zur Rolle von Teilen der Industrie, ihre Facharbeiter mit öffentlichen Geldern ausbilden zu lassen, kann ich nur unterstützen. Erst wird jahrelang Personal abgebaut und dann stellt man plötzlich fest das Fachleute fehlen. Die Billiglohnstrategie der CDU- geführten Regierung in Thüringen hat zur Folge das viele junge und gutausgebildete Leute das Land verlassen haben und nun hier fehlen.
othello
06.09.2013, 16:27 Uhr
Lohnsteuer
Wolfi, Lohnsteuer kommt auch dann, wenn die Bahn die Ausbildung bezahlt hätte, also 11000 Euro Sozialkosten gespart. Was ist mit den Sozialkosten und Lohnsteuern, welche die Bahn mit Entlassungen verursacht hat, statt selbst umzuschulen, wenn es doch Bedarf gibt. Also bitte nicht zu kurz denken. Auch ich gönne dem ehemaligen Kraftfahrer die Umschulung zum Lokführer.
Wolfi65
06.09.2013, 16:38 Uhr
Das gibt es doch nicht!
Der Mann hätte den Job nicht bekommen, weil keiner die Ausbildung bezahlen wollte und wäre somit als Lokführer nicht zugelassen worden. Wo sollte denn dann die Lohnsteuer herkommen? Der hätte in zwei, drei Monaten Hartz 4 bekommen und sein Haus wäre zwangsversteigert worden. Ist denn das so schwer zu begreifen? Bei weiteren Unklarheiten zu Entlassungen innerhalb der DBAG bitte an den Vorstand wenden. Das Bahn Headquarter befindet sich am Potsdamer Platz in Börlin, Germany.
othello
06.09.2013, 17:10 Uhr
nichts verstanden
Wolfi hat meinen Kommentar nicht verstanden, daher keinen weiteren Kommentar dazu.Georg hat es wohl eher begriffen.
Werniman0606
07.09.2013, 10:05 Uhr
zu den Forentrollen / Weiterbildungen
Zu den Forentrollen ala Albert und Zorro: Die gibts in anderen Foren auch. Meist reicht ein Blick auf den Postingzeitpunkt, um solche Trolle zu entlarven. Postings an normalen Werktagen und zu normalen Arbeitszeiten, abseits der Pausen, sprechen eine eigene Sprache. Da in den meisten Firmen das private Surfen im Internet verboten ist, kann man sich denken, wie es mit dem Arbeitsleben dieser Personen selbst aussieht.
Spricht man sie drauf an,kommen immer die selben Ausreden: "Ich habe Urlaub!","Ich bummle Überstunden ab!", "Ich habe Spätschicht!" usw. Daß das oft nur Lügen sind, kann man insbesondere in den Foren sehen, in denen es eine Suchfunktion gibt. Über alle 24h des Tages verteilte Postingzeiten vertragen sich in aller Regel nicht mit einem geregelten Arbeitsleben.
Zu den Maßnahmen,die Gisela angesprochen hat: Klar, daß die Einstellung der Teilnehmer sich geändert hat. Die meisten davon machen nämlich solche Maßnahmen nicht zum ersten Mal,sie wissen also,was sie davon zu erwarten haben. Sie wissen,was sie davon zu erwarten haben (nämlich gar nichts) und agieren entsprechend. In den meisten Maßnahmen zählt nur die bloße Anwesenheit, mehr nicht.
Bei einigen Maßnahmeträgern gibts nichtmal mehr Dozenten,sondern die Leute werden auf unsinnige "Onlinekurse" verwiesen, die oft genug vollkommen veraltet sind. Mal ein kurzes Beispiel: In meiner letzten Maßnahme wurde in so einem Onlinekurs noch verbreitet, daß sich Computerviren nur über Disketten (!) verbreiten könnten und daß Win98 ein aktuelles Betriebssystem sei. Und nun erklär mir mal einer den Grund,wieso man sich für derart "hochwertige" Maßnahmen als Teilnehmer den Hintern aufreißen soll.
hennie1979
07.09.2013, 21:07 Uhr
Aber....
Wenn man Familie Walter aus Wolkramshausen kennt, die allein Hartz-IV-Anspruch im vierstelligem Bereich beziehen, sieht die ganze Sache schon anders aus...
D. Walther
08.09.2013, 14:07 Uhr
Nunja,
wer wie viel Unterstützung bekommt, ist in den entsprechenden Gesetzbüchern nachzulesen, ebenso die Gelder, die in Abzug gebracht werden.
Wer versteckt sich denn hinter "hennie1979"? Ich finde es immer wieder ganz große Klasse, wie man im Netz hinter nem Pseudonym rumposaunt, aber im echten Leben, von Angesicht zu Angesicht, das Maul nicht aufbekommt.
Janko
08.09.2013, 18:42 Uhr
ich finde es unmöglich,
dass 1. jemand im internet überhaupt jemanden denunzieren muss bezüglich seiner finanziellen situation, und dass 2. die nnz das auch noch veröffentlicht.
wo leben wir denn?
Georg
08.09.2013, 18:46 Uhr
@ D. Walter
es wird wohl ein neidischer Nachbar sein, der für einen Minilohn arbeiten muss und deshalb verbittert ist. Ich wünsche ihnen für ihre berufliche Zukunft alles Gute und bleiben sie weiterhin streitbar und wehren sich gegen Ungerechtigkeit.
hennie1979
08.09.2013, 19:58 Uhr
Würde ich gern....
dir das von Angesicht zu Angesicht sagen, aber du bekommst ja immer das große Laufen, wenn ich auf die zu komme. Und wenn man seine Unterstützung abhängig von der "Arbeitswilligkeit" bekäme, dann würde es sicher bei manchen in deutschen Landen sehr schnell sehr dunkel werden....
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