Do, 16:06 Uhr
22.11.2012
"Gemeinsam sind wir stark"...
...mit diesem Wunsch endete eine gemeinsame Antimobbingveranstaltung am Dienstag im Jugendclubhaus (siehe nnz-Archiv). Lautstark sangen die Anwesenden den inhaltlich so passenden Song von X. Naidoo und untermauerten im großen Chor das Anliegen: Stoppt Mobbing! Dazu Anmerkungen in der nnz von Angela Pschibert...
Dass wir diese Gedanken nicht allein trugen, zeigte eine große Anmelderesonanz seitens der Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendbetreuung. 250 Kinder und Jugendliche mit ihren Lehrern und Betreuern konnten wir zu unserer Veranstaltung begrüßen, über 100 Anmeldungen konnten leider aus Platzgründen nicht mehr bedacht werden. Pläne über eine Weiterführung wurden schon geschmiedet. Ein abwechslungsreiches und altersgerechtes Programm führte uns durch den Vormittag. Im Wechsel zwischen Trommelklängen, Vorträgen zum Thema, Klavierimprovisationen, Tanzeinlagen im Hip-hop- und Breakdance-Rhythmus, Sologesang mit zwei selbstgeschriebenen Liedern zum Thema , Hits der kleinen Live- Band, Schlagzeugimprovisationen und einen von den Schulen gestalteten Aktivteil, baute sich ein bewegtes, eindrucksstarkes und einfühlsames Programm auf.
Die Kinder und Jugendpsychiatrie präsentierte einen Kurzfilm zum Thema: Wie werde ich zum Mobbingopfer? und Mobbing live erlebt!.
Die 6. Klassen der Lessingschule zeigten in den verschiedensten Standbildern Mobbingformen. Mit welcher Ideenvielfalt offen gemobbt wird und wie viele sprachlose, gehörlose und blinde Zuschauer es gibt, wurde sehr anschaulich dargestellt. Da machen wir nicht mit! ein deutliches Stoppzeichen wurde hier den Mobbenden gesetzt. Auch das Schlüpfen in die Rolle eines Gemobbten oder des Mobbenden fiel schwer. Vom Lampenfieber gepackt, versetzte es kurzweilig den Schauspieler in die Gefühlswelt eines Betroffenen.
Im Rollenspiel der Käthe- Kollwitz-Schule erlebten wir, wie es Neuankömmlingen in einer Klasse ergehen kann. Ein Erleben von beste Freundin bis zur Demütigung, Verspotten, Beleidigung, Ausgrenzung und massiven körperlichen Übergriffen. Aussagekräftige Plakate untermauerten Herkunft, Ursachen und Folgen von Mobbing. Auch hier wurde ein deutliches Stoppzeichen gesetzt.
Das Streitschlichterprojekt der Petersbergschule zeigte auf, wie sich Schüler mutig mit den Problemen auf Schulhöfen,… auseinandersetzen. Sie werden geschult und nehmen ihre Aufgabe sehr ernst. In Gesprächen analysieren sie das Fehlverhalten mit den Betroffenen, suchen neue Wege und Möglichkeiten und sind strenge Kontrolleure.
Die Fachhochschule zeigte die Demütigung von Gemobbten, weil keine Markenklamotten das Äußere schönten, wieder waren Verspotten, Auslachen und Ausgrenzen der Betroffenen zu sehen und zu hören.
Cybermobbing im Schwarzlichteffekt, dabei bewegten sich die Gefühle der Zuschauenden von sprachlos, hilflos, wütend, fassungslos und geschockt darüber, wie Menschen mit der Würde des Menschen umgehen...
Gemeinsam mit den Zuschauenden wurden Lösungen erarbeitet. An dieser Stelle hätte ich das Rad der Geschichte am liebsten in die Zeit ohne Handy und Internet zurück gedreht.
Die FH gestaltete im Vorfeld Plakate mit Lösungsmöglichkeiten sowie ein gemaltes Comic, was in der KJP nun weiterhin als Therapiematerial eingesetzt werden kann. Fleißig hatten sie auch für die anwesenden Klassen eine Kummerkiste zum Mitnehmen vorbereitet.
In der abschließenden Diskussion fassten die großen und kleinen Zuschauer zusammen, dass Mobbing aufhören soll und es niemand braucht. Mutig sprachen Gemobbte über ihre Gefühle. Sie zeigten deutlich, dass sie genauso wertvoll sind, egal ob klein oder groß, dick oder dünn, ausländischer Herkunft oder deutsch, arm oder reich.
Herzlichen Dank an dieser Stelle an:
Angela Pschibert, Schattenkinder Südharz
Autor: nnzDass wir diese Gedanken nicht allein trugen, zeigte eine große Anmelderesonanz seitens der Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendbetreuung. 250 Kinder und Jugendliche mit ihren Lehrern und Betreuern konnten wir zu unserer Veranstaltung begrüßen, über 100 Anmeldungen konnten leider aus Platzgründen nicht mehr bedacht werden. Pläne über eine Weiterführung wurden schon geschmiedet. Ein abwechslungsreiches und altersgerechtes Programm führte uns durch den Vormittag. Im Wechsel zwischen Trommelklängen, Vorträgen zum Thema, Klavierimprovisationen, Tanzeinlagen im Hip-hop- und Breakdance-Rhythmus, Sologesang mit zwei selbstgeschriebenen Liedern zum Thema , Hits der kleinen Live- Band, Schlagzeugimprovisationen und einen von den Schulen gestalteten Aktivteil, baute sich ein bewegtes, eindrucksstarkes und einfühlsames Programm auf.
Die Kinder und Jugendpsychiatrie präsentierte einen Kurzfilm zum Thema: Wie werde ich zum Mobbingopfer? und Mobbing live erlebt!.
Die 6. Klassen der Lessingschule zeigten in den verschiedensten Standbildern Mobbingformen. Mit welcher Ideenvielfalt offen gemobbt wird und wie viele sprachlose, gehörlose und blinde Zuschauer es gibt, wurde sehr anschaulich dargestellt. Da machen wir nicht mit! ein deutliches Stoppzeichen wurde hier den Mobbenden gesetzt. Auch das Schlüpfen in die Rolle eines Gemobbten oder des Mobbenden fiel schwer. Vom Lampenfieber gepackt, versetzte es kurzweilig den Schauspieler in die Gefühlswelt eines Betroffenen.
Im Rollenspiel der Käthe- Kollwitz-Schule erlebten wir, wie es Neuankömmlingen in einer Klasse ergehen kann. Ein Erleben von beste Freundin bis zur Demütigung, Verspotten, Beleidigung, Ausgrenzung und massiven körperlichen Übergriffen. Aussagekräftige Plakate untermauerten Herkunft, Ursachen und Folgen von Mobbing. Auch hier wurde ein deutliches Stoppzeichen gesetzt.
Das Streitschlichterprojekt der Petersbergschule zeigte auf, wie sich Schüler mutig mit den Problemen auf Schulhöfen,… auseinandersetzen. Sie werden geschult und nehmen ihre Aufgabe sehr ernst. In Gesprächen analysieren sie das Fehlverhalten mit den Betroffenen, suchen neue Wege und Möglichkeiten und sind strenge Kontrolleure.
Die Fachhochschule zeigte die Demütigung von Gemobbten, weil keine Markenklamotten das Äußere schönten, wieder waren Verspotten, Auslachen und Ausgrenzen der Betroffenen zu sehen und zu hören.
Cybermobbing im Schwarzlichteffekt, dabei bewegten sich die Gefühle der Zuschauenden von sprachlos, hilflos, wütend, fassungslos und geschockt darüber, wie Menschen mit der Würde des Menschen umgehen...
Gemeinsam mit den Zuschauenden wurden Lösungen erarbeitet. An dieser Stelle hätte ich das Rad der Geschichte am liebsten in die Zeit ohne Handy und Internet zurück gedreht.
Die FH gestaltete im Vorfeld Plakate mit Lösungsmöglichkeiten sowie ein gemaltes Comic, was in der KJP nun weiterhin als Therapiematerial eingesetzt werden kann. Fleißig hatten sie auch für die anwesenden Klassen eine Kummerkiste zum Mitnehmen vorbereitet.
In der abschließenden Diskussion fassten die großen und kleinen Zuschauer zusammen, dass Mobbing aufhören soll und es niemand braucht. Mutig sprachen Gemobbte über ihre Gefühle. Sie zeigten deutlich, dass sie genauso wertvoll sind, egal ob klein oder groß, dick oder dünn, ausländischer Herkunft oder deutsch, arm oder reich.
Herzlichen Dank an dieser Stelle an:
- Frau Heirich von der Tanzschule Taimba und den flotten Hip- hop- Tänzerinnen und sowie der gekonnten Breakdance-Darbietung ihres Sohnes,
- Frau Hellmuth, Herrn Stranz, Herrn Waldheim und Kollege für die themenorientierten und altersgerechten Vorträge und Hilfsangebote,
- den Lehrerinnen Frau Dattke, Frau Steines und Frau Reichelt und ihren Schülern,
- Frau Spindler von der FH und den mitwirkenden Studenten des Studienganges Gesundheit und Soziales,
- den Trommlern, Sängern und Instrumentalisten der Klinikband,
- Lucas Claus für seine gekonnte rhythmische Begleitung auf dem Schlagzeug sowie Thomas Claus für seine helfenden Hände,
- Micha Benzalik den schnellsten Kabelverleger,
- Chefarzt Heiser der KJP, Frau Kratky, Sabine Reich vom KJR und Gordan für die organisatorische Unterstützung,
- Pfleger Stefan R. für den Filmschnitt und
- Antje Wiedemann, Antje Zimmermann, Annett Köhler und Josefine Seifert für ihre tatkräftige Unterstützung.
Angela Pschibert, Schattenkinder Südharz







