eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Di, 06:57 Uhr
04.06.2013

Zitate zu unserer Zukunft (9)

nnz-Leser Bodo Schwarzberg bezieht in seinen Zuschriften und Kommentaren klare Positionen für den Umwelt und Naturschutz. Jetzt hat er Zitate von Fachleuten gesammelt...


Dass sich globales, umweltschonendes Wirtschaften tatsächlich rechnet, ist eine Binsenweisheit, die im Interesse schnell zu generierender Profite gern verdrängt wird. Schmerzlich müssen wir aber zunehmend erfahren, welche Folgen letzteres hat.

Gerade musste das VW-Werk in Zwickau vorübergehend die Arbeit einstellen. Vielen Firmen in den Hochwassergebieten des zweiten „Jahrhundertwassers“ in elf Jahren dürfte dies ähnlich gehen. Zu den so entstehenden Verlusten kommen die Kosten für den Wiederaufbau zerstörter Gebäude und Infrastruktur hinzu, inklusive Kredit- und Versicherungskosten.

Das Schlimmste an der Gesamtsituation ist, dass sich niemand der wirklich maßgebenden Leute zu sagen traut, dass es so wie bisher, mit der globalen Wirtschaft keinesfalls weitergehen kann. Nicht einmal der Bürgermeister von Grimma hat im Interesse der langfristigen Sicherheit seiner Stadt und seiner Bürger ein globales Umsteuern im Blick, sondern er sorgt sich lediglich um die aktuelle Katastrophe und um die noch nicht fertiggestellten neuen Deiche.

Dass es aber viel sinnvoller wäre, die aktuelle Situation gleichrangig zur Forderung nach grundlegenden Veränderungen zugunsten des Umweltbereiches mit internationalem Druck zu nutzen, scheint ihm nicht in den Sinn zu kommen. Dabei sind jetzt wieder, wie schon 2002, aufmerksame Reporter in Grimma unterwegs.

So traurig wie es auch ist: Wahrscheinlich sind noch mehr Hochwässer und andere Umweltkatastrophen nötig, um den notwendigen Handlungsdruck auf die Politik aufzubauen, das Problem Klimawandel international an der Wurzel zu packen – auch im Interesse der Wirtschaft. Deutschland allein als Vorreiter bei Wind und Sonne reicht nichts aus.

Zur ökonomischen Problematik der Hochwässer und ihrer Ursachen drei aktuelle Zitate, die direkt oder indirekt auf die gegenwärtige, erneute Hochwasserproblematik Bezug nehmen.

"Zwei Jahrtausendhochwasser in elf Jahren - das ist einfach zu viel. Die ganzen privaten und öffentlichen Investitionen der vergangenen Jahre sind dahin. Eine halbe Milliarde Euro sind in den Wiederaufbau gesteckt worden. Wir sind gar nicht in der Lage, alle zehn Jahre unsere Stadt neu aufzubauen."
Bürgermeister Matthias Berger ( Grimma / Sachsen) zur erneuten Überschwemmung seiner Stadt nach 2002. Quelle: http://www.vlothoer-anzeiger.de/weltnews/tagesthema/8612921_Report_Verzweifelter_Kampf_gegen_die_Flut.html

„Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat rund 1000 Unternehmen in Deutschland befragt, wie sehr sie vom Klimawandel betroffen seien. Das Ergebnis: Rund 20 Prozent der befragten Firmen sahen sich direkt oder indirekt negativ vom Klimawandel betroffen, weitere elf Prozent sahen positive Effekte.“ Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/iw-studie-jede-dritte-deutsche-firma-vom-klimawandel-betroffen-a-876592.html

„Der Trend ist da“ - Prof. Dr. Mojib Latif – Kieler Klimaforscher über die klimawandelbedingte Tendenz zu immer häufigeren Starkregen, manifestiert im Oderhochwasser 1997 und den Hochwässern 2002 und 2013. Quelle: http://www.welt.de/vermischtes/article116766389/Dieser-Tiefdruckkomplex-ruehrt-sich-einfach-nicht.html
Bodo Schwarzberg

Kommentare bitte nur mit Klarnamen
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)