Do, 10:45 Uhr
21.02.2013
Und weiter geht's
Wer da dachte, dass nach Abschluss der energetischen Sanierung des Verwaltungstraktes die Bauarbeiten am Südharz-Klinikum abgeschlossen sein würden, der hatte sich getäuscht. Es geht weiter, wenn...
Der obere Pfeil: ehemalige Medizinische Fachschule, unterer Pfeil: Schwesternwohnheim mit bereits existierenden Praxen und Apotheke
... die Gesellschafter - also der Landkreis und die Stadt Nordhausen - den ersten Entwürfen der Geschäftsführung ihren politischen "Segen" erteilen. Und darum geht es:
Das sogenannte Schwesternwohnheim, in dem sich jetzt schon eine Apotheke und Arztpraxen befinden, soll umgestaltet werden. Die Planungen sehen vor, alle Etagen des Gebäudes an Ärzte zu vermieten, die Leiststelle und den Rettungsdienstzweckverband "auszulagern". Hintergrund ist die Tatsache, dass es Anfragen von niedergelassenen Ärzten gibt, die ihre Praxis künftig in die Nähe des großen medizinischen Versorgers verlegen wollen. Damit sind letztlich auch wirtschaftliche Überlegungen und kurze Wege für die Patienten verbunden.
Wo aber hin mit den Mietern in diesem Gebäude, zu denen Schwestern, Medizinstudenten im sechsten Studienjahr (Praktisches Jahr) oder auch Gäste des Klinikums gehören? Am besten in das Gebäude der ehemaligen medizinischen Fachschule, das seit Oktober 2010 komplett leer steht.
Das muss dann allerdings auch umgebaut werden. Jedoch halten sich diese Arbeiten in Grenzen, da die Gebäudehülle und die innere Struktur mit drei Treppenhäusern nicht verändert werden muss. Auf drei Ebenen können je sechs Zwei-Raum-Wohnungen integriert werden. Die vierte Etage soll mit acht Doppelzimmern einen Bereich im Pensionsstil beherbergen.
Wenn Gesellschafter und Aufsichtsrat "grünes Licht" geben, dann könnte mit der Entkernung der ehemalige MEFA schon im Mai begonnen werden, sagt Geschäftsführer Guido Hage der nnz. Hier wird mit einem Jahr Bauphase gerechnet. Sukzessive können während des Umbaus bereits Bereiche des Schwesternwohnheims leer- und umgezogen sowie umgestaltet werden. Je Ebene stehen dann 460 Quadratmeter zur Verfügung. Möglich sind deshalb Praxisflächen zwischen 150 und 300 Quadratmeter.
Insgesamt sollen sich die Kosten auf rund 3,7 Millionen Euro belaufen, die komplett aus freien Rücklagen sowie über Kredite finanziert werden können.
Hinsichtlich der Vermietung macht sich Hage keine Gedanken. Schon jetzt sei in punkto Schwesternwohnheim die Nachfrage größer als das Angebot und auch dem niedergelassenen Arzt werden weitere folgen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redDer obere Pfeil: ehemalige Medizinische Fachschule, unterer Pfeil: Schwesternwohnheim mit bereits existierenden Praxen und Apotheke
... die Gesellschafter - also der Landkreis und die Stadt Nordhausen - den ersten Entwürfen der Geschäftsführung ihren politischen "Segen" erteilen. Und darum geht es:
Das sogenannte Schwesternwohnheim, in dem sich jetzt schon eine Apotheke und Arztpraxen befinden, soll umgestaltet werden. Die Planungen sehen vor, alle Etagen des Gebäudes an Ärzte zu vermieten, die Leiststelle und den Rettungsdienstzweckverband "auszulagern". Hintergrund ist die Tatsache, dass es Anfragen von niedergelassenen Ärzten gibt, die ihre Praxis künftig in die Nähe des großen medizinischen Versorgers verlegen wollen. Damit sind letztlich auch wirtschaftliche Überlegungen und kurze Wege für die Patienten verbunden.
Wo aber hin mit den Mietern in diesem Gebäude, zu denen Schwestern, Medizinstudenten im sechsten Studienjahr (Praktisches Jahr) oder auch Gäste des Klinikums gehören? Am besten in das Gebäude der ehemaligen medizinischen Fachschule, das seit Oktober 2010 komplett leer steht.
Das muss dann allerdings auch umgebaut werden. Jedoch halten sich diese Arbeiten in Grenzen, da die Gebäudehülle und die innere Struktur mit drei Treppenhäusern nicht verändert werden muss. Auf drei Ebenen können je sechs Zwei-Raum-Wohnungen integriert werden. Die vierte Etage soll mit acht Doppelzimmern einen Bereich im Pensionsstil beherbergen.
Wenn Gesellschafter und Aufsichtsrat "grünes Licht" geben, dann könnte mit der Entkernung der ehemalige MEFA schon im Mai begonnen werden, sagt Geschäftsführer Guido Hage der nnz. Hier wird mit einem Jahr Bauphase gerechnet. Sukzessive können während des Umbaus bereits Bereiche des Schwesternwohnheims leer- und umgezogen sowie umgestaltet werden. Je Ebene stehen dann 460 Quadratmeter zur Verfügung. Möglich sind deshalb Praxisflächen zwischen 150 und 300 Quadratmeter.
Insgesamt sollen sich die Kosten auf rund 3,7 Millionen Euro belaufen, die komplett aus freien Rücklagen sowie über Kredite finanziert werden können.
Hinsichtlich der Vermietung macht sich Hage keine Gedanken. Schon jetzt sei in punkto Schwesternwohnheim die Nachfrage größer als das Angebot und auch dem niedergelassenen Arzt werden weitere folgen.
Peter-Stefan Greiner


