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Mo, 10:31 Uhr
04.02.2013

Noch ein Vorschlag

Die Strukturreform schlägt große Kreise. Die Landesregierung Thüringen hat klamm heimlich versteckt schon eine andere Version der Gebietsaufteilung in Thüringen vorgenommen. Das haben Ihre Nordthüringer Online-Zeitungen herausgefunden.


Da wird immer wieder diskutiert, welcher Kreis mit welchem Kreis fusionieren soll, dabei sind die Pläne längst schon in der Schublade seit langem fertig. Bis jetzt wollte es nur keiner wahr haben.

Der Freistaat Thüringen wird nach alter Kolonialmanier einfach mit geraden Strichen auf der Landkarte in Großkreise , genannt Regionen aufgeteilt. Was kümmert es da, welche Gemeinde zu einem ehemaligen Kreis gehört.

Noch ein Vorschlag (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Noch ein Vorschlag (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Was, Sie glauben das nicht? Beim Thüringer Familienfreizeitatlas hat man das getestet und für gut befunden, siehe obiger Bildausschnitt aus der entsprechenden Webseite der Landesregierung: Familienfreizeitatlas
Und das lustigste daran, bis her hat noch keiner protestiert.

Hier einige Beispiele wie sogar ganze Städte zerstückelt werden:

Region 1a und b
Ausflugstipps und Freizeitangebote in den Umgebungen von Nordhausen, Bleicherode, Leinefelde-Worbis, Heilbad Heiligenstadt, Teistungen

Einverleibt wurde die Westernstadt Pullman City von Hasselfelde. Übel wird Sondershausen betroffen. Das Erlebnisbergwerk „Glückauf“, der Erlebnispark Straußberg, und das Schloss und Schlossmuseum Sondershausen wurden der Region 1, dem Norden mit zugeordnet.

Region 2
Ausflugstipps und Freizeitangebote in den Umgebungen von Mühlhausen, Hainich, Eisenach, Ruhla, Bad Salzungen, Walterhausen, Trusetal

Hier wurde bereits praktiziert, dass Lindewerra mit seiner Schauwerkstatt und Museum Stockmacherei, dass Fürstenhagen mit seinem Naturlehrpfad Dieteröder Klippen und Küllstedt mit seinem Südeichsfelder Krippenweg in ganz andere Regionen verlegt werden, raus aus dem Eichsfeldkreis.

Region 3
Ausflugstipps und Freizeitangebote in den Umgebungen von Sondershausen, Bad Frankenhausen, Bad Langensalza, Sömmerda, Erfurt, Gotha, Arnstadt

Hier wird es drollig, weil offensichtlich das Rathaus von Sondershausen etwas südlicher als das Schlossmuseum liegt, wurde die restliche Stadt diesem südlicher gelegenem Gebiet zugeschlagen. Logisch, dass da auch der Freizeit- und Erholungspark „Zum Possen“ zu dem Mittelgebiet zählt, wie Panorama Museum, Regionalmuseum, Kyffhäusertherme, Reichsburg Kyffhausen und Kyffhäuser-Denkmal.

Warum allerdings die Barbarossahöhle Rottleben vergessen oder vielleicht nach Sachsen-Anhalt (?) verschoben wurde, ist dem Schreiber dieser Zeilen nicht ganz geläufig. Oder findet man die in einer ganz anderen Region?

Region 4
Ausflugstipps und Freizeitangebote in den Umgebungen von Bad Sulza, Apolda, Weimar, Eisenberg, Jena

Würden Sie die zum Kyffhäuserkreis gehörende Modellbahn Wiehe in dieser Region vermuten?

Bei dieser Methode der Gebietsaufteilung muss man sich nicht über irgendwelchen historischen Quatsch Gedanken machen. Na ja, vielleicht sollte man die eine oder andere Linie auf der Landkarte leicht verschieben, damit man nicht gezwungen ist, in Sondershausen gar noch eine Mauer bauen zu müssen. Bleibt nur zu fragen, wenn dass mit dem Lineal so einfach geht, warum wurde da eigentlich noch so eine kostspielige Expertenkommission berufen? Das fragt sich zumindest
Karl-Heinz Herrmann
von der Redaktion kn.
Autor: khh

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Kommentare
Jürgen Wiethoff
04.02.2013, 12:56 Uhr
Ist heute schon....
Rosenmontag? Oder gar 1. April?
Retupmoc
04.02.2013, 13:10 Uhr
Helau und Allaaf
Die Narren regieren grad, Herr Wiethoff. Das problem ist - manche Narren sitzen auch in bestimmten Behörden. Selten so gelacht Herr Herrmann. Danke für den aufschlußreichen Beitrag. Sie hatten da die Frage, warum eine Expertenkommission nötig ist? Die Antwort weiß ich. Darf ich `s sagen? Damit die Gebietsreform schön teuer für den Bürger wird. Möchte nicht wissen, was die sogannten Experten für diese Expertise bekommen haben. Das hätte jeder Fünftklässler besser hinbekommen.
Paulinchen
04.02.2013, 13:37 Uhr
Nun mal Butter bei die Fische…
…vorgestern war im Radio zu hören, dass es auch im Süden von Thüringen Probleme mit der neuen Kreisstruktur gibt. So sollen die südlichsten Gemeinden nach Bayern abgegeben werden.

Hier würde ich sagen wollen, was im Süden möglich ist, sollte doch wohl im Norden allemal auch funktionieren. Wenn ich mir die Gemeinde Rothesütte einmal auf der Landkarte ansehe, so gibt es ca. 4 km weiter nördlich, den Dreiländerstein. Hier treffen die Bundesländer Nieder-sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen aneinander. Wo wäre das Problem, den Landkreis Nordhausen dem Landkreis Osterode/Harz anzugliedern. Denn auch OHA und Goslar verhandeln derzeitig über eine große Gebietsreform.

Da bietet es sich doch an, den Landkreis Nordhausen in diesen Topf mit einzuwerfen. Da man ja inzwischen das Kennzeichen vom Auto wohl auch in ganz Deutschland beim Wohnsitzwechsel behalten kann, hätten wir doch schon für die Bürger einen Kostenfaktor gespart. Den gesamten neuen Landkreis könnte man dann z.B. „Großkreis Harz“ nennen. Die neu zugelassenen Kfz bekämen dann das Kennzeichen GHZ. Na ja, einige der derzeitigen Beamten könnten dann vielleicht überflüssig werden. Sei es drum, dem kleinen Mann ergeht es auch nicht anders.

Ach – ehe ich vergesse, leben wir eigentlich noch in einer Demokratie? Ja(?) na dann wird es ja ganz bestimmt noch eine Volksbefragung zur anstehenden Gebietsreform geben, hofft Paulinchen.
RWE
04.02.2013, 14:49 Uhr
Die Frage ist doch im man im Westen einen überschuldeten
LK Nordhausen haben will. Ich glaube nicht. In Eichsfeld bekommt man schon mit was hier los ist. Im Unstrut Hainich Kreis ist es noch schlimmer. Man will hat keinen Klotz am Bein und schaut deshalb Richtung Westen.

Im Süden, ich sage einfach mal Rhön, ist man auch etwas wohlhabener als der Rest in Thüringen und will auch nicht mit einen armen Schlucker fusionieren. Und die Rhön ist außerdem noch in Hessen und Bayern, so daß man schon mehr Gemeinsamkeiten hat als mit z.Bsp. Sondershausen.

Das Eichsfeld zieht sich auch bis nach Niedersachsen. Solche Regionen wie die Rhön, das Eichsfeld oder das Vogtland würden am liebsten eigene Staaten gründen...
Ich kann mich mal erinnern, daß Berga mal zu Thüringen wollte. Aber so einfach geht das nicht. Keiner wird das Bundesland wechseln.
Ich bin für die Reform. Für jeden arbeitslosen Politiker hätte es sich gelohnt.
suedharzer
04.02.2013, 17:02 Uhr
und da wundert sich noch einer,
dass es bei den Tourismuszahlen bergab geht. Bei der neuen Marketingkampagne unseres Freistaates ist Nordhausen sogar von der Landkarte verschwunden. Im Text tauchen wir sowieso nicht auf. Aber die Metropole Zeulenroda ist in Fettdruck.

Aber über eine Gebietsreform kann hier leider sowieso nicht sachlich diskutiert werden.
Lilly90
04.02.2013, 23:18 Uhr
nordhausen bei Marketing... rausgelassen
das ist sowieso der Witz des Jahrhunderts.
Wie kann man Nordhausen einfach weg lassen.
Armutszeugnis nennt man das dann wohl
Pe_rle
05.02.2013, 09:27 Uhr
Strukturen
wenn ich mich nicht täusche war ja Nordhausen auch Hansestadt.Wir könnten uns doch auch Hamburg ,Bremen oder Rostock anschließen, Ironie zu.
Wenn es nicht so traurig wäre,könnte man darüber lachen wie man Nordhausen in Thüringen verleugnet.
Achja noch mal auf die Hanse zu kommen,da wären wir in Niedersachsen am besten aufgehoben.Die Politik die im Thüringer Landtag gemacht wird ist eh nicht für Nordhausen bestimmt.Geld gibt es nicht ,verbesserte Bundesstraßen gibt es nicht,also was sollen wir noch in Thüringen,wenn man uns selbst auf der Tourismuskarte schon vergisst
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