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Mo, 06:28 Uhr
26.11.2012

Keeper Sören Ahlert mit Bestnoten

Mit einem ungefährdeten 34:28 Erfolg über Aufsteiger Fortuna Großschwabhausen kann sich der Nordhäuser SV auch weiterhin von den abstiegsbedrohten Plätzen fernhalten. Hier der ausführliche Spielbericht von Frank Ollech...


Beste Handballstimmung am Samstagabend in der Nordhäuser Ballspielhalle. Doch bevor die Partie von den beiden Unparteiischen aus Sachsen Anhalt angepfiffen wurde ein kleiner Wehmutstopfen. NSV Linkshänder Andreas Ramonat kehrt nach seinem dreijährigen Nordhäuser Gastspiel, bedingt durch die Fachhochschule, zurück in seine Heimat. Vor seiner letzten Partie gab es Blumen und ein dickes Danke vom Vorstand. Zuvor gab es eine - Goldene Ehrenplakette - des NSV für Frank Adam und Blumen für Silona Kachel für ihren Geburtstag.

Die Partie selbst begann optisch reserviert mit leichten Vorteilen für den NSV. Lange und schnelle Ballwege eröffneten Lücken bei der Fortuna die in Tore umgesetzt wurden (3:0). Beim Spielstand von 4:1 streuten die Nordhäuser selbst, mit einer doppelten Zeitstrafe, Sand ins Getriebe. Vier Minuten in Unterzahl wegen Meckern, ein derber Rückschlag. Die Männer in Schwarz ließen sich jedoch nicht beeinflussen und leiteten die Partie in beeindruckender Weise im weiteren unauffällig. Dadurch entwickelte sich eine überaus faire Partie ganz nach den Geschmack der Fortuna und Nordhäuser Fans.

Der Spielverlauf der ersten Halbzeit war von vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Bei den Südharzern stockte es ein wenig bei der Feinabstimmung, der letzte Pass landete oftmals beim Gegner. Kein Wunder angesichts einer Tatsache das der Trainer erstmals aus dem vollen schöpfen konnte. Außer Abwehrstratege Michael Spieß waren alle Mann an Deck. Leider hemmte dies wiederrum den Spielfluss, der Trainingsrückstand einiger Spieler unübersehbar. Christian Müller ließ sogar Andreas Ramonat den Vortritt, damit dieser nach langer Verletzungspause ein paar Minuten beim letzten Auftritt absolvieren konnte.

Den Schock der frühen Bestrafung schleppten die Südharzer bis zum 7:6 (13. Spielminute) mit sich herum. Erst danach fanden sie, Dank nun reichhaltiger taktischer Möglichkeiten, die Kommandobrücke.

Die Fortuna, derzeit bester Aufsteiger seit Einführung der Thüringenliga, spielte munter mit. Ihre Spielanlage war auf den rechten Rückraum und auf ein bärenstarkes Kreisläuferspiel ausgelegt. Nur mit Mühe konnte die NSV Abwehr diese Spielweise teilweise unterbinden.

Das 12:8, erzielt von Matthias Thiele der erste Knackpunkt der Partie. Die Gästebank versuchte mit taktisch Mitteln zu antworten. Da wurden gleich zwei Nordhäuser in Pressdeckung genommen, Matthias Thiele und Spielgestalter Marcel Effenberger. Die Lücken wurden von Andre Elster und Thomas Riemekasten geschlossen. Christian Flötling erhielt nach seiner langen Verletzungspause Einsatzzeiten in der Abwehr und Stefan Fuhrmann im Angriff, damit andere durchatmen konnten. Der 15:12 Pausenstand ließ auf eine umkämpfte zweite Halbzeit schließen.

Der Südharzexpress hatte zu dieser Fahrt aufgenommen und kontrollierte zunehmend das Spielgeschehen. In der 40 Spielminute beim Stand 22:16 die erste klare Vorentscheidung der Partie. Danach war der Dampf bei der Fortuna scheinbar raus. Da keine ihrer Maßnahmen dauerhaft gegen die mannschaftlich geschlossen auftretenden Nordhäuser fruchtete schwanden die Ambitionen auf einen Punktgewinn. In der 50. Spielminute drohte sogar eine derbe Schlappe. Thomas Riemekasten schraube den Spielstand auf 30:22.

Die Gastgeber genügten sich mit dem Vorsprung und probierten weiteren taktischen Varianten. Am Schluss gab es noch was für die Fans. Der letzte Treffer von Thomas Riemekasten wurde von beiden Fanblöcken mit Beifall bedacht. Nach Zuspiel von Marcel Effenberger fing dieser den Ball von Linksaußen kommend, förmlich in der Luft stehend, und erzielte den 34 Treffer. Am Ende waren sie mit 34:28 über eine nie aufsteckende und gut aufspielende Fortuna Mannschaft siegreich.

Auch wenn Matthias Thiele wieder mit 11 Treffen glänzte und Andre Elster sein Formhoch mit 6 Treffern untermauerte, Thomas Riemekasten von Außen mit 7 Treffern brillierte, den Erfolg haben sie in erster Linie Keeper Sören Ahlert zu verdanken. Er gab seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit mit seinen Paraden und von den Tribünen sahen die Aktionen im Torraum auch noch spektakulär aus. Spielerisch ist die Handschrift des neuen Trainers Stefan Albrecht deutlich zu erkennen. Demnach schlummern noch Reserven im Nordhäuser Team, das nach dem 10. Spieltag Rang vier, mit einer Partie Rückstand, belegt.

Am kommenden Samstag gilt es diesen mit einem Erfolg bei Tabellenletzten Gera zu zementieren. Derzeit jedenfalls können sich die Nordhäuser noch geschickt von den Abstiegsplätzen fern halten.
Frank Ollech

Sören Ahlert/ Nikita Schneider/ Stefan Fuhrmann 2/ Andreas Ramonat/ Thomas Riemekasten 7/ Lukas Fehling / Sebastian Kreutz 3/ Christian Flötling/ Matthias Thiele 11/ Marc Phillip Tube 1/ Andre Elster 6/ Marcel Effenberger 4 /Johannes Ermisch
Autor: nnz

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