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Mo, 16:18 Uhr
04.03.2013

Sieg nach drei Niederlagen

Nach vierwöchiger unfreiwilliger Pause griffen die Südharzer Handballer ins Punktspielgeschehen ein. Ihr Gegner die stark abstiegsgefährdeten Männer der HSG Suhl/Goldlauter. Frank Ollech mit dem ausführlichen Spielbericht in Ihrer nnz...


Die Gäste reisten mit vielen Problemen im Gepäck an. Da war zum einen ihre bedrohliche Tabellenplatzierung (Rang 12) und zum anderen meldeten sich vor der Partie gleich mehrere Spieler Richtung Krankenlager ab.

Die Nordhäuser hingegen mussten nur auf Sebastian Kreutz verzichten. Leicht angeschlagen Mathias Thiele mit Knieproblemen und Andre Elster mit Blessuren an der Hand. Schwerer wog die Favoritenbürde und dies ausgerechnet bereitete Trainer Stephan Alberecht nach der langen Pause Kopfschmerzen. Schon die Unterbrechung zu Weihnachten störte den Rhythmus empfindlich. Zumindest eines hatten beide Rivalen gemeinsam, sie verloren die letzten drei Begegnungen.

Da beide Teams die Punkte für ihre jeweiligen Vorhaben benötigten, begann die Partie etwas verhalten. Beide Kontrahenten wussten genau um die schwere der bevorstehenden 60 Spielminuten.

Der torgefährlichste Gästespieler Marcus Triebel eröffnete den Torreigen. Es dauerte geschlagene vier Minuten, ehe Nordhausens Mathias Thiele den Ausgleich erzielen konnte. Der postwendend erneute Führungstreffer der HSG unterstrich die Ambitionen Punkte zu entführen.

Zu diesem Zeitpunkt begann man auf dem Kommandostand des Südharzexpresses hektisch nach dem Turboknopf Ausschau zu halten. Ein misslungener Strafwurf und viele ausgelassene Großchancen ließen den Express früh die Verfolgerrolle einnehmen. Und es sollte noch schlimmer kommen.

Vom 4:5 bis zum 4:8 streikte der Motor vollends. Das Raunen im weiten Rund der Ballspielhalle verstummte erst nachdem die Hausherren die Treffer 5 und 6 markierten und die HSG eine Fahrkarte vom Punkt erzielte (6:8). Zu diesem Zeitpunkt begann der erste richtige Schlagabtausch, nicht schön aber sehr nervenzerrend.

Die Spieler überboten sich zu diesem Zeitpunkt im auslassen von Chancen. Erst ein wiederum nicht genutzter Strafwurf der Gäste eröffnete Nordhausen zu verkürzen und wenig später, durch einen Treffer von Thiele, den 11:11 Ausgleich. Anstatt nun nachzusetzen und vor der Pause die Partie an sich reißen wirkten sie ihren Motor ab. Wie gewonnen so zerronnen - aus dem Ausgleich wurde ein 13:16 Rückstand. Im Schlussspurt der ersten Halbzeit konnte sie zumindest den Rückstand mit 15:16 im Rahmen halten.

Auch den zweiten Durchgang eröffnete die HSG (15:17). Es dauerte wiederum 5 Minuten ehe wieder Thiele mit einem Doppelschlag verkürzte (17:17) und Marc Phillip Tube den Führungstreffer zum 18:17 erzielte. Zwar kam postwendend die Antwort (18:18), jedoch die HSG Suhl/Goldlauter war stark angeschlagen.

Der Südharzexpress war fortan nicht mehr zu stoppen. In der Abwehr nun mit mehr Laufbereitschaft und im Angriff mit erhöhter Durchsetzungskraft, zermürbten sie die HSG Spieler. In der 46. Spielminute wuchs der Vorsprung auf 24:20 und in der 55. Minute war es wiederum Thiele der mit dem 29 Treffer, gleichzeitig sein 13., die Vorentscheidung heraus warf.

Die letzten fünf Spielminuten waren nur noch Ergebniskosmetik. Am Ende durchfuhr der Südharzexpress, Dank einer ausgezeichneten zweiten Halbzeit, verdient mit 31:27 als erster die Ziellinie.

Nach vier Wochen Handballabstinenz zeigten die Nordhäuser, dass die Ergebnisse der Hinrunde nicht zufällig entstanden und beendeten damit gleichzeitig die Durststrecke von drei Niederlagen.

Ausschlaggebend waren nicht die 13 Treffer von Mathias Thiele oder die sieben von Marcel Effenberger sowie die Torhüterleistungen von Nikita Schneider und Sören Ahlert. Am Ende präsentierten sich die Nordhäuser wieder als Mannschaft. Jeder Spieler spielte an seiner Leistungsgrenze und ging auch mal dahin wo es wehtat, auch wenn andere danach den Beifall kassierten.

Die Partie war über die gesamte Spielzeit etwas zerfahren. Von HSG - Seite her wurden viele taktische Varianten probiert, die letztendlich nicht fruchteten. Die Hausherren hingegen suchten und fanden ihren Rhythmus, den es nächste Woche gegen Aufbau Altenburg zu verteidigen gilt.

Gute Noten auch für die beiden Männer in Schwarz, die die Begegnung unauffällig und souverän im Griff hatten. Am Ende kamen sie mit nur vier Zeitstrafen aus. Schlechte Noten für die Ballkünstler vom Strafwurfpunkt. Insgesamt sechs Fahrkarten, 2 vom NSV und 4 von der HSG, waren doch etwas zu viel des Guten.

Mit diesem Erfolg dürften sich die Nordhäuser endgültig in der gesicherten Zone der Tabelle festgesetzt haben. Die nächste Partie am kommenden Samstag gegen Altenburg ist deswegen nicht minder spannend. Ein kapitaler Einbruch bescherte dem NSV in der Hinrunde nach einer sicheren Führung eine sichere und derbe Niederlage.
Frank Ollech

Sören Ahlert/ Nikita Schneider7 Torsten Theylich/ Christian Müller 2/ Johannes Ermisch/ Thomas Riemekasten 2/ Lukas Fehling 2/ Marc Phillip Tube 1/ Andre Elster/ Matthias Thiele 13/ Michael Spieß 2/ Marcel Effenberger 7
Autor: red

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