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Fr, 10:26 Uhr
07.06.2013

Enttäuschung, Willkür, Grausamkeit

Namhafte Journalisten einer Thüringer Tageszeitung trafen sich gestern im Freizeit- und Erholungspark „Zum Possen“ in Sondershausen zu ihrem Stammtisch. Im Mittelpunkt stand der Roman „Schwarzes Eis“ mit dem Autor Sergej Lochthofen. Aus Nordhausen war Kurt Frank dabei...

Getroffen und zugehört (Foto: K. Frank) Getroffen und zugehört (Foto: K. Frank)

Vor 20 Jahren aus der Taufe gehoben, finden sich die Medienleute jährlich in einer anderen Stadt ein, plauschen miteinander, rufen Erinnerungen und Erlebnisse aus ihrer aktiven Journalisten-Zeit wach. Die ehemaligen Mitarbeiter begrüßten zu ihrer Jubiläums-Veranstaltung ihren langjährigen und auch bei den Lesern beliebten Chefredakteur Sergej Lochthofen. Tags zuvor erst von einer Lesung seines Buches aus Sibirien zurückgekehrt, hießen ihn die aus ganz Thüringen angereisten zahlreichen Zeitungsleute herzlich willkommen.

Lochthofen ist ein national und international hoch geachteter Journalist. 1953 im russischen Workuta geboren, kam er als Fünfjähriger mit den Eltern in die DDR, wo er eine russische Schule besuchte. Er studierte Kunst auf der Krim und Journalistik in Leipzig.

Das Medium-Magazin wählte ihn zum regionalen Chefredakteur des Jahres. Fernsehzuschauer kennen ihn als die „Stimme des Osten“. Der Mann kannte die Befindlichkeiten der Menschen hierzulande, deren Interessen und Belange er konsequent als Chefredakteur vertrat.

Mit dem neuen Mann an seiner Stelle wurde manches bunter in der sogenannten „Neuen Zeitung“. Auch besser? Keineswegs! Das jedenfalls war die Meinung der Journalisten-Stammtischrunde. So wünschen sich heute nicht nur die Ehemaligen einen Mann wie Sergej Lochthofen zurück.

Lochthofen signiert sein Buch (Foto: K. Frank) Lochthofen signiert sein Buch (Foto: K. Frank)

Aufmerksam lauschten die Zuhörer den Erlebnissen Lochthofens während einer abenteuerlichen Reise durch das ferne Sibirien. In „Schwarzes Eis“schildert der Autor die Lebens- und Leidensgeschichte seines Vaters in stalinistischen Gulags. Liebe und Verlust, Aufbruch und Enttäuschung, Willkür und Grausamkeit ein packender, tatsachengestützter Roman.

Etwa 30 einstige Mitarbeiter einer Tageszeitung waren in die Gaststätte „Zum Possen“ gekommen, um einer Lesung Sergej Lochthofens beizuwohnen. Zahlreiche Anwesende hatten sein Buch mitgebracht und ließen es sich signieren.
Kurt Frank
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