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So, 08:47 Uhr
23.06.2013

Leon kennt keine Freundschaft

Olli ist erst zehn Jahre alt, aber schon sechsfache Mutter. Olli ist eine Kuh und gehört dem Hobbyzüchter Norbert Spieß aus Günzerode. Kurt Frank hat ihn besucht...

Spieß und sein Tiere (Foto: K. Frank) Spieß und sein Tiere (Foto: K. Frank)

Die fleißige Mutter ist das älteste Tier in der Herde des Züchters. Schottische Highlights haben es ihm besonders angetan. Alle Nachkommen stammen von Leon. Das ist der Deckbulle. Ein stattlicher Bursche. 21 Zentner bringt er auf die Waage. Über fünf Jahre hat er schon auf den Hufen. Seine Aufgabe, für gesunden Nachwuchs zu sorgen, erfüllt er bravourös. Zehn Kälber kommen auf sein Konto. Das Schwergewicht hat Spieß selbst aufgezogen. Handzahm, folgt es ihm aufs Wort. Ein Fremder ist hingegen gut beraten, Abstand zu halten. Leon kennt da keine Freundschaft.

Sobald das Gras sprießt, grasen sechs Kühe und drei Bullentiere des gelernten Landwirts auf der Weide. Das Hobby hat der 53-Jährige vom Vater Richard übernommen. Ihm erfüllte der Sohn damit einen sehnlichen Wunsch. Jedes Jahr lässt der Züchter einen Bullen schlachten. Für den Eigenbedarf. Seine Söhne Michael, Daniel und Andre sind alles gestandene Männer und keine Kostverächter. Gute Freunde und Bekannte auch nicht.

Michael, mit 34 Jahren der älteste Spross und in Günzerode fest verwurzelt, wird den Vater später mal beerben. Auch auf Daniel und Andre, die nicht mehr im Dorf wohnen, sei jederzeit Verlass, sagt Vater Norbert. Wenn er sie rufe, seien auch sie schnell zur Stelle. Es gebe mit der Herde ja auch viel zu tun. Der Landwirt arbeitet in der Agrar GmbH Mauderode und lobt Ex-Geschäftsführer Robert Bertuch. Der habe ihn in seiner Tätigkeit als Hobbyzüchter stets unterstützt. Mit Technik und was man so brauche.

Ramona, die Ehefrau, hilft ihrem Mann nach Kräften. Sie, sagt der Gatte, sorge sich vor allem vorbildlich für das leibliche Wohl. Ein gutes Essen erleichtere die Arbeit wesentlich, spricht der Chef aus Erfahrung. Ramona versteht ihr Handwerk, ist sie doch Köchin im Kaffeehaus „Victoria“ in der Nordhäuser Bahnhofstraße.

Norbert Spieß macht sich mit seiner Herde für die Landschaftspflege verdient. Grasflächen an der Helme, die ohne Pflege ins Kraut schießen und verholzen würden, hat er eingezäunt. Über jedes Tier wird gewissenhaft Buch geführt. Stolz ist Züchter Spieß auf die Urkunde „Für impffreien Rinderbestand“. Sein fünfjähriger Enkelsohn Florian, der mit den Eltern in der Kreisstadt wohnt, möchte von Opa und Oma aus Günzerode nicht mehr weg. Auf dem Dorf bei den Großeltern mit den Kühen und anderen Tieren sei es viel schöner und interessanter als in der Stadt, meint der Kleine.

Norbert Spieß ist stolz auf seine Herde, die er liebevoll betreut.
Kurt Frank
Autor: red

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