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Di, 19:29 Uhr
03.04.2001

KOBB für Werther - Drogenkontrollen werden verstärkt

Nordhausen (nnz). Polizeioberrat Günter Lierhammer war gekommen, um den Mitgliedern des Kreistages sich, seine Polizeidirektion sowie einige Statistiken per Polylux und bunten Folien vorzustellen. Die Technik konnte Lierhammer vergessen, die gab sofort ihren Geist auf. Machte nichts, ein Chef hat die Zahlen im Kopf.
Im Kopf hatte der Ruske-Nachfolger denn auch die Antwort auf eine Frage von Klaus Hummitzsch (PDS) bezüglich des Einsatzes eines Kontaktbereichsbeamten (KOBB) in Werther. "Wenn wir einen geeigneten Beamten gefunden haben, dann wird auch Werther über einen KOOB verfügen." Dann wurde es schon heißer, als Matthias Jendricke (SPD) indirekt behauptete, unter der Führung von Lierhammer habe die Nordhäuser Polizei ein Kampagne losgerissen, die jeden Diskobesuch als Vorstufe zur Drogenhölle gleichkommen ließe. Das Thema werde zudem von den Medien hochgebauscht, meinte Jendricke, man solle vor allem mit den sogenannten weichen Drogen liberaler umgehen. Das wollte Günter Lierhammer so nicht stehen lassen. Der Drogenkonsum in größeren Gaststätten und Diskotheken sei hinlänglich bekannt, auch gebe es dort mitunter eine offene Händlerszene. Dies darzustellen, sei kein Populismus und der Presse werde man keine Zensur erteilen. Im Gegenteil, beim Drogenkosum und beim Handel werde die Polizei nicht wegschauen und ihre Kontrollen nicht nur fortsetzen, sondern vor allem verstärken. Überaus scharf distanzierte sich auch Jendrickes Fraktionskollegin, Frau Dr. Gebhardt. Sie könne sich aus ihrer ärztlichen Tätigkeit an genügend Unfallopfer erinnern, die Verletzungen bei Verkehrsunfällen davontrugen, deren Verursacher unter Drogen standen. Wer sich unter Drogen hinter ein Lenkrad setze, der sei in ihren Augen kriminell.
Mit hochrotem Kopf ging dann Matthias Jendricke noch einmal zum Mikrofon, um klarzumachen, dass er natürlich "Drogen nicht gut findet", jedoch die Berichterstattung darüber sei nicht in Ordnung. Und die sei von der Polizei gemeinsam mit den Medien inszeniert.
Autor: nnz

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