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Do, 12:21 Uhr
30.05.2013

Neuer Vorsitzender

Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) hat ab dem 1. Juni einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Wer künftig das aufsehende Gremium anführt, das hat die nnz erfahren...


Einstimmig wurde auf der gestrigen Aufsichtsratssitzung Peter Gaffert, Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode von den Aufsichtsratsmitgliedern gewählt. In einer Sondersitzung der Gesellschafter wurde der bisherige Amtsinhaber Landrat Dr. Michael Ermrich feierlich aus dem Amt verabschiedet und aufgrund seiner langjährigen, außerordentlichen Verdienste zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrates ernannt. Der vom Land Sachsen-Anhalt in den Aufsichtsrat der HSB entsandte Ministerialdirigent Karl-Hermann Fahsel wurde in den Ruhestand verabschiedet.

Peter Gaffert (53) ist bereits seit 2008 Mitglied im Aufsichtsrat der HSB und dort seit 2012 Stellvertreter des Vorsitzenden. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Michael Ermrich an, der zum 31.05.2013 aus dem Amt des Landrates des Landkreises Harz ausscheidet und als Geschäftsführender Präsident zum Ostdeutschen Sparkassenverband wechseln wird.

Dr. Ermrich war bereits in seiner Funktion als Landrat des ehemaligen Landkreises Wernigerode in der Zeit von Dezember 1991 bis Ende 1996 und dann mehrfach als Aufsichtsratsvorsitzender und Stellvertreter der Gesellschaft tätig. Auf seine Initiative hin wurde bereits 1991 eine Gesellschaft bürgerlichen Rechtes als Gründungsgesellschaft der HSB ins Leben gerufen, deren Aufgabe der Erhalt des Streckennetzes der Harzquer- , Brocken- und Selketalbahn war und die Übernahme des Betriebes von der damaligen Deutschen Reichsbahn vorbereiten sollte.

Mitglieder dieser GbR waren damals bereits alle Landkreise, Anliegerkommunen am Streckennetz sowie die Stadt Quedlinburg, die Gemeinde Tanne und die jetzige Braunlage Tourismus GmbH, die heutigen Gesellschafter der Harzer Schmalspurbahnen GmbH. Herr Dr. Ermrich war auch Sprecher dieser GbR.

In den folgenden 22 Jahren hat Herr Dr. Ermrich mit großem Engagement die Entwicklung der HSB außerordentlich positiv beeinflusst und so im Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung immer das Ziel verfolgt, die Schmalspurbahnen in ihrer Gesamtheit zu fördern und zukunftsgerichtet weiterzuentwickeln. Gestern nun wurde er in einer Sondersitzung der Gesellschafter zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrates ernannt. Dieses Amt ist in der Geschichte der HSB erstmals vergeben worden.

Ebenfalls wurde das Aufsichtsratsmitglied Karl-Hermann Fahsel, Abteilungsleiter im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt verabschiedet, der seit 2007 im Aufsichtsrat der Gesellschaft tätig war. Er tritt im Sommer 2013 seinen Ruhestand an.
Autor: red

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Kommentare
Bahnfreund
31.05.2013, 09:11 Uhr
Landrätin als Bettvorleger gelandet
Da ist die Landrätin vor einigen Wochen mit der Drohung eines Austritts aus der HSB wie ein Tiger gestartet und nun mit allen Nordhäusern endgültig als Bettvorleger gelandet.

Warum um hat sie sich nicht um den freiwerdenden Posten eines Aufsichtsratsvorsitzenden beworben? Das hätte die Gesellschaft langfristig zusammengehalten und würde auch die Chance sein, die Idee einer Werkstatt aus Glas in Wernigerode ernsthaft zu hinterfragen.
Dass das Unternehmen die kostenintensive Hauptuntersuchung seiner Fahrzeuge in eigener Werkstatt künftig selbst durchführen will, ist ein betriebswirtschaftlich nachvollziehbares Vorhaben.

Ob dafür aber eine gläserne Werkstatt geschaffen werden muss, ist sehr fraglich?
Überhaupt ist nicht erkennbar, dass ein solches Projekt den Erwartungen von Besuchern an eine historische Bahn entspricht. Vielmehr ist davon auszugehen, dass bei einem Besuch der HSB das Gefühl gesucht wird, der Eisenbahntechnik mit allen Sinnen authentisch zu begegnen. Lokomotiven hinter Glas gibt es auch anderswo. Es macht doch keinen Sinn, wenn man die Besucher der Werkstatt durch Glas vom Flair der Lokomotiven trennen will.
Es war nachvollziehbar, dass sich die Landrätin nicht blind in ein wirtschaftliches Abenteuer stürzen wollte, dass der Landkreis Nordhausen auch noch finanziell mittragen muss. Mit der gläsernen Werkstatt geht es schließlich um ein neues touristisches Angebot der Stadt Wernigerode.

Nun bleibt der Eindruck, der Landrätin und auch dem Kreistag ist es nicht um betriebswirtschaftliche Strategien, sondern um eine Neiddiskussion zwischen Nordhausen und Wernigerode gegangen. Wenn man aber nicht in die Verantwortung springen will, hätte man die Füße besser ruhig halten sollen.
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