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Di, 14:00 Uhr
25.06.2013

Mal mehr, mal weniger

Die Ausgaben der Stadt Nordhausen für Kunst und Kultur sind - vorsichtig ausgedrückt - sehr hoch. Über den Daumen gepeilt, mindestens 3,5 Millionen Euro pro Jahr. Wie aber sieht es mit den Straßen aus? Wir haben nachgefragt...


Sicher, solch ein Theater kostet Geld, viel Geld. Jährlich mehr als 2,6 Millionen Euro zur Unterhaltung und Ausstattung, schließlich ist die Stadt Nordhausen nicht nur Hauptgesellschafter der GmbH, sondern auch Besitzer der Immobilie. Hinzu kommen Gelder für Museen, Bibliotheken, Vereine und kulturelle Institutionen. Und das kontinuierlich - seit Jahrzehnten.

Dem gegenüber stehen äußerst unregelmäßige Ausgaben für den grundhaften Ausbau, den Neubau sowie für die Unterhaltung der Straßen in Nordhausen. Jeder der nnz-Leser kennt vermutlich nicht nur eine Straße, die so aussieht wie in den 80er Jahren oder davor. Schauen wir aber mal genauer hin.

In den Jahren 2003 und 2004 wurden insgesamt 7,5 Millionen Euro für Straße in Nordhausen aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung gestellt. Das allerdings war den zahlreichen Maßnahmen in Vorbereitung der Landesgartenschau geschuldet. Und in der Tat bleibt das über mehrere Jahre hinweg eine Ausnahme. Im Jahr 2005 standen knapp 500.000 Euro für Straßen zur Verfügung, im Jahr darauf waren es 800.000 Euro.

Dann wieder ein Sprung - im Jahr 2008 auf 3,9 Millionen Euro, im Jahr 2010 gar auf 5,2 Millionen Euro. Die wurden nicht gleichmäßig auf die Stadtgebiete verteilt, sondern galten dem SPD-Prestige-Projekt der Unterführung in der Freiherr-vom-Stein-Straße. Das schlägt in der Zehn-Jahres-Straßen-Ausgabebilanz mit mehr als acht Millionen Euro zu Buche.

Übrigens: Im vergangenen Jahr wurden immerhin 1,2 Millionen Euro ausgegeben, davon mussten jedoch immer noch 300.000 Euro für die Unterführung berappt werden. Das war genau soviel Geld wie zur Unterhaltung der insgesamt 250 Kilometer städtischer Straßen 2012 zur Verfügung standen.

Fazit aus dem Rathaus: Insgesamt gibt es einen Finanzierungsstau von drei Millionen Euro bei Ausbau, Neubau und Unterhaltung von Nordhäuser Straßen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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