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Fr, 13:24 Uhr
23.08.2013

Stippvisite bei Henriette und Luther

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff war heute zu Besuch in Nordhausen. Nach Gesprächen mit Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh (beide CDU) besuchte Haseloff ein Unternehmen, das Sachsen-Anhalt und Thüringen verbindet...

Begrüßung durch Werkleiter Becke (Foto: nnz) Begrüßung durch Werkleiter Becke (Foto: nnz)

Die wirtschaftliche Seite galt dem Besuch der Nordbrand Nordhausen GmbH. Hier wurde der Gast von Werkleiter Robert Becke sowie von den Geschäftsführern der Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH, Christof Queisser und Michael John, herzlich begrüßt. Danach standen eine Betriebsbesichtigung sowie lockere Gespräche mit Mitarbeitern des Nordhäuser Unternehmens auf dem Programm.

Gemeinsam anstoßen: Dohnalek, Haseloff, Zeh (Foto: nnz) Gemeinsam anstoßen: Dohnalek, Haseloff, Zeh (Foto: nnz)

Unter anderem erläuterte Destillateurin Bärbel Dohnalek dem Gast aus Magdeburg die Vorzüge des Nordbrand-Eierlikörs.

Haseloff berichtete der nnz, dass er gern die Einladungen sowohl des Unternehmens als auch von Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh angenommen habe. Es sei eine gute Verbindung zwischen Freyburg und Nordhausen, die Traditionsmarken und Arbeitsplätze gleichermaßen erhalte. Gegenstand der politischen Gespräche waren die weiteren Aktivitäten bei der Ausgestaltung der Luther-Dekade und die weitere gemeinsame Ausrichtung der Harzer Schmalspurbahnen.

Von links: Manfred Grund, Klaus Zeh, Reiner Haseloff, Queisser, John, Becke (Foto: nnz) Von links: Manfred Grund, Klaus Zeh, Reiner Haseloff, Queisser, John, Becke (Foto: nnz)

Für Klaus Zeh sei der Lutherweg ein Zeichen dafür, das touristisches Marketing nicht an Ländergrenzen halt mache und schließlich wünschte sich Reiner Haseloff auch für Nordhausen ein Lutherdenkmal.
Autor: red

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Kommentare
NDHler
23.08.2013, 14:09 Uhr
Warum
ist ein Lutherdenkmal für unsere Stadt so wichtig? Kann mir das mal jemand erklären? Da wird seitens des OB so eine Gewichtung drauf gelegt, man könnte meinen, so ein Denkmal bringt unserer Stadt enorme Vorteile! Nur welche? Ich bin ehrlich dankbar für jeden Hinweis!
Thomas Fichtner
23.08.2013, 15:14 Uhr
Besonders bei Nordhausens Geschichte...
im 3. Reich und den Grundlagen die Luther mit seinen bekannten Schriften in der Gesellschaft für den jahrhundertealten Antisemitismus gelegt hatte, ist dieses Vorhaben mehr als diskussionswürdig.

Nicht ohne Grund fand die Reichsprogromnacht in der Nacht des 9. zum 10. November, also an Luthers Geburtstag, statt.

Vielleicht sollten die Damen und Herren aus der Stadtpolitik wirklich mal einen Blick in die Werke ihres verehrten "Heldens" wagen, z.B. in das von ihm geschriebene und 1543 erschienene abscheulichen Hetzwerk: "Von den Juden und ihren Lügen".

Und danach reden wir noch einmal über ein tolles Denkmal!
Wolfi65
23.08.2013, 15:45 Uhr
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Nörgler
23.08.2013, 16:35 Uhr
Luther
Soweit bekannt, war ein Luther-Denkmal schon unter der OB Rinke geplant.
Wolfi65
23.08.2013, 16:50 Uhr
Wäre doch nicht schlecht
Also der Martin Luther würde sich hier in Nordhausen bestimmt wohlfühlen. Und so ein Denkmal hat doch schon mal etwas. Luther in Eisleben, Wittenberg und dann eben in NDH.
Schön Schön!
-Insider-
23.08.2013, 18:03 Uhr
dieses
denkmal wäre sicherlich auch luther, dem reformator gewidmet und nicht seiner antisemitischen ader. oder wollen wir nun etwa auch r. wagner aus der geschichte tilgen, genialer musiker mit dem hang zum rassenhass...oder prinzipiell alle deutschen, denn tief in uns drin sind wir ja alle blond und blauäugig *kopfschüttel*
Wolfi65
23.08.2013, 18:38 Uhr
Sauerkraut nicht vergessen
Denn wir heißen ja auch im Ausland: The Krauts.
Da man ja in Germany nichts anderes zutun hat, als Sauerkraut zu essen.
Genau wie der Thueringer immer Bratwurst isst und der Nordhäuser nur Doppelkorn trinkt.
Eine Liste ohne Ende.
Aber ein Denkmal von Wagner könnte ich mir in Nordhausen auch vorstellen.

Sauerkraut and Redkohl.
Oh Jesus Cristus.
Thomas Fichtner
23.08.2013, 19:14 Uhr
Ach ja, die Reformation...
die dann zum 30jährigen Krieg mit 3 bis 10 Millionen Toten führte, nicht nur durch den Krieg allein, nein auch durch die mit ihm verbundenen Hungersnöte und Seuchen.

Super gemacht! Hat ja das damalige Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation nur ca. 25-40% seiner Einwohner das Leben gekostet. In einigen Gegenden starben auch mal 9 von 10...

Vielleicht sollten sie Luthers Hass und Mordaufrufe mal lesen bevor sie ihn als religiösen Heilland überhöhen? Und das die Kirche diese Aussagen auch in den Jahren 1930-1945 (und davor) zu gern aufgriff und verwendet, soll nicht unerwähnt bleiben

Ich bring ihnen aber gern mal ein paar Beispiele seiner vorgeschlagenen "sieben Schritte der scharfe Barmherzigkeit“.
Man solle:

- ihre Synagogen niederbrennen,
- ihre Häuser zerstören und sie wie Zigeuner in Ställen und Scheunen wohnen lassen,
- ihnen ihre Gebetbücher und Talmudim wegnehmen, die ohnehin nur Abgötterei lehrten,
- ihren Rabbinern das Lehren bei Androhung der Todesstrafe verbieten,
- ihren Händlern das freie Geleit und Wegerecht entziehen,
- ihnen das „Wuchern“ (Geldgeschäft) verbieten, all ihr Bargeld und ihren Schmuck einziehen und verwahren,
- den jungen kräftigen Juden Werkzeuge für körperliche Arbeit geben und sie im Schweiße ihrer Nase zur Zwangsarbeit heranziehen.

Kommt ihnen das vielleicht irgendwie bekannt vor?

Luther war und ist ein geistiger Brandstifter! Ein solches Denkmal wäre eine unentschuldbare erneute Schändung all der Opfer seiner Ideen vom 15. Jhd bis heute!

Und hey, Hitler war ja bis 21. August 1990 noch immer Ehrenbürger Nordhausens. (Und ist es in einigen anderen Städten Deutschlands immer noch)
Wundert einen im Lichte einer "Lutherstadt" eigentlich wenig...
Wahrscheinlich wegen seines allgemeinen und nachhaltigen städtebaulichen Beitrages, der Verbreitung des Vegetarismus, der Liebe zu Hunden und seines allgemeinen Lebenswerkes zur Völkerverständigung und Toleranz der Religionen und Beitrag zur Kunst.



(Wer den sehr tiefen Zynismus nicht findet oder versteht, sollte es übrigens auch nicht weiter versuchen.)
othello
23.08.2013, 21:36 Uhr
immer wieder Luther
Lutherdekade, Pilgerwege, Schutzengel, Nikolaiforum und ein Lutherdenkmal für Nordhausen, und das im 21. Jahrhundert !
Noch von B. Rinke und ihrer evangelischen „ Streitmacht „ in der SPD und im Stadtrat initiierte Idee eines Lutherdenkmals ist in seiner Verwirklichung scheinbar nicht mehr aufzuhalten, wenn selbst ein katholischer Bürgermeister nicht mehr davon abzubringen ist.

Eine Mehrheit( über 60% ) der NNZ -Leser hat sich in einer Umfrage gegen ein solches Denkmal ausgesprochen. Dass interessiert aber niemanden ! Wie unkritisch muss man eigentlich sein, mit einem Denkmal in heutiger Zeit für eine Person zu setzen, welche mit einer menschenverachtenden Ideologie als Vordenker der Nazis bezeichnet werden kann, die sich gern auf Luther bezogen haben.

Einen Luther der allen Juden ein feuriges Ende wünschte, der behinderte Menschen in der Gosse ersäufen wollte, der die Morde an aufständischen Bauern rechtfertigte und dazu aufforderte. Seine Ideologie steht für Sexismus, Sozialrassismus und Antisemitismus. Ein kritisches Nachdenken über Luther kann nur zu dem Schluss kommen, dass ein Denkmal für Luther in dieser Zeit nicht mehr in Frage kommen kann.
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