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Do, 13:19 Uhr
04.10.2012

Dirk Adams: „Wir brauchen den Dialog“

In einem ersten Gespräch informierte sich Dirk Adams, wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der Fraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag, über die geplante Biomethananlage in Nordhausen. Einzelheiten dazu in Ihrer nnz..

Adams (rechts) im Gespräch mit Bernd Sachse und Dirk De Gooijer (Foto: privat) Adams (rechts) im Gespräch mit Bernd Sachse und Dirk De Gooijer (Foto: privat)

„Wir brauchen den Dialog“ sagte Adams dabei heute zu Cordula Körner und Dirk De Gooijer, die gemeinsam mit weiteren MitstreiterInnen die BürgerInneninitiative vertraten. Diese hatten Adams das Projekt aus Sicht der BürgerInnen erläutert und deren Bedenken und Argumente dargelegt.

In einem Punkt herrschte schnell Einigkeit zwischen dem Abgeordneten Adams und der BürgerInneninitiative: „Wir wollen 100% Erneuerbare Energien“. Doch die Unterschiede offenbaren sich in den Vorstellungen zum Weg hin zu diesem Ziel. Adams begrüßte daher die Einrichtung einer Projektgruppe, welche die Eckdaten der Anlagen nun erneut prüfen soll.

Mit deren Besetzung ist er indes weniger zufrieden. „Leider muss Bürgerbeteiligung immer wieder eingefordert werden. Da ist auch kritischer Sachverstand gefragt“, sagte Adams und verweist darauf das VertreterInnen der BürgerInneninitiative nicht in die Projektgruppe aufgenommen wurden. In einem weiteren Termin sucht Adams nun das Gespräch mit dem Oberbürgermeister und der Nordhäuser Energieversorgung, um auch deren Argumente im direkten Gespräch zu erfahren.

Zu einem erneuten Gespräch traft sich Adams anschließend mit VertreterInnen der Steigerthaler BürgerInneninitiative. Seit mehreren Jahren machen in diesem Nordhäuser Ortsteil BürgerInnen auf die gefährliche Abwassersituation in ihrem Ort aufmerksam. „Die Hauskläranlagen entsprechen, wie auch die gesamte Kanalisation im Ort nicht mehr annähernd dem Stand der Technik“ sagte Gabriele Schlüfter, welche die BürgerInnenInitiative vertrat. Diese hatten unter anderem ein Gutachten in Auftrag gegeben und zuletzt eine Petition an den Thüringer Landtag geschrieben.

Hier sieht Adams die Landesregierung in der Pflicht: „Die Stadtwerke haben wiederholt ihre Bereitschaft zur zeitnahen Umsetzung signalisiert, jetzt muss das Land endlich aktiv werden und die erforderlichen Mittel bereitstellen“, sagte Dirk Adams abschließend.
Autor: nnz

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Kommentare
Zorro
06.10.2012, 13:25 Uhr
Der Herr Dirk De Gooijer
Immer gegen etwas aber von den Stadträten überall Radwege fordern. Die Kosten Geld und das kommt in einer Kommune zu einem großen Teil aus den Einnahmen der Gewerbesteuer.
W. Roßmell
06.10.2012, 17:35 Uhr
Das war mal wieder klar, dass....
sich jemand aus dem nichtgeouteten Lager meldet und versucht Stimmung zu machen! Lieber Zorro, outen Sie sich, so wie es der Herr Dirk Gooijer in aller Öffentlichkeit auch macht und die Interessen der Bürger vertritt. Klar, er fordert den Ausbau der Radwege (Sie scheinen ja nur mit dem PKW zu fahren...), ist gegen den geplanten Bau einer nach wie vor umstrittenen Biomethananlage in die Nähe von Wohngebieten (Sie würden eine solche Anlage auch nicht vor Ihrer Haustür akzeptieren wollen!) und er hat sich als Sundhäuser Bürger gegen den Autohof mit vielen Bürgern erfolgreich durchgesetzt! Der Mann verdient Achtung und nicht nur neidvolle Kommentare seiner sich nicht öffentlich zeigenden Schreiberlinge, die vielleicht sogar im Auftrag der Befürworter hier meinen, für Mißstimmung zu sorgen! Und wenn Sie Lesen könnten Zorro, Herr Gooijer ist NICHT gegen den Bau einer Biogasanlage, sondern er ist dagegen, dass solch eine Anlage 90 bzw. 60m von WOHNHÄUSERN entfernt gebaut werden soll! Und wer soetwas für Gut befindet, dem geht es nicht um die Menschen, die darunter später zu leiden haben, denen geht es nur ums Geld und leider scheint das bei den Verantwortlichen so zu sein!
Und nochmals: Outen Sie sich, zeigen Sie Ihr Gesicht, denn alles andere hat keinen Sinn! Nur Auge in Auge kann eine ehrliche und sachliche Diskussion stattfinden! Und wenn Sie sich nicht outen wollen oder gar können, dann schreiben Sie doch was Sie wollen, nur Gehör finden diese bei Keinem mehr!
Peppone
06.10.2012, 18:15 Uhr
Sich "Grün" nennen heißt nicht Grün zu sein!
Des "Grünen" Dirk Adams "Dialog" ist wie immer nicht Fisch und nicht Fleisch! Die eindeutig von den "Grünen" verursachte "Bio"Agrar-Methangasproduktion wird von Adams und Co. jetzt erst mal Anderen in die Schuhe geschoben. So kennt man die "Grünen" Populisten. Hauptsache erst mal gegen alles und bloß nicht für irgendwas verantwortlich sein, was man selbst unter Rot/"Grün" auf die Schiene gestellt hat!

Was absolut erschreckend anmutet ist, dass sich die BI Vertreter aus N-Ost und Himmelgarten sich heute genau mit den Leuten verbünden, die ihnen diesen ganzen nicht nachhaltigen Unsinn Agrargas erst eingebrockt haben! Das ist einfach nur traurig!
dirfido
06.10.2012, 21:36 Uhr
Es ist ein Zeichen von zivilisiertem Umgang .....
Es ist ein Zeichen von zivilisiertem Umgang wenn Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen und politischen Meinungen miteinander reden. Eine verfehlte Förderpolitik zeigt in Nordhausen-Ost, mit der geplanten Methangasanlage, ihre hässlichste Fratze. Aus diesem Grund ist eine Korrektur nötig – und möglich!

Die Diskussion mit allen politischen Kräften und den Verantwortungsträgern ist deshalb wichtig und notwendig! Leider wird die Diskussion durch die Bürgerinitiative sehr einsam bestritten. Bisher wurden von den Verantwortlichen in Nordhausen noch keine nennenswerten Informationen preisgegeben. Dieser Umstand ist besonders brisant da im Sommer der Eindruck einer vollständigen und abgeschlossenen Planung für die Methangasanlage in Nordhausen-Ost vermittelt wurde. Es sollten nach einer langjährigen und umfassenden Planung doch alle relevanten Fakten bekannt sein. Allenthalben ist von einem zu erwartenden Steuersegen die Rede.

Dabei ist allen Ökonomen die Tatsache bewusst: Deutschland ist eine Wirtschaftsnation welche sich auf kleine Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern stützt. Aus verschiedenen Gründen, die ich hier nicht weiter ausführen möchte und kann, ist der „steuerliche Ertrag“ bei Großunternehmen sehr gering. Der monotone Ruf nach Industrie und Methangasanlage muss also andere Gründe haben. Philipp Holzmann, Quelle, Schlecker, Neckermann oder eine ganze Solar-Branche zeigen deutlich die Anfälligkeit von Großunternehmen auf. Die Förderung von KMU(kleine und mittlere Unternehmen) wird nicht mit spektakulären Spatenstichen begleitet und wird deshalb (vermutlich) nicht im notwendigen Maße zelebriert oder geachtet.

Diese KMUs werden nicht von Bürgerinitiativen beeinträchtigt oder in ihrer Entwicklung behindert. Da diese Unternehmen meist noch eigentümergeführt sind wirkt sich die Verbesserung der Lebensqualität in Nordhausen, zB. durch Fahrradwege / Abwasserentsorgung, auch positiv auf die Ansiedlung derartiger Unternehmen aus. Man könnte also von einem doppelten Gewinn sprechen, wenn in die örtliche Infrastruktur und in das heimische Gewerbe investiert wird.
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