Di, 19:25 Uhr
05.03.2013
Wieder in der Nähe des Ratskellers
Für Freitag, den 8. März, den Internationalen Frauentag, hat sich die Flohburg I Das Nordhausen Museum eine farbenreiche Überraschung einfallen lassen. Nein, keine Blumensinfonie wird es geben, sondern eine Gemäldesinfonie...
Komponiert hat sie die Malerin und Graphikerin Maria Schmidt-Franken in den Jahren 1937/38 für den neu errichteten Ratskeller im Neuen Rathaus der Stadt Nordhausen.
Die Künstlerin starb am 27. März 1967 im Alter von 78 Jahren in ihrer Wahlheimat. Schmidt-Franken lebte seit 1916 in der Stadt am Südharzrand, seit 1926 im Sachsenhof 7, dem Haus, das sie sich hatte bauen lassen.
Im Allgemeinen Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, im Thieme-Becker-Vollmer, als Nachschlagewerk über Künstler allseits anerkannt, steht: Schmidt-Franken, Maria, deutsche Landschaftsmalerin, geb. 25.9.1888 in Nürnberg, ansässig in Nordhausen am Harz ... Ihr Geburtstag jährt sich also in diesem Jahr zum 125. Mal.
Es war lobenswert, dass sich die jetzige Besitzerin des Hauses Sachsenhof 7, Rita Barthold, entschloss, von dem Holzbildhauer Wulf-Günther Galonska eine Holztafel anfertigen zu lassen, auf der auf die Malerin und Grafikerin Maria Schmidt-Franken hingewiesen wird, deren Grab von der Stadt auf dem Hauptfriedhof gepflegt wird. Die Gedächtnistafel wurde am 24. März 2006, kurz vor dem 39. Todestag der Maria Schmidt-Franken, an ihrem letzten Wohnhaus enthüllt.
Bei der kleinen Ansprache wurde die ihr zu Ehren veranstaltete Gedächtnisausstellung in der Galerie der Kreissparkasse im Sommer 1993 erwähnt, vor allem aber wurde auf die großen Bogenbilder, die sie für den auch künstlerisch sehr solide ausgestatteten Ratskeller angefertigt hatte, hingewiesen.
Denn seit der gekonnten Rekonstruktion des Restaurants durch das Landratsamt 1992 waren drei ihrer großen Landschaftsgemälde wieder an ihrem Ursprungsort im Ratskeller in die dafür vorgesehenen gemauerten Bögen eingefügt worden. Ein Gemälde zeigt den Blick über die Wälder des Hochharzes hin zum Brocken, das zweite den Blick über die Wälder des Südharzes auf die Ruine Hohnstein, das dritte den Blick über die Goldene Aue zum Kyffhäuser – alles Würdigungen des Landschaftlichen, das man von Nordhausen gut erreicht.
In den Kellergängen des Neuen Rathauses, Markt 15, waren 1991 nur drei beschädigte Bogenbilder gefunden worden, die anderen drei der Originalausstattung blieben verschwunden. Deshalb wurde der Erfurter Maler und Grafiker Ulf Räcke engagiert, die Restaurierung vorzunehmen und die drei fehlenden Gemälde in Anlehnung an den Malstil Schmidt-Frankens zu malen.
So geschah es und am 25. 4. 1992 konnte der Ratskeller wieder seiner ursprünglichen Bestimmung übergeben werden. Niemand hätte damals gedacht, dass die von Maria Schmidt-Franken mit all ihrem Können komponierten repräsentativen Ölgemälde dann eines Tages Stein des Anstoßes werden. Darüber soll an dieser Stelle aber nicht reflektiert werden. Wunder gibt es immer wieder!!! Bis zur Flohburg I Das Nordhausen Museum sind sie schon gekommen ...
Heidelore Kneffel, Mitglied des Fördervereins der Flohburg I das Nordhausen Museum
Autor: redKomponiert hat sie die Malerin und Graphikerin Maria Schmidt-Franken in den Jahren 1937/38 für den neu errichteten Ratskeller im Neuen Rathaus der Stadt Nordhausen.
Die Künstlerin starb am 27. März 1967 im Alter von 78 Jahren in ihrer Wahlheimat. Schmidt-Franken lebte seit 1916 in der Stadt am Südharzrand, seit 1926 im Sachsenhof 7, dem Haus, das sie sich hatte bauen lassen.
Im Allgemeinen Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, im Thieme-Becker-Vollmer, als Nachschlagewerk über Künstler allseits anerkannt, steht: Schmidt-Franken, Maria, deutsche Landschaftsmalerin, geb. 25.9.1888 in Nürnberg, ansässig in Nordhausen am Harz ... Ihr Geburtstag jährt sich also in diesem Jahr zum 125. Mal.
Es war lobenswert, dass sich die jetzige Besitzerin des Hauses Sachsenhof 7, Rita Barthold, entschloss, von dem Holzbildhauer Wulf-Günther Galonska eine Holztafel anfertigen zu lassen, auf der auf die Malerin und Grafikerin Maria Schmidt-Franken hingewiesen wird, deren Grab von der Stadt auf dem Hauptfriedhof gepflegt wird. Die Gedächtnistafel wurde am 24. März 2006, kurz vor dem 39. Todestag der Maria Schmidt-Franken, an ihrem letzten Wohnhaus enthüllt.
Bei der kleinen Ansprache wurde die ihr zu Ehren veranstaltete Gedächtnisausstellung in der Galerie der Kreissparkasse im Sommer 1993 erwähnt, vor allem aber wurde auf die großen Bogenbilder, die sie für den auch künstlerisch sehr solide ausgestatteten Ratskeller angefertigt hatte, hingewiesen.
Denn seit der gekonnten Rekonstruktion des Restaurants durch das Landratsamt 1992 waren drei ihrer großen Landschaftsgemälde wieder an ihrem Ursprungsort im Ratskeller in die dafür vorgesehenen gemauerten Bögen eingefügt worden. Ein Gemälde zeigt den Blick über die Wälder des Hochharzes hin zum Brocken, das zweite den Blick über die Wälder des Südharzes auf die Ruine Hohnstein, das dritte den Blick über die Goldene Aue zum Kyffhäuser – alles Würdigungen des Landschaftlichen, das man von Nordhausen gut erreicht.
In den Kellergängen des Neuen Rathauses, Markt 15, waren 1991 nur drei beschädigte Bogenbilder gefunden worden, die anderen drei der Originalausstattung blieben verschwunden. Deshalb wurde der Erfurter Maler und Grafiker Ulf Räcke engagiert, die Restaurierung vorzunehmen und die drei fehlenden Gemälde in Anlehnung an den Malstil Schmidt-Frankens zu malen.
So geschah es und am 25. 4. 1992 konnte der Ratskeller wieder seiner ursprünglichen Bestimmung übergeben werden. Niemand hätte damals gedacht, dass die von Maria Schmidt-Franken mit all ihrem Können komponierten repräsentativen Ölgemälde dann eines Tages Stein des Anstoßes werden. Darüber soll an dieser Stelle aber nicht reflektiert werden. Wunder gibt es immer wieder!!! Bis zur Flohburg I Das Nordhausen Museum sind sie schon gekommen ...
Heidelore Kneffel, Mitglied des Fördervereins der Flohburg I das Nordhausen Museum




