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Di, 18:15 Uhr
13.08.2013

An den 13. August und seine Folgen erinnert

Unerwartet viele Gäste waren heute in das Grenzmuseum Schifflersgrund gekommen, um an den Mauerbau am 13. August 1961 und dessen Folgen zu erinnern. Die CDU hatte eingeladen und von Thüringen und Hessen ihre "Chefs" mitgebracht....

Grenzmuseum (Foto: Ilka Kühn) Grenzmuseum (Foto: Ilka Kühn)

Thüringens CDU-Vorsitzende und Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Hessens CDU-Vorsitzender und Ministerpräsident Volker Bouffier trafen gut gelaunt im Grenzmuseum ein und wurden zugleich von Journalisten umringt, die in großer Zahl aus beiden Ländern angereist waren.

Wolfgang Ruske, 1. Vorsitzender des Arbeitskreises Grenzinformationen und Leiter der Gedenkstätte freute sich über eine so hohe Resonanz, die die Einladung gefunden hat. Immer wieder mussten Stühle und Bänke in die Halle des Grenzmuseums gebracht werden.

Grenzmuseum (Foto: Ilka Kühn) Grenzmuseum (Foto: Ilka Kühn)

Hans Gerd Adler legte seine Gedanken aus Sicht eines Bürgerrechtlers zum 13. August und des Mauerbaus dar. Er fand sehr bewegende Worte und schilderte, dass er damals seiner Frau (noch Freundin) einen, wie er selbst sagte, gelungenen Liebesbrief mit seinen Eindrücken von einem wunderschönen Tag geschrieben hatte. Vom Mauerbau bekam er erst am nächsten Tag auf der Arbeit in der Heilignestädter Papierfabrig etwas mit. Er und einige seiner Kollegen waren geschockt...

Lieberknecht (Foto: Ilka Kühn) Lieberknecht (Foto: Ilka Kühn) Christine Lieberknecht nahm das Thema und die Stunde zum Anlass, um der hessischen CDU für die Unterstützung nach der Maueröffnung mehrfach zu danken. Persönliche Erinnerungen an den Mauerbau dürfte sie wohl nicht haben, sie ist Jahrgang 1958. Sie dankte heute für die Gemeinsamkeit der CDU Hessen und Thüringen, die sie heute in die Mitte Deutschlands führt. Eine Mitte, die man nach dem Fall der Mauer wiedererlangt habe.

Die Landeschefin sagte, das der Mauerbau die Bankrotterklärung eines maroden Systems war und erinnerte an die vielen Menschen, die bis zum Mauerbau aus der DDR flüchteten. Sie gedachte Hein-Josef Groß, der an der Grenze mit acht Kugeln erschossen worden war und dankte Wolfgang Ruske und seinem Team, dass durch die Gedenkstätte Geschichte lebendig bleibt und was geschehen ist, nicht in Vergessenheit gerät.

Volker Bouffier (Foto: Ilka Kühn) Volker Bouffier (Foto: Ilka Kühn) Hessens Ministerpräsident Volker Bauffier fing den Ball des Dankes gern auf und sagte, dass seit Jahrhunderten Hessen und Thüringen schon zusammengehören, die Wappen sind kaum zu unterscheiden, lediglich Thüringen habe ein paar Sterne mehr. An den 13. August 1961 hatte er kaum konkrete Erinnerungen, er war damals 10 Jahre alt. Die DDR kannte er als Zone, für die sie als Jungen immer Päckchen packten.

Aber Volker Bauffier konnte sich aber an die vielen fremden Menschen erinnern, die im Aufnahmelager in Gießen ankamen. Er wohnte in der Nähe. Sie wussten nicht viel von ihnen, aber dorthin, wo sie herkamen, wollte von den Jungs keiner.

Auch er erinnerte an die Maueröffnung, an die ersten Begegnungen mit Thüringern und Thüringen und erzählte, wie er Christine Lieberknecht damals als Pastorin kennenlernte.

Wir leben heute in einem starken Land, aber Feinde der Freiheit gäbes es immer noch und die größte Gefahr ist die Gleichgültigkeit, sagte er zum Abschluss.

Grenzmuseum (Foto: Ilka Kühn) Grenzmuseum (Foto: Ilka Kühn)

Zum Ende der Veranstaltung legten die beiden an der Gedenkstätte einen Kranz nieder und stellten sich mit weiteren Teilnehmern zu einem Foto auf.


Autor: en

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Kommentare
Retupmoc
14.08.2013, 13:42 Uhr
Drei Fragen
1. Gab es an der Grenze zwischen Thüringen und Hessen bis 1989 wirklich eine Mauer? Wo sind die Überreste ?

2. Was hat die CDU in der damaligen DDR konkret gegen den Bau der "Mauer" unternommen?

3. Was hat Frau Lieberknecht unternommen, um die " Mauer " zum Einsturz zu bringen? An welchen Demos gegen die "Mauer" hat Sie persönlich teilgenommen? Gab es im Anschluß an diese Demos konkrete Repressalien gegen Frau Lieberknecht?
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