Di, 12:25 Uhr
10.02.2004
Warum nicht vollzogen?
Bleicherode/Sollstedt (nnz). Im Fall der abgeschobenen Familie aus Bleicherode gibt es immer noch Unverständnis im Landkreis Nordhausen. Jetzt hat sich auch der Sollstedter Bürgermeister Jürgen Hohberg bei der nnz gemeldet.
Wenn seit 1994 feststehe, dass die Familie wieder nach Vietnam abgeschoben werden solle, dann hätte dieser Fakt spätestens im Jahr 1995 vollzogen werden müssen. Dieser Meinung ist der Sollstedter Bürgermeister und beruft sich dabei auf die bestehenden Gesetze, die einfach nur umgesetzt werden müssten. Alles, was jetzt passiert wäre, sei eine menschliche Tragödie, auch wenn die Familie kein Bleiberecht mehr gehabt habe. Man könne nicht zehn Jahre ein Problem aussitzen, und dann mit einem Schlag lösen. Auf der anderen Seite gehe er davon aus, dass die Familie in Vietnam keine Repressalien erleiden müsse. Da gebe es in anderen Ländern wesentlich schlimmere Zustände. Zudem glaubt Hohberg, dass ein Zurückholen der Familie oder der Kinder kaum eine Aussicht auf Erfolg haben werde.
Autor: nnzWenn seit 1994 feststehe, dass die Familie wieder nach Vietnam abgeschoben werden solle, dann hätte dieser Fakt spätestens im Jahr 1995 vollzogen werden müssen. Dieser Meinung ist der Sollstedter Bürgermeister und beruft sich dabei auf die bestehenden Gesetze, die einfach nur umgesetzt werden müssten. Alles, was jetzt passiert wäre, sei eine menschliche Tragödie, auch wenn die Familie kein Bleiberecht mehr gehabt habe. Man könne nicht zehn Jahre ein Problem aussitzen, und dann mit einem Schlag lösen. Auf der anderen Seite gehe er davon aus, dass die Familie in Vietnam keine Repressalien erleiden müsse. Da gebe es in anderen Ländern wesentlich schlimmere Zustände. Zudem glaubt Hohberg, dass ein Zurückholen der Familie oder der Kinder kaum eine Aussicht auf Erfolg haben werde.

