Mo, 10:31 Uhr
04.02.2013
Noch ein Vorschlag
Die Strukturreform schlägt große Kreise. Die Landesregierung Thüringen hat klamm heimlich versteckt schon eine andere Version der Gebietsaufteilung in Thüringen vorgenommen. Das haben Ihre Nordthüringer Online-Zeitungen herausgefunden.
Da wird immer wieder diskutiert, welcher Kreis mit welchem Kreis fusionieren soll, dabei sind die Pläne längst schon in der Schublade seit langem fertig. Bis jetzt wollte es nur keiner wahr haben.
Der Freistaat Thüringen wird nach alter Kolonialmanier einfach mit geraden Strichen auf der Landkarte in Großkreise , genannt Regionen aufgeteilt. Was kümmert es da, welche Gemeinde zu einem ehemaligen Kreis gehört.
Was, Sie glauben das nicht? Beim Thüringer Familienfreizeitatlas hat man das getestet und für gut befunden, siehe obiger Bildausschnitt aus der entsprechenden Webseite der Landesregierung: Familienfreizeitatlas
Und das lustigste daran, bis her hat noch keiner protestiert.
Hier einige Beispiele wie sogar ganze Städte zerstückelt werden:
Region 1a und b
Ausflugstipps und Freizeitangebote in den Umgebungen von Nordhausen, Bleicherode, Leinefelde-Worbis, Heilbad Heiligenstadt, Teistungen
Einverleibt wurde die Westernstadt Pullman City von Hasselfelde. Übel wird Sondershausen betroffen. Das Erlebnisbergwerk Glückauf, der Erlebnispark Straußberg, und das Schloss und Schlossmuseum Sondershausen wurden der Region 1, dem Norden mit zugeordnet.
Region 2
Ausflugstipps und Freizeitangebote in den Umgebungen von Mühlhausen, Hainich, Eisenach, Ruhla, Bad Salzungen, Walterhausen, Trusetal
Hier wurde bereits praktiziert, dass Lindewerra mit seiner Schauwerkstatt und Museum Stockmacherei, dass Fürstenhagen mit seinem Naturlehrpfad Dieteröder Klippen und Küllstedt mit seinem Südeichsfelder Krippenweg in ganz andere Regionen verlegt werden, raus aus dem Eichsfeldkreis.
Region 3
Ausflugstipps und Freizeitangebote in den Umgebungen von Sondershausen, Bad Frankenhausen, Bad Langensalza, Sömmerda, Erfurt, Gotha, Arnstadt
Hier wird es drollig, weil offensichtlich das Rathaus von Sondershausen etwas südlicher als das Schlossmuseum liegt, wurde die restliche Stadt diesem südlicher gelegenem Gebiet zugeschlagen. Logisch, dass da auch der Freizeit- und Erholungspark Zum Possen zu dem Mittelgebiet zählt, wie Panorama Museum, Regionalmuseum, Kyffhäusertherme, Reichsburg Kyffhausen und Kyffhäuser-Denkmal.
Warum allerdings die Barbarossahöhle Rottleben vergessen oder vielleicht nach Sachsen-Anhalt (?) verschoben wurde, ist dem Schreiber dieser Zeilen nicht ganz geläufig. Oder findet man die in einer ganz anderen Region?
Region 4
Ausflugstipps und Freizeitangebote in den Umgebungen von Bad Sulza, Apolda, Weimar, Eisenberg, Jena
Würden Sie die zum Kyffhäuserkreis gehörende Modellbahn Wiehe in dieser Region vermuten?
Bei dieser Methode der Gebietsaufteilung muss man sich nicht über irgendwelchen historischen Quatsch Gedanken machen. Na ja, vielleicht sollte man die eine oder andere Linie auf der Landkarte leicht verschieben, damit man nicht gezwungen ist, in Sondershausen gar noch eine Mauer bauen zu müssen. Bleibt nur zu fragen, wenn dass mit dem Lineal so einfach geht, warum wurde da eigentlich noch so eine kostspielige Expertenkommission berufen? Das fragt sich zumindest
Karl-Heinz Herrmann
von der Redaktion kn.
Autor: khhDa wird immer wieder diskutiert, welcher Kreis mit welchem Kreis fusionieren soll, dabei sind die Pläne längst schon in der Schublade seit langem fertig. Bis jetzt wollte es nur keiner wahr haben.
Der Freistaat Thüringen wird nach alter Kolonialmanier einfach mit geraden Strichen auf der Landkarte in Großkreise , genannt Regionen aufgeteilt. Was kümmert es da, welche Gemeinde zu einem ehemaligen Kreis gehört.
Was, Sie glauben das nicht? Beim Thüringer Familienfreizeitatlas hat man das getestet und für gut befunden, siehe obiger Bildausschnitt aus der entsprechenden Webseite der Landesregierung: Familienfreizeitatlas
Und das lustigste daran, bis her hat noch keiner protestiert.
Hier einige Beispiele wie sogar ganze Städte zerstückelt werden:
Region 1a und b
Ausflugstipps und Freizeitangebote in den Umgebungen von Nordhausen, Bleicherode, Leinefelde-Worbis, Heilbad Heiligenstadt, Teistungen
Einverleibt wurde die Westernstadt Pullman City von Hasselfelde. Übel wird Sondershausen betroffen. Das Erlebnisbergwerk Glückauf, der Erlebnispark Straußberg, und das Schloss und Schlossmuseum Sondershausen wurden der Region 1, dem Norden mit zugeordnet.
Region 2
Ausflugstipps und Freizeitangebote in den Umgebungen von Mühlhausen, Hainich, Eisenach, Ruhla, Bad Salzungen, Walterhausen, Trusetal
Hier wurde bereits praktiziert, dass Lindewerra mit seiner Schauwerkstatt und Museum Stockmacherei, dass Fürstenhagen mit seinem Naturlehrpfad Dieteröder Klippen und Küllstedt mit seinem Südeichsfelder Krippenweg in ganz andere Regionen verlegt werden, raus aus dem Eichsfeldkreis.
Region 3
Ausflugstipps und Freizeitangebote in den Umgebungen von Sondershausen, Bad Frankenhausen, Bad Langensalza, Sömmerda, Erfurt, Gotha, Arnstadt
Hier wird es drollig, weil offensichtlich das Rathaus von Sondershausen etwas südlicher als das Schlossmuseum liegt, wurde die restliche Stadt diesem südlicher gelegenem Gebiet zugeschlagen. Logisch, dass da auch der Freizeit- und Erholungspark Zum Possen zu dem Mittelgebiet zählt, wie Panorama Museum, Regionalmuseum, Kyffhäusertherme, Reichsburg Kyffhausen und Kyffhäuser-Denkmal.
Warum allerdings die Barbarossahöhle Rottleben vergessen oder vielleicht nach Sachsen-Anhalt (?) verschoben wurde, ist dem Schreiber dieser Zeilen nicht ganz geläufig. Oder findet man die in einer ganz anderen Region?
Region 4
Ausflugstipps und Freizeitangebote in den Umgebungen von Bad Sulza, Apolda, Weimar, Eisenberg, Jena
Würden Sie die zum Kyffhäuserkreis gehörende Modellbahn Wiehe in dieser Region vermuten?
Bei dieser Methode der Gebietsaufteilung muss man sich nicht über irgendwelchen historischen Quatsch Gedanken machen. Na ja, vielleicht sollte man die eine oder andere Linie auf der Landkarte leicht verschieben, damit man nicht gezwungen ist, in Sondershausen gar noch eine Mauer bauen zu müssen. Bleibt nur zu fragen, wenn dass mit dem Lineal so einfach geht, warum wurde da eigentlich noch so eine kostspielige Expertenkommission berufen? Das fragt sich zumindest
Karl-Heinz Herrmann
von der Redaktion kn.


