Falle gegen Waschbär und Fuchs
Der Waschbär ist beliebt und verteufelt zugleich. Im Südharz erlegte man im Vorjahr 909 der putzigen Tiere, informierte Christian Büchting, der Vorsitzende der Kreisjägerschaft. Auch im Stadtgebiet von Nordhausen, wo nicht geschossen werden darf, ist man hinter ihm her. Kurt Frank informierte sich...
Waschbär mitten in Nordhausen - Aufnahme von 2003 (Foto: nnz)
Viele Menschen, vor allem Kinder, mögen den Waschbären, weil er so putzig aussieht. Andere verteufeln ihn. 909 der kleinen Petze wurden im Vorjahr im Südharz erlegt
Es war vor zwei Jahren. Ein Fuchs pirschte zur nächtlichen Stunde um das klotzige Bahnhofsgebäude in der Rolandstadt, im Volksmund Grünes Ungeheuergenannt. Da er wenig Scheu zeigte, wurde vermutet, das Tier sei krank. Die Kunde rief das Ordnungsamt der Stadt auf den Plan. Es handelte, um eventuelle Gefahren für Menschen abzuwenden. Das Amt kaufte sich eine Falle, stellte sie fachgerecht auf. Bei jeder täglichen Kontrolle aber das gleiche Bild: Reinecke, das schlaue Tier, ließ sich partout nicht einfangen. Später entdeckte man den Rotfuchs tot am Ufer der Zorge. Das Fell zerzaust.
Die Ordnungsamts-Falle hatte ihren Zweck damit nicht erfüllt. Im Gegenteil. Seitdem fängt man damit Waschbären. Vier sind es bisher in der Stadt. In der Kyffhäuser Straße schloss sich die Kiste gleich für zwei Halbwüchsige. Ein Tier war in Bielen nicht clever genug. Ein erfahrener Weidmann schickte die Kleinpetze human in den Tierhimmel.
Waschbär mitten in Nordhausen - Aufnahme von 2003 (Foto: nnz)
Die Leute, sagte Christian Kowal, Leiter des Ordnungsamtes, informierten uns. Sie hatten die Tiere herumlaufen sehen und fühlten sich nicht wohl dabei. Die Waschbären, sei zu ihrer Verteidigung vermerkt, hatten weder eine Katze im Hof gebissen, noch ein Huhn getötet oder im Dachboden des Hauses rumort. Momentan, mein Kowal, gebe es keine Anfragen, weshalb die Falle derzeit ruhend im Keller der Stadtverwaltung stehe. Bei bedarf könne sie aber jederzeit ausgeliehen und aktiviert werden.
Der Waschbär ist ein Allesfresser. 40 Prozent seiner Nahrung bestehen aus pflanzlicher Kost, 33 Prozent sind Weich- und 27 Prozent Wirbeltiere, haben Wildforscher ermittelt. Förster und Jäger sehen ihn nicht gern in ihren Revieren. Nicht nur bodenbrütende Vögel fielen ihm zum Opfer, weiß der Vorsitzender der Kreisjägerschaft aus Erfahrung. Auf der Suche nach Nahrung plündere das Tier auch Vogelnester in den Bäumen, da es ein guter Kletterer sei.
Der größte Vertreter der Familie der Kleinbären misst etwa 41 bis 71 Zentimeter und wird 3,6 bis 9 Kilo schwer. Typisch für den Waschbären sind das ausgeprägte haptische Wahrnehmungsvermögen der Vorderpfoten und die schwarze Gesichtsmaske. Seine Nahrung taucht er oft in das Wasser, was als Waschen gedeutet wurde. Außer den 909 im Vorjahr erlegten Waschbären blieben auch 1200 Füchse auf der Strecke.
Fairerweise sei aber auch gesagt, dass weder Fuchs noch Waschbär für den Niedergang des Niederwilder verantwortlich zu machen sind. Es ist die heutige Struktur der Landwirtschaft, die kaum noch einen Platz für Wildkräuter (Flurhygiene) , Büsche und Sträucher zulässt.
Kurt Frank
Autor: red
Kommentare
Da können wir ja richtig "stolz" sein !
909 Waschbären und 1200 Füchse......traurig, oder? Soviele Tiere mussten sterben, weil der Mensch sich bedroht fühlt? Hätte es nicht auch eine andere Lösung gegeben, als zu töten? Jäger, für mich persönlich Menschen mit der Lust zum töten! Und das auch noch legitimiert. Wo sind wir Menschen hingekommen? 2109 Tiere die einfach so sterben mussten, weil sie zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort waren?
"Wehe dem Menschen, wenn auch nur ein einziges Tier im Strafgericht Gottes sitzt !"
Peppone
24.06.2013, 17:09 Uhr
Liebe Bevölkerung
Räudige Füchse, marodierende Waschbären und sonstige Kuscheltiere sind in Zukunft bei @sam abzugeben. Die Adresse wird nachgereicht. Das erspart mir und meinen Spießgesellen eine Menge Zeit und Geld. Danke @sam.
Habe die Ehre, Oberförster Pudlich
Harzer_jung
24.06.2013, 21:13 Uhr
Stadtpark
Die Waschbären werden wir nicht mehr los,
im Stadtpark sind mir vor ein paar tagen gleich drei Junge über den weg gelaufen, Angst vor Menschen? Keine, die scheinen uns zu akzeptieren, und nein Krank sahen die auch nicht aus. eher sehr lebendig, die haben neben dem Summloch einfach gespielt.
Und nei ich hab die Kleinbären in Ruhe gelassen, auch das Muttertier was ivch in einiger Entfernung sehen konnte empfand mich nicht als Bedrohung.
Eine Deziemierung per Jagd wird schwer klappen bei Waschbären, die vermehren sich dann einfach entsprechend mehr.
Direkten Schaden richten sie ja auch nicht an, man muss es wohl akzeptieren das dieses Tier hier jetzt heimisch ist.
wie wäre es mit Der Pille für Waschbären?
"Oberförster"
Wäre es denn nicht möglich kranke Tiere mit einer Lebendfalle ( die ja bei der Stadt vorhanden sind ) einzufangen und tierärztlich behandeln zu lassen? Und wie wäre es, wenn man die Population der Waschbären durch Kastrationaktionen eindämmt? Somit könnten doch die vorhandenen Tiere weiterleben, sich aber nicht mehr in dem Maße vermehren?! Da wäre doch die vorhandene Zeit und das angesprochene Geld besser angelegt, als die Tiere einfach abzuschießen!Wir sind doch alle nur Gäste auf dieser Erde, aber wir Menschen nehmen uns Rechte raus, die uns nicht zustehen!
Peppone
25.06.2013, 06:44 Uhr
Adresse und Bankverbindung fehlt
Natürlich ist es theoretisch möglich, die kleinen gefangenen Kuschels in Tierhospitalen gesund zu pflegen, zu kastrieren und in Pflegefamilien ein wunderschönes Tierleben leben zu lassen. Nur leider haben Sie @sam wieder vergessen ihre Adresse und Bankverbindung anzugeben. Also wo soll ich die Kuschels jetzt hinbringen?
Habe die Ehre, Oberförster Pudlich
Retupmoc
25.06.2013, 08:02 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrags
Harzer_Wolf
25.06.2013, 08:48 Uhr
Waschbär-Dschungel
Wenn die Stadt Nordhausen nicht nördlich der Kyffhäuser Str. einen Dschungel mit Ruinen zulassen würde, dann würden dort auch keine Waschbären hausen. Dschungel = Tierpopulation. Aber anstatt den Dschungel zu beseitigen, wird der Waschbär beseitigt. Schämt Euch!
einfach und bequem statt etwas gutes zu tun
Stellt Euch vor, da hat ein Waschbär Hunger und läuft in eine dieser Lebendfallen. Ganz verängstigt sitzt er nun in der Falle, schaut den Menschen hilfesuchend mit seinen schwarzen Augen an....und dann....dann drückt dieser Mensch ab ! Einfach so, nur weil der kleine Kerl vor Hunger in diese Falle gelaufen ist. Was für ein Mensch muss man sein, um soetwas fertig zu bringen? Ist das die einfachste, schnellste und billigste Methode um dieses "Problem" in den Griff zu bekommen?.....Ist Töten eine Lösung???
Peppone
25.06.2013, 20:11 Uhr
Es passiert nichts Gutes, außer man tut es!
Die einfachste Methode um das Problem in den Griff zu bekommen ist: @sam läßt endlich mal seine Adresse da und kümmert sich dann um die kleinen Kuschels!
Aber anstatt mal ein bischen Verantwortung zu übernehmen antwortet @sam auf Fragen nur mit sich ständig wiederholenden Gegenfragen. Nochmal g a n z l a n g s a m : Wo kann ich die kleinen Kuschels hinbringen @sam?
Habe die Ehre, Oberfoerster Pudlich
Marie 2010
25.06.2013, 21:16 Uhr
Waschbär-Problem
Wir hatten 3 Waschbären in unserem Gebäude, die sich eingenistet hatten. Der Schaden belief sich auf ca 1000 €, da wir alles abreißen mußten , was durch die Waschbären verunreinigt worden ist..... sprich, alles vollgepißt. Die komplette Decke eines Wohnraums mußte erneuert werden. Und Maßnahmen mußten ergriffen werden, damit die Tierchen nicht dort wieder seßhaft werden. Niedlich sind sie ja, aber eine Symbiose mit mir kann ich mir nicht vorstellen.
98maschr
25.06.2013, 22:35 Uhr
Nur ein toter Waschbär ist ein guter Waschbär
Waschbären sind Schädlinge und insofern freu ich mich über jeden Einzelnen, den die Jäger zur Strecke bringen. Für mich ein wichtiger Beitrag von Leuten die ihre Zeit opfern und dafür auch noch angebafft werden. Macht weiter so :)
Verantwortung........
Herr Oberförster, Sie möchten, dass ich Verantwortung übernehme, habe ich schon! :-) Warum geben Sie sich denn nicht zu erkennen? Aber ist schon verständlich, würde ich an Ihrer Stelle auch nicht tun. Und ich Drücke allen die Daumen, die dieses Vorgehen für gut empfinden, dass sie nicht eines Tages Rechenschaft ablegen müssen......
Retupmoc
26.06.2013, 07:59 Uhr
Christen
Oberförster ... dies ist eine christliche Gesellschaftsordnung. Alle Lebewesen sind Kinder Gottes. Und nun erklären Sie mir mal, wo Sie das Recht hernehmen, zu bestimmen, welches Lebewesen leben darf und welches nicht?
I.H.
26.06.2013, 10:53 Uhr
Wer denkt an die kleinen Tierkinder?
Was ist mit den kleinen Tierkindern, denen diese hier gar nicht her gehörenden Raubbären bei lebendigem Leibe die Beinchen und die Flügelchen ausbeißen? Was ist mit den Kindern, die im Garten Erdbeeren naschen und sich dabei tödliche Fuchsbandwürmer einfangen? Wenn die jämmerlich zu Grunde gehen ist das den Pseudo-Tierschützern egal.
In Australien und Neuseeland werden riesige Regierungsprogramme gestartet um eingeschleppte Viecher wieder los zu werden. Da gibt's fast keine ursprünglichen Arten mehr, weil die eingeschleppten Viecher alles aufgefressen haben. Und hier sollen sich Leute rechtfertigen, die noch einen Bezug zur Natur haben und heimische Arten schützen. Geht's noch ihr Pseudo-"Tierschützer"?
andreas66
26.06.2013, 12:22 Uhr
Ich...
bin für Fallen aufstellen. Marder und Waschbären sind "Schadtiere", richten nur Schaden an. Wohlgemerkt Lebendfallen, wenn was gefangen, dann weidgerecht o.ä. getötet. Das nimmt immer mehr Überhand mit den Tieren, die nicht ins Stadtgebiet gehören.
Retupmoc
26.06.2013, 12:27 Uhr
Tierkinder
Und wieder einmal ...heisse Luft, Statler!
Zum mitschreiben : In der freien Tierwelt war es schon immer so, das bestimmte Arten andere fressen. Dies tun diese Arten, um zu überleben. Niemals töten diese Tiere andere Tiere zum Spaß, so wie das die Menschen machen. Und genau darum geht es - der Mensch greift Kraft seiner Wassersuppe in die Geschehnisse der Natur ein. OK - er nimmt sich das Recht - das Recht des Stärkeren. Dabei müsste der Mensch mehr Intelligenz haben, als eine Tötungsmaschine und ein Tierquäler (z.B. Legebatterien ) zu sein. Ich persönlich würde mir deshalb wünschen, das doch irgendwann mal eine außerirdische Lebensform diesen Planeten findet und auf die Idee kommt, Menschen zu jagen. Sie sind der ERSTE, der dann die Genfer Konventionen herunterbeten würde.
Boris Weißtal
26.06.2013, 12:37 Uhr
Recht so Statler
Tiere, die auf dem einen Kontinent eine wichtige Rolle im Naturkreislauf innehaben, stellen in anderen Regionen, meist durch Menschen eingeschleppt, eine richtige Bedrohung des heimischen Ökosystems dar. Dann muss der Mensch seine Fehler korrigieren. Dies ist Aufgabe der ehrbaren Jagd. Jäger hier als Unmenschen zu titulieren ist absoluter Schwachsinn und offenbart geiferndes Unwissen.
Dies ist auch nicht unchristlich (Mumpitz). Das Gebot "Du sollst nicht töten" bezieht sich eindeutig auf Menschen, sonst hätte Jesus die Armen nicht mit Fischen versorgt.
An dieser Disussion offenbart sich wieder mal die Schädlichkeit von übereifrigem Gutmenschentum.
Es bleibt dabei: Waschbären in Deutschland sind Schädlinge und richtigerweise sind sie gemäß Nordhäuser Stadtordnung zu bejagen=töten. Denn auch kastrierte Waschbären plündern Singvögelnester aus.
-----7
26.06.2013, 12:54 Uhr
@verkehrter computeR und @sam
Der Oberförster tötet sicher nicht zum Spaß.
In der Tierwelt wird auch nicht nur getötet, um etwas zum Fressen zu haben! Dringt z.B. ein fremdes Tier in das Revier eines Gorillas ein, wird es bekämpft. Lässt es sich nicht verjagen, wird es auch mal getötet. Leider ist das in der Menschheit auch noch so. Oder versucht ein fremdes Tier, einem Löwen das Fressen wegzunehmen wird es das vielleicht auch mit dem Leben bezahlen. Oder letzteres - möchte ein männliches Flusspferd dem Alphatier die Weibchen abspenstig machen, wird es entweder verjagt oder auch getötet.
Nun die Parallelen von Mensch und Tier: Der Mensch verteidigt auch wie das Tier sein Revier (Lebensraum, Eigentum). Auch verteidigt er wie das Tier seine Nahrung (z.B. Äcker, Vieh). Und etwas anderes macht der Oberförster auch nicht.
Leider gibt es zum 3.Beispiel auch eine Parallele, denn es gibt tatsächlich Männer, die ihren Nebenbuhlern Schaden zufügen oder gar töten, aber ich denke, das wird der Oberförster nicht auch noch übernehmen.
Letztendlich ist der Mensch auch nur ein Tier und benimmt sich somit auch wie die Tierwelt.
Okay, es gibt auch Ausnahmen, wo Menschen Tiere zum Spaß töten (z.B. Safari) aber ich denke, das wird einem Oberförster nicht einfallen.
Harzer_Wolf
26.06.2013, 14:32 Uhr
Spaß am Töten
Und was sind dann Treibjagden, Herr Körner? Hier werden nämlich keine kranken Tiere abgeschossen, sondern die, die zufällig vor die Flinte kommen. Meist zum Zweck der Speisezubereitung in Wildgaststätten. Da nimmt man dann übrigens keine kranken Tiere. Aber man dreht sich die Welt eben so wie sie gefällt.
Was die Waschbären betrifft, könnte man die Tiere natürlich auch in den Harzer Hochwald fahren und dort aussetzen. Ich denke, das es dem Waschbärennachwuchs auch viel Freude macht, wenn man die Mutter abknallt und die Kleinen dann verhungern. Es stimmt auch sicher, Boris Weißtal, das Waschbären sich an Vogelnestern zu schaffen machen. Sie meinen dann also, das die Bären deswegen getötet werden dürfen. Ich habe vor einigen Wochen beobachtet, wie ein Vogelnest mit Jungvögeln von Menschen entsorgt wurde. Darf ich diese Menschen dann auch nachträglich erschießen?
Glaskugel
26.06.2013, 15:13 Uhr
So macht man Tierschutz kaputt
Da bietet ein Förster an, die gefangenen Tiere in die Hände des Tierschützers zu geben und der eiert nur rum. Wenn das Tierschutz sein soll, dann schönen Dank.
Und das allerbeste ist wieder der Harzer-Retupmoc, der hier wieder unter zig Nicks den Tierschutz lächerlich macht. Danke schön Herr "Computer-Tierschützer". Hoffentlich kommen Sie nicht auch mal vor das Strafgericht Gottes!
Lisa
Harzer_Wolf
26.06.2013, 16:02 Uhr
Vorher gewusst
Wieso weiß ich schon vor der Veröffentlichung des Artikels der lieben Lisa, das es mal wieder in einem persönlichen Angriff endet? Wenn ich Unrecht habe, entschuldige ich mich vielmals und schreibe die nächsten 4 Wochen keinen Kommentar.
"eiern" :-)
Liebe Lisa, glaube mir, wenn ich die Unterkunft, das Geld und die dazu benötigten Personen zum helfen hätte, wäre ich die erste die sich dazu bereit erklären würde die Tiere aufzunehmen. Und mir tut es in der Seele weh nichts tun zu können. Aber vielleicht können wir hierdurch alle zusammen etwas bewirken oder tun. Gern bin ich hierzu bereit. Mich würde es ja mal interessieren, wieviel Geld man für einen abgeschossenen Waschbären oder Fuchs als Jäger bekommt?
Alex Gösel
26.06.2013, 19:00 Uhr
@Piratischer Richter Harzer_jung
Ich finde das von Ihnen vorgeschlagene eine gute Idee! Allerdings frage ich mich, ob es schon sowas wie eine "Anti-Babypille" für Waschbären gibt und 2. wer soll diese dann bezahlen? Doch nicht etwa die Piratenpartei?
Aber ich sehe schon: Sie nutzen dieses hier zum Wahlkampf, sonst hätten Sie und Ihre Partei sich auch mal zu anderen Themen gemeldet. Aber leider machen dass ja andere Parteien auch so.
Zum Thema: Wieviele Tiere leben denn etwa im Stadtgebiet? Warum benutzt man diese Falle denn nicht einfach?
Pe_rle
26.06.2013, 20:23 Uhr
Boris Weißtal
wenn Sie meinen das die "Plage" Waschbär die Vogelnester plündert, dann meine ich das die "Plage " Katzen hier in der Stadt auch auf der Abschussliste stehen müßte, denn auch sie plündert Vogelnester, und nicht gerade wenige.
Peppone
26.06.2013, 20:33 Uhr
Da kann geholfen werden @sam
Zitat @sam: "Mich würde es ja mal interessieren, wieviel Geld man für einen abgeschossenen Waschbären oder Fuchs als Jäger bekommt?"
Für einen Waschbären oder Fuchs bekommt man als Jäger: Nichts! Das Vet-Amt des Landkreises untersucht wohl ca. 25 Füchse pro Jahr von den angeblichen 1200 auf Tollwut, Staupe, Räude... um Seuchen vorzubeugen oder um einen Überblick zu erhalten. Für diese paar Füchse zahlt der Landkreis wohl 25 Euro an den Lieferanten als Aufwandsentschädigung.
Ich sage jetzt mal bewußt Lieferanten, denn diese Füchse kommen hauptsächlich aus dem Straßenverkehr, wie fast achtzig Prozent ihrer Artgenossen der Gesamtstrecke. Wer täglich Auto fährt, sieht diese toten Füchse auch am Straßenrand liegen. Die wenigsten Füchse oder Waschbären sterben heute durch die Jagd!
Jäger haben heute ganz andere Probleme, als Füchsen oder Waschbären nachzustellen. Das macht man nur noch, um den betroffenen Leuten, wie zum Beispiel in Maries Fall zu helfen. Oder um den heimischen Tieren zu helfen. Was soll ich denn als Jäger mit einem Waschbären? Wir haben mit den Schwarzkitteln auf den Megamaisflächen der Biogasanlagen genug zu tun. Für diese Schäden werden wir nämlich haftbar gemacht.
Habe die Ehre, Oberförster Pudlich
-----7
26.06.2013, 21:26 Uhr
@Harzer_Wolf
Hätten Sie meinen Kommentar bis zum Ende gelesen, hätten Sie Ihre Frage zu Treibjagden nicht stellen müssen.
Gern zitiere ich meinen letzten Satz nochmal: "Okay, es gibt auch Ausnahmen, wo Menschen Tiere zum Spaß töten (z.B. Safari) aber ich denke, das wird einem Oberförster nicht einfallen."
Doerfler
26.06.2013, 22:42 Uhr
Ihr begreift es nicht, liebe "Tierschützer",
der Waschbär ist RAUBZEUG und seine Existenz in Europa verdanken wir EINEM in den 30er Jahren am Edersee ausgesetzten Paar und einigen von besonders "tierlieben Tierschützern" aus Pelztierfarmen freigelassenen Exemplaren. (Das betrifft übrigens auch befreite Nerze etc.)
Für alle, die Waschbären gern haben empfehle ich einen Umzug nach Kassel, wo die von diesen possierlichen Tierchen angerichteten Schäden in die Hunderttausende gehen und dieser Eindringling zur Dauerplage geworden ist.
Und wie von einigen Kommentatoren bereits richtig bemerkt worden ist, ist er eine Gefahr für EINHEIMISCHE Tiere (auch solche, die vom Aussterben bedroht sind!).
Also wofür entscheiden wir uns? Für einheimische Fauna und Flora oder für eingeschleppte, die einheimische verdrängt oder vernichtet?
Einen Mittelweg gibt es nicht...
Harzer_jung
26.06.2013, 22:46 Uhr
kein wahlkampf
nein das ist für mich kein Wahlkampfthema.
Das ist ein Thema was ich ganz nüchtern und unaufgeregt betrachte,
Ich kann es nur einfach nicht verstehen das man ernsthaft fordert los erschießen!
Das Thema Waschbär ist Menschengemacht, und töten soll jetzt die Lösung sein?
Zur Antibabypille: ja gibt es zumindest für Hunde und Katzen, sollte also theoretisch auch bei Waschbären funktionieren,
Sterilisation dürfte aber effektiver sein, war auch nur ein Gedankenspiel von mir.
Kosten für eine Sterilidsation dürften so bei 100€ pro tier liegen.
Das Geld hätte man zb beim letzten Konzert im Gehege einsparen können^^
Friderike
27.06.2013, 08:33 Uhr
Tierschutz in allen Ehren, aber...
...man kann es auch übertreiben! Sicher sehen die Waschbären niedlich aus, aber auch Ratten kann so manch einer für sich entdecken usw., aber Leute sollte man nicht mal einwenig weiterdenken. Was ist, wenn man alles so weiterlaufen läßt und nicht eingreift? Darüber scheinen sich die angeblichen Tierliebhaber keine Gedanken zu machen, aber es wurden ja durch einige Vorkommentatoren bereits mehrfach Denkanstöße gegeben. Allerdings scheint das immer wieder auf taube Ohren und verklärte Augen zu stoßen!
Übrigens meine "Lieblingstier" sind Mücken
und dank der lieben Tierschützer und Co., wird ja seit mehreren Jahren nicht mehr dagegen gesprüht! Also werden wir nach diesem Frühjahr und dem Hochwasser sehr viele von diesen possierlichen Tierchen erwarten können! Es ist nur eine Befriedigung für mich, dass sie beim Stechen keine Unterschiede machen werden!!!
Und nun liebe "Tierliebhaber"?
Harzer_Wolf
27.06.2013, 08:53 Uhr
Guten Morgen
@ Jens Körner - natürlich hatte ich Ihren Beitrag bis zum Ende gelesen. Das mache ich auch sehr gern, denn in den meisten Fällen steht dann dort etwas Konstruktives - und vor allem ohne persönliche Amüsements. Aber Sie hatten doch geschrieben: " ...das wird einem Oberförster nicht einfallen ". Bei den Treibjagden im Harz und im Gebiet Sollstedt ist dem zuständigem Förster dies aber eingefallen. Man warnte sogar die Wanderer und Autofahrer vor in Panik geratenem Wild. Ich hätte eher vor den vornehmlich aus den alten Bundesländern stammenden Jägern gewarnt. Vielleicht haben wir uns ja auch nur falsch verstanden? Es gibt Schlimmeres auf der Welt.
Einen hab ich aber noch. Und zwar eine Frage an den Herrn Pudlich, den Erfinder der Nadel- und Fadenbäume. Ich glaube Ihnen, das man für einen geschossenen Fuchs kein Geld bekommt. Immerhin steht der ja auch nirgendwo auf der Speisekarte. Und von Waschbär am Spieß, mit Kroketten und Rotkraut habe ich auch noch nichts gehört. Aber da Sie ja alles so genau wissen : Wieviel Kohle bekommt ein Jäger für ein geschossenes Reh, einen Hirsch, ein Wildschwein und dergleichen?
Huschke
27.06.2013, 10:25 Uhr
wie krank
ist denn diese Diskussion hier. Ich stimme allen zu die sagen das der Waschbär ein Schädling ist und nicht hier beheimatet ist und somit auch seine Population dezimiert bzw seine Ausbreitung verhindert werden muss.
Die Jäger als Menschen mit Spass am Töten hinzustellen finde ich eine absolute Frechheit. Diese Leute (zumindest der größte Teil) tragen zu einem großen Maß dazu bei das unsere heimische Flora und Fauna überhaupt noch in solch einem guten Zustand ist und viele Tierarten noch nicht ausgerottet sind.
Ach übrigens @Retupmoc, Harzer_Wolf und wie hier die ganzen Pseudotierschützer heißen: ich hab noch zwei Rehkeulen und ein Wildschwein in der Tiefkühltruhe und freue mich auf die Zubereitung und den wunderbaren Geschmack des Fleisches.
Dieses Fleisch stammt nähmlich nicht aus der Massentierhaltung wo Tiere unter unwürdigsten Bedingengen innerhalb kürzester Zeit (Hybridschweine ein halbes Jahr) zur Schlachtung gemästzet werden damit viele Menschen (vielleicht auch Ihr) ihr Schnitzel für 3,99€/kg im Discounter kaufen können. Da geb ich lieber ein paar Euro mehr aus und kaufe Wild aus heimischen Wäldern bzw. auch Fleisch vom Biobauern.
Retupmoc
27.06.2013, 10:45 Uhr
Lassen Sie es sich schmecken
Aber gern doch, futtern Sie alles was Ihre Tiefkühltruhe hergibt, Herr oder Frau Huschke. Das ist aber nicht das Thema. Wenn der Waschbär schädlich ist, kann man ihn gern kastrieren und damit einer weiteren Verbreitung vorbeugen. Oder man siedelt ihn einfach um. Das kostet zuviel? Ach, kommen Sie ... man schickt doch auch sonst Tiere um den ganzen Erdball, um diese im Zoo auszustellen oder in einer Schlachterei ihrem Gaumen zu opfern. Aber abknallen ist nicht die Lösung. Unabhängig davon, das im Leitartikel stand, das man in Nordhausen 4 !!!!!!!! Waschbären gefangen und getötet hat. Eine Wahnsinnszahl ! 4 Waschbären terrorisierten die Stadt. Lächerlich ! Und was die Massentierhaltung betrifft - das ist hier zwar auch nicht das Thema - aber auch dagegen bin ich natürlich. Und Sie können wir glauben, bei mir kommt kein Ei aus Käfighaltung und Co. auf den Frühstückstisch. Die Rehkeule allerdings auch nicht. Und wenn Sie sich ihre Keulen dann schmecken lassen, denken Sie vielleicht einen Moment daran, das das die Mutter eines kleinen Rehkitzes war, das vielleicht ein paar Tage später vor Hunger verendet ist, weil die Jäger das Muttertier für Sie umgemurkst hatten. Erfreuen Sie sich an dem Geschmack !
I.H.
27.06.2013, 11:49 Uhr
Futterneid gepaart mit Unwissenheit
Dazu kommt noch penetrante Boshaftigkeit. Es reicht nicht aus, die Jäger als Lusttöter zu denunzieren. Jetzt wird ihnen auch noch unterstellt, dass sie beim Lusttöten es noch viel lustiger finden Muttertiere zu erschießen. Was muss im Kopf eines Menschen vorgehen, um auf solche schlechten Gedanken zu kommen und diese dann auch noch zu verbreiten? OMG!
Bitte weitermachen Jäger. Das es in Nordhausen nicht nur 4 Waschbären und eine Ordnungsamtsfalle gibt wissen alle, außer Pseudotierschützer.
Retupmoc
27.06.2013, 13:37 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Die Diskussion ist hiermit beendet
suedharzer
27.06.2013, 14:23 Uhr
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