Mo, 06:31 Uhr
18.02.2013
Angstschweiß für Zugreisende
Mancher kundige Reisende auf der Südharzstrecke wird sich in den letzten Tagen schon über eine recht ausgedehnte Langsamfahrstelle zwischen Ellrich und Woffleben gewundert haben. Vielleicht hat er sich auch besorgt gefragt, ob denn da nach gut 10 Jahren schon wieder die Infrastruktur bröckelt und die Strecke wieder dort steht, wo sie 1995 angefangen hat...
Immerhin kann statt 100 km/h nur noch 70 gefahren werden, und dies auf etwa zwei Kilometer Länge, was die Züge um eine gute Minute verzögert und auch das Aufholen von Verspätungen erschwert.
Höchste Eisenbahn hat beim Leiter des Harz-Weser-Netzes in Göttingen, Udo Diedrich, nachgefragt. Demnach liegen keine Oberbaumängel vor, sondern es gibt Klärungsbedarf mit dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) wegen der 2002 vorgenommenen Änderung der Einschaltstrecken für die Bahnübergänge. In etwa sechs bis acht Wochen, so Diedrich, werde man die Dinge wohl geregelt haben. Vorsorglich sei deswegen ein Tempolimit verhängt worden.
Einerseits beruhigt die Information, dass es kein grundlegendes Problem mit dem Oberbau, also Schotter, Schwellen und Schienen gibt, andererseits ist es natürlich ausgesprochen ärgerlich, wenn Unstimmigkeiten dieser Art nun auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden: Kommt der Zug mit Verspätung aus dem Bereich Northeim – Herzberg in Ellrich an (was keineswegs selten ist, da immer wieder Anschlüsse abzuwarten sind), wird diese Verspätung nun bis Nordhausen durchgeschleppt.
Das kann im Einzelfall zu Angstschweiß bei den Reisenden sorgen, die den recht knappen Übergang zu den alle zwei Stunden in Richtung Halle abfahrenden RE erreichen wollen, da die DB diese in Nordhausen zu allem Überfluss noch auf Bahnsteig 2a abfahren lässt und damit den Umsteigeweg auf das maximal mögliche verlängert.
Höchste Eisenbahn hofft, dass es schneller geht – und hofft auch, dass derlei Unstimmigkeiten nicht noch an weiteren Bahnübergängen entlang der Südharzstrecke auftreten.
Michael Reinboth
Autor: nnzImmerhin kann statt 100 km/h nur noch 70 gefahren werden, und dies auf etwa zwei Kilometer Länge, was die Züge um eine gute Minute verzögert und auch das Aufholen von Verspätungen erschwert.
Höchste Eisenbahn hat beim Leiter des Harz-Weser-Netzes in Göttingen, Udo Diedrich, nachgefragt. Demnach liegen keine Oberbaumängel vor, sondern es gibt Klärungsbedarf mit dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) wegen der 2002 vorgenommenen Änderung der Einschaltstrecken für die Bahnübergänge. In etwa sechs bis acht Wochen, so Diedrich, werde man die Dinge wohl geregelt haben. Vorsorglich sei deswegen ein Tempolimit verhängt worden.
Einerseits beruhigt die Information, dass es kein grundlegendes Problem mit dem Oberbau, also Schotter, Schwellen und Schienen gibt, andererseits ist es natürlich ausgesprochen ärgerlich, wenn Unstimmigkeiten dieser Art nun auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden: Kommt der Zug mit Verspätung aus dem Bereich Northeim – Herzberg in Ellrich an (was keineswegs selten ist, da immer wieder Anschlüsse abzuwarten sind), wird diese Verspätung nun bis Nordhausen durchgeschleppt.
Das kann im Einzelfall zu Angstschweiß bei den Reisenden sorgen, die den recht knappen Übergang zu den alle zwei Stunden in Richtung Halle abfahrenden RE erreichen wollen, da die DB diese in Nordhausen zu allem Überfluss noch auf Bahnsteig 2a abfahren lässt und damit den Umsteigeweg auf das maximal mögliche verlängert.
Höchste Eisenbahn hofft, dass es schneller geht – und hofft auch, dass derlei Unstimmigkeiten nicht noch an weiteren Bahnübergängen entlang der Südharzstrecke auftreten.
Michael Reinboth


