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Sa, 16:21 Uhr
24.08.2013

Alle unter einem Dach

Vier Standorte zählten seit Gründung des Herder-Gymnasiums zum baulichen Bestand der Bildungseinrichtung. Ab dem neuen Schuljahr gibt es ein Gymnasium unter einem Dach...


Zur Historie: Nach der Wende waren es das Gebäude in der Morgenröte (heute Neubau Berufsschule) bis 2000, das Schulhaus Breitscheidstraße bis 2002, seit der Fusion der Schulteil „Michael Neander“ in Ilfeld sowie das Haupthaus in der Wiedigsburg. Die von 1997 bis 2001 umfassend vorgenommene Sanierung des Hauptgebäudes ließ eine Beschulung an einem Standort bis 2002 nicht zu.

Noch ist der Schulhof leer (Foto: Heike Roeder) Noch ist der Schulhof leer (Foto: Heike Roeder)
Der noch menschenleere Schulhof des Herder-Gymnasiums wird ab heute von 881 Schülern bevölkert.

Mit der Schließung des Schulteils in Ilfeld tritt nun mit dem heutigen Schuljahresbeginn ein Novum in Kraft: Alle Schüler des Gymnasiums lernen unter einem Dach. Das in den letzten Wochen zwischen den Rasensteinen auf dem Pausenhof gesprossene Grün wird ab sofort den nun in der Wiedigsburg zahlreich vertretenen Schülerfüßen weichen. 881 Schüler beleben ab sofort das Schulleben. Die 28 Klassen der Klassenstufen 5 bis 10 sowie die sieben Stammkurse der Oberstufe (Klassen 11 und 12) werden von 67 Lehrkräften in Voll- und Teilzeit sowie der durch Abordnung zum Kollegium zählenden Lehrer unterrichtet.

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Ergänzung findet die Lehrerschaft durch die im Rahmen der Lehrerausbildung im Hause befindlichen neun Lehramtsanwärter in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Physik, Geschichte, Geographie, Wirtschaft/Recht und Sport. Während vier neue Anwärter am 1.8. im Schulamt verbeamtet und nun in ihrer theoriegestützten praktischen Ausbildung begleitet werden, übernehmen die Anwärter des zweiten Ausbildungsjahres eigenverantwortlichen Unterricht in den unterschiedlichsten Jahrgängen.

Die nun in das Haupthaus integrierten Schüler und Lehrer des Schulteils Ilfeld verabschiedeten sich am Ende des vergangenen Schuljahres mit einer Festwoche von ihrem Standort. Zeitgleich wurden Kisten und Kartons gepackt, Materialien in die Wiedigsburg transportiert. Aufgrund der Zusammenführung galt es, die Anzahl der Klassenräume zu erhöhen, um dem für die Klassen 5 und 6 geltenden Klassenraumprinzip Rechnung tragen zu können.

Weitere Fachräume wurden eingerichtet, zum Beispiel für das Fach Mensch-Natur-Technik. Auch mussten Bücher und Arbeitsmaterialien vereinheitlicht werden. Das Studienseminar zur Lehrerausbildung mit Bibliothek und Seminarraum zog in den Südflügel in die ursprünglich als Hausmeisterwohnung konzipierten Zimmer und schuf so Kapazität für weitere Unterrichtsräume. Beim bisherigen Umzug erhielt das Herder-Gymnasium umfassende Unterstützung durch das Schulverwaltungsamt, um Räume einrichten, Vorbereitungsbereiche erweitern und den Materialbestand erweitern zu können.

Der endgültige Umzug wird bis zu den Oktoberferien beendet sein. In diesem Zusammenhang wird auf der Grundlage des Bestandes aus Ilfeld ein weiteres Computer-Kabinett entstehen. Dies soll überwiegend den Fremdsprachen zur Verfügung stehen, um eine effektive Sprachausbildung zu gewährleisten.

Das Herder-Gymnasium setzt ab sofort noch mehr auf die Eigenverantwortung der Lernenden. So werden die Schüleraufsichten im Schulhaus fortgesetzt und die Verantwortung für Ordnung und Sauberkeit erweitert.

Für die neunten Klassen ergeben sich mit diesem Schuljahr weitere Neuerungen. Erstmals erfolgt die Umsetzung der bilingualen Module in dieser Klassenstufe. Im Februar 2014 wird die zweisprachige Unterrichtung auf der Grundlage der Fremdsprache Englisch in Verbindung mit den Sachfächern Geschichte, Geographie, Wirtschaft/Recht – Sozialkunde, Darstellen und Gestalten, Sport sowie Ethik/Religion im Rotationsprinzip im Rahmen einer Projektwoche vorgenommen.

Die sachfachorientierte Themenwahl erfolgt auf der Grundlage der einzelnen Lehrpläne der Fächer. Zum ersten Mal taucht auch der Wahlpflichtbereich auf der Stundentafel der Neuntklässler auf. Ausgewählt wurden am Herder-Gymnasium die Bereiche Naturwissenschaft und Technik, die Gesellschaftswissenschaft sowie Darstellen und Gestalten. Dabei wird fächerübergreifend in drei Wochenstunden mit dem Ziel unterrichtet, verknüpfend und vernetzt zu denken.

Zudem werden am heutigen ersten Schultag auch die neuen fünften Klassen in der Aula der Wiedigsburgschule begrüßt. Traditionell erhalten die – in diesem Jahr vier - neuen Klassen die Möglichkeit, sich bei einem Tag der Begegnung sowie gemeinsamem Spiel und Sport in der Rothleimmühle kennenzulernen und sich erstmals als Gemeinschaft zu finden.

Schulleiter Uwe Spieß freut sich mit seinen Kollegen auf das neue Schuljahr und krempelt in mehrfacher Hinsicht die Ärmel hoch.
Heike Roeder
Autor: red

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Kommentare
Zappel
26.08.2013, 01:00 Uhr
Festwoche???
still und heimlich ohne eine Verabschiedung ihres alten Schulstandortes verließen die Gymnasiasten am letzten Schultag des alten Schuljahres ihre langjährige Schulstätte in Ilfeld.

Busfahrt, Freibadbesuch, Bowling u.ä. hat es gegeben, doch sind dies eher übliche Dinge, die in der letzten Woche eines zu Ende gehenden Schuljahres häufig mal durchgeführt werden.

Eine würdige Verabschiedung vom Schulteil "Michael Neander" des Herder Gymnasiums hat es jedenfalss definitiv nicht gegeben, von einer Festwoche ganz zu schweigen!

Ob es nun am gemeinsamen Standort so toll wird, wie es von Ihnen vollmundig beschrieben wird, muss die Praxis zeigen.

Ich bezweifle, daß sich die logistischen Abläufe in Bezug auf Schulweg, die Pausenzeiten in Verbindung mit Essenszeiten, Unterrichtsraumwechsel, und die Lehrerverfügbarkeit positiv darstellen werden.
Wolfi65
26.08.2013, 11:43 Uhr
Versagerpolitik
So sind die Ergebnisse einer Versagerpolitik.
Alles zentralisieren, um hier in NDH die Kapazitäten zu rechtfertigen. Die Kinder müssen jeden Schultag nach NDH kutschen.
So haben die Verkehrsmittel auch eine Rechtfertigung. Und wie war das nochmal mit der Verbeamtung? Ich glaube, solche Anmerkungen gehören hier im Osten doch wohl in das Reich der Fabeln.
Retupmoc
26.08.2013, 12:14 Uhr
Versagerpolitik 2
Richtig Wolfi - aber die Versagerpolitik hat die Regierung gemacht, nicht diejenigen die es an Ort und Stelle ausbaden müssen. Warum gibt es denn in Deutschland zu wenig Kinder? Die Kinder - und Jugendpolitik unserer Bundesregierung spottet nämlich jeder Beschreibung. Aber Sie sind ja alle für Kinder ... die kinderlose Kanzlerin oder der kinderlose Außenminister. Hauptsache an den Wahlplkaten stehen die Parolen.
Wolfi65
26.08.2013, 12:54 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrags
Wolfi65
26.08.2013, 13:10 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrags
Zappel
27.08.2013, 20:05 Uhr
fehlt was
am Anfang meines obigen Kommentares hatte ich folgende Zeilen von Frau Roeder zitiert:

...Schüler und Lehrer des Schulteils Ilfeld verabschiedeten sich am Ende des vergangenen Schuljahres mit einer Festwoche von ihrem Standort...

So ist der Zusammenhang zu meiner Wortmeldung besser zu erkennen!

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